US-Vizepräsident JD Vance stellt in Aussicht, dass die USA weitreichende Tomahawk-Marschflugkörper an europäische Staaten verkaufen könnten. Diese sollen die Waffen dann an die Ukraine weitergeben. Derzeit würden entsprechende Anfragen geprüft.
Die letzten nuklearen Tomahawk-Raketen wurden in den USA um 2013 außer Dienst gestellt, und heutige Modelle sind nicht mehr offiziell zertifiziert für Nuklearsprengköpfe, aber die grundsätzliche Möglichkeit bleibt (!). RU kann beim Anfliegen also nicht wissen, was da genau anfliegt - und müsste theoretisch Gegenschläge starten.
Russland kann nach dem Start einer Tomahawk-Rakete technisch nicht erkennen, ob sie mit einem konventionellen oder nuklearen Sprengkopf bestückt ist. Die Unterscheidung ist für Satelliten, Radarsysteme oder Aufklärungssysteme nicht möglich, weil beide Varianten äußerlich identisch sind und sich nur am Sprengkopf im Inneren unterscheiden.[2][3][5][6]
Risiko der Fehlinterpretation
- Weil Tomahawks dualfähig sind (also traditionell sowohl konventionell als auch nuklear bestückbar), führt jeder Angriff mit diesen Flugkörpern beim Gegner zu maximaler Unsicherheit und einer potenziell katastrophalen Fehlinterpretation.[4][5][6][8]
- Diese sogenannte „warhead ambiguity“ kann dazu führen, dass sich Russland nicht auf die Abwägung verlässt, sondern vorsorglich einen nuklearen Gegenschlag auslöst, um nicht im Falle eines tatsächlichen Atomangriffs überrascht zu werden.[3][7][8][2]
- Die fehlende Transparenz und Ununterscheidbarkeit birgt eine sehr hohe Eskalationsgefahr in Krisenzeiten, weil gegenseitiges Vertrauen und diplomatische Kommunikation typischerweise eingeschränkt sind.[5][8][2]
Strategische Folgen
- Militärisch gesehen ist es daher aus Sicht Russlands rational möglich, im Falle eines Tomahawk-Einsatzes gegen russisches Territorium von einem nuklearen Angriff auszugehen und sofort mit atomaren Gegenschlägen zu antworten.[8][2][5]
- Genau aus diesem Grund und zur Reduzierung der Eskalationsgefahr wurden Abrüstungsverträge wie der INF-Vertrag einst abgeschlossen, die den Einsatz solcher dualfähigen Systeme einschränken oder verbieten sollten.[2][5]
- Experten warnen seit langem vor diesem Risiko der „strategischen Zweideutigkeit“ bei Marschflugkörpern wie dem Tomahawk.[7][8][2]
Russland besitzt also keine sichere Möglichkeit, nach einem Start festzustellen, ob ein Tomahawk konventionell oder nuklear ist, was eine nukleare Eskalation auslösen kann.[3][5][8][2]
Wo steht doomsday clock? 89 Sekunden - die Armleuchten...
Aber immerhin so kurz davor wie nie