Beiträge von Mithras

    goldcore:
    "Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!"


    Soll heißen: So wie der Verschwörungsspinner Kopp sich das vorstellt wird's wohl nicht kommen.


    ABER: "Die" werden sich schon was ausdenken. "Man" erfindet dann halt nach dem "NSU" den "ZSU" ("Zionistisch Schwulen Untergrund") - und irgendwann WIRD den BRD-Schergen auf ihren Razzien dann auch mal ein schwuler Jude in die Fänge geraten, der zufällig noch eine Goldmünze dabei hat. Grund genug dann also, das Gelbmetall für alle BRD-Bürger zu verbieten: "Kampf gegen den ZSU-Terrorismus!"


    So (oder im Detail zwar anders, "an sich" aber ganz ähnlich...) WIRD'S wohl laufen, so wie ich "meine" Toitschen kenne... :wall:

    Der Journaillist, der diesen Quark fabriziert hat, war offensichtlich noch nie selber in Indien und gibt ergo nur Gerüchte wieder und erzählt, wie er sich das dort halt so VORSTELLT.


    Stichworte zur REALITÄT in Indien: Sekundärmarkt und Privathandel...


    Außerdem könnte der Typ mal ein Kingfisher Strong Beer gebrauchen - das hilft gegen zu große Verkrampfungen. :)

    @RMG: Im Gegenteil, FALLS mal ein echter Goldstandard (oder auch nur eine Gold-Kernwährung) wiederkommen sollte, geht die GSR rapide nach unten, das Ag also relativ hoch. Nur wird es eben nicht "wirklich" Geldmetall (im Sinne von Kurantmünzen) sein, auch wenn man sicher jede Menge "Halb-Kurant"-Münzen prägen wird; also Silberlinge, deren Silbergehalt bei roundabout der Hälfte des Nennwertes liegt. Das würde dann zum einen Schwankungen des Relativpreises Au/Ag abfangen und damit verhindern, daß die Silberlinge eingeschmolzen/gehortet werden, andererseits aber vor allem folgendes propagandistische Zeichen setzen: "Schaut her, auch unser 'Kleingeld' ist werthaltig!" (Bezogen auf heute: Stell Dir vor, es gäbe im Alltagsumlauf 10-€-Münzen, die 5 g Feinsilber enthalten...)

    Rhein-Main-Gebiet: Die schon vor Jahrhunderten(!) geführte Diskussion zum Thema "Bimetallismus" kennst Du aber?! (Hint: Sogar die Wikipedia kann da als erster Einstieg helfen...) Dann kennst Du auch deren Ergebnis, und das hieß GOLDstandard. Man sollte aus der Geschichte lernen und Fehler nicht wiederholen! 8)

    Mein Bauchgefühl sagt derzeit: "Kaufsignal gerade für Physisches!" :thumbup: Okay, die Euronen sind eh nur Zettel, und die Zahlen da drauf eh recht fiktiv ... aber trotzdem "rechnet" man mit ihnen. Und auch "Schwellenpreise" SIND psychologisch relevant. Und wenn es vorgestern und auch gestern vor Ort Sovereigns für unter 300,- EZBlinge gab, dann sage ich erstmal nicht nein, vor allem, wenn ich meinem Schwiegerpapps in Athen sogar mit drögen "Lizzys" aus den Endfünfziger Jahren eine Freude machen kann. Und falls der "Preis" doch noch weiter fällt: Was man Gelbes hat, hat man erstmal. Und EZB-Zettel, die weg sind, pfeifen nicht mehr... ;)

    Für sinnvolle Messungen der "Dicke" MUSZ man eine Mikrometerschraube haben und "über Feld" messen (also die dünnste Stelle der ganzen Münze suchen), weil das Relief und vor allem die Randstabhöhe je nach Prägedruck ausfallen, was dann auch bei "an sich" gleichen Nominalien (z.B. LMU 20er) je nach Land, Zeit und Prägestätte u.U. sehr(!) unterschiedliche Werte ergibt.


    Man lege nur mal exemplarisch einen 40er Napoleon Bonaparte in Italien (z.B. von 1808) und einen dito der Maria Luigia von Parma (z.B. 1815) nebeneinander. Der letztere "Italiener" WIRKT dann fast doppelt so dick wie ersterer!! Das liegt daran, daß der "Napoleone" im "klassischen Stil" (also noch ohne Randstab) geprägt ist, während die Marie Luise einen SEHR hohen Randstab hat.


    Echtheitsprüfung "mit Hausmitteln" geht sinnvoll eh nur über Tauchwägung: "Heureka!" ;)

    Tomster:


    Und Dein Reingewasche der Toitonen nervt mich auch... das aber zuvor nur am Rande.


    Mal bewußt NICHT chronologisch jetzt, sondern im Kontext:


    a) In der SBZ gab es den sehr treffenden ironischen Begriff der "Freimüssigkeit". In der FDJ war man z.B. genauso "freimüssig" wie in der "GSF" ("Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft") oder der "Gewerkschaft" FDGB. DIESELBE Erscheinung gab's auch im Kaiserreich. "Sozialer Zwang." Das wirst Du Massenmensch (der Du als jemand, der noch in solchen freiheitsverachtenden Kategorien wie "Nationen" denkt, notwendigerweise bist), nicht verstehen, daß es SEHR SCHWER ist, sich als Individualist sowas zu entziehen.


    b) Bleiben wir bei der SBZ: Dort gab es das "Edelmetallgesetz", das jeden privaten "Handel" mit EM strikt verbot (angedroht 5 Jahre Zuchthaus). Man konnte als Privater offiziell sein EM nur VERkaufen: und zwar ausschließlich an den Staat. "Besitz" als solcher war allerdings legal. Aber schon Vererben ging nicht mehr - da hatte die SBZ sofort ein Vorkaufsrecht. (Abhilfe: EM nicht explizit im Testament erwähnen.)
    Anderer "Trick": Sammlermünzen! Und "unter der Hand" bekam man so auch recht legal - allerdings zu Irrsinnspreisen! - selbst Krügis im "Staatlichen Münzhandel der 'DDR'" zu kaufen (so um 7500,- Aluchips - das war mein JAHRESbrutto als promovierter Jungwissenschaftler...). Und Golddollar oder Kaiserzeit-Goldfüchse waren so gesehen schon recht gängig (sie lagen aber nicht unbedingt in der Auslage aus; auf Auktionen gab's sie aber ófter mal). Barren waren jedoch so gut wie nicht verbreitet.


    c) In Eurer "Gro§en Zeit[tm]" gab es durchaus eine "Ablieferpflicht" fùr das Gold der Privatleute. Silber war NATÜRLICH NICHT reglementiert (gängiges Kurantgeld). Hat mir meine Großmutter als Zeitzeugin erzählt; bezog aber ggf. "nur" auf Kaiserzeitmünzen und "Devisen" (speziell Golddollar, Schweizer Goldfranken, etc. - insbesondere natürlich Goldmark des Kaiserreichs). Ich gehe noch mal Quellen suchen. Merke: "Im Netz" wird man dazu kaum was finden; eher in den "altmodischen Dingern" aus Papier zum Umblättern...


    Daß trotz a) bis c) hierzulande immer noch MASSEN gerade von "Goldfüchsen" existieren, spricht im übrigen für eine (ehemalige?!) Zivilcourage bestmmter Deutscher. Das weiß GERADE auch ich wohl zu würdigen.... :thumbup:

    "Nutzt's nix, so schadt's auch nix." :)


    Ich kenne MASSENHAFT Leute, die halten Gold-Euros der BRD mit dem Münzzeichen "A" für "wertvoller" als andere Münzzeichen...

    goldhamstern: In der BRD würde da nicht vorher erst lange öffentlich rumdiskutiert, sondern GEHANDELT werden: Goldbesitz ab 5 mg ist dann verboten. Punkt. Zähne müssen durch anderes Material ersetzt werden (vom Betroffenen selber zu zahlen, sonst 10 Jahre Knast - die Zahnklempner und Dentalwerkstätten freut's...), Eheringe werden durch eiserne Reifen ersetzt. Handys/Smartphones darf man nur noch soviele haben, wie man aktive Verträge hat - alle anderen sind zwecks Recycling der "Goldaufbereitungsstelle" abzugeben.


    Und wer seiner Ablieferungspflicht seiner Münzen, Barren etc. ZÜGIG nachkommt (also innerhalb von 24 h ab "Verkündung" des "Goldablieferungsgesetzes (GAblG)"), der bekommt auch als Lohn eine wun-der-schö-ne Merkelplakette aus Eisen: "Gold gab ich für das Gemurksel." (oder so ähnlich...)


    Alles schon mal dagewesen in Toitschen Landen...

    Wurschtler: "Jenauso isset!" würden die einheimischen Berliner jetzt sagen. :)


    Ich diskutiere oft und viel mit (sog. "kleinen") Immo-Besitzern. Die haben das alle nicht kapiert, daß GERADE SIE die Melkschafe schlechthin sind.


    Denn wie gesagt: Für mich als alten Anarchisten ist Grund und Boden entweder Gemeineigentum, oder sie gehören dem, der sie selber (inkl. EIGENER Familie) aktiv bewohnt bzw. bebaut. "Pappi Staat" ist da nur dazwischen geschaltet, und da fängt die Ungerechtigkeit schon an: Der "verteilt" dann irgendwie die "Grundstücke". Dazu muß er sie erstmal "definieren". Das läuft über ein "Grundbuch". So ein kleiner "Häuslebauer" bezahlt gaaaaaaaaaanz viel Staatsgeld, nur damit dort reingekritzelt wird: "Das Grundstück Meisenweg 13a in Spechtshausen gehört Hugo Müller." Nun darf sich Hugo Müller als "reich" fühlen, denn er "besitzt" ja jetzt "sein Grundstück". Abgesehen davon, daß er dafür auch noch Steuern zahlen "darf" (wofür eigentlich?? ?) ... der "Eintrag" im "Grundbuch" WURDE doch schon fürstlich entlohnt...), legt er nun los und arbeitet im Schweiße seines Angesichts (oder läßt Handwerker dies tun), um dort "sein Häuschen" hinzusetzen. Irgendwann ist's fertig und er zieht ein. Damit hat er durchaus Werte geschaffen - und die Annahme, das sei jetzt "alles auf ewig sein", hat ihn auch sehr beflügelt. Letztlich aber ist er nur so eine Art "besserer Hausmeister", den das aktuelle Regime dort ungeschoren "mietfrei wohnen" läßt, denn das muß ja jeder, der Werte schaffen soll. Okay, "mietfrei" ... Definitionssache: STeuern, Reparaturen, Energie, ... muß er alles blechen!


    So, und nun kommt irgend 'ne Krise, und "Pappi Staat" "braucht" das Häuschen. Oder "unsere" mohammedanischen Okkupanten führen in der BRD die Sharia ein. Oder die Russen dehnen ihr Reich bis zum Rhein aus. Dann sitzt Hugo Müller ganz schnell auf der Straße, und in "seinem" Häuschen wohnt jetzt ein Staatsdiener mit in Gold gerahmtem Text des Art. 14 GG statt des Röhrenden Hirschs an der Wand der Wohnstube; oder alternativ irgendein "Murat Üztürk" mit seiner watschelnden Schleiereule und ein paar Rabaukenkindern im Hormonkoller; oder "Vladimir Oserow" bedient den Samowar... Das "Grundbuch" aber ruht in einem Museum, Abt. "historische Kuriositäten".


    Soviel zu den "ach sooooo tollen" Immobilien. Sagt doch schon der Name: Sind eben immobil. Ein paar Goldbarren kriegt man "im Fall der Fälle" auf jeden Fall besser außer Landes als ein Haus oder gar ein "Grundstück".


    Ende der Durchsage. 8)

    Wurschtler: Naja, soooooooooo schwer war das nicht, an die letzten Franzosen-1000er ranzukommen. Mein Mitarbeiter hat zweie bekommen. Jeweils mit anderem Namen/Adresse, aber beidesmal mit derselben Kreditkarte (und damit für mich zusätzliche Bahnfreifahrt-Punkte... ;) ). Es wird also keine zuuuuu tiefgehende Plausiprüfung gemacht.


    Die Teile sind für den "gepflegten Goldbug" genaugenommen die Idealanlage: In unserem Nachbarland immer mit dem Nennwerthedge von 1000,- EZB-Flußwechseln und zusätzlich 20g edles Gelbmetall. Da zahlt man doch GERN 50 EZB-Phantasieeinheiten pro Gramm. Die ca. 20...25% mehr als sonst machen das Kraut doch nicht fett... 8) ;) :thumbup:

    Leute, "unser" Papiergeld war schon immer "weg" (genauer: es war eigentlich noch nie "richtig da" - auch nicht zu DM-Zeiten...): Flußwechsel auf irgendwelchen Magnetbändern oder Einträge in irgendwelchen Büchern, mehr nicht. (Genauso wie das vielgelobte "Betongold": Was hat ein "Immobilieneigentümer" in einem System wie der BRD schon?! Lediglich den "Eintrag" im "Grundbuch" - und dazu den "wunderschönen" Art. 14 Grunzgeschwätz der BRD: "Eine Enteignung ist [...] zulässig." Muß ich das jetzt noch näher ausführen?!? :wall: )

    Robin: Auf solche Veranstaltungen geht man gerade als Freund rein numismatischer Angebote eigentlich IMMER NUR am 1. Tag, ab Mittag sind doch dann eh immer alle interessanten Sachen weg ... ;)


    Yep, mir hat's gefallen - habe allerdings bzgl. moderner Goldies nur 5 LMU-20er abgegriffen ... für je 245,- €, darunter allerdings Napoleon in Italien, Charles X, Louis Philippe, Vittorio Emanuel aus Sardinien.... :)

    taheth: Die Hausmänner "der letzten Generation" hat der Meister selber schon gezielt vorgealtert...


    Ja und am Sonntag warst Du nach mir ... ich habe von den 5ern einfach ALLES weggeschleppt, was halbwegs brauchbar erhalten war. 8) Danach lag wirklich nur noch Schmelzware dort - dito bei den 40ern. ;)

    Phobos: Das mit den Importzöllen in Indien ist sicher nicht der eigentliche Auslöser - wohl aber möglicherweise DER Grund, warum sich nach den "üblichen" Drückungen der POG nicht sofort wieder erholt hat.


    Schau'n mer mal, wie's weitergeht... :thumbup:

    Also, wenn's mich nichts extra kosten würde (alle meine Bahnfahrten sind bis nächstes Jahr schon bezahlt ;) ) würde ich nicht dort hin fahren, weil das Angebot an den Sachen, die mich reizen, zu gering ist ... ABER: einen Vorteil hat diese "kuschelige" Veranstaltung schon im Vergleich zur WMF Berlin bzw. Der Numismata, ja selbst der Börse in Hannover immer am 1.Mai und 1.Advent: Man tritt sich dort nicht gegenseitig tot. :thumbup:


    Und bei genauem Hingucken gab's auch das eine oder andere "Fast-Schnäppchen", z.B. Bei nicht sooooooo häufigen LMU-Münzen. 20er Charles X und Louis Philippe für je 245,- € bzw. 20 Lire Vitt.Emanuel aus Sardinien (also nur je 7,- € über meinem Referenzkurs in der Exchange AG) nimmt der liebe Onkel Mithras jedenfalls immer mit... :)


    Ansonsten habe auch ich zwei Anläufe gebraucht, um mir eine brauchbare(!) Zinnmedaille mit dem Alten Fritz zu "spindeln". Eigentlich beschämend... ;)


    Das Interieur des Gebäudes ist natürlich echt eine Wucht - nur das recht schummerige Licht ist eher zur Förderung des Verkaufs von Fälschungen geeignet... :(


    Trotz allem hat's sich gelohnt! :thumbup: