Marbod: 
Vor allem sind diese antiken Hyper-Winzlinge heute ausgemacht selten. Sie wurden ja auch damals schon nur für den oben von mir genannten Zweck geprägt: Als Kurantgeld für kleine Zahlungen auf Reisen.
Ansonsten war es typisch für den Zahlungsverkehr in ALLEN antiken Kulturen, daß man lokal beim Händler anschreiben ließ, bis dann eine Summe fällig war, die einer "handlichen" Münze entsprach (also in Griechenland einer Drachme, im frühen Rom einem Denar, im Maurya-Indien einer Karshapana ... was jeweils so ca. 3...4 g Ag waren). Man brauchte dieses "Pulver"-Geld
also wirklich nur, wenn das mit dem Anschreiben objektiv nicht ging. Und da die Menschen damals nicht so mobil wie heute waren, kam das seltener vor, als wir das heute in unserer immer kleiner werdenden Welt als normal ansehen.
Das weiteren fällt solcher Kram beim Ausgraben wirklich im wörtlichen Sinne durchs Sieb. Erst mit modernem archäologischem Gerät wird sowas "richtig" gefunden. (Daß der Marktpreis unter Sammlern dann oft nicht so hoch ist, wie es "eigentlich" der rein zahlenmäßigen Seltenheit dieser Winzlinge entsprechen würde, ist 'ne andere Sache, die primär damit zu tun hat, daß "wir" halt "schöne, große" Münzen vorziehen...)
BTW: Weil das Zeug wirklich unhandlich war (für den Transport vermutet man heute fest schließende Holzkästchen mit entsprechenden Aussparungen, sowie die Verwendung von Pinzetten zum Ergreifen der Mikro-Teilchen
), wurde schon im Hellenismus das Bronzegeld erfunden - also Scheidemünzen als Ersatz für Kleinstsilber; sozusagen der Vorläufer des Papiergeldes. Es sind genug antike Münzgesetze bekannt, die die ZWANGSWEISE Annahme von diesen (nur lokal gültigen) Bronzemünzen vorschrieben, sonst hätte diese Surrogate keiner akzeptiert: http://www.tulane.edu/~august/H310/handouts/Coinage.htm
Ende von Onkel Mithras' heutiger Geschichtsstunde - zurück zu den Tafelbarren
Moooment mal: In der Antike wurden als Kleingeldersatz Münzen durchaus hin und wieder halbiert oder gevierteilt, der Vorläufer der Tafelbarren also... 