Beiträge von Mithras

    Hallo, kleiner Goldvogel (der sich richtig übrigens mit "h" schreibt: "Goldkehlchen" ... wegen seiner Sangeskünste ;) :( Der Onkel Mithras vertraut auch NUR auf sein Bauchgefühl. Wenn die "Wahrsager" sicher WÜSZTEN, wie der weitere Verlauf ist, sie wären alle steinreich und würden nicht irgendwelche bezahlten "Börsenbriefe" bzw. "Marktkommentare" und so verzapfen müssen (die ja hier im GSF manchmal zwar ausführlichst zitiert und über den grünen Klee gelobt werden dürfen ... und manchmal aber besser nicht, wenn sie von den per definitionem "Falschen[tm]" stammen...).


    Für den Gemeinen Goldbug[tm] ist es m.E. die beste Strategie, stets mit wachen Augen durchs Leben zu gehen, SELBER Wirtschaftsnachrichten zu lesen und sie SELBER zu bewerten, und dann zu versuchen(!), das "buy the dips" umzusetzen. :thumbsup: Es war genau dieses "Bauchgefühl", das mich heute jedenfalls davon abhielt, von den 3 ital. 20-Lire- sowie 4 frz. 20-Francs-Stücken, die da in der Wechselstube für je 213,- € lagen, mehr als doch nur eines zu kaufen (nämlich Vitt. Emanuel II VOR dem Risorgimento, also noch nur als König von Sardinien - das einzige, was noch etwas numismatischen "Pep" hatte ;) ) ... Am Montag voriger Woche hätte ich die aber ALLE genommen (zu je glatt 200,- €) und mir ein Loch in den Bauch gefreut wegen dieses Schnäppchens. :)

    trosinette: Die frühesten Münzen (spätes 7. und Anfang 6. Jh. v.u.Z.) wurden mit den WAPPEN der ausgebenden Stelle (zunächst Städte und kleine Königreiche) geprägt. Herrscherdarstellungen kommen erst deutlich später (berühmt sind die des Königs Kroisos; das Königsbild ist hier aber als vollfigur, kein Porträt). Die Ur-Funktion des Bildes war zunächst nämlich "nur" ein Echtheits- und Feingehalts-Garantiesiegel. Es wurde aber - typisch für die Alten Griechen - schon sehr bald künstlerisch ausgestaltet (die mußten in ihrer Kultur einfach selbst den profansten Alltagsgegenstand als aufwendig verziertes Kunstwerk produzieren ;) ).


    Die ersten personalisierten Herrscherporträts gibt's von Alexander d.Gr. und seinen Nachfolgern ab dem späten 4. Jh. v.u.Z., also der Zeit des Hellenismus.

    tomb: "Abgabenzwang" setzt aber schon ein ausdifferenziertes Staatswesen jenseits der Urgesellschaft voraus; als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel wurden Edelmetalle aber schon früher benutzt.


    Und MÜNZgeld ist erst das Ergebnis einer NOCH späteren Entwicklungsstufe der Staatswesen - die Regenten haben nämlich nicht einfach gesagt "Jetzt machen wir mal was ganz tolles und erfinden die Münzen, weil das alle Zahlungsvorgänge sehr vereinfacht, da man nicht mehr kompliziert wiegen, sondern nur noch einfach zählen muß." Sondern der "eigentliche" Ur-Auslöser der Münzprägung war, daß der Staat seinerseits "öffentliche Ausgaben" (z.B. Bau von Infrastrukturprojekten, wie Straßen oder einen Hafen....) aus den noch in ungemünztem EM oder Naturalien eingetriebenen Steuern bezahlen mußte und dafür diese normierten und "gepunzten" Metallstücke einführte, um zunächst sich selber die Arbeit zu vereinfachen.


    Diese Münzen flossen dann später auch wieder als Steuern an den Staat zurück, zikulierten aber zuvor vor allem in allen anderen Bevölkerungskreisen. Die "Geburt" des Münzgeldes war also kein "einmaliges Ereignis", sondern ein längerer Prozeß...

    @Darius85: Laß doch das doofe Wort "Preis" hier außen vor, weil sich das heutzutage implizit immer auf Papiergeldsysteme bezieht. Wenn Du es aber durch "Kaufkraft" ersetzt, kommt es für uns Goldbugs besser hin: Ja, wir "spekulieren" darauf, daß es später mal für 'ne Unze gelbes, korrosionsbeständiges Glitzermetall deutlich(!) mehr Waren bzw. Dienstleistungen gibt als heute... Und selbst im ungünstigsten Fall wenigstens nicht allzuviel weniger als aktuell.


    Das nennt sich dann übrigens "Kaufkrafterhalt". :thumbsup: Und begründen läßt sich diese Sichtweise aus genau den in diesem, Deinem Thread angesprochenen historischen Gründen.

    Leute, bei aller Euphorie: Vergeßt nicht - Gold kann WIRKLICH fallen. Ist mir auch schon mal mit ein paar unglücklich auf einem Tisch plazierten Sovereigns passiert. Und zwar in einem Zimmer mit Steinfußboden... :wall:


    Die sind dann wegen der Randdellen z.T. durchaus auch im (Sammler-)Wert "gefallen". Ihr intrinsischer solcher blieb jedoch erhalten. "Erstaunlich, aber wahrio..." ;) :thumbsup:


    Dennoch erneut der Warnhinweis: GOLD KANN FALLEN! Echt... ;)

    verleihnix: Ja, ich staune auch, denn Du hast ja nur 'nen Link gebracht mit einem Infotext. Nicht mal 'ne Preisliste oder so - DAS wäre dann in der Tat ggf. Werbung! - sondern bloß ein Marktkommentar, der lt. Disclaimer noch nicht mal die Meinung dieser Fa., sondern lediglich die private des "Dr." M. wiedergibt. Dann könnte man ja auch behaupten, jeder Link auf den Schbiggl oder so wäre gleich "Werbung" (für dieses Käseblättchen oder deren "Apps" oder was die da alles über ihre Website sonst noch verkaufen (wollen)...). :wall:


    Hmmmm, ich glaube, ich habe so gesehen auch schon Fehler gemacht, indem ich hier diverse Male auf "meine" Wechselstuben verlinkt habe (sogar MIT Preisen!! ... also schon 100%ig "Werbelinks" ... allerdings bin ich mit denen nicht verbandelt ...).


    Wie man's macht - man macht's verkehrt!

    niederbayer: Na, so wie das "die Märkte" bereits seit gestern antizipieren: $-POG geht wahnsinnig hoch - €-POG eher seitwärts, d.h. in der Fiat-Welt fällt der Dollar zeitweise mal wieder etwas gegen den Euro in dem aktuellen Wett"rennen" der beiden hüftlahmen Zetteleinheiten....

    @Edel, bzgl. "Dr." Meyer: Hast Du was gegen Leute, die sich mit Wirtschaftsgeschichte im Zusammenhang mit Gold und dessen "Wert" befassen? :hae:


    Man konnte sicher oft anderer Meinung sein: aber ich fand seine Postigs auch immer überdenkenswert. [smilie_blume]

    @ Mithras
    und hast Du doch noch zugeschlagen nach oben erwähnten Wochenende? Schätze so langsam wird güldenes wirklich teuer!
    Hoffentlich kommt Dein "Neuüberzeugter" auch mit ner Korrektur klar, only up ist so ja nun auch nicht, entweder kommt das große zittern und zaudern oder man "buy einfach the next dip auch"
    Wünsche
    ...einen goldigen Tag
    Tut


    Jein ... ich schrieb ja, daß mir der "Schmetterling im Bauch" (---> der ist für entsprechende "Gefühle" zuständig ;) ) "befohlen" hat, am 04.07. "befohlen" hat, gleich am Morgen loszutigern und mir da noch 6 Wilhelm I für je 251,- € in den Köcher gingen (in einer Filiale, die schon so zeitig am Montag aufgemacht hat, daß da noch der Preis von Sonnabend galt ... der "richtige" wäre schon 253,- € gewesen... ;) ). Seither übe ich Enthaltung. Neee, das macht ECHT keinen Spaß mehr jetzt ... :wall: (Naja, habe gut lästern, bin eh derzeit recht blank: "Sommerloch", kein Nachschub an Fiat-Zetteln...)

    goldmob: Dieses eher "währungstheoretische" Thema ist hier im Märkte-Thread zwar etwas OT; aber im Grundsatz hast Du schon völlig recht. Mutatis mutandis: Du solltest nicht von der "Größe" einer Gesellschaft schreiben (das ist unklar/widersprüchlich - siehe den Einwurf von trosinette), sondern von deren (wirtschaftlicher) DIFFERENZIERUNG und(!) der "communis opinio" in den anderen "Gesellschaften", mit denen Handel getrieben wird. Und genau in DEM Sinne funktioniert das mit dem Gold in den folgenden drei Geldfunktionen seit ca. 5000 Jahren fast weltweit (Ausnahme: völlig abgeschlossene, "primitive" Stammeskulturen ohne Fernhandelsbeziehungen):


    a) direktes Zahlungsmittel; Gründe dafür: Gleichförmigkeit (reines Gold ist reines Gold ist reines Gold), beliebige Teilbarkeit bzw. Umformbarkeit und damit "Zusammenlegung" von kleinen Einheiten zu einer größeren jederzeit wieder möglich (das wird beim Münzgeld gebraucht: einfaches Abzählen statt fehlerträchtiges Abwiegen)


    b) Wert-/Preismaßstab (siehe letzten Punkt oben)


    c) Wertaufbewahrungsmittel (Seltenheit, nicht beliebige Vermehrbarkeit, "unendliche" Haltbarkeit)

    Ich finde das echt faszinierend, wie lange das IMMER noch weitergeht.


    Aber wie hier schon beschrieben: Sogar Leute, die bisher VOLL im Hamsterrad dahinvegetierten, sind angesichts der aktuellen Nachrichtenlage aufgewacht. Denn ich bilde mir ABSOLUT NICHT ein, meinen alten Kumpel am Wochenende irgendwie "überzeugt" zu haben - er war sicher schon selber im Unterbewußtsein soweit, zu erkennen, daß weltwirtschaftlich EINIGES falsch läuft. Ich habe ihm bei unserem mehrstündigen Plausch auf dem Grillfest nur geholfen, seine schon vorhandenen Gedanken etwas zu sortieren - sowas kann ich oller Sokratiker gut ;) - er hat z.B. selbstverständlich schon "irgendwie" gewußt(!), daß die "Sparkasse", wo er "sein Geld hat", NICHT wie Onkel Dagoberts Goldspeicher funktioniert, wo dann abends nach Dienstschluß die Kassiererinnen ein Erfrischungsbad in Euroscheinen nehmen ;) ;) , sondern er wußte "natürlich", daß die "mit seinem Geld arbeiten" ... aber wenn man das GENAU SO formuliert, daß das "Guthaben" da letztlich nix weiter als ein simpler SCHULDSCHEIN und mithin INTRINSISCH WERTLOS ist (weil EZB-Zettel auch nur SCHULDSCHEINE sind...), wird einem das einfach noch mal DEUTLICH klarer... :D

    Hallo Kollege Ballerina :) ,


    a) In richtigen Rechtsstaaten (ich kenne mich diesbezüglich sehr gut in Israel oder Indien oder Australien aus) fragt einen "kein Schwein" nach Quittungen etc., wenn man dort Geld (=Gold) in Waren oder Fiat umwandelt. Eure BRD/EU(dSSR) sind nunmal NICHT der Nabel der Welt. ;)


    b) Daß man sich hierzulande vielleicht "besser" die Quittungen aufhebt (zumindest einige exemplarische - auf Münzbörsen gibt's eh keine...), liegt an der Spezifik "unseres" deutschen Polizeistaates und wurde von mir beim weltläufigen/mündigen Leser als selbstverständlich vorausgesetzt.


    c) Ich habe absolut nicht vor, mir von meinem Gelbmetall so einen Mist zu kaufen, wie eine "Berechtigung einen Haufen Steine b.a.W. [bis auf Widerruf] im Statsauftrag bewachen und pflegen und dazu b.a.W. dort wohnen zu dürfen, wenn ich immer fleißig 'Grundsteuern' berappe." (Mehr ist in einem Staatswesen wie der BRD ein "Eintrag" im "Grundbuch" eh nicht wert - liestu Art. 14 Abs. 3 GG! - und aus mehr besteht "Immobilienbesitz" hierzulande realiter auch nicht. Verfolge dazu des weiteren die durchaus korrekten Argumentationen hierzuforum bzgl. "Zwangshypotheken" etc.)


    PS: Schon gemerkt? Der Sturm auf die 1100,- € läuft!!! :)

    ... und nicht zum Vorher-in-die-Hand-Nehmen ...


    Ich kaufe IMMER nur per "richtigem" Tafelgeschäft vor Ort.


    Wenn das mit der 1000-€-Grenze kommt, DANN muß es wohl hin und wieder auch mal von Privat sein. Aber auch da nix per Post. Immer vor Ort. Goldanlage ist bei mir Privatkram - das kann und will ich nicht mit dem Geschäftlichen vermischen.


    PS: Naja, Anlegerkram gab's. Meinem Freund gefielen auf den ersten Blick die Kangaroos. Kann ich nachvollziehen - geht mir auch so. Die hat er leergekauft, und noch einen Maple und einen Eagle und eine Britannia ... Jau, "Kleingold"/Handelsmünzen waren auch hier absolute Fehlanzeige... und die Kurse haben sie in der Minute aktualisiert, wo wir deren Heilige Hallen verließen...

    Apropos "Schachtel", weil's grade thematisch paßt: Naja, die wird später sicher auch mal ein Extra-Bonus-Kuriosum. Aber "so richtig" marktwertsteigernd bestimmt nicht. Ich habe ja letztens hier in der Wechselstube auch was echt Kurioses gekauft: ein 4er-Set Tscherwonzen, heraugegeben von der Deutschen Bank(!) 1978: "55 Jahre russischer Tscherwonez (1923) - 1975 ... 1978"; enthält die Jahrgänge 1975...1978 in einer grünen, quadratischen Lederschatulle (so ähnlich wie Dinger von den 100-€-Stücken, nur größer). Habe ich letztens "aus Gaggsch" gekauft. Was es alles gab?!? ?) Der russische/sowjetische Tscherwonez scheint Ende der 70er Jahre in der BRD WIRKLICH beliebt gewesen zu sein, der Gebürtige Ossi[tm] staunt... :thumbsup: (So, noch 2 Minuten, bis hier bei der Wechselstube die Tür aufgeht... ;) )


    Edith sagt gerade apropos Düsseldoofer Münzhändler: 71 Jahre alt und fährt selber immer Bahn wie der Onkel Mithras?! Ha, ich weiß bescheid... das sieht dem alten X. wirklich ähnlich... ;) Naja, was nicht im Artikel steht: Ob die "Gesetzeshüter" wohl sein Eigentumsrecht akzeptieren werden? Hat er seine Ware denn schon realiter wieder in der Hand?? :hae: Ich wurde schon mit wesentlich weniger Ware bei den permanenten Razzien der Schießprügel-Besitzer im Zug "auseinandergenommen" und kam dann zwar persönlich nach meist "schon" ca. einem Tag Inhaftierung wieder raus ... meinem Eigentum mußte ich dann aber immer noch "ewig" hinterherhecheln. Aber ich laufe auch nicht in Schlips und Kragen rum...

    Pessimist: Ja, MIST, dasselbe sagt mir mein Bauchgefühl auch gerade, während ich hier auf unseren Neu-Goldbug-Kumpel warte, dem ich mal "live" zeigen will, wo man (NOCH anonym und problemlos sowie sogar mit der Möglichkeit des "Live-Aussuchens" der einzelnen Stücke) vor Ort EZB-Zettel gegen Gold umtauschen kann.


    Aber manchmal kommt es erstens anders und zweitens als man denkt... ;( - aber ich HABE ihn immerhin MEHR ALS DEUTLICH auf die Fragen der Volatilität hingewiesen. Die phys. Unze kostet jetzt 1135,- €. Mein "Bauch" sagt, das wird wohl später mal immer noch als guter Einstandspreis zu werten sein. Aber ob ich noch mal ein bißchen nachbunkere und mir meinen langjährigen Durchschnitt von ca. 700,- €/oz versaue...?? ?) (Okay, ich habe gut lästern ... habe sowieso letzten Montag fast mein ganzes Pulver verschossen ... und jetzt ist geschäftlich Saure-Gurken-Zeit, es kommen einfach keine EZB-Zettel nach...) So, in 12 Minuten machen die hier auf... und da kommt ja auch jemand mit strahlendem Gesicht angetigert ... scheint also auf seiner Volksbankfiliale die 15 k€ in Zetteln bekommen zu haben... ;)

    Naja, auch wenn mir hier im Forum gerade wieder mal Selbstüberschätzung vorgeworfen wird: Ich wiederhole noch mal, was ich an anderer Stelle schon WIEDERHOLT gesagt habe: Meine "Glaskugel" (aka mein geschichtliches Abstraktionsvermögen) sagt mir, daß diese "Serie" nicht mehr voll wird. (Und wenn doch, dann die letzten wohl nicht mehr mit der Währungsbezeichnung "Euro" und ggf. nicht mal mehr dem Ausgabestaat BRD. ;) )


    Irgendwann gibt's dann diese Puppenblusenknöpfchen im Sekundärmarkt zum POG, wie die mex. Peso-Nachprägungen oder die 2-Rand-Stücke u.ä. Phantasiemünzen.... Vielleicht kauft der liebe Onkel Mithras sich dann welche dieser Kuriosa ... mal sehen... ;) Vorher (also zu mehr als dem POG) keinesfalls.