Beiträge von Mithras

    Der ganze Handelsblatt-Artikel[/url]


    Zitat: "Per Schublade geht die Ware rein oder raus. Geld bekommen die Kunden später überwiesen oder zahlen per Überweisung. Eine Preistafel soll bald Auskunft geben, zu welchem Kurs die Bank welche Edelmetalle annimmt oder abgibt. Während der täglichen Öffnungszeit von 9 bis 15 Uhr bleiben die Konditionen konstant."


    :hae:


    Und dann gibt's hier im Forum Leute, die Wechselstuben als "unseriös" bezeichnen?! ;( Finde ich gar nicht! Denn wie geht's im SERIÖSEN Goldhandel: Mit Fiatzetteln reingehen. Gold angucken. Jahrgänge der Münzen oder Barrenhersteller/-arten aussuchen. Fiatzettel der nötigen Mengte auf den Tisch legen. Gold einstecken. Rausgehen.


    So muß das sein! Zahlung per Überweisung?!? :hae: Welches Ar***l*ch macht denn sowas?! HEUTZUTAGE???!!!??? :wall: :wall: :wall: :wall:


    Oder bieten die dort das EM unter Spotpreis an? Dann würde ich da als Gag mal EINE Kleinmünze kaufen. Aber nicht mehr als 'ne halbe Unze...

    Lauterer,


    so sehe ich das auch. Ich habe mir keine bestellt, allerdings weiß ich jetzt, daß ich es durchaus hätte tun sollen. Einfach aufgrund meiner DDR-Erfahrungen: machmal ist man auch als Akademiker einfach nur saublöd!!! :wall:


    Denn schon damals habe ich mich im "Kulturbund der DDR" in einer "Fachgruppe Numismatik" wie man das nannte: "gesellschaftlich engagiert". Dafür gab's ein Punktesystem (1 Vortrag soundsoviel Punkte, 1 Ausstellungsobjekt soundsoviel...) und ab einer bestimmten Punktzahl gab's die DDR-Gedenkmünzen zum Nennwert. Zuteilungsrate: max. 10% der Mitglieder - also sozusagen das "Top-Zehntel" der organisierten, beitragszahlenden Numismatiker bekam eine zum Nennwert (der "Rest" wurde für "Westgeld" in den Intershops an doofe BRD-Bürger verkloppt, die für weichgespülte Stalinistenpropaganda in Form geringhaltiger Rundsilberbarren bereit waren, richtig Geld auszugeben... ;( ).


    Diese Dinger habe ich dann sofort zum 10...20-fachen des Ausgabepreises weiterverkauft und das Geld sofort in RICHTIGE Münzen investiert. Ich weiß noch genau, daß ich mir für die 400,- Ostmark, die ich für das 20-Markstück "Lessing" von 1979 bekam, eine meiner aus heutiger Sicht wertvollsten antiken Münzen gekauft habe. (Ein bis dato noch unerkanntes, erst durch mich dann später wissenschaftlich publiziertes Unikat.) Ich war damals noch Student und hätte anders die 500,- M nicht zusammenbekommen (mein Monats-Stipendium war 180,- Mark).


    Mit dem ulkigen Goldknopf der BRD könnte ich's genauso machen und mir z.B. 'nen Sovereign dafür kaufen: also was Reelles! :) :D

    Nein, Störtii, die Randbeschriftung "flattert" auch manchmal bei echten Münzen etwas. Viel wichtiger ist der bei dem verlinkten Artikel im EMünzen-Forum gezeigte "Font" - also Schrifttyp. Der sieht bei Primitiv-Fälschungen z.T. grauslich aus. Schmidt-Hausmann haben das in ihrer besten "Schaffensphase" jedoch recht stilecht hingekriegt. Deshalb sind diese Fälschungen ja so gefährlich. :wall: Nur ich wiederhole mich: (Uns) ANLEGERN sollte das doch "im Prinzip" egal sein?! :] Die Hausmänner sind immer aus echtem Gold und von korrektem (eher mal zu hohem!!!) Gewicht...

    Hi,


    ich kann Euch versichern,dass es in Thüringen kein Laden oder Händler gibt,wo es sich lohnt günstig EM zu kaufen.
    Damit fallen Tafelgeschäfte in Thüringen schon aus.Selbst die SK tun sich mit EM-Vekauf schwer.
    Wo ich ab und zu mal gekauft habe ist bei der Dresdener Bank.Ansonsten sind die bekannten Internethändler... unschlagbar.
    Das GSF bietet(meistens)immer noch die besseren Preise.


    Und Leipzig liegt nun mal nicht in Thürinen-Gott sei Dank-


    Deine Aussage zu Thüringen gilt aber auch für Sachsen und große Teile von Sachsen-Anhalt. EM-mäßig ebenfalls allertiefste Hinterweltsprovinz! :( :wall: X(


    Güldengossa ist a) zu teuer (Barren zu mehr als 2% über Spot kommen bei mir nicht infrage - und Anlageunzen keinesfalls über +5%) und b) nicht sinnvoll ohne Auto zu erreichen. Als ich noch in Halle gewohnt habe, blieb es nur, regelmäßig nach Berlin zu fahren. Dort gibt's dann "überall" coole Läden für gepflegte Tafelgeschäfte. [smilie_blume]


    Aktuell in o.g. Entwicklungsländern ;) ggf.(!) einen Blick wert: Die ReiseBank-Filialen auf allen großen Bahnhöfen. Sonst: Fehlanzeige! :wall:

    Der Median ist in der Statistik immer die Stelle bzw. der Punkt in einer Häufigkeitsverteilung, über und unter dem jeweils 50 % der Vorkommen bzw. Fälle liegen, die analysiert werden.
    Durchschnitt wäre das arithmetische Mittel, also der Quotient aus der Summe der Messwerte und ihrer Anzahl...
    So ungefähr...


    Nicht "so ungefähr" - völlig richtig! Das sagt die Allwissende Müllhalde[tm] ;) dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Median


    Stell Dein Licht nicht so unter den Scheffel. :)

    @ mithras - wie prfen die denn eigendlich die echtheit ?


    Soweit ich weiß, prüfen die nur auf Gold: Gewicht, Abmessungen, Leitfähigkeit; ggf.(!) auch mal Tauchwägung (sofern die Filiale dafür ausgerüstet ist). Deshalb kaufen die auch jeden "Hausmann" an. Da muß der Käufer also gucken. Genau DESWEGEN kauft man ja auch vor Ort! Oder ihn darf es nicht stören. Also, mein "Hausmann"-20er Mecklenburg-Strelitz, den ich vor Jahren mal in einer der Berliner Filialen gefunden habe, gefällt mir sehr. Den geb' ich nimmer her... :)

    zurück zum reichsgold :
    wilhelms , sovereigens , rubel , dukaten ,.... zum goldpreis :o)


    He, das war doch MEIN Geheimtip. Du Schlingel mußt nicht alles verraten... ;)


    Im Ernst jetzt: Ich habe mich kööööstlich über die hierzuforum mal von irgendwem ;) geäußerte Meinung amüsiert, daß dieser "Laden" unseriös sei. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe gestern in einer anderen Filiale noch ein paar seltenere "Willis" abgegriffen: darunter Wilhelm I 1871 A und vor allem 1878 C(!), sowie Willy II 1909 J. Alles echt - keine "Hausmänner". Diese Verschmutzungen und Goldpatina KANN man so noch nicht ohne weiteres fälschen, außerdem waren die eindeutig zirkulationsbedingt abgenutzt; der von 1878 C wiegt auch bloß noch 7,89 g ist also "eigentlich" weit unter meinem Level als Anleger - dennoch laufen die Teile selbst in "schön" unter Reichssammlern noch zu Liebhaberpreisen. Stückpreis 241,- €. Da hat der liebe Onkel Mithras genauso zugelangt wie bei dem 100-€-Stück Balltretertreffen 2006 für 545,- € (kein Motivaufschlag, wie sonst üblich).


    Ich bin zwar definitiv KEIN dezidierter ReichsSAMMLER, aber ich achte schon darauf, nicht mehrere Goldfüchse eines Jahrganges/Münzzeichens zu haben, so daß bei einem möglichen Goldverbot das ganze Zeug notfalls noch als wissenschaftliche SAMMLUNG durchgehen könnte. Die habe ich auch schön geordnet mit Unterlegzetteln mit Jäger-Nummern archiviert nebst Lücken für noch fehlende Varianten - eben richtig sammlungsmäßig. :D

    Was soll DIESE Frage?? :hae:


    Ein allgemeines Wertäquivalent wird IMMER gebraucht werden, und das ist das Geld.


    Gold ist Geld. Fiat-Zettel sind ein Surrogat, das ich für Alltagsgeschäfte leider benutzen MUSZ. Folglich bin ich hin und wieder gezwungen, echtes Geld gegen dieses Papier-Surrogat einzutauschen, wenn mal eine größere Anschaffung ins Haus steht.


    Da der Wert dieser Fiat-Zettel ausgedrückt in mg Au pro € oder $ kontinuierlich FÄLLT, besteht aus meiner Sicht auch keine Notwendigkeit, sich solche Zettel schon auf Vorrat umzutauschen. Später gibt's vermutlich deutlich mehr davon für eine Unze... :D

    @Xray1,
    lies nochmal GENAU, was ich schrieb: "Münz- bzw. BarrenMETALL". Ich meinte DIESES in Bezug zum anderen Rohstoff Baumwoll(papier) und nicht etwa den Präge- bzw. Druckaufwand für das fertige Geldzeichen. Mithin also den inneren Wert von Echtgeld contra Fiat-Zettel mit einem recht imaginären und vor allem stets rein zeitkernigen "Wert" nur aufgrund eines Schuldversprechens der ausgebenden Stelle.


    Ich pflege bei sowas immer sehr genau zu formulieren. Hab ich im Studium so gelernt. ;)


    Und aus Gold und Silber werden hübsche Münzlein oder Barren gemacht.
    Wo ist der Unterschied?


    Der Herstellungsaufwand für das Papier für so einen "Geldschein" ist UM VIELE GRÖSZENORDNUNGEN NIEDRIGER als für das Münz- bzw. Barrenmetall. Von der Edelheit des letzteren (verbrennt und verwittert nicht) mal ganz zu schweigen.


    Andersrum gesagt: EM wurden und werden immer größenordnungsmäßig gesehen in der Nähe ihres "inneren Realwertes" bewertet, der sich u.a. am Förderungsaufwand bemißt. Okay, siehe mein Posting von eben: Fiele die monetäre Funktion des Goldes weg, wäre es "eigentlich zu nix mehr nütze", seine Förderung wäre also nicht mehr lohnend und würde zum Erliegen kommen, weil weltweit eben genug "Schatzgold" da ist. Aber wenn die Menschheit mal schlau würde und sagte: "He, so ein Papierzettel ist doch nichts wirklich Werthaltiges!", dann sind die nur noch Müll. Und der Heizwert so eines Schnipsels in einer Müllverbrennungsanlage ist nicht erhebend. ;( Vor allem dann, wenn's draußen kalt ist. EM sind wenigstens noch als schmucker Türstopper oder so zu gebrauchen. Oder als Gullideckel. Ich kenne da sogar einen Prototyp. Aus Canada. 100 kg schwer... :thumbup: ;) ;) ;) [smilie_blume]

    wenn die dienstmädchen goldhausse losgeht .... welches dienstmädchen kann sich schon wieviel gold leisten ? . dann kommt die silberralley und ey - guckt euch mal die preise an und die lieferzeiten.......... ist doch alles schon am laufen . silber war nie teurer ..


    Die "natürliche" GSR ist ca. 1:12 ("traditioneller" bergbaulicher Gewinnungsaufwand in der Alten Welt) bis 1:24 (Verhältnis der Anteile an der Erdkrustenmasse weltweit). Interessantes Detail am Rande: Auch in ALLEN Währungssystemen der Antike lag die GSR nur in einer SEHR engen Schwankungsbreite: 1:12 bis 1:15 - meist 1:12,5 bis 1:13; entsprechend dem eben genannten "natürlichen" Gewinnungsaufwand in der Alten Welt.


    Gold ist so gesehen in der Tat "objektiv" deutlich überbewertet. Das hängt mit dessen monetärer Funktion zusammen.


    Das folgende Argument der Anti-Goldbugs ist zunächst mal nicht von der Hand zu weisen: Gold wird "eigentlich" zu nichts "wirklich" gebraucht. Verlöre es seine monetäre Funktion, verfiele sein Wert sofort rapide! Es würde dann zwar mehr zu Schmuckzwecken und so verwendet werden ... aber der diesbezügliche Bedarf ist nicht soooo hoch, daß er alles "Schatzgold" in Banktresoren aufnehmen würde. "Man kann es auch nicht essen..." <aua, nicht hauen! ich hab's doch nur zitiert... ;) >


    Silber dagegen ist und bleibt ein Industriemetall, auch wenn "die" ehemalige Hauptanwendung Silberhalogenid-Fotografie im heutigen Zeitalter de facto entfallen ist. Die GSR würde also eheblich sinken, Silber anteilig demnach als Commodity sehr, sehr wertvoll werden.


    Interessant nur, daß von einem Ende des monetären Charakters von Gold auch langfristig keine Spur eines Anscheins am Horizont zu sehen ist - im Gegenteil! Deshalb ist "unser" Goldbug-Argument das bessere: Gold ist seit ca. 5000 Jahren Geld, und das bleibt auch so, trotz Schwankungen!!


    Außerdem ist Silber häßlich, läuft an... Gold ist viel hübscher. [smilie_blume] :thumbup:

    Insbesondere amüsant finde ich auch, dass es anscheined "echte" Schmidt-Hausmann Originale gibt, also Münzen die nie offiziell geprägt worden sind und nur auf Sonder-Bestellung hergestellt wurden.


    Siehe oben: "Hamburg 1915". Hab ich selber da. Das scheint eine echte Sonderbestellung gewesen zu sein. Vielleicht hatte jemand eine Mutter aus Hamburg, die 1915 geboren wurde, und der er vielleicht 1965 zu ihrem 50. 'burtztag :) eine Münze aus ihrem Geburtsjahr und ihrer Heimatstadt schenken wollte, wer weiß?! Hausmann arbeitete strikt nach Bestellung. Nur "halbwegs plausibel" mußte es insgesamt noch sein (also kein Willi I von 1945 ;) !). Nach "1917" gibt's m.W. nix mehr.

    Du bist nicht in der Lage, etwas so umzusetzen, wie die drei? Dann gehts Dir im Prinzip wie mir. Ich sag doch: wir sind zu dumm, zu faul, oder beides...... ;)


    Doch, schon. Dafür bekomme ich auch ein "Ergebnis". In Form von Zahlen auf einem "Kontoauszug". :wall: Neee, das Gelbmetall ist dann IMO schon deutlich reeller... :D (Oder halt meine geliebten antiken Münzen; nur die kann ich nicht sooo schnell und leicht wieder zu dem für Alltagsgeschäfte nunmal leider unentbehrlichen, papiernen Geldsurrogat machen wie Gold.)

    Insgesamt muss sich aber jeder Goldbesitzer (nehme mich da ausdrücklich nicht aus) fragen, ob er nicht mit seinem Kapital was besseres anstellen könnte, als es nur rumliegen zu lassen. Damit meine ich nicht unbedingt Staatsanleihen zeichnen. Ganz langfristig kann man mit Staatsanleihen und Sparbüchern etc.vermutlich nie gewinnen. Aber mit seinem Vermögen könnte man eben etwas unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich geht man damit Risiken ein. Man kann alles verlieren durch wirtschaftliche und polititsche Risiken. Aber man kann eben auch ganz real etwas gewinnen. Wer 1910 seine 20 Golddollar als Startkapital für eine Autofabrik a la Ford investiert hätte, wäre wohl besser gefahren, als es einfach rumliegen zu lassen. So gesehen kann man auch polemisieren, Goldhortern fällt einfach nix besseres ein, als einen Wertspeicher zu horten. Wir sind alle zu dumm oder faul oder beides, um was besseres zu erschaffen....... 8)


    Vielleicht sieht es der Gemeine Goldbug[tm] - lat. Coleopterus Aureus ;) - auch "nur" als schönes Hobby an?! ;)


    Andere sammeln Briefmarken (recht vergängliches Papier zwar, aber durchaus interessant, wenn unter rein postgeschichtlichen Aspekten erfolgend - in DIESEM Sinne hat auch (altes) Papiergeld seinen Reiz!) oder pflegen ihren Garten bis zum Exzeß oder basteln mit einem Maximum an Arbeitszeit an sich völlig nutzlosen Kram... :)


    Mal ehrlich: Mir wäre es lieber gewesen, meine Vorfahren hätten Gold gehortet, statt nur Möbel selber zu zimmern und so...