wenn die dienstmädchen goldhausse losgeht .... welches dienstmädchen kann sich schon wieviel gold leisten ? . dann kommt die silberralley und ey - guckt euch mal die preise an und die lieferzeiten.......... ist doch alles schon am laufen . silber war nie teurer ..
Die "natürliche" GSR ist ca. 1:12 ("traditioneller" bergbaulicher Gewinnungsaufwand in der Alten Welt) bis 1:24 (Verhältnis der Anteile an der Erdkrustenmasse weltweit). Interessantes Detail am Rande: Auch in ALLEN Währungssystemen der Antike lag die GSR nur in einer SEHR engen Schwankungsbreite: 1:12 bis 1:15 - meist 1:12,5 bis 1:13; entsprechend dem eben genannten "natürlichen" Gewinnungsaufwand in der Alten Welt.
Gold ist so gesehen in der Tat "objektiv" deutlich überbewertet. Das hängt mit dessen monetärer Funktion zusammen.
Das folgende Argument der Anti-Goldbugs ist zunächst mal nicht von der Hand zu weisen: Gold wird "eigentlich" zu nichts "wirklich" gebraucht. Verlöre es seine monetäre Funktion, verfiele sein Wert sofort rapide! Es würde dann zwar mehr zu Schmuckzwecken und so verwendet werden ... aber der diesbezügliche Bedarf ist nicht soooo hoch, daß er alles "Schatzgold" in Banktresoren aufnehmen würde. "Man kann es auch nicht essen..." <aua, nicht hauen! ich hab's doch nur zitiert...
>
Silber dagegen ist und bleibt ein Industriemetall, auch wenn "die" ehemalige Hauptanwendung Silberhalogenid-Fotografie im heutigen Zeitalter de facto entfallen ist. Die GSR würde also eheblich sinken, Silber anteilig demnach als Commodity sehr, sehr wertvoll werden.
Interessant nur, daß von einem Ende des monetären Charakters von Gold auch langfristig keine Spur eines Anscheins am Horizont zu sehen ist - im Gegenteil! Deshalb ist "unser" Goldbug-Argument das bessere: Gold ist seit ca. 5000 Jahren Geld, und das bleibt auch so, trotz Schwankungen!!
Außerdem ist Silber häßlich, läuft an... Gold ist viel hübscher.
