Beiträge von Mithras

    Für mich als Laien, der die "Trading"-Hintergründe nicht kennt (und lieber gar nicht zuuuu genau kennen will, sonst schlafe ich nicht mehr gut... ;( !), fällt auf, daß neuerdings die "Drückerkolonnen" um 10h EST (also 16h ME(S)Z, danach konnte man doch die Uhr stellen...) einem rapiden ANSTIEG des POG/$ Platz gemacht haben. Was steckt dahinter, also woran liegt das?

    Tristan2066,


    jau, diesen Link kenne ich natürlich auch - aber er ist mir ein wenig zu Aussie-lastig. ;)


    J.Harsdorf ist halt DER deutsche Experte für britische Münzen. Die von ihm in Deutsch beschriebenen Hintergründe sind einfach unübertrefflich komplett (wenn auch leider etwas unübersichtlich fürs Web aufbereitet).


    Es ist schon echt selten, daß ein Internetangebot ein "richtiges" Fachbuch komplett ersetzen kann: Hier ist eine Ausnahme von dieser Regel! :) Ach so, die Hauptseite lautet http://www.britische-muenzen.de - ich habe nur den deep link aus meinen Favoriten genommen.


    Als Ergänzung der Faustregeln zu den hist. Sovereigns: Victoria verdient an sich IMMER Sammleraufschläge (s.u.). Und auch "Eddy" (Edward VII) in guten Erhaltungen.


    Gegenüber den Neuprägungen Elizabeth II kann man zu den HÄUFIGEN historischen Sovereigns (Auflagen ab 2 Mio. lt. dieser Links hier) ganz pauschal sagen, daß die in TYPISCHEN ERHALTUNGEN etwa folgende Sammleraufschläge/Stück verdienen (wirklich reinste Faustformelitis ;) - aber m.E. ausreichend). Als Ansatzpunkt für die Erhaltung gilt: je älter, desto mehr Abnutzung ist im eben genannten Sinne "typisch" und in meiner Liste bereits mit eingerechnet:


    Victoria, AUSTRALIA: > 30,- € (in wirklich guten Erhaltungen auch gern mal 100,- € über Spot! Das nur z.I.)
    Victoria, Wappenschild: ca. 15,- €
    Victoria, Young Head, St. Georg: 10,- €
    Victoria, Jubilee (kleine Krone - "DAS" Victoria-Bild, das jeder kennt): 7,- €
    Victoria, Old Head (Schleier): 5,- €


    Edward VII (in "sehr schön"): 3,- € - die oft sehr abgenutzten Stücke aus dem Umlauf nur noch Spotpreis.


    Georg V: de facto kein Sammleraufschlag (allenfalls für nicht in ...zig Mio. geprägte Varianten mal 1...2,- €).

    Die Reichen wuerden jubeln: Der H-IVer bekommt im Jahr gerade mal 4000 bis 5000; so _wenig_ wuerde mancher gerne nur zahlen brauchen ... :thumbup:


    Rechenfehler, Cheffe! Zu dem "Taschengeld" kommt nämlich noch die "angemessene" Miete inkl. Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung) und die KV. Richtig böse wäre es, die Patenschaft für eine komplette Kulturbereichererfamilie inkl. der Wurfprämie ("Kindergeld"), der Riesenwohnung, etc. übernehmen zu müssen... :wall:

    @Ali: Wenn schon Alliteration, dann richtig:


    "Gehirn gebiert Gier auf Geld genannt Gold. Gierige Geschäftsleute glauben guten Goldseitenforums-gebieter-generierten Geschäftsideen. Genannte geben Geschichtsbewußten genügend Gegenvorstellungen. Geiergesetz gegen gängige GSF-Gepflogenheiten! Generell grundsätzlich genehmigungspflichtig. Geht gegen guten Goldfreunds Glauben! Gibt Gegenstimme. Geiergangster, geht! Ganz!" :)

    mir sind die dukaten auch zu dünn. aber für diejenigen,die angst davor haben, dass man in den münzen vielleicht einen dicken tungsten-barren verstecken könnte, für die sind die dukaten nahezu ideal. ich möchte den mal sehen, der dort drin noch etwas anderes als gold unterbringen könnte.


    Das gilt schon für "normale Unzen". Denn WOLFRAM (so heißt das engl. "Tungsten" immer noch auf Deutsch... :rolleyes: ) ist nicht prägbar, weil zu spröde - die Goldschicht drumherum müßte also jeweils fast 1 mm dick sein, da ist dann für einen Kern aus Wolfram kein Platz mehr ...


    BARREN sind natürlich ein anderes Thema. Ab 250er wird das Thema als theoretische Möglichkeit vielleicht relevant...

    Wem würde dann die Nachhaltigkeit zu Gute kommen? Ich sollte allmähliche eine Investition in ein rotes Jakobinermützchen vornehmen, meine Zeit kommt vielleicht doch noch. Aufklärung war gestern ...


    Komm, Theo, übertreib's mal nicht! ;)


    Eine liberal-augeklärte, parlamentarisch kontrollierte Monarchie wäre immer noch meilenweit besser als diese sog. "Demokratie" (genauer wohl: Parteien"demo"kratur...) a la BRD/EU(dSSR). Das zentrale Problem ist jetzt nur: Wer klärt den Fürsten auf, ist also der berühmte "Fürstenaufklärer"? Versagt der, kommt leider was noch schlimmeres raus, als "uns' Mörkel" derzeit. :( Und Führerstaat?! Nein Danke! Das letzte diesbezügliche Experiment hat ein ganzer Seitenzweig meiner Familie schon nicht überlebt... :(

    @Xray1,


    diese Dukaten-Fitzelchen fliegen schon nicht weg, sie sind aufgrund ihrer Dünne nur sehr unhandlich. :(


    Es gibt im Münzwesen sogar eine mathematische Formel (die natürlich empirisch auf dem Umfragewege gewonnen wurde; übrigens schon Ende des 18. Jahrhunderts...), welches Verhältnis von Dicke zu Durchmesser eine Münze in Abhängigkeit vom Material (Cu, Ag, Au) haben muß, damit die aller-allermeisten Menschen sie als "besonders handlich" empfinden (letzteres war eine praktische Anwendung der bekannten Gauss-Kurve). Das Ergebnis wurde dann in Form der Sovereigns, Reichsmark-20er sowie 10-Rubel und 5-Dollarstücke umgesetzt.


    "Dünnmünzen" lassen sich zwar gut stapeln aber dann schlecht von einem Stapel abheben. Sie "sehen jedoch groß aus" und der Laie greift deshalb danach eher als nach "kleinen, dicken Münzknubbeln" ;) , wie sie in der Antike z.T. üblich waren (vor allem in der archaischen Epoche 6. ... 5. Jh. v.u.Z.).


    Der liebe Onkel Mithras bevorzugt allerdings aus Prinzip HANDLICHE Münzen... Folglich kommen dem keine Dukaten ins Haus. 8)

    @BM,


    Du warst schneller. Beim Sovereign zählt "da draußen" nur, daß da der St. Georg auf der Rückseite drauf ist... ;)


    Kleines Anekdötchen am Rande: Meine einzigen "Verkäufe" von Gold in den letzten 10 Jahren habe ich in Form von "Fluchtgeld" gemacht. Genauer: als "Stücktausch" gegen antike Münzen in Indien (je nachdem noch mit etwas "Wertausgleich" in Rupien für den Vor-Ort-Bedarf). Wenn's allein ums Umwandeln in Vor-Ort-Zettelgeld geht, ist man dort NUR mit Sovereigns der King. Die werden zu deutlich überm Spot gehandelt (vergleichbar den Krügis/Philis/MLs in der BRD), und vor allem kennt die auch jeder "Shankar Normalinder" auf der Straße. ;)


    Antike Münzen gibt's dort aber auch nur bei Leuten, die sich damit auskennen, also bei dezidierten Händlern.


    Letztens hatte ich nur "aus Jux" so 'nen deutschen (gerupften ;) ) "Raubvogel" dabei (Quedlinburg, glaub' ich, war's; jedenfalls ein BESONDERS potthäßliches Teil, allerdings in der schwarzen Originalbox und mit "Zertifikat"...), und der Händler wußte nicht nur auf Anhieb, was das war, sondern war da total wild drauf. :D Für diesen "Exoten" gab's 25% über Spot. Er hat da wohl seine "Patienten" (neureiche Sammler ;) ), denen er das dann auch seinerseits mit Gewinn andrehen kann. KEINEN Bedarf zeigte er allerdings an Goldwillies. Dafür bot er nur den Einschmelzpreis (5% unter Spot). Naja, zum deutschen Kaiserreich haben gerade Inder auch nicht gerade die beste historische Beziehung... Logisch, oder?! ;(

    Na hoffentlich, Tut,


    denn wenn der Rücksetzer kommt (oder der ultimative Dollarcrash, so daß die Unze nur noch 700,- € oder so kostet :D ), dann können wir erneut fiebern, wann's wieder so weit ist, daß die "1000,- €"-Marke fällt. Macht doch Spaß... :P

    Hübscher Chart, Kollege Dr_Meyer, :)


    aber weißt Du, diese roten und grünen Pünktchen da, so wunderschön in der Rückschau dargestellt, die sind schon geil, echt mal! ;) Aber ich richte mich nicht nach denen. :P Ich kaufe SYSTEMATISCH nach. Klar, versuche ich, kurze Dips nach Möglichkeit auszunutzen (am Sonnabend vor Pfingsten z.B. habe ich mal aus 'ner "Sektlaune" heraus richtig fett zugelangt ;) - okay, da war natürlich gerade ein fetter Packen Fiatzeugs eingegangen, den ich einfach nicht nur in Form von Magnetflußwechseln auf einem Datenträger in (m)einer Bank liegen lassen wollte... !) - aber ich habe z.B. auch im Feb. 2009 noch nachgekauft ... genauso wie dann im Juli/Aug. desselben Jahres... bis heute! So bin ich immer noch im Durchschnitt am besten gefahren.

    Jau, und sein knuffiger Zottelbart erst. Tolle "ostisch" (also typischer Zonenstil ;) ) - paßt demnach also schon irgendwie zu uns' Äiintschie, auch wenn er nicht deren polit. Lager ist... :D


    BTW: Ich bin weiterhin und ausschließlich für <tätääää!> Sabine Leutheusser-Schnarrenberger </> ! Und wenn's als Ausgleich und für den Gender-Proporz unbedingt ein Mann sein "muß": Burkhard Hirsch ! :)


    Erhöhte Nachfrage - keine Panik. Der Gr. Nat. Bank sollen die neueren Gold Sovereigns ausgegangen sein und es werden deshalb angeblich auch ältere verkauft (George, Edward...)
    In den wenigen griechischen online Auktionsplattformen sind kaum noch welche zu bekommen. Und wenn dann nur vereinzelt.
    Andere Goldmünzen werden in GR so gut wie nicht nachgefragt weil relativ unbekannt.
    "Richtige" Goldhändler gibt es wie ich ja schon mal erwähnt hatte in GR nicht.


    Ergänzung aus meiner Sicht:


    a) Deine Aussage mit "keine Panik" ist richtig. Dort gibt's prozentual ja auch NOCH WENIGER Goldbugs als in der BRD. Aber die, die's sind, die wechseln fleißig EZB-Zettel in Echtgeld.


    b) Das mit der Bevorzugung der Sovereigns ist historisch gewachsen (engl Besatzung im WK II bevor die Deutschen kamen). Die "neuen" Sovereigns (also mit der Elizabeth II) werden nur deshalb bevorzugt, weil die nie zirkuliert, also immer vollgewichtig sind. Die paar "richtigen" Münzsammler und -händler, die's gibt, kaufen von den "historischen" Sovereigns alles weg, was auch nur HALBWEGS sammelwürdig ist (z.T. Ware, die bei uns nur noch in der Schmelze landen würde, also wo sich selbst die anspruchslosen Wechselstuben schon zu fein sind, das noch zu akzeptieren - z.B. Münzen mit Henkel- und Fassungsspuren oder schlechter als "schön bis fast sehr schön"). Die in BofGr jetzt noch erhältlichen Sovereigns sind also zumeist nur noch "Blechscheiben" (Erhaltung unter schön, z.T. kaum mehr lesbare Legenden). Der Preis richtet sich eh nach dem Gewicht.


    c) Der "graue Markt" blüht. Denn bei der Bank kostet es erstens riesige Transaktionskosten (bis zu 20%; "offiziell" sind Sovereigns aber mehrwertsteuerfrei), und man kann da nur als griech. Staatsbürger mit festem Wohnsitz und nach Registrierung der Personalien (inkl. Paßkopie) kaufen, und auch nur, wenn man dort schon jahrelang(!) ein Konto hat, über das der Kauf verrechnet wird. Barzahlung (also Tafelgeschäft) geht nicht. :( Geld aus den Fakelaki ;) wird demnach auf der Straße zu Gold gemacht. Kosten/Sovereign dort deutlich über 300,- €. Deshalb läßt sich jeder griech. Goldbug, der Beziehungen ins Ausland hat, Gold lieber dort besorgen.


    HTH. :)