Und wenn, dann heisst es gleich das das alles kein Problem ist, wir haben ja so viel Platz auf der Welt und ohnehin liegt alles nur an der ungerechten Verteilung, im Grunde könnte jeder satt werden.... ich glaube uns fliegt da noch in diesem Jahrhundert etwas ganz fürchterlich um die Ohren.
Im Prinzip ist es auch nur eine Sache der Verteilung, wieviele Menschen bräuchten wohl nicht verhungern, wenn die Nahrung, die hier in der EU vernichtet wird stattdessen verteilt würde? Naja, einiges wird ja auch verteilt - das was hier unter Abfall läuft zumeist, da wird dann schonmal aus einer mageren Legehenne ein deutsches Suppenhuhn für den afrikanischen Markt. Dazu noch die ganzen Geflügelreste die hier niemand haben will zu Spottpreisen ab nach Afrika. Damit das ein gutes Geschäft wird legt die EU noch was obendrauf und alle können zufrieden sein. Die Afrikaner können ihre kleinen Zucht- bzw landwirtschaftlichen Betriebe schließen, weil der EU Müll dort unter dem lokalen Erzeugerpreis angeboten werden kann und den ganzen Tag in der Sonne chillen. Sie haben keine Chance aus eigener Kraft eine Lebensgrundlage zu schaffen, was allerdings kaum verwundert. Da hilft eigentlich nur noch beten. Wobei, nicht wirklich denn damit dürften die Milchbauern in Nigeria (glaube das es dort war) scheitern, denn ihre Regierung wird wohl die Importzölle auf ausländische Milch und Milchprodukte senken, sodaß unter anderem EU Überschüsse das Land zu attraktiven Preisen überfluten können. Wenn ich dann hier die Milchbauern sehe wie sich winden weil ihnen für den Müll nicht genug Geld in den Arsch geblasen wird könnte ich Kotzen. Laßt die scheiß Brühe doch in den Gulli laufen, die schlauen und damit ehemaligen Milchbauern sind längst abgesprungen, Großbetriebe verdienen trotz aller Jammerei gut - Zeit genug war ja, denn das Gezeter geht schon über 10 Jahre.
Wechseln wir das Thema: Industrie, vornehmlich aus Europa und USA. Die geben sich da, wo keiner hinschaut, richtig die Kante. Stämmen in Afrika wurde das Land enteignet, das sie jahrhundertelang genutzt haben um es billig an ausländische Konzerne zu verschachern. Die haben natürlich ein gutes Herz und stellen die Leute ein, damit sie so ihren Lebensunterhalt verdienen können. Bis man unter den Arbeitsbedingungen kaputt ist vergehen meist nur wenige Jahre, dann rücken Frauen und Kinder nach. Doof halt, daß die Kinder deshalb keine Zeit mehr haben, sich eine Grundbildung anzueignen, weshalb es ihnen später ergeht wie Mami und Papi. Elfenbeinküste - eigentlich ein schönes Land, bis die Konzerne, allen voran die Ölkonzerne, einfielen. Von dem Reichtum des Landes haben die Einwohner nie viel abbekommen, ihnen wurde durch eklatante Sicherheitsmängel und den katastrophalen Zustand der Förderungsanlagen die Lebensgrundlage entzogen. Auf den Böden wächst nix mehr und die Fische aus den mittlerweile mit Ölschlieren durchzogenen Flüssen sind längst verschwunden. Dabei ist Fisch doch so gesund, das weiß auch ein Norweger, der mittlerweile den gesamten weltweiten Lachshandel unter Kontrolle hat. In Norwegen zeigt der, wie man viel Lachs zu verhältnismäßig guten Preisen züchten kann, zwar auch dort mit katastrophalen Bedingungen für die Umwelt aber wohl im Rahmen des erlaubten. In Chile hingegen läßt der Kollege so richtig die Sau raus, hat Großteile der chilenischen Fischer arbeitslos gemacht, weil er mit seinen Lachsfarmen bzw. dem, was da so alles reingekippt wird irre Flächen verseucht hat, den einheimischen Tieren haben dann ausgebüchste Lachse den Rest gegeben. Verseuchte Fische bzw. solche die tot aus den Gehegen geholt wurden (cooler Job, in hoffnungslos überfüllten Gehegen bis auf den Boden tauchen und in 30 cm Fischscheiße wühlen um tote Tiere zu finden, alles ohne Schutzkleidung o.ä.) und eigentlich entsorgt werden müßten landen irgendwie auf den regionalen Märkten und werden auch gekauft, sieht man denen ja nicht an, für mehr reicht die Kohle mittlerweile nämlich nicht mehr bei den Leuten. Dieser Saubermann arbeitet übrigens mit dem WWF zusammen, eine Sprecherin der Bande wurde nicht müde zu betonen, daß man mit der Industrie zusammenarbeiten muß wenn man was erreichen will und es so viele gemeinsame Interessen gäbe - die nachweislich erhaltenen 100.000 Dollar werden als kleine Aufmerksamkeit für das vielfältige Feedback gesehen... Wievielen Menschen so die Lebensgrundlage entzogen wurde kann man sich garnicht vorstellen.
In der westlichen Welt wird soviel Fleisch gefressen, wie nie zuvor - das kostet aber leider ein vielfaches an Futtermitteln in der Aufzucht, wenn man allgemein den Faktor 5 annimmt liegt man wohl nicht verkehrt, genaue Zahlen kann ja jeder bei Interesse recherchieren. Das Zauberfutter (Soja) kommt vornehmlich aus Brasilien und Argentinien, neben normalen Anbauflächen wird massig Regenwald für neue Sojafelder gerodet und damit das Zeug auch gut wächst kommt jede Menge Düngemittel zum Einsatz, welches in Deutschland vermutlich nicht vertrieben werden darf. Das alles um europäisches Schlachtvieh zu mästen, die EU Staaten beziehen über 75% ihrer Futtermittel aus dem Ausland. Als ob das noch nicht genug wäre werden mittlerweile Nahrungsmittel zur Energieerzeugung verbrannt bzw. Anbauflächen für Pflanzen genutzt, die hinterher zur Energieerzeugung dienen. Man kann sehrwohl genug für Alle produzieren, will bloß niemand und eigentlich wäre es auch garnicht nötig, wenn man anderen nicht alles kaputtschlagen würde.
Das, was ich hier aufgeführt habe hatte ich noch so im Kopf, es sollte sich im Internet genügend Material finden lassen um diesen Beitrag auf mehrere hundert Seiten anwachsen zu lassen.