Beiträge von Bellini

    Ein interessantes Thema das Mithras anschneidet. Es ist tatsächlich so, dass teilweise exotische Metalle zur Farbgebung zulegiert werden. Die Metalle werden je nach Anwendung ausgewählt, wobei bei funktioneller Anwendung auch billigere Metalle wie Nickel, Zink und Cadmium verwendet werden. Im Schmuck und Uhrsektor kommen jedoch auch preislich höher wertige Legierungsmetalle wie Indium und Palladium und Silber zur Farbgebung zum Einsatz. Dies vor allem weil manche Metalle ein bestimmtes Potential zur Auslösung von Allergien haben.


    Daneben werden auch bei den billigeren Modellen der Edelmarken Techniken des Galvanisierens angewandt. Hier kommen noch Metallexoten dazu, weil bei der Goldabscheidung bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten. Es gibt zu den Farben der Goldabscheidung die Normen ISO 8654 bzw. DIN 8238.


    Gruß
    H2O

    Zitat

    Bei Ebay würde er im Schnitt 8500,-


    Mir hat ein Händler 1700 €/st = 8500 € geboten. 8075 € = 1615 €/st ist daher aus meiner Sicht deutlich zu tief. Mit 8500 € sollte man einigermaßen richtig liegen. Diesen Preis halte ich für fair, weil hier eben auch keine Gebühren abgedrückt werden müssen. Übrigens gehen einzelverkaufte Münzen bei ebay teils auch deutlich teurer als 1700€ weg.


    Gruß
    Bellini

    Germansilver ist ein englisches Synonym für Neusilber was wiederum eben überhaupt nichts mit Silber zu tun hat.
    Für versilbertes Neusilber verwendet man auch die Bezeichnung "Chinasilber".


    Gruß
    Bellini

    Zitat

    Dürfen die 10 kg Stücke eigentlich bis zum Prägelimit nachgeprägt werden, oder nur im Ausgabejahr?


    Geprägt und verkauft sind ja zwei paar Stiefel. Eventuell hat die Perthmint ja noch 454 Stück von den 10 Kilo Ochsen im Keller, die sie zwar 2009 geprägt aber noch nicht verkauft hat.


    Gruß
    Bellini

    Unter der Adlerschwinge meine ich ein "Copy" lesen zu können. Allerdings hat der Fotograf die Aufnahme wohl "unabsichtlich" verwackelt, so dass das sehr undeutlich ist.
    Die Original-Eagles haben an dieser Stelle keinen geprägten Schriftzug. Von den Copy-Dingern werden derzeit übrigens mehrer versteigert, alledings mit dem Hinweis das es sich nicht um Originale handelt.


    Gruß
    Bellini

    Zitat

    das Problem ist das doch recht hohe Aufgeld bei der PM


    Ja, das ist allerdings richtig. Aber ich konnte die Münzen 2008-2010 noch recht günstig erwerben, also weit weg vom Ausgabepreis der PM. Entweder haben Händler wesentlich bessere Konditionen oder die Münzen werden so schlecht verkauft, dass dadurch eine Preisreduzierung stattfindet. Auch hier im Angebotsfaden ist aktuell eine Münze für 1450 € zu haben.


    Bei Bellmann kosten die Münzen 2008-2011 durchweg über 1700€


    Gruß
    H2O

    Ich bedanke mich sehr herzlich,


    trotz der geringen max. Auflage nochmals eine Reduzierung durch die sales. Scheint noch nicht sehr beliebt die Münze. Andererseits ist da doch Potential drin sollte sich das in Zukunft ändern?


    Gruß
    Bellini

    Zur Zeit werden wieder einige Münzen versteigert. Was mich dabei wundert ist die Angabe der Auflagenzahl die ich so noch nirgends gefunden habe:


    für den 2008 Koala: 1.205 Ex.!! (von 2.000St. Limit!)
    für den 2009 Koala: 838 Ex.!! (von 2.000 Limit!)


    Weiß jemand woher diese Zahlen stammen?


    Gruß
    Bellini

    Hier passt ideal das schöne Zitat von W.C.


    Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat. Winston Churchill


    Gruß
    Bellini

    Es handelt sich doch ganz offensichtlich um einen Irrtum, wenn die Bullion-Qualität und die Proofausführung zum gleichen Preis angeboten wird.
    Wie wird ein solcher "Fehler" denn hier im Forum behandelt. Es ist ja gut möglich, dass man sich versehentlich vertippt und das erst später bemerkt. Der willige Käufer macht einen Screenshot und hetzt einem einen Anwalt auf den Hals wenn man dann noch korrigiert?


    Gruß
    Bellini

    Ich weiß gar nicht warum sich die Fälscher so abmühen z.B. Löcher in Goldbarren zu bohren und mit Wolfram-Elektroden zu befüllen. Die Fa. China Tungsten Alloy Corp. verkauft doch schon fertige Produkte :)
    Hier gibt´s vergoldete Wolfram-Barren und Münzen und auch eine Anleitung für denjenigen der´s lieber selber machen will:


    http://www.tungsten-alloy.com/…d-tungsten-alloy-bar.html


    Gruß
    Bellini

    Ich habe inzwischen rausgefunden bzw. bin zufällig drüber gestolpert wie der Korrosionschutz bei den Arche-Tubes funktioniert. Laut Website wird zunächst die Luft rausgesaugt und anschließend ein Edelgas (vermutlich Argon) in die Tubes gepumpt. Wenn man das Dingens öffnet verfliegt dann natürlich der Korrosionsschutz.


    siehe hier:
    http://www.geiger-edelmetalle.…Precious-metal-shop/nav/2


    Das ist genau das Prinzip das absolut beginner schon oben beschrieben hat.


    Gruß
    Bellini

    Ich halte das Grading für eine großartige Geschäftsidee mehr aber nicht. Als Sammler möchte ich keine gestorbenen, eingesargten Münzen, sei die Leiche auch noch so schön.
    Besonders wenn sich das Grading auf einen temproären Zustand bezieht ist das ganze dann noch fragwürdiger. Die Münzen mit schöner Färbung (Patina) sind immer nur der Zwischenzustand einer weiteren Veränderung. Die schöne Färbung kann durchaus innerhalb von einigen Jahren vollkommen verschwinden und in einer unscheinbaren Braunfärung enden. Auch sind hier Tür und Tor offen für den kreativen Färbekünstler. Die Münze mal für kurze Zeit einer Schwefelwasserstoffatmophäre auszusetzen kann zu schönen Färbungen führen. Ich bin da im Zweifel ob sämliche Rainbow-Färbungen auf natürliche Art entstanden sind, wenn man die extremen Wertzugewinne anschaut.


    Gruß
    Bellini

    Es gibt eine sehr effektive und gleichzeitig äußerst schonende Reinigungsmethode die sich "kathodische Entfettung" nennt. Galvaniker wenden diese Methode an um metallisch blanke, vollkommen fettfreie Metalloberflächen zu erzeugen. Diese Vorbehandlung ist vor Beschichtungsprozessen unbedingt erforderlich wenn man sich nicht mit abplatzenden, abblätternden oder blasenwerfenden Beschichtungen herumärgern will. Die Methode ist auch für polierte, hochglänzende Oberflächen geeignet, weil die Oberfläche nicht angegriffen wird (zumindest nicht Edelmetalle wie Silber und Gold).


    In einem handelsüblichen elektrolytischen Entfettungsbad wird das Werkstück (in diesem Fall die Münze) bei 8-10 A/dm² für ca. 30 Sekunden behandelt. Dabei passiert folgendes: an der Metalloberfläche findet eine elektrolytische Wasserzersetzung statt. Es entsteht dabei viel Wasserstoff. Der entstehende Wasserstoff sprengt Verunreinigungen und Fett von der Oberfläche ab und wirkt gleichzeitig reduzierend auf z.B. Oxid- oder auch Sulfidschichten. Danach wird gespült kurz in verdünnte Salzsäure getaucht und wieder gründlich gespült. Die erhaltene Oberfläche ist nach dieser Behandlung so sauber, dass sie vollkommen wasserbenetzbar ist.


    Auf nicht gänzlich sauberer Metalloberfläche bilden sich sofort Entnetzungen (Wasser zieht sich zu Tropfen zusammen).


    Nach dieser Methode habe ich schon Flecken von PP-Münzen entfernt ohne die geringste Spur einer Reinigungaktion auf der Münze zu hinterlassen. Natürlich hat diese Methode auch ihre Grenzen. Korrosive Angriffe lassen sich nicht entfernen, bzw. Korrosionprodukte können teilweise oder ganz entfernt werden, aber die angefressene Oberfläche wird dadurch natürlich nicht wieder in den glatten Zustand zurückversetzt. Das bedeutet z.B. bei den bekannten Milchflecken auf Silbermünzen funktioniert die Methode leider auch nicht, weil es sich dabei um ein Korrosionsproblem handelt.


    Gruß
    Bellini


    Falls sich jemand für Galvanik und drum herum interessiert sei diese Forum empfohlen :
    http://www.galva-projekt.de/forum/


    Gruß
    Bellini

    Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass die Mint genau weiß wie und wodurch die Flecken entstehen. Aufklärende Untersuchungen sind aus meiner Sicht mit rund 3000 € bezahlt. Eine EDX-Analyse liefert informationen zur Elementverunreinigung eine TOF-SIMS-Analyse ergibt dann Informationen zur vorliegenden Verbindung. Ich vermute, dass solche Analysen bereits durchgeführt wurden. Wenn nun der Grund bekannt ist muss das Übel in der Fertigung beseitigt werden. Hier steckt glaube ich der Grund warum die Mint so reagiert. Es sind wohl (größere?? ) Investitionen notwendig um den Fehler sicher zu vermeiden. Das bedeutet der Leidensduck bei der Mint, ausgehend von den Reklamationen, ist noch nicht groß genug um Aktionen auszulosen. Man scheint es sich leisten zu können ein qualitativ weniger gutes Produkt auf den Markt zu werfen wenn es trotzdem reißenden Absatz findet.


    Man wird sehen wie sich die Sache entwickelt.


    Gruß Bellini