Ich merke in meinem Bekanntenkreis so gaaanz langsam, dass sich etwas tut. Der Staat wird zunehmend als Feind angesehen und die Medien werden als das gesehen was sie sind: Propagandainstrumente, die ihren eigentlichen (in einer Demokratie für sie vorgesehenen) Aufgaben nur noch rudimentär nachkommen. So langsam schnallen die Leute, das Spiegel und Stern auch nicht mehr viel besser sind als die BILD, entsprechend gehen die Auflagen ja auch in den Keller. Auch die EU wird als das gesehen was sie ist: Eine Bedrohung für Demokratie und nationale Souveränität.
Das Banken und Versicherungen Verbrecher sind, denen man nicht trauen darf, dämmert auch so langsam.
Nur wird es noch SEHR lange dauern, bis man daraus echte Konsequenzen zieht. Die Deutschen sind träge und bequem geworden und es entsprach schon immer unserem Naturell, im Stillen zu protestieren. Bei uns brennen keine Barrikaden wie in Frankreich (ich meine damit jetzt protestierende Franzosen und nicht das Terroristenpack in Grenoble und den anderen islamischen Autonomiegebieten), der Deutsche geht nicht mehr wählen, er kauft keine Zeitungen mehr die in ständig oberlehrerhaft bevormunden und irgendwann wandert er aus oder pendelt als Wähler nach rechts oder links.
Ich habe viele Bekannte im europäischen Ausland und die sehen uns Deutsche eigentlich alle so: Etwas treudoof, obrigkeitshörig und mit einer Engelsgeduld. Wenn die allerdings aufgebraucht ist, rutscht er von einem Extrem ins andere.
Da man aber immer gerne die anderen machen lässt, fürchte ich das die Masse, wenn sie die Schnauze voll hat, entweder eine zweite DDR oder eine sehr rechtsnationale Regierung wählt.
Natürlich großteils mit den alten Köpfen, die werden schon verstehen rechtzeitig auf den gerade populären Kurs um zu schwenken.