Beiträge von Argus

    http://www.welt.de/finanzen/ar…-Euro-aus-dem-Nichts.html
    EZB erschafft halbe Billion Euro aus dem Nichts


    Mein Deflationsszenario ist trotzdem nach wie vor intakt


    Dazu würden mich doch mehr Details interessieren. Warum gehst du davon aus, dass ein Ausweiten der Geldmenge aus dem Nichts deflationär wirken soll?


    500 Milliarden Euro hat die EZB nicht auf dem Konto liegen, sondern schöpft sie aus dem Nichts. Dadurch vermindert sich doch der Wert/die Kaufkraft der existierenden Euro. Für mich klassische Inflation.


    Dass die Realwirtschaft 2012 in eine Rezession abgleitet, ist bei den zu erwartenden Sparprogrammen nicht überraschend. Das bedeutet aber noch nicht, dass wir keine Inflation im Sinne der Geldmengenausweitung sehen werden. Das traurige Wort Stagflation trifft es dann sehr gut: hohe Preise aber kein oder sehr niedriges Wirtschaftswachstum.


    Falls wir 2012 einen starken wirtschaftlichen Abschwung in den Schlüsselmärkten sehen werden, werden die Energiepreise wahrscheinlich etwas zurückkommen. Gleiches gilt für Rohstoffe. Aber warum sollte die OPEC nicht wie schon Anfang der 70er irgendwann beschließen, dass mit dem aus dem Nichts geschöpften Papiergeld weniger Öl zu gleichem Preis zu bekommen ist. Also eine Anhebung der Ölpreise, um den Kaufkraftverlust auszugleichen?


    Klar, dann haben wir erst Recht ein Szenario, das einer Depression entspräche, da die Weltwirtschaft noch stärker unter Druck geriete. Aber bitte nicht vergessen: die aufgeblähte Geldmenge ist ja immer noch da! Und sie würde in einem solchen Szenario noch viel stärker ausgeweitet! Das haben wir doch in den 70er und 80er Jahren alles schon erlebt. Die Inflationsraten waren streckenweise zweistellig.


    Ich kann mich gut erinnern, dass ich Mitte der 80er Finanzierungsschätze des Bundes zu 8 % gekauft hatte. Die reale Inflationsrate muss noch höher gewesen sein. Worauf ich hinaus will: die Geldmenge, die nun mit aller Gewalt ausgeweitet wird, wird in naher Zukunft auch preistreibend wirken. Dass parallel dazu die Realwirtschaft abschmieren könnte, muss kein Widerspruch sein!


    Noch eine andere Frage: du hattest als Alternativszenario 9.11 v2.0 ins Gespräch gebracht. Wie sollte das die bestehenden Finanz- und Wirtschaftsprobleme lösen? Davon ablenken - einverstanden. Aber nicht lösen. Ein erneuter Krieg würde sogar noch viel stärker inflationär wirken, da die beteiligten Staaten die Ausgaben nur durch weitere Schulden decken könnten. Kriegsanleihen, Ablieferung von Metallen - auch Gold und Silber ... ;) Alles schon mal dagewesen.

    Ne, noch nicht!!!
    Aber unser geliebter Hosenanzug meint, sie habe „volles Vertrauen in die Person und die Amtsführung von Christian Wulff“!!!
    Oha, klingt ja schon fast tödlich, der nette Wink mit dem Zaunpfahl bevor er zerrissen wird.
    Und diese Geschichte macht ihn wohl tatsächlich untragbar im Amte des Bundespräsi: (...)


    Nee, glaub ich nicht. Wulf wurde extra auf diesen Posten gehievt, weil der Vorgänger so unwürdig die Brocken hingeworfen hatte. Wulf soll das Amt möglichst unaufgeregt in die Vergessenheit zurückbefördern. Die Story um die 500k stört da natürlich. Aber deswegen muss er noch nicht zurücktreten.


    Ich denke, Merkel wollte mit der Wortwahl ausdrücken, dass sie "not amused" ist. 8)

    Walter Wittmann, emeritierter Professor der VWL, Uni Freiburg, warnt vor einem Platzen der "Superblase". Die Schulden, die nur in die Zukunft gerollt werden und sich dabei immer weiter aufblähen, werden irgendwann kollabieren. Neben den Derivaten sind auch die Sozialversicherungssysteme zu einem Belastungsfaktor in den Industriestaaten geworden. Ein Platzen der Blase könne seiner Ansicht jeden Tag passieren. Die Folgen werden weitreichender als eine mehrjährige weltweite Depression sein.


    http://www.finews.ch/news/fina…nn-die-superblase-platztr

    Wie kann man nur einen Nordeuro erschaffen? Will man nochmal , oder Engüldig auf die Schnauze fallen?
    So bescheuert kann man doch nicht sein , was soll das?


    Wäre nicht die schlechteste Alternative. Deutschland handelt in größerem Umfang mit den Nordeuroländern. Wenn diese eine gemeinsame Währung hätten, würde sich eine Aufwertung des stärkeren Nordeuro gegenüber dem Südeuro und ggf. dem Dollar auf die Exportwirtschaft nicht negativ auswirken. Im Gegenteil: die billiger einzukaufenden Rohstoffe und Vorprodukte würden der Exportindustrie sogar einen unerwarteten Gewinnanstieg bescheren.


    Dass Frankreich nicht von Deutschlands Seite weicht, wenn die Eurozone in zwei Teile zerfällt, dürfte klar sein. Irgendwer muss ja die französischen Banken stützen. Und das will bestimmt nicht Sarkozy sein ... sieht man schon am Gefeilsche mit Belgien um die DEXIA-Bank. ;)



    Zitat von Gaudibursch

    A propos Politik:
    Noch abstruser sind jene jüngsten Entwicklungen, zum Beispiel die 35-Stunden-Woche als Fehler zu identifizieren, so wie es kürzlich Sarkozy tat.
    Man hört die Nachtigal schön länger trappsen: Man hätte zu wenig gearbeitet, man wäre zu faul und zu anspruchsvoll gewesen. Wunderbare Ablenkung vom Kernproblem kann man nur schreiben.


    Na ja, die hohe Staatsverschuldung wurde aber nicht zuletzt auch auf Bitten und Fordern der Bevölkerung eingegangen. An Sparmaßnahmen traut sich niemand heran, der nach ein paar Jahren wiedergewählt werden will. Wenn die Bevölkerung nicht immer lauthals nach "Vatter Staat" gerufen hätte, dann wäre die Verschuldung nicht da, wo sie heute ist.


    Ob die 35-Stunden-Woche jetzt "schuld" ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber wir sollten es uns auch nicht zu leicht machen und die gesamte Verantwortung auf "die Politiker" schieben - sie haben letztlich das umgesetzt, was in der Bevölkerung populär war.

    Noch eine interessnate Beobachtung - quasi ein weiteres Puzzleteil, das ich noch nicht richtig einordnen kann. Der Handelsblatt-Newsletter verlinkte gestern auf einen Artikel in einem schweizerischer Online-Magazin. Inhaltlich ging es um die Vorbereitungen schweizer Banken auf einen Eurocrash.


    Nun ist der Artikel nicht mehr online ...?!


    http://www.cash.ch/news/front/…hat_notplaene-1105476-449


    Auch eine kurze Stichwortsuche auf der Seite förderte nichts Passendes zutage. Speichert Google so was?


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    Außerdem lesenswert:


    Bloomberg spielt in einem Artikel die verschiedenen Maßnahmen durch, die die Europolitiker noch ergreifen können, und denkt sie bis zum Schluss durch.


    Das ernüchternde Fazit:


    Zitat

    Devaluation can help growth but the associated inflation hurts many people and the debt restructurings, if not handled properly, could be immensely disruptive. Some nations will need to leave the euro zone. There is no painless solution.


    Ultimately, an integrated currency area may remain in Europe, albeit with fewer countries and more fiscal centralization. The Germans will force the weaker countries out of the euro area or, more likely, Germany and some others will leave the euro to form their own currency. The euro zone could be expanded again later, but only after much deeper political, economic and fiscal integration.


    Tragedy awaits. European politicians are likely to stall until markets force a chaotic end upon them. Let’s hope they are planning quietly to keep disorder from turning into chaos.


    http://www.bloomberg.com/news/…ne-and-simon-johnson.html


    Da bin ich ja mal gespannt, was Sarkozy und Merkel morgen in ihren Regierungserklärungen ankündigen werden. Die Aufspaltung der Eurozone?

    Zurück zum Thema: ;)


    Zitat

    Am größten Finanzplatz Europas ist das Auseinanderbrechen der Euro-Zone längst mehr als eine theoretische Option. Der weltgrößte Währungs- und Anleihebroker Icap trifft konkrete Vorbereitungen für einen Ausstieg Griechenlands und anderer Staaten aus der Währungsunion.


    Quelle

    Noch eine kurze Ergänzung aus einem zweiten Artikel im Daily Telegraph, der eher dem Kommentarbereich zuzuordnen ist. Man könnte meinen, man liest bei Eichelburg, aber es ist Main Stream:


    Zitat

    Death of a currency as eurogeddon approaches


    What we are witnessing is awesome stuff – the death throes of a currency. (...) Contingency planning is in progress throughout Europe. From the UK Treasury on Whitehall to the architectural monstrosity of the Bundesbank in Frankfurt, everyone is desperately trying to figure out precisely how bad the consequences might be.


    What they are preparing for is the biggest mass default in history. There's no orderly way of doing this. European finance and trade is too far integrated to allow for an easy unwinding of contracts. It's going to be anarchy.


    Quelle

    Das britische Außen- und das Finanzministerium haben Planungen bestätigt, nach denen sie von einem Zusammenbruch der Eurozone ausgingen und entsprechende Vorbereitungen zum Schutz von britischen Staatsbürgern in der Eurozone vorantrieben.


    Veröffentlicht wurden diese Infos in der britischen Daily Telegraph, die lt. Wikipedia zu den meistverkauften britischen "Qualitätszeitungen" gehört. Zur Einordnung sei ergänzt, dass der Daily Telegraph zu den Europa-kritischen Zeitungen in UK zählt.


    Dem Bericht zufolge rechnen die beiden Ministerien im Falle eines Eurokollaps mit Ausschreitungen in mehreren, nicht näher genannten Ländern der Eurozone:


    Zitat

    Diplomats are preparing to help Britons abroad through a banking collapse and even riots arising from the debt crisis.
    The Treasury confirmed earlier this month that contingency planning for a collapse is now under way.


    Ein Minister sagte, dass die britische Regierung nun auf der Grundlage handle, dass der Zusammenbruch der Eurozone nur noch eine Frage der Zeit sei.


    Zitat

    A senior minister has now revealed the extent of the Government’s concern, saying that Britain is now planning on the basis that a euro collapse is now just a matter of time. “It’s in our interests that they keep playing for time because that gives us more time to prepare,” the minister told the Daily Telegraph.


    Entsprechend wurden die diplomatischen Vertretungen in der Eurozone angewiesen, Vorkehrungen zu treffen, um britischen Staatsbürgern im Falle von Ausschreitungen und der Sperrung von Bankkonten sowie Geldautomaten weiterhelfen zu können:


    Zitat

    Diplomats have also been told to prepare to help tens of thousands of British citizens in eurozone countries with the consequences of a financial collapse that would leave them unable to access bank accounts or even withdraw cash.


    Quelle und gesamter Artikel


    Als mögliche weitere Entwicklungen wird ein Zusammenbruch des Bankensystems sowie der Kreditversorgung der Wirtschaft und damit ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 50 % für möglich gehalten. Infolge rechnet man mit einer hohen Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen, die zu massiven Eingriffen in das Eigentumsrecht führen könnten.


    Fazit: Es wird höchste Zeit, die eigenen Vorbereitungen abzuschließen!


    http://www.handelszeitung.ch/k…er-euro-zone-hat-begonnen
    (...)
    Unkontrolliertes Aufbrechen = Wirtschaftskollaps (vermutlich weltweit) = Deflation


    Ja, in dem Szenario stimmt das. Aber ich gehe davon aus, dass die EZB eine wirtschaftliche Depression nicht zulassen wird. Da wird Geld gedruckt und Schulden auf dem Markt aufgekauft - egal was es uns Steuerzahler kostet! Diese Ausweitung der Geldmenge ist aber Inflation. Wie stark sich das auf die Preise - insbesondere bei den EM - auswirken wird, mal abwarten. Daher geht es aus meiner Sicht langfristig nominal nach oben. Silber soll zudem in den nächsten 10-15 Jahren als erstes Industiremetall knapp werden. Ich sehe in diesem Zeitraum daher keine dauerhafte Schwäche von Silber. Kurzfristige Korrekturen sind dagegen immer möglich.

    Sollte Deutschland die jetzige Politik beibehalten, d.h. die Peripheriestaaten der Eurozone in die deflationäre Depression treiben, dann gehe ich davon aus, dass Gold und Silber in 2012 wesentlich tiefer stehen als jetzt. Dürfte allerdings politisch kaum durchsetzbar sein.


    Warum sollten Griechenland, Portugal und eventuell Italien/Spanien einen entscheidenden Einfluss auf den Silberpreis haben? Das Wirtschaftswachstum (oder der Rückgang) im industriellen Bereich werden global gesehen wohl kaum in diesen Pleitestaaten gemacht.


    Nein, ich glaube nicht, dass eine deflationäre Politik in der Euro-Südschiene den Silberpreis beeinflussen wird.

    Hier ein lesenswerter Artikel zum Thema EZB-Entscheidungen, EU-Entscheidungen, Stimmrechtsverteilung etc..... Berlin fordert für die "Zahlungen" nun offensichtlich auch (endlich) Gegenleistungen. Dem Brutto-Sozialprodukt angepaßte Stimmrechte und ein "Durchgriffsrecht" wenn sich Staaten (auf Kosten der Allgemeinheit) unverantwortlich verschulden....
    "Entweder mehr Einfluß ...... oder das 'Projekt' stirbt". Die Briten sind "not amused".


    http://www.german-foreign-poli…7lh66atn02fqrh2vgl4qtsu62


    Sehr guter Artikel! Danke für den Link. Ich bin nach den letzten anderthalb Jahren der Krisenpolitik von Frau Merkel skeptisch, ob den markigen Worten der Parteitagsrhetorik tatsächlich auch entsprechende Taten folgen werden. Zeit dafür wär's ja ...


    Vielleicht leiten sie damit aber auch das Ende ein, und zwar dass die anderen Euroländer Deutschland endlich aus dem Euro rauswerfen, weil wir nicht so wollen, wie der Rest: Inflation, bis die Schulden erträglich werden.


    UK wird sich einer Umsetzung der großdeutschen EU-Pläne jedenfalls offen und verdeckt widersetzen. Hier wird ein extrem sensibler Punkt im europäischen Machtgefüge berührt, der weit über Hitler und dessen Großmachtstreben hinaus geht.


    UK kann mit einem Ausscheiden Deutschlands aus der Eurozone leben; ganz sicher auch mit einer Inflationspolitik, bei der die Deutschen Teil der Eurozone blieben. Aber dass D mehr Einfluss in Europa bekommt und die deutschen Wirtschaftspläne umsetzt, die vor Hitler nach dem WKI in Deutschland kursierten? Sicher nicht.


    Die ersten Kommentare gegen die Verschuldung in D, die man in der Presse lesen kann, sind schon ein deutliches Zeichen, dass man gegen D auch vorgehen wird.


    Sehr spannende Zeiten ...

    Es gibt noch die Möglichkeit, mit Silber- oder Goldputztüchern diese Flecken zu entfernen. Mikrokratzer sind dabei aber auch unvermeidlich und für Sammlermünzen selbstverständlich tabu.


    Es gibt im Forum einen zweiten, älteren Thread über das Thema, indem ich ein paar Ergebnisse mit den Putztüchern gepostet hatte. Die Tücher kann ich insgesamt nur eingeschränkt empfehlen. In dem anderen Thread waren auch Infos oder Links zu Infos, um was es sich bei den Flecken genau handelt. Dass die CDM das Problem nicht in den Griff bekommt, ist schade. Aber andere Münzen haben auch schöne Produkte! :)

    Die gesetzliche Einlagensicherung beläuft sich seit dem 31.12.2010 auf 100.000 EUR. Frau Merkel hat als Bundeskanzlerin eine unbegrenzte Sicherung der privaten Bankguthaben aller Bundesbürger versprochen. Diese beruht quasi auf ihrem persönlichen Ehrenwort. ;)


    Noch streiten sich die Gelehrten, ob sie mit ihrem privaten Vermögen für diese Garantie haftet oder es ein genialer Poker-Bluff ist, der im Ernstfall eben nichts wert sein wird (= noch nicht mal ihr Privatvermögen). Weil: ein Mandat hat sie für diesen Publicity Stunt bislang nicht bekommen. Gleichwohl wird sie nicht müde, immer wieder eine Garantie auszusprechen.


    Das hat für mich schon monarchische Züge: da wird über das Geld der Steuerzahler einfach so per Order verfügt. Das Haushaltsrecht des Bundestages ignoriert sie völlig. Verfassungsrechtlich ist der Vorgang jedenfalls unhaltbar ... von der faktischen Unmöglichkeit, alle Sparguthaben auszahlen zu wollen, mal ganz zu schweigen.

    Das Schlimme ist für uns, dass durch die Überweisungen aus dem Ausland auf deutsche Banken die Target-2-Salden ansteigen, wenn ich das richtig verstanden habe. Sollten die PIGS-Staaten also ihre Währung einführen, müsste D die aufgelaufenen Verbindlichkeiten decken. Inzwischen weit mehr, als durch irgendwelche Bürgschaften vom Bundestag zugesagt wurde.


    Spannend an dem Artikel fand ich folgende Zahlen:


    Zitat

    Aktuell dürften die Einlagen der griechischen Geschäftsbanken deutlich unter 180 Milliarden Euro liegen. Dem stehen ausgereichte Kredite von 253 Milliarden Euro gegenüber.


    Wer zu spät kommt ... :whistling:

    Weichmacher können eine zusätzliche Ursache für Flecken sein. Mir ist bei einer Tube Philharmoniker mal aufgefallen, dass die oberste Münze nach einem Jahr Flecken entwickelt hatte. Und zwar genau an der Kontaktstelle zu einem Stück Schaumstoff, dass oben auflag, um das Klappern der Münzen zu verhindern. Die Tubes selbst müssen noch nicht mal Weichmacher enthalten.