POG und POS kacken ab - ES DARF GEJAMMERT WERDEN!

  • Nope geht wieder nach oben... wird sich wieder erstmal bei 1250 einpendeln... dafür hat man die Woche "luft geholt".


    Ich habe eher das Gefühl, dass durch das viele Geld die Preise steigen und steigen werden. - Wir kriegen ne sehr satte Inflation. - Das wäre doch die ideale Bedingung für Gold....

  • Darauf warten die Japaner auch schon ein paar Jährchen. Aber nix is.


    Ich sehe das so ähnlich, weil das immer billiger werdende Geld auschließlich die Finanzmärkte insperiert.
    Nicht die Realwirtschaft und keinerlei konservative Anlageformen .
    Defensive Anlageformen, wie EM, können angesichts der um sich greifenden deflationären Finanzpolitik der Zentralbanken zwar ins Hintertreffen geraten, aber wohl nicht dauerhaft.
    Die in diesem Forum oftmals gepriesenen EM-Zettelstrategen werden aller Voraussicht nach demnächst umsatteln.
    Abzuwarten wäre, ob auch Ron Paul und andere physische Halter auf den vorgegebenen Zentralbankentrend reinfallen.
    Wenn die verkaufen, gibt es kein Halten mehr.
    Dann haben die Zentralbanken gewonnen.
    Die EZB war der Anfang und es wird mit Sicherheit Trittbrettfahrer geben.
    Noch ein Wort zur Crimex.
    Wir alle haben gelernt, wie die den Preis aus ziemlich dürftigen Gründen manipuliert haben.
    Nun werden wir uns daran gewöhnen müssen, daß sich die Preisgestaltungsmacht zunehmend in den Osten verlagert.
    Wenn es opportun erscheint, kann der Osten den Preis anheben, oder ins Bodenlose fallen lassen.
    Das hängt ganz von bestimmten globalstrategischen Befindlichkeiten ab, die der Westen nicht ohne Not verletzen sollte.


  • Nun werden wir uns daran gewöhnen müssen, daß sich die Preisgestaltungsmacht zunehmend in den Osten verlagert.


    Das halte ich auf internationaler Ebene für einen ebensolchen Irrtum, wie auf individueller Ebene es ein Irrtum ist, mit Edelmetallen in einer Finanzkrise zu den Gewinnern zu gehören.


    Niemand garantiert Chinesen oder Russen einen Kaufkrafterhalt ihrer Assets auch nicht den ihrer EM. Allenfalls in Relation zu untergehenden Papierwerten mag es einen Anstieg geben.
    Und so, wie auf individueller Ebene letztlich Fähigkeiten, Verteidigungs-und Sicherungsmöglichkeit und Ressourcen (von denen möglichst viele erneuerbar sein sollten, entscheiden, so entscheidet das auch in einer Finanzkrise im innerstaatlichen Ranking.


    Verwundbar sind Chinesen bei Grenzen und Ressourcen (Nahrungsmittel), Russen bei Fähigkeiten.


    Konkret: Niemand weiss, ob und in welcher Höhe Chinesen nicht für Nahrungsmittelimporte ihre Edelmetallreserven einsetzen müssen und zwar auch im bilateralen Handel mit Russland.


    Die USA müssen das sicher nicht, wenn sie denn noch EM Reserven haben. Sie müssen das auch nicht für Erdöl oder für Wasser oder für industrielle Basisprodukte.

  • Konkret: Niemand weiss, ob und in welcher Höhe Chinesen nicht für Nahrungsmittelimporte ihre Edelmetallreserven einsetzen müssen und zwar auch im bilateralen Handel mit Russland.


    Die USA müssen das sicher nicht, wenn sie denn noch EM Reserven haben. Sie müssen das auch nicht für Erdöl oder für Wasser oder für industrielle Basisprodukte.


    Wie jetzt? Die Amis bezahlen weiterhin mit Ihren Dollars, und die Chinesen sollen EM für Importe berappen? Genau. Die armen Chinesen haben ja auch keine Dollars. [smilie_happy]

    Natürlich kann man Gold essen, genauso wie Papier. Es stellt sich nur die Frage der Verdauung.


  • Wie jetzt? Die Amis bezahlen weiterhin mit Ihren Dollars, und die Chinesen sollen EM für Importe berappen? Genau. Die armen Chinesen haben ja auch keine Dollars. [smilie_happy]


    Drücke ich mich so unklar aus? Ok, dann mal anders:


    Der Anbieter von essentiellen d.h lebenswichtigen Waren (z.B. Lebensmitteln) kann in einer Krise frei wählen, welche Art der Zahlung in welcher Höhe er akzeptiert.


    China hat keine essentiellen Waren. Die USA schon. Russland nur, wenn sie interne Reibungsverluste (Repression, Rechtssicherheit) minimieren, ihr Potential entfalten und ihre Grenzen sichern können.

  • China spielt ein viel perfiders Spiel, als du dir offensichtlich vorstellen kannst in deiner USA-Gläubigkeit.


    Zitat

    China hat keine essentiellen Waren. Die USA schon.

    Da ist China gerade dabei das zu ändern. Das der amerikanische Fokus derzeit auf Russland liegt, spielt den Chinesen dabei sicherlich in die Karten. Du solltest dich mal darüber informieren, was der Chineser mit seinen angesammelten Dollars so anstellt.


    Das ist hier aber die falsche Rubrik für so eine Diskussion, deshalb keine weitere Antwort hier.

    Natürlich kann man Gold essen, genauso wie Papier. Es stellt sich nur die Frage der Verdauung.

  • Zitat

    China hat keine essentiellen Waren


    komisch? wie sind die bloß die letzten 5-6000 Jahre klargekommen?


    Nachdem man unter Mao dick Kohldampf schieben musste achten die schon bisschen darauf...


    Auch wenn China mittlerweile viel US-Soya und so zeug importiert um das Szechuan-Schwein und das Peking-Beef zu füttern, die Lebensmittelskandale machen sicher wenig appeti usw.... die eigene Getreideproduktion Chinas alleine reicht aus um pro Jahr und Kopf 400 kilo zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht so als ob die keine Urproduktion hätten. Grad klein ist das ganze sowieso nicht...



    Und was stellt man in den USA noch selber her und exportiert es nach China? Nach Soja und Schweinefutter ist der größte Posten Schrott...der Rest ist ferner liefen... GE Healthcare Zeug was se nicht selber nachbauen. paar Autos und bissel Chemiekram und so...


    Die Liste der Exporte Chinas in die USA hingegen... uiuiui...

  • China hat keine essentiellen Waren. Die USA schon.


    Moin,


    China hat zudem auch noch einige Rohstoffe, die für die USA geradezu essentiell sind ==> fast sämtliche benötigte seltene Erden kommen aus China. Ohne diese kann die USA nicht einmal Hightech-Waffen oder Handys herstellen. Bei den in den USA angeblich vorhandenen Schieferölvorkommen wurde sich ja auch nur um 96% ! verschätzt => USA: 96% weniger Schieferöl als gedacht. USA bedeutet vielfach mehr Schein als Sein.


    Grüße
    Goldhut


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3 (Kunstfreiheit-Satire)
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Moin,


    China hat zudem auch noch einige Rohstoffe, die für die USA geradezu essentiell sind ==> fast sämtliche benötigte seltene Erden kommen aus China. Ohne diese kann die USA nicht einmal Hightech-Waffen oder Handys herstellen. Bei den in den USA angeblich vorhandenen Schieferölvorkommen wurde sich ja auch nur um 96% ! verschätzt => USA: 96% weniger Schieferöl als gedacht. USA bedeutet vielfach mehr Schein als Sein.


    Grüße
    Goldhut


    1.Das Spielchen mit den seltenen Erden war imho der entscheidende wirtschaftspolitische Fehler der Chinesen im Handel mit dem Ausland. Eine temporäre Abhängigkeit so zu versuchen auszunutzen war dumm. Jeder weiss nun, dass es keine gute Idee ist, sich in die Abhängikeit von Chinesen zu manövrieren.


    2.Wenn der Frackingboom vorbei ist wird sich die Nahrungsmittelkrise rasant verschärfen.


    3. Die Chinesen haben das Problem der Nahrungsmittelverwundbarkeit (imho zu spät!) geschnallt.Sichtbar wird dies am Verbot der Ethanolherstellung in China, im verzweifelten Versuch Ackerlandverluste in China selbst zu stoppen (neue Betonung des Umweltschutzes) und in dem ebenso verzweifelten Versuch ausserhalb Chinas Ackerland anzupachten.


    Was hat das mit unserem Thema zu tun?


    Meine These ist, dass der Versuch Chinas Gold anzukaufen um ggf eine goldgedeckte Währung gegen den Papierdollar in Stellung zu bringen, ein feuchter Traum aller US Gegner bleibt.


    Sobald die Ölpreise dauerhaft in eine Region klettern, in der es definitiv wirtschaftlicher ist Biomasse in Ethanol zu konvertieren treffen Nahrungsmittel auf einen verzweifelten Käufermarkt auch und gerade der Chinesen.
    Falls sie bis dahin tatsächlich ein Gold Yuan Spielchen versucht haben, sollte es kein Problem sein den Goldstrom nun eben gegen Nahrungsmittellieferungen wieder in die USA zu lenken...wenn denn die USA oder andere Nahrungsmittelexporteure das denn wollen.


    Umweltschutz und damit Ackerlandsicherung (im eigenen Land!) ist für China eine erstrangige strategische Aufgabe. Aber vielleicht können sie sich ja drauf verlassen, dass die Russen sich als barmherziger erweisen als der Weltmarkt [smilie_happy] .


    China und alle anderen Nahrungsmittelimporteure leben vom billigen Öl.!


    Nahrungsmittel sind ein essentielles Gut, Gold oder seltene Erden, (die gar nicht so selten sind) sind es nicht!

  • Servus Bonus, das ist ja eine recht interessante Diskussion hier zum Nahrungsmittelverbrauch der Chinesen, da möchte ich als Agraringenieur in Rente auch meine Meinung kundtun:


    1. M.E. werden derzeit Unmengen an Lebensmitteln in China verschwendet, da man (die riesige Mittelschicht) es sich neuerdings leisten kann und einfach auch leistet, es bestehen also im Umkehrschluß auch enorme Einsparpotentiale im Krisenfall. Schon mal gesehen, wie aufgetischt wird, wenn Chinesen zum Essen gehen? Die Hälfte davon landet wieder im Schweinemagen.


    2. Der Fleischverbrauch ist in China enorm gestiegen in den letzten Jahren. Wenn man weiß, daß für die Produktion von 1 Kilo Fleisch etwa 3 bis 5 Kilo Getreide/Soja aufgewendet werden muss, ersieht man auch hier ein enormes Einsparpotential im Krisenfall. Und vom Krisenfall ist hier ja wohl die Rede, wenn ich es recht verstehe.


    So gesehen sind die Chinesen m.E. meilenweit davon entfernt in mittelfristiger Zukunft ihr Gold einsetzen zu müssen, um am Weltmarkt Futtermittel einzukaufen. Die werden sie sicher weiterhin für Elektronik und Konsumgüter aller Art bekommen können.


    Alternative: einfach weniger Tiere verspeisen.


    Guten Appetit.


  • Wenn die Chinesen es schaffen den Verlust an Ackerflächen insbesondere durch den Salzeintrag der Taklamakan zu stoppen, mag ihnen der Wirkungsgradgewinn durch weniger Fleisch verbrauch etwas Luft verschaffen.


    Sehe ich aber nicht, obwohl es ein paar gute Ansätze gibt.



    http://www.stimmen-aus-china.d…agen-chinesische-netizen/


    Exporteinnahmen duch Konsumgüter werden jedoch nur unter der Bedingung billigen Öls realisiert werden können. Im Gleichtakt steigende Treibstoff und Nahrungsmittelpreise (Ethanol) canceln Konsumausgaben (also auch Goldkäufe!!).

  • Silber-Chart sieht verdächtig aus...
    http://www.finanzen.net/rohstoffe/silberpreis/Chart


    der Preis bewegte sich zuletzt ist einem geringen Bandbereich (seit 2 Monaten im 1 Euro-Bereich)
    Nach jedem auf, ging es langsam runter


    bei Ölpreis ähnlich...
    http://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis@brent/Chart


    kaum Bewegung


    ich bin echt gespannt...


    Theoretisch sollte es kurzfristig wohl einen Ausbruch geben...
    Und die Richtung wird dann langfristig so verlaufen...

  • Das mit dem Öl beobachte ich auch schon länger, ich glaube es wird Richtung Norden laufen... wie und warum keine Ahnung, Gefühl oder so ;)
    Edit: Silber bewegt sich in einem perfekten langen Abwärtstrend.. da ist nicht viel dran zu rütteln bis wir etwa bei 20$ sind...

  • Hallo isognix,


    ich habe heute Morgen ein paar Mülltonnen durchsucht, aber deine Meldung hat sich noch nicht rumgesprochen. Keiner hat sein Gold verklappt oder in der Tonne versenkt.

    Zitat

    Wer soll nahezu 3000 Tonnen Goldproduktion der weltweiten Minengesellschaften in Zukunft abnehmen? Wer die fast 1400 Tonnen Altgold?
    ...
    Sie mussten Gold nicht mehr physisch erwerben - eine Hürde, die sich dann doch nicht jeder zu überspringen traut.

    Ich wäre ja bei stark reduziertem POG bereit als physischer Erwerber in Erscheinung zu treten. Der Platz im Schuppen ist vorhanden. Scherz beiseite, er hat insofern Recht, daß beim Goldpreissturz ein GOLD ETF die Hände im Spiel hatte. Angebot und Nachfrage sind die wichtigen Protagonisten in einem freien Markt.


    Ein gewisses Maß an Marktpsychologie entscheidet über die Akzeptanz von Gold als Wertespeicher. Ich setze voraus, daß Stanzles Aussage über die Jahresgoldproduktion stimmt. Der POG bestimmt sicherlich auch über die geförderte Menge mit. Lassen wir uns überraschen, wie es weitergeht.


    P.S.: Ich hätte einen Wunsch, könnte der Forentitel in "POG und POS schmieren ab" geändert werden. Ich geniere mich beim Lesen.

    • Offizieller Beitrag

    Hr. Stanzl wird nicht fertig mit Negativberichten zu Gold. Eigentlich täglich.


    http://www.godmode-trader.de/a…tars-wirds-schwer,3802354......


    Der ehem. stv. US Finanzminister Roberts meinte hier:
    Verfall des US Dollar


    „Today no one anywhere in the world believes the US government except the brain dead Americans who read and listen to the “mainstream media.”


    Warum kommt mir das beim Lesen der Zeilen dieses Schreibers in den Sinn ?
    Die Zitate dieses merkwürdigen „Rohstoffanalysten“ mag ich nicht kommentieren, ohne juristisch angreifbar zu werden. ;)


    Zitat

    ....langfristige Großkäufer...


    ...Es ist ein toter Markt.... (Im Kommentar) (lol)


    ...kein Anlagegut mehr....


    Grüsse
    Edel


    "Die Märkte haben nie unrecht, die Menschen oft." Jesse Livermore, 20.Jh.

    "Die Demokratie ist das Paradies der Schreier und Schwätzer, Phraseure, Schmeichler und Schmarotzer, die jedem sachlichen Talent weit mehr den Weg verlegen, als dies in einer anderen Verfassungsform vorkommt." E.von Hartmann

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

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