• An dem Punkt bin ich gerade... zur Zeit im 2.Jahr ALG1... dann noch etwas mit EM-Rente überbrücken und mit 63 mit Abzügen in Rente.

    Wobei ich mich in meiner Planung nicht auf eventuelle zukünftige Rentenzahlungen verlasse. :burka:

  • Ist der Schnittpunkt ca nach 14 Jahren erreicht?


    ------------Zitat-------------------

    Das ist völlig richtig gerechnet. Die wirtschaftliche Abwägung zwischen „früher weniger Rente“ und „später mehr Rente“ nennt man in der Rentenberatung die Amortisationsdauer (oder den mathematischen Schnittpunkt).


    Ihre Rechnung geht genau auf: Durch den Renteneintritt mit 63 Jahren erhält man 24 Monate länger Geld (einen Vorsprung), verzichtet dafür aber auf 14,4 % der monatlichen Rentenhöhe.


    ## Die exakte Amortisationsrechnung

    Teilt man den gewonnenen Vorsprung (24 Monate) durch den monatlichen Verlust (14,4 % bzw. 0,144), ergibt sich der genaue mathematische Schnittpunkt:


    $$\text{Schnittpunkt} = \frac{24 \text{ Monate}}{0,144} = 166,6 \text{ Monate} \approx 13,9 \text{ Jahre}$$


    Das bedeutet konkret:


    * Bis zum Alter von ca. 77 Jahren (63 Jahre + 14 Jahre) hat der Frührentner insgesamt mehr Geld vom Staat erhalten als derjenige, der bis 65 gewartet hat.


    * Ab dem Alter von 77 Jahren wendet sich das Blatt: Ab diesem Zeitpunkt zieht der Späteinsteiger (mit der höheren, abschlagsfreien Rente) finanziell an dem Frührentner vorbei.


    ## Der wichtige "Haken" bei dieser Rechnung

    Obwohl die 14 Jahre mathematisch exakt sind, vernachlässigt die reine Formel einen entscheidenden Faktor für denjenigen, der mit 61 Jahren die 45 Beitragsjahre voll hat: Die Beiträge zwischen 63 und 65 Jahren.

    Wenn die Person mit 63 Jahren in Rente geht, hört sie auf einzuzahlen. Wartet sie jedoch bis 65 und arbeitet in diesen zwei Jahren weiter, passiert Folgendes:


    1. Zusätzliche Rentenpunkte: Durch die zwei weiteren Arbeitsjahre zwischen 63 und 65 zahlt sie weiter ein und sammelt zusätzliche Entgeltpunkte. Die Rente mit 65 ist also nicht nur wegen der fehlenden 14,4 % Abschlag höher, sondern auch, weil 47 statt 45 Jahre eingezahlt wurden.


    2. Der Schnittpunkt verschiebt sich: Durch diese zusätzlichen Rentenpunkte ist der Unterschied zwischen der Rente mit 63 und der Rente mit 65 noch größer als "nur" die 14,4 %. Der mathematische Schnittpunkt (wann sich das Warten lohnt) verschiebt sich dadurch oft schon auf ein Alter von ca. 71 bis 73 Jahren.


    ## Ein kurzes Rechenbeispiel (zur Veranschaulichung)

    Nehmen wir an, jemand hätte mit 63 Jahren einen Rentenanspruch von 1.500 € brutto (ohne Abschläge).


    * Variante A (mit 63 in Rente): Er bekommt ab 63 sofort Rente. Abzüglich 14,4 % Abschlag erhält er lebenslang 1.284 €.


    * Variante B (bis 65 weiterarbeiten): Er arbeitet 2 Jahre weiter (verdient z. B. Durchschnittsentgelt) und bekommt dadurch ca. 2 Rentenpunkte extra. Seine Rente mit 65 beträgt dann ca. 1.580 € (komplett abschlagsfrei).


    In diesem realistischen Szenario beträgt der Unterschied fast 300 € im Monat. Der Schnittpunkt, ab dem sich das Weiterarbeiten finanziell gelohnt hat, liegt hier bereits nach weniger als 10 Jahren (also ab ca. dem 74. Lebensjahr).


    ## Fazit

    Ihre Logik ist absolut korrekt: Wer früher geht, nimmt erst einmal einen großen Batzen Geld mit. Ob sich das Warten bis 65 lohnt, ist am Ende eine Wette auf das eigene Leben: Wer statistisch alt wird (über 75–77 Jahre), fährt mit dem späteren Eintritt finanziell besser. Wer die Freizeit früher genießen will, wählt die 63.

    ----------------------------------


    Und das Geld, welches man von 63...65 Jahren 24 Monate früher und zusätzlich erhält, ist wesentlich mehr wert als das Geld ab 65. Bei dem jetztigen Schmelzgeld Tempo - viiiel mehr 8) 8)

    -----------------------------------

    :) Mün - Stg - Fra

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    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16


    3 Mal editiert, zuletzt von eumel7 ()

  • An dem Punkt bin ich gerade... zur Zeit im 2.Jahr ALG1... dann noch etwas mit EM-Rente überbrücken und mit 63 mit Abzügen in Rente.

    Wobei ich mich in meiner Planung nicht auf eventuelle zukünftige Rentenzahlungen verlasse. :burka:

    Ahhh....interessant


    Und wie verhält sich das Job Center bei Dir ?

    Nerven die dich mit ständigen Bewerbungen schreiben etc. oder haben die es begriffen:

    Wir lassen Kranich in Ruh3, kurz vor der Rente ?


  • ne 3.Variante wäre naürlich zwischen 63 und 65 final 1-2 Jahre ALG1

    zwar dann nur 60% Deines bisherigen Lohns, aber trotzdem Dolce Vita und ab 65 abschlagsfrei in Rente.

  • Moin,


    diese ganze Diskussion mag ja für diejenigen noch Bedeutung haben, die unmittelbar vor der Rente stehen. Ihr bekommt vielleicht noch ein paar Jahre die berechnete Rente. Ich müsste noch 13 Jahre arbeiten, um in Rente gehen zu können - theoretisch. Das wird nichts mehr mit einer Rentenzahlung gem. aktueller Renteninformation. Habe zwar die längste Zeit Höchstbeitrag eingezahlt und habe aktuell 56 Punkte, aber von der Kohle sehe ich nur noch einen Bruchteil. Wenn ich bis 67 arbeiten würde, ständen da ca. 82 Punkte. Die gesetzliche Rente habe ich zwar seit mindestens einer Dekade genau mit 0,00 EUR in meiner Altersversorgung berücksichtigt, trotzdem ärgere ich mich maßlos über die gestohlene und verlorene Arbeitsleistung in Form von bedruckter Baumwolle. Die einzig wahre Vorsorge waren und sind meine Sachwerte - Punkt. Ich werde meinen wie auch immer gearteten Anspruch frühestmöglich abrufen, egal mit was für einem Abschlag. Über jeden Euro bin ich froh. Alle, die aktuell Rente beziehen, sollten sich auch keinesfalls sicher sein. Es wird eine wirkungsgleiche Schweinerei geben, um alle (bei den Pensionären bin ich mir nicht sicher) an den Rand der Armutsgrenze zu bekommen.

    Wie abgrundtief ich die aktuelle Politikerkaste doch verachte :cursing: <X


    Grüße

    Goldhut


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  • Glückwunsch Goldhut


    Du hast einen sehr hohen Rentenbezug, wenn du dann mit 67 in den Ruhestand gehst.

    Schätzungsweise bei/über € 4000,-- brutto


    Dann hast Du auch einen auserwählten Job:

    Pilot, Chefarzt, Dax Vorstand etc.


    Dato erhalten in Deutschland nur 50.000 bis 90.000 Personen eine monatliche Rente über € 3000,-- Brutto

    das entspricht nur 0,1 % aller Rentnerinnen und Rentner.


    Auszahlung Netto mehr als € 3000,-- gibt es dann weniger als 32.000 Personen in Deutschland

  • Die Höchstrente liegt bei 3500€-3700€

    Dafür muss man 45 Jahre lang das doppelte des Durchschnitts eingezahlt haben.

    Macht 90 Punkte.

    Wenn man länger arbeitet könnte es etwas mehr werden.

    "Wenn die fehlgeleitete öffentliche Meinung das Verabscheuungswürdige ehrt und das Ehrenhafte verachtet, die Tugend bestraft und das Laster belohnt, das Schädliche ermutigt und das Nützliche entmutigt, der Lüge Beifall klatscht und die Wahrheit unter Gleichgültigkeit oder Beleidigung erstickt, kehrt eine Nation dem Fortschritt den Rücken und kann nur durch die schrecklichen Lehren der Katastrophe wiederhergestellt werden."

    - Frédéric Bastiat

  • […]

    Moin,

    seit dem 26 Lebensjahr über der Beitragsmessungsgrenze. Gratulieren musst Du mir definitiv… Anmelden oder registrieren


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