Hegel, Kant, Schopenhauer, Was-weiß-ich-was-Bullshit

  • Ein kleiner Methodenvergleich:


    GrundannahmeEs gibt a priori‑Kategorien, die die Möglichkeit von Preis‑Erfahrungen strukturieren.Der Markt ist ein Ausdruck des Willens zur Macht, keine transzendente Ordnung.
    ErkenntniszielObjektive, synthetische Urteile über die Bedingungen von Preis‑Bewegungen.Subjektive Selbst‑Überschreitung – wie kann der Akteur seine Macht durch Preis‑Teilnahme erhöhen?
    MethodikDeduktive Analyse (Quantität, Qualität, Relation, Modalität).Genealogische Kritik – Aufdeckung historischer Moral‑ und Macht‑Strukturen.
    Bewertung von Preis‑SpitzenRichtig im Sinne der logischen Notwendigkeit (wenn Bedingungen erfüllt).Gut oder schlecht je nach individueller Willens‑Entfaltung.
    Normativer ImpulsMoralischer Imperativ: Handel im Einklang mit rationalen Prinzipien.Willens‑Stärkung: Nutze Volatilität, um eigene Macht zu festigen.
    SchlussfolgerungPreis = synthetisches Urteil, erklärt durch Kategorien.Preis = Symbol für den Willen zur Macht, instrumentell genutzt.
  • Wat sacht uns dat?


    Ordnung ist das, was die Masse braucht, um zu funktionieren. Der Wille dagegen sprengt diese Ordnung, er schafft neue Werte.

    Und das ist das eigentliche Spiel.


    Es scheint so ziemlich egal, ob wir die Ordnung oder den Willen preisen.

    Buy low-Sell high zählt letztendlich.

  • Tips von Manni und Friedel:


    Manni sacht:


    1. Risikoadjustiertes Portfolio – Nutze die kategorische Struktur:

      • Quantität: 60 % Gold, 30 % Silber, 10 % liquide Mittel.
      • Qualität: Setze Stop‑Loss bei ‑2 % unter dem jeweiligen Höchststand (Gold‑Peak $5 600, Silber‑Peak $119,44).
      • Relation: Beobachte Dollar‑Index und Geopolitik‑Indikatoren (Iran‑Spannungen).
      • Modalität: Halte Liquiditäts‑Reserven bereit, um bei plötzlichen Korrekturen (wie am 30. Jan) nachzusteigen.
    2. Gewinnmitnahmen – Plane automatisierte Verkäufe, sobald die Gewinnspanne 5 % überschreitet, um die Zufälligkeit der täglichen Schwankungen zu zähmen.


    Und Friedel meint dazu:


    1. Wille zur Macht – Setze Hebel nur, wenn Du die Macht besitzt, das Risiko zu tragen.
    2. Selbst‑Überschreitung – Diversifiziere in technologische Metalle (Lithium, Palladium) – das ist dein persönlicher Übermensch‑Move.
    3. Umwertung – Betrachte Edelmetalle nicht nur als Absicherung, sondern als Symbol deiner Unabhängigkeit. Jeder Kauf ist ein Akt der Selbstbehauptung.

    ( Ausdrücklich, das sind keine Handlungsempfehlungen sondern fiktive Gedankenspiele persönlicher Natur.

    Ich war und bin kein Finanzexperte sondern nur neugieriger Beobachter mit einer belanglosen Meinung. Bitte diesen Thread als solches bewerten).

    Einmal editiert, zuletzt von Bluesbeobachter () aus folgendem Grund: Disclaimer nachgetragen, den fiktiven Grundcharakter dieses Threads betont

  • Jeder Investor, der Gold kauft, ...das ist ein Selbst‑Überwindungs‑Akt.

    Stimmt. An manchen Tagen kostet es echt Überwindung 😂


    Gruß,

    GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Tips von Manni und Friedel:...

    Ja Mensch. Wer hätte an diese Tips gedacht 😅


    Nur gut, dass Manni und Friedel gut sind, um sie zu bestätigen. Scheinbar.


    Nee im Ernst, das sind schöne zentrale Richtlinien. Gut dass Du sie, auf welch verschlungem Weg auch immer, nochmal so klar rausarbeitest.


    Plane automatisierte Verkäufe, sobald die Gewinnspanne 5 % überschreitet

    Allerdings hätte der beim Silberanstieg 30 -> 120 Einiges an Performance gekostet. Oder verstehe ich den falsch?


    Gruß,

    GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Das sind also meine persönlichen Spinnereien zum Thema,

    Auf die Macht des Wissens, auf die Klarheit der Kategorien und auf den unbändigen Willen, das Unbekannte zu beherrschen.


    Kommentare erwünscht,


    Grüße Bb

  • Allerdings hätte der beim Silberanstieg 30 -> 120 Einiges an Performance gekostet. Oder verstehe ich den falsch?

    Nö, verstehst du schon richtig.

    Das ist einfach nur eine generelle vorsichtige Schalte meinerseits.

    Es steht dir generell frei eine persönliche Adjustierung der Risikobewertung und Gewinnmitnahmen vorzunehmen.

    Da ich keinen Bock hab den ganzen Tag am Rechner zu hängen und mir das Gezucke der Fieberkurven und den Chor der Verdammten und Gewinner anzutun, ist das einfach ein Muster, mit dem ich Autopilot fahren lassen kann. Mein Investment betrachte ich als gewinnbringende Freizeitbeschäftigung ohne Zwang darauf angewiesen zu sein.

    Das machts irgendwie lustiger.


    Grüße Bb

  • A propos Autopilot,

    ich könnte jetzt rumspintisieren und mir tiefschürfende Gedanken über den Sinn und Zweck von Geld und Macht machen.

    Das widerstrebt aber meinem persönlichen Hang zum Pragmatismus.

    Anstatt das Weltgeschehen in Dramen, Verschwörungen, Märchen und Sagen, durchdrungen von Archetypen, Magiern, Sehern, Herrschern, Untertanen, und wundertätigen Weisen in einer Welt voller Gefahren und Drachen, in der ich meinen Schatz finden und bewahren soll zu erleben, bleib ich lieber im Land, nähre mich redlich und betrachte das Spiel vom Spielfeldrand.

    Das gefällt mir besser.

    Aber hat auch was mit Bequemlichkeit zu tun. So ähnlich wie Deutschland ein Volk von Bundestrainern sein kann, mutieren in Krisenzeiten viele zum Krisenmanager.

    Leider landen diese Experten oft genug in verantwortungsvollen Positionen, obwohl sie in ihrer Stammkneipe oder beim local Dealer besser aufgehoben wären.

    Da geh ich lieber hin, klapp das Deckelchen aufs Expertenklo und zieh ab.

    Die Ergebnisse meiner persönlichen Sitzungen zum Thema sind das Ergebnis dessen, womit ich mich füttere mal mehr mal weniger bekömmlich.

    Und die Hinterlassenschaften meiner geistigen Verdauung sind eben genau das.

    Nicht umsonst pflegten die Pharaonen des alten Ägyptens die tägliche Stuhlbeschau des Herrschers, um daraus den Willen der Götter und des Schicksals zu erfahren.

    Wehe dem, der Sohn der Sonne legte kein ordentliches Ei, dann war die Kacke am dampfen.

    Ist es heute anders?

    Ich find nicht.

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