Gold und Silber... Informationen und Vermutungen I


  • "Geistige Umnachtung"? Wie nett... :rolleyes:
    Du hast mich anscheinend nicht richtig verstehen wollen. Ich glaube, außer an einen Schöpfergott, an gar nichts! Allerdings halte ich, im Gegensatz zu Dir, weitere Bankenpleiten für theoretisch möglich und ziehe auch diese Möglichkeit in meine Überlegungen mit ein!
    Sorry, hatte Dich aufgrund Deiner vorherigen Beiträge für dialogfähiger gehalten! Habe mich geirrt! Tut mir leid! :(

  • @ goldwind


    sorry für die wortwahl, mag zu harsch gewesen sein aber mir lag das gestrige abschmettern aller meiner gedanken hier im forum offenbar noch im magen.


    um noch einmal kurz zu deine ursprünglichen these zurückzukommen: du glaubst also, dass das sparkassensystem zusammenbrechen wird?

  • Zitat

    Original von Petersen
    @ goldwind


    sorry für die wortwahl, mag zu harsch gewesen sein aber mir lag das gestrige abschmettern aller meiner gedanken hier im forum offenbar noch im magen.


    um noch einmal kurz zu deine ursprünglichen these zurückzukommen: du glaubst also, dass das sparkassensystem zusammenbrechen wird?


    Nun, ich kann mir vorstellen(!), dass einige Sparkassen in derart schweres Fahrwasser kommen können, dass der Einlagensicherungsfond ins "Spiel" kommen muss. Dadurch sind Sparguthaben, in gewissen Grenzen, abgedeckt. Natürlich wirst Du Dein "Geld" bekommen. (Zumindest vom Staat frisch "erzeugt" als Buchgeld). Ich frage mich nur, welche Kaufkraft es zu diesem Zeitpunkt noch besitzen wird?
    Die größere Gefahr sehe ich eigentlich, dass Du zB. ein Goldzertifikat einer Bank besitzt, diese Bank dann die Segel streicht, und das Zertifikat damit wertlos wird. Hier greift, wenn ich da richtig informiert bin, auch kein Sicherungsfond!


    Also: Ich behaupte nicht, dass dies definitiv Realität wird. Aber ich würde mich, neben den Zertifikaten, auch teilweise physisch absichern! 8)

  • Zitat

    Original von Goldwind


    Die größere Gefahr sehe ich eigentlich, dass Du zB. ein Goldzertifikat einer Bank besitzt, diese Bank dann die Segel streicht, und das Zertifikat damit wertlos wird. Hier greift, wenn ich da richtig informiert bin, auch kein Sicherungsfond!


    ...aber vater staat. wenn schon großbritannien eine an der börse gelistet privatbank verstaatlicht, wird deutschland kaum kommunalbanken vor die hunde gehen lassen.


    und wie schon erwähnt: um mich im "ernstfall" physisch abzusichern, würde ich, wenn überhaupt, immobilien kaufen. aber noch rennt gold so schön, dass ich erstmal schön weiterscheffeln will. papiergeld, versteht sich. ;)

  • Petersen, darf ich Dich fragen, wer der Emittent Deiner Zertifikate ist? Also, welche Bank hinter dem Zertifikat steht?
    Ich habe selbst ebenfalls ein Zertifikat auf Gold. Allerdings macht das vom Wert nur 10% meiner Anlage in Edelmetalle aus. Herausgeber ist die Deutsche Bank. Auch wenn jetzt einige hier die Hände ins Gesicht schlagen werden: Ich halte diese Bank für "schlau" genug, die Finanzkrise zu überstehen.
    Nicht allerdings alle Kunden dieser Bank! :D

  • gutso!
    Danke für den Hinweis! Werde mich da mal einlesen! Hoffentlich bekomme ich keinen Schreck! 8o :D
    Edit: Hoppla, steht ja noch nicht viel drin! War wohl mehr ein dezenter Hinweis, dass das Thema hier nicht hingehört! OK! :P

    Einmal editiert, zuletzt von Goldwind ()

  • Dein Zertifikat ist eine Wette. Die Deutsche Bank hält dagegen.
    Denk mal drüber nach wie viele solcher Wetten zur Zeit laufen, weltweit.
    Meinst Du die Deutsche Bank und die vielen anderen Stillhalter glauben an einen fallenden Goldpreis?
    Fragst Du Dich nicht, warum die solche Geschäfte mit Dir machen?


    Vielleicht meinst Du, dass Deine schlaue Deutsche Bank sich anderswo abegesichert hat.
    Aber sicher nicht dort und nicht so, dass die schlaue Bank in einigen Wochen zum Preis von vor einigen Wochen Gold kaufen kann.
    Und nur dann würden die Stillhalter der vielen, vielen Long / Call -Zertifikate ihre Wettschulden einlösen können.


    Kannst Du wirklich glauben, dass die das vorhaben.


    Wieviel Gewinn würdest Du denn machen, wenn Gold zum Wochenende bei 1100 $ steht. Du und die anderen 100.000 Zocker.


    Heute kannst Du noch Kasse machen!!
    Vielleicht kannst Du auch morgen noch Gold und Silber kaufen, vielleicht.


    gruss goldzeit

  • Petersen, bei einem Flächenbrand, also mehrere Banken geraten in Schieflage und müssen gestützt werden, sieht es übel aus.
    Der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes beträgt um die 9 Milliarden Euro beziehungsweise etwa 1 Prozent der insgesamt abzusichernden Spareinlagen. Sollte einer der fünf Großbanken Deutschlands in eine arge Schieflage kommen, so könnten Sparer lediglich 20 Prozent oder weniger auf ihre Einlagen über 20 000 Euro zurückerhalten.
    Zahlen aus Handelsblatt, 23.09.07


    Da stehen auch noch Zahlen über die Höhe der Verbindlichkeiten der Banken untereinander und zu den Kunden. Sind etwa gleich hoch.
    Was glaubst du wer zuerst sein Geld zurück bekommt?


    Bei EINER Bankpleite mag alles abzuwickeln sein, aber schon vor solch einer könnten die Kunden Panik bekommen und ÜBERALL versuchen abzuheben.
    Der Gau.

  • Zitat

    Original von bimetall
    Der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes beträgt um die 9 Milliarden Euro


    Wo hast du das her???


    Ich dachte das wören nur 4,6 Mrd Euro... oder war das nur der der Sparkassen?

    Der israelische Botschafter in Bonn, Asher ben Nathan, antwortete in einem Interview auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: „Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“

  • Zitat

    Original von gutso
    Der immer wieder zitierte Einlagensicherungsfond ist übrigens eine GmbH.
    :D


    Die BRD ist auch eine GmbH...


    anbei der HRA... :D



    Bundeschatzbriefe werden von denen ausgegeben.... könnt ja mal gucken was bei Konkurs da ist... 1.500 Mrd Schulden und 25k Einlagen... :rolleyes:

    Bilder

    Der israelische Botschafter in Bonn, Asher ben Nathan, antwortete in einem Interview auf die Frage, wer 1967 den 6-Tage-Krieg begonnen und die ersten Schüsse abgegeben habe: „Das ist gänzlich belanglos. Entscheidend ist, was den ersten Schüssen vorausgegangen ist.“

    Einmal editiert, zuletzt von Echtsilber ()

  • Ganz schön voll hier übrigens... :D
    Neuer Rekord: 972 Benutzer am 17.03.2008 11:15.



    Nun macht doch mal halblang, was die Diskussion mit Petersen angeht. Oder ist das hier eine Veranstaltung zur Massenpsychose?


    Wir sehen gerade die Deflation bestimmter Assetklassen... öhm, genauer gesagt, des Kreditmarktes und wahrscheinlich auch seiner Derivate. Das ist ein dicker Brocken, und das Bankensystem dürfte in der Tat in unbekannter Größenordnung illiquide bis insolvent sein. Fakt ist, das System aus Kreditmarkt und Geschäftsbanken ist so gut wie kaputt.


    ABER:


    Einstweilen erleben wir, daß Institutionen von Notenbanken / Zentralbanken bis hin zum Staat mit Liquiditätsgewährung einspringen, damit die Geschäftsbanken nicht umgehend hops gehen. Oder, um die Phrase mal woanders auszuleihen, der "Deflationäre Rückfall" wird mit frischem Geld und Liquidität bekämpft.


    Die Geschäftsbanken kreieren die Kredite für die Realwirtschaft. Wenn bei den Banken die Lichter ausgehen würden... dann gute Nacht für die Unternehmen. Ließe man eine Bank pleite gehen, wäre bei deren Gläubigern (z.B. auch anderen Banken) sofort auch, sagen wir mal, "hoher Abschreibungsbedarf". Also "darf" keine Bank pleite gehen, weil sich das Problem dann zum Schachmatt fortsetzen würde.


    Nach den derzeitigen Beobachtungen (Bear, Northern Rock, WestLB) scheint tatsächlich damit zu rechnen zu sein, daß das Karussel sich erstmal in dieser Weise weiter dreht, indem der Staat oder staatsnahe Institutionen einspringen.


    Die mittelmäßig spannende Frage im Einzelfall ist, welche Bank genau denn nun hops geht, bzw. welche diejenige ist, die ihre Geschäfte übernimmt. (Sehr interessant ist die Frage in der Tat für Zertifikatebesitzer)


    Am Ende jedenfalls landen die Schulden der Rettungsaktionen zum großen Teil beim Staat, so wie es aussieht. Oder bei der Zentralbank, die wertlose Papiere als Sicherheiten für Liquidität annimmt.


    DANN erst dürften diese ernsthaft weginflationiert werden. Ein erster Ansatz sind die Schecks im Mai für die US-Haushalte. Ein nächster ist direkte Monetisierung, wenn Wertpapiere (d.h. Schuldpapiere) also nicht mehr als Sicherheit für Kredit hinterlegt, sondern von den Zentralbanken direkt aufgekauft werden.


    Die Geldmengensteigerungen von gut 10-15% global in den letzten Jahren sind zwar eine starke, aber keine absichtlich herbeigeführte Hyperinflation, sondern dürfte an diesem Punkt im Lebenszyklus des Schuldengedeckten Papiergelds schlicht normales Erfordernis sein. Großenteils kommt das Geld aus dem "Schattenbankensystem", wo mit derivativen Instrumenten Liquidität vermehrt wird, ohne daß es auf die reale Wirtschaft entsprechend große antreibende Effekte hat.


    Statt durch Geldmengenwachstum angetriebener Wirtschaft gab es ja die bekannten Asset-Blasen in den einzelnen Anlageklassen - erst die Aktien bis 2000, dann die Immobilien im angelsächsischen Bereich und einigen europäischen Ländern. Dasselbe schickt sich offensichtlich auch für die Rohstoffe und Edelmetalle an.


    Was wir derzeit an Preisanstiegen bei Rohstoffen sehen, ist wahrscheinlich erst ein laues Lüftchen. Wir hatten bis vor ca. 2001/2002 Jahren inflationsbereinigt historisch niedrige Rohstoffpreise. Chart siehe: http://www.gr-invest.de/pdf/ka…tinformation/q-2-2004.pdf
    Mit der wahren Geldmengenausweitung adjustiert, dürften die Rohstoffpreise real noch weit tiefer liegen. Zusätzlich auf Eurobasis, dürfte alles noch halb so wild für uns in Europa sein. (Hat jemand einen Chart: Rohstoffe indexiert seit 1950, normalisiert an Geldmengenwachstum, Eurobasis?)
    Natürlich beginnen auch Kapitalflüsse zu den Rohstoffen in Erwartung von Inflation, aber das dürfte zur Zeit noch beinahe gemäßigt sein!


    Dazu paßt der Artikel von Hr. Baader im (ansonsten igittigitt) Rohstoff-Spiegel 01/06, ab Seite 12: http://www.investment-ideen.de/pdf/rs_01.pdf
    Der Totentanz beginnt, wenn die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes exponentiell steigt, weil Käufe aufgrund steigender Preise vorgezogen werden. Das führt über kurz oder lang zum inflationären Kollaps - wenn dem nicht wie 1980 ein Ende bereitet wird. Diese Methoden - Zins auf 20% - kann sich heute aber keine Regierung oder Zentralbank leisten.


    Fazit:


    Außer "geretteten Bankenpleiten" sehe ich derzeit keinen umgehenden - deflationären - Kollaps des Bankensystems. Die Gefahr ist da, wird aber derzeit durch Liquiditätszufuhr oder auch direkte Verstaatlichung zumindest selektiv abgewehrt.


    Längerfristig dürfte das zu offensichtlicher Verschlechterung der Staatsfinanzen und "absichtlicher" starker Inflation zwecks Schuldenentwertung führen.


    Die Preis"inflation" bei Rohstoffen und den Verbraucher am Ende seiner finanziellen Fahnenstange haben wir allerdings jetzt schon.


    Gut für Alle die in Rohstoffe /EM investiert sind. Schlecht für alle Sparer in konventionellen Formen. Hunger für Alle, die jetzt schon kaum hinkommen und nichts gespart haben. Ein ziemliches Trauerspiel.


    Gruß, GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

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