Wer von euch hat einen Lebensmittelvorrat?

  • Wenn da irgendwo ein Huhn gackern sollte, wird es gemeuchelt.

    Erst mal an die Hühner kommen. Bei uns gibt es traditionell zur Straße hohe mauern.


    Zu Beginn der Krise brauche ich dann noch etwas Sand, liegt hier ab 80 cm, etwas Zement habe ich auf dem Hof so wie so immer, Wasser aus dem Brunnen und ein paar Kästen Bier ! Damit schütze ich die Mauern. :hae:


    Für die Zäune zum Nachbarn liegt ausreichend Stacheldraht bereit ! 8o


    Die hintere Grenze will ich perspektivisch noch als Teich gestalten. Sehr lang, 2m breit, 2 Meter tief, unmittelbar hinter dem Zaun ! 8|


    Und glaube mir, im Dorf gibt es immer mehr Jäger als in der Stadt und zur Not wird der erste, der erwischt wird, auch am Dorfrand aufgeknüpft, da habe ich keine Zweifel. ;(


    Ach ja die Mauer. Aus Wasser, Sand und Zement wird Beton, der kommt auf die Mauern und die Scherben der leer getrunkenen Bierflaschen, in den Beton gesteckt, werden die Plünderer nicht animieren drüber zu klettern. :huh:

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Ist es Voraussetzung supergescheit zu sein, daß man Bildkolumnist wird?


    Der selbe supergescheite Bildkolumnist predigt ja auch seit Jahren die Vorhaltung von Papierbargeld, will auf keinem Konto mehr Geld haben und legt gleichzeitig einen grandiosen Trade nach dem anderen hin...den er dann selbstverständlich hinterher berichtet...


  • An einen weltweiten Zivilisationsverlust glaube ich nicht. Wie sollte es dazu kommen?
    Ich befürchte "nur" längere lokale Konflikte in Europa, so wie es sie schon immer mal gegeben hat.


    Hi Notopfer,


    wie es dazu kommen sollte? So, wie in der Geschichte Hochkulturen (Zivilisationen) stets und ausnahmslos untergegangen sind. Die Frage müßte daher eher lauten, wie soll es gelingen, dass es diesmal zum ersten Mal in der Geschichte nicht so kommt.


    Selbst wenn Du "nur" lokale Konflikte in Europa befürchtest - werden da die Atomkraftwerke ausgespart bleiben? Oder müssen die Heruntergefahren werden, damit nichts Großes passiert? Auch heruntergefahrene Atomkraftwerke müssen jahrelang gekühlt werden. Sonst wird es im Umkreis von hunderten Kilometern sehr ungemütlich (wenn es übel läuft, sind es tausende (und zwar sowohl Kilometer als auch Jahre), denn wer würde bei lokalen Konflikten nötigenfalls die Logistik aufbringen können, Sarkophage zu bauen). Hoffentlich ist bei lokalen Konflikten für Kühlung noch Strom, ausreichend Ersatzteile und im übrigen Bewachung der sensiblen Anlagen vorhanden.


    Heute ist die Zivilisations-Fallhöhe unvergleichbar größer, weil eine extreme Technikabhängigkeit besteht und Selbstverantwortungs-/Selbstversorgungskenntnisse, -fertigkeiten und -fähigkeiten in den westlichen "Hochkulturen" weitestgehend verloren gegangen sind. Wer ist denn außer ein paar Subsistenzler noch zu nennenswerter Urproduktion ohne Dünger, Spritzmittel, Großmaschinen und industrielle Verarbeitung fähig?

    *
    Gebt den Kindern der kommenden Generationen eine Chance und beendet die unwirtschaftliche, kaum beherrschbare und letztlich katastrophale Kernspaltungstechnik mit ihrem jahrtausendelang lebensbedrohendem Müll.

    5 Mal editiert, zuletzt von Wayne Schlegel ()

  • Ist es Voraussetzung supergescheit zu sein, daß man Bildkolumnist wird?
    Der selbe supergescheite Bildkolumnist predigt ja auch seit Jahren die Vorhaltung von Papierbargeld, will auf keinem Konto mehr Geld haben und legt gleichzeitig einen grandiosen Trade nach dem anderen hin...den er dann selbstverständlich hinterher berichtet...


    Hast Du mal ein paar Bücher von dem Mann gelesen oder urteilst Du aufgrund von Kolumnen/Einzelaussagen?
    Ich halte es auch nicht prinzipiell für eine schlechte Idee, einen Papierbargeldvorrat zu haben, um vielleicht im letzten Moment noch die Chance zu haben, einen Großeinkauf zu machen, wenn die Geldautomaten oder elektronischen Bezahlsysteme klemmen oder man sich nicht unbedingt in langen Schlangen einreihen will. Vielleicht taugt ein Papierbargeldvorrat dann aber auch nur zum Feuer machen. Wer weiß. Mit unerreichbaren binären Zahlen auf dem Konto kann man das jedenfalls nicht.


    Ob Deflation oder Inflation oder beides zusammen oder nichts dergleichen nun wahrscheinlicher ist, darüber gibt es bergeweise sich widesprechende Literatur von gescheiten Leuten. Kann sich jeder selbst raussuchen, was er für überzeugender hält.

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  • Einen großen stein genommen..und deine scherben sind mal gewesen.

    Zange? Ne Leiter und ordentlich Schwung. Bist in 10 Sekunden drüber. Wenns ordentlich gerollter und gespannter NATO ist, dauerts halt 30 Sekunden.

    Da kommen STÄDTER, da bin ich doch ganz entspannt. :hae:


    Hoffentlich werde ich nicht um die Mühe meiner Arbeit gebracht, weil ich mich totlache, wenn die versuchen über die Mauer zu kraxeln oder eine Zange zu benutzen ! :D


    Und dann bleibt da immer noch die Frage, wo die hin gehen . Dort wo es überwiegend ungesichert ist oder dort wo doch schon Widerstand zu erwarten ist ?! 8o


    Im übrigen halte ich in einer Situation mit Plünderungen das allein gelegene Grundstück im Wald für wesentlich gefährdeter.


    Ein Dorf, das zusammen hält kann bestimmt ausreichend Barrikaden bauen so wie Wachen organisieren und sich gegen hunderte Angreifer verteidigen. Im einsamen Haus reichen eine Hand voll Ganoven. ;(

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Prinzipiell halte ichs auch für keine schlechte Idee. Mich nimmt nur Wunder wie das geht...all out und dann traden...
    Tja, das ist das eine....das andere ist der ganz grundsätzliche Punkt, daß ich mit diesem ganzen Kreditgeldschmarrn nix anfangen kann. Muß an mir liegen.


    Den Rest, was ich mir so denke, über den Kolumnisten, will ich jetzt nicht schreiben.


    Haste mal was von R. Deutsch gelesen?


    Da kommen STÄDTER, da bin ich doch ganz entspannt. :hae:


    Wann warstn du das letzte mal in einer deutschen Großstadt? Da leben nicht wenige Leute mit echter Kampferfahrung...


    ...über das verfettete und verdummte eingeborene Hartzersubproletariat mach ich mir auch nachts keine Sorgen...die kommen wenn dann untertags als 100 Mann Lynchmob, du krimineller Nahrungsmittelspekulant und -horter.

  • Da kommen STÄDTER, da bin ich doch ganz entspannt. :hae:


    Hoffentlich werde ich nicht um die Mühe meiner Arbeit gebracht, weil ich mich totlache, wenn die versuchen über die Mauer zu kraxeln oder eine Zange zu benutzen ! :D
    Und dann bleibt da immer noch die Frage, wo die hin gehen . Dort wo es überwiegend ungesichert ist oder dort wo doch schon Widerstand zu erwarten ist ?! 8o
    Im übrigen halte ich in einer Situation mit Plünderungen das allein gelegene Grundstück im Wald für wesentlich gefährdeter.
    Ein Dorf, das zusammen hält kann bestimmt ausreichend Barrikaden bauen so wie Wachen organisieren und sich gegen hunderte Angreifer verteidigen. Im einsamen Haus reichen eine Hand voll Ganoven. ;(


    Hi ECU,
    Du verbesserst natürlich die Chancen für Deine Familie durch Sicherungsmaßnahmen, keine Frage. Wenn sich ein Stamm/Clan bildet (verschworene Dorfgemeinschaft) sowieso. Wobei das eben auf bedingungslose Gegenseitigkeit beruht und Du der Dorfgemeinschaft gleichermassen Schutz und Deine Hühner zu gewähren hast. Urkommunismus in purer Form. Das Eigentums- und Egoistenparadigma wird nicht mehr funktionieren. Je schneller sich man dahingehend umstellt, umso besser.


    Aber eine freudige Erwartung auf sich selbst verletzende Eindringlinge halte ich für verfehlt und ein Lachen darüber für unangebracht. Im günstigsten Fall bekommst Du halt mal als Revanche eine Brandfackel oder etwas Vergiftetes vom Verletzten nächtens rübergeworfen. Im ungünstigsten Fall wird Deine Trutzburg belagert. Es scheint ja was zu holen zu sein, wenn so aufwändige Sicherungsmaßnahmen betrieben werden. Oder einem Clan hat es nicht gefallen, dass Du/Dein Flecken einen aus ihren Reihen demonstrativ aufgeknüpft hat.

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    Gebt den Kindern der kommenden Generationen eine Chance und beendet die unwirtschaftliche, kaum beherrschbare und letztlich katastrophale Kernspaltungstechnik mit ihrem jahrtausendelang lebensbedrohendem Müll.

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  • Die AKW sind auch etwas, die mir auch Sorgen machen.
    Dagegen kann man sich nicht schützen.
    Da müsste man schon präventiv nach Südamerika oder Afrika auswandern, irgendwohin, wo es weit und breit keine AKW gibt.
    Das kommt aber aktuell nicht in Frage und daher wahrscheinlich nie.
    Von daher bleibt mir nichts anders übrig, als mein Glück hier zu versuchen und zu hoffen, dass man die AKW überlebt.



    Ein Notvorrat kostet jedenfalls nicht viel.
    Für 5000 € kann man sich schon einen riesigen Vorrat kaufen.
    Und was sind schon 5000 €? Das sind heute nicht mal mehr ganz 5 Unzen Gold.
    Peanuts - das sollte es einem schon wert sein, für den Worst-Case vorzusorgen.

  • Haste mal was von R. Deutsch gelesen?


    Klar, auch ein ganz Gescheiter. Wegweisend für mich das Silberkomplott. Leider ist Reinhard Deutsch viel zu früh verstorben.


    Vom Traden verstehe ich nix. Vielleicht löst sich eine gewisse scheinbare Widersprüchlichkeit bzgl. Martins Trades dahingehend, dass er neben seinem Wissensfundus und seinen überragenden Fähigkeiten auch ein wenig Spieler/Zocker ist. Vielleicht spielt bei der Kolumnistentätigkeit auch Eitelkeit ein Rolle oder der schiere Mammon.


    Kleine und große menschliche Schwächen sollen bei vielen Zeitgenossen vorkommen, wie wir hier im Forum an uns selber sehen. Ich denke nicht, dass man verlangen sollte, ein Mensch müsse rundum und überall perfekt und konsequent sein, um überzeugend zu wirken. Die Messlatte Jesus, Gandhi und Mutter Theresa sind doch ein wenig zu hoch.

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  • Hi Wurschtler,
    Zustimmung, wobei nicht für jedermann, der willens ist, 5.000 Euro Peanuts sind.


    Gegen Atomanlagen, die die allergrößter Bedrohung für die Zivilisation/Menschheit sind, kann man schon was tun, auch wenn es aufwändiger ist, weil man sich anstatt insgeheim Vorräte anzulegen outen muss: die Zeitgenossen Sensibilisieren und die Abgeordneten mit dem Thema ständig nerven.


    Das hat überhaupt nichts mit politischen Parteien zu tun, die für mich allesamt widerwärtig weil korrupt sind. Wenn aber unsere Nachkommen überhaupt eine Chance haben sollen, dann müssen diese Dinger weg. So einfach ist das.

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    Gebt den Kindern der kommenden Generationen eine Chance und beendet die unwirtschaftliche, kaum beherrschbare und letztlich katastrophale Kernspaltungstechnik mit ihrem jahrtausendelang lebensbedrohendem Müll.

  • Aber eine freudige Erwartung auf sich selbst verletzende Eindringlinge halte ich für verfehlt und ein Lachen darüber für unangebracht. Im günstigsten Fall bekommst Du halt mal als Revanche eine Brandfackel oder etwas Vergiftetes vom Verletzten nächtens rübergeworfen. Im ungünstigsten Fall wird Deine Trutzburg belagert. Es scheint ja was zu holen zu sein, wenn so aufwändige Sicherungsmaßnahmen betrieben werden. Oder einem Clan hat es nicht gefallen, dass Du/Dein Flecken einen aus ihren Reihen demonstrativ aufgeknüpft hat.

    Nein, ich freue mich nicht wirklich auf Eindringlinge und über deine Bedenken/Hinweise werde ich noch mal nachdenken.

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


  • Keimfähiges Getreide,ja. Aber warum muss es Bio sein? Auch normales Getreide keimt, ohne Probleme. Natürlich gehen Viecher ans Getreide, wenn man sie lässt.Meines habe ich in Plastik- oder Metalleimern mit Deckel, teilweise noch in einer Plastiktüte zusätzlich. Da kommt nix rein,was nicht schon drin ist. Wer sauberes Getreide kauft, hat also keine Probleme.

  • Gute, durchdachte Beiträge! :thumbup:
    Aber, Zustände wie im 30jährigen Krieg kommen nicht über Nacht!


    Hi Robertino,
    gewiss nicht über Nacht, aber nach einigen Monaten schon vorstellbar. Gar nicht abschätzbar ist die Zeitdauer: Jahre oder Jahrzehnte bis eine größere Macht für gewisse Stabilität (wie auch immer - feudal, mafiös, polizeistaatl. ...) sorgt. Zivilisationsniveau auf jeden Fall um einige Stufen unter dem jetzigen für die bezogen auf die Ausgangsbevölkerung nicht mehr so zahlreichen Überlebenden.


    Schauen wir mal, welche von den 3 Standard-Lösungen sämtlicher Lebensprobleme passen könnte (love it, leave it, change it):


    love it: bei Atomkraft nicht möglich, da das Risiko um Dimensionen zu hoch und unvereinbar mit nachhaltigem Leben ist


    leave it: Du nennst evtl. Migrationsziele. Meine Meinung: Wenn schon, denn schon. Man muss auf die Südhalbkugel, weil diese klimatisch und luftaustauschmässig von der Nordhalbkugel getrennt ist. Nur dort gibt es eine reelle Chance. Wir reden im Zivilisationsendeszenario nicht von 1 oder 2 AKWs, die unbeherrschbar werden, sondern von sämtlichen (Europa, Nordamerika, Asien). Aus einer Richtung muss der Wind ja schließlich kommen. Panama halte ich persönlich für höchstgefährlich.


    change it: für sofortigen Atomausstieg kämpfen und aufklären ist mühsam aber nicht ganz aussichtslos

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    Gebt den Kindern der kommenden Generationen eine Chance und beendet die unwirtschaftliche, kaum beherrschbare und letztlich katastrophale Kernspaltungstechnik mit ihrem jahrtausendelang lebensbedrohendem Müll.

  • ... das sich einige Menschen, denen es wohl überwiegend gut geht, von einer derartigen "Untergangssehnsucht" einnehmen lassen?


    Ist die Vorstellung von einem völligen Systemzusammenbruch, von Anarchie, Gewalt... von Hungersnöten, Seuchen... langsamen Dahinsiechen, dem schnellen Sterben für vielleicht einen Krug Wasser wirklich attraktiv? Oder geht es darum, bereits vorher unter Beweis stellen zu können, dass an Alles gedacht wurde, jede Widrigkeit Berücksichtigung fand, man selbst überleben würde?


    Können Lebensmittel-Vorräte, Kleingärten (mit Bepflanzung), das Halten von Nutzvieh, der Goldklumpen in der Kleidung eingenäht... das eigene Überleben DAUERHAFT sichern? Wie schützen Menschen ihre Familie, wenn sie gerade auf Nahrungssuche sind... wo und vor allem wie findet man Nahrung, wenn die Vorräte aufgebraucht sind, das Nutzvieh gestohlen oder geschlachtet wurde, auf dem Parzellengrundstück nichts wächst... woher bekommt man frisches Wasser? Wer entsorgt wie die Leichen, behandelt die Kranken oder beschließt kurzerhand ihren Tod, um etwa Ansteckungen zu vermeiden... wer koordiniert so etwas mit welchem Recht? Wie beheizt man die Wohnung, wenn der letzte Baum im Stadtwald oder an der Straße längst gefallen ist? Bezahlt man den Nachbarn, der noch etwas an Vorräten hat mit einem Goldklumpen, hofft dann auf den Anti-Midas-Effekt oder schießt man ihn nicht sogleich über den Haufen, weil jeder sich selbst der Nächste ist... und Untergangsszenarien eines bestimmt nicht sind... attraktiv oder dazu geeignet, sich selbst als die Ultima ratio zu sehen - wenn man doch in Wirklichkeit überhaupt keine Ahnung hat, wie es wirklich sein würde.


    Die spannendste aller Fragen wird wohl sein - wie eine im Grunde gewachsen und gewollt entsozialisierte Gesellschaft nach jahrzehntelanger Vereinzelung - allenfalls und im besten Fall noch über halbwegs gesunde Familienstruktur verfügend, sich auf verlässliche Netzwerke einlassen kann, wer in den sich bestimmt findenden Kleingruppen die Führung übernimmt, wer die Verantwortung auf sich nimmt, unangenehme und wenig populäre Entscheidungen zu treffen, wer das Risiko eingeht, sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen für eine Mehrheit, die dann vielleicht überleben könnte....


    Wird es womöglich so laufen, dass die überwiegende Mehrheit versucht sich allein durchzuschlagen? Sind die Menschen bereit, anderen Menschen zu vertrauen, um das eigene Überleben zu sichern, wem ordnen sie sich unter und warum... Nehmen sie eine Kontigentierung von Nahrungsmitteln hin, denken sie überhaupt an eine für sie imaginäre Zukunft oder leben sie dann nicht erst recht im Hier und Jetzt - für den Moment?


    Entscheidet das Recht des Stärkeren? Wer ist der Stärkere... der mit den Waffen und der Munition oder doch derjenige, der über handwerkliches Geschick verfügt, oder gar diejenigen, die dann kollektiv das Feld bestellen - für den Rest der Gemeinschaft - wie sehr braucht man den/die anderen jeweils?


    Das sind m.E. zum Teil die Fragen, die der Beantwortung bedürfen - und nicht... ob die Vorräte im Keller lange genug halten, ob EPA gut schmeckt... ob das Zelt (das einem jederzeit weggenommen werden kann) dicht ist und ob und wann es ein "Hinterher" gibt, in dem die Goldvorräte wieder verflüssigt werden können (oder auch nicht).


    Das Kokettieren mit den eigenen Fähigkeiten und Vorräten allein wird nicht ausreichen, um zu überleben - auch wenn es sich hier womöglich "schön" liest und für den Bruchteil eines Momentes einen Pseudo-Respekt einbringt... um den man auch weiß, wenn man denn möchte.

    GLG Patou


    "Der Fluss, der über die Ufer tritt, wird gewalttätig genannt, das Ufer, das ihn eindämmt, aber nicht"
    Bertholt Brecht

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