Die Zentralbanken haben die Richtung klar vorgegeben: Deflation wird um jeden Preis verhindert. Vorher kauft man die ganze Welt mit frisch gedruckten Geld auf.
"Cash is Trash", hat Ray Dalio so schön gesagt. Es triumphiert höchstens in sehr kurzen Schwächephasen. Langfristig wird es massiv entwertet werden und dementsprechend auch alle Bonds.
Wenn man sich den Wertverlust der Papierwährungen bewusst macht, dann wirkt Gold garnicht mehr so überteuert.
Es glaubt ja auch keiner, dass Gold jemals wieder die 20$ von vor 100 Jahren erreichen wird.
Papiergeldentwertungen sind nachhaltig und für immer.
Das begünstigt Gold, aber auch andere Sachwerte wie Immobilien und Aktien.
Aktien haben allerdings das Problem, dass sie immer unprofitabler werden. Die Zentralbankgeldschwemme bringt eben keinen Wirtschaftsaufschwung, sondern sorgt vor allem für Stagflation, was die allerbeste nur denkbare Voraussetzung für weiter steigende Goldpreise ist.
Zu Immobilien: Die letzten 10 Jahre sind die Immobilienpreise weitaus stärker gestiegen als die Mieten. D.h. die Mietrendite von Immobilien ist massiv gesunken. Die Renditen von allen Assets nähert sich immer mehr der Null an.
Damit sinken die Opportunitätskosten von Gold auf ein Minimum, ist also eine relative Stärkung von Gold.
Das einzige größere Risiko für Gold wäre ein echter, starker Wirtschaftsaufschwung, der die Renditen von Aktien und Anleihen wieder ansteigen lässt. Den sehe ich für die westlichen Länder so schnell nicht kommen. Am Beispiel von Japan sieht man, dass eine Stagflation extrem lange anhalten kann.