GOLD : Märkte und Informationen

  • Der Goldpreis in Euro gebe seit gestern um mehr als 4% auf 955 EUR je Feinunze nach. Der Preisrückgang dürfte auf Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger zurückzuführen sein, während die langfristig orientierten Anleger weiterhin Gold akkumulieren würden. Die Goldbestände von SPDR Gold Trust seien gestern um weitere 3 Tonnen auf einen Rekordstand von 1.220 Tonnen gestiegen. Der größte europäische Anbieter ETF Securities melde für letzte Woche den größten Wochenzufluss in seine Gold-ETFS aller Zeiten, wobei insbesondere die europäischen ETFs Zuflüsse verzeichnet hätten. Die weiterhin robuste ETF-Nachfrage dürfte einem anhaltenden Preisrückgang entgegenstehen.


    http://www.ad-hoc-news.de/gold…l-ufig--/de/News/21318553


    die wichtigste news: etf securities hat die höchsten wochenzuflüsse aller Zeiten!


    SPDR gold trust: gestern nochmal 3 tonnen auf 1220 tonnen.


    den fond ging es seit 5,5 jahren,
    im durchschnitt hat er also täglich 0,83 tonnen pro werktag akkumuliert.
    (das wären fast 10 % der weltproduktion).
    (angeblich).
    Zeigt aber zumindest, in welcher Dimension die derzeitigen Zuflüsse sind.


    etf securities ist vertrauenswürdiger.
    wenn es dort zuflüsse gibt, bedeutet dass, das das Großkapital - auch auf dem jetzigen preisniveau - in Gold umschichtet.
    Und das machen sie nicht, weil sie Leser von Hartgeld.com sind.

  • [smilie_blume] Immer wieder lesenswert was DocMeyer so schreibt! [smilie_blume]
    Kurzfristig sehe ich den Goldpreis sinken. Wenn der Mainstream sich auf einmal so intensiv mit Gold befaßt, kann es erst einmal nur abwärts gehen (Kontraindikator)! Ich möchte diesbezüglich auf meine Signatur verweisen.


    Um es klar zu sagen - mittel und langfristg bin ich sehr bullish für Gold.


    Grüße
    Performer

    hier denke, hier muss man die Sache auf mal länderspezifisch sehen:
    in Frankreich, Spanien, Italien sind die Leute weniger hellhörig, was Währungssicherheit betrifft, als die Deutschen.


    die Deutschen interessieren sich vielleicht deshalb auf einmal für Gold, weil sie keine DM mehr haben.
    wenn sie die wahl hätten, in Gold oder DM zu tauschen, würden sie vielleicht die DM bevorzugen.


    derzeit hört man nur in Deutschland, in der schweiz und bei big money von größeren Goldkäufen.


    vielleicht ist in deutschland die zeit vorbei, als man als goldanleger als partyschreck galt.
    aber eine richtige echte Massenbewegung ist es noch nicht.


    Es wurde in den letzten 4 Wochen in Deutschland ca. 1 Mrd - 1,3 Mrd euro in gold getauscht,
    das dürften ca. 28-37 tonnen gold sein.
    der SPDR gold fond hat in der zeit, glaube ich, 60 tonnen gold gekauft.


    das privatvermögen der deutschen soll bei 4700 Mrd euro liegen,
    davon ein großer teil in staatsanleihen und lebensversicherungen.


    für einen Milliardär ist es derzeit unmöglich, sein Geld in Gold umzutauschen, ohne den Weltmarkt durcheinander zu bringen.
    Falss abramowitsch von seinen 23 Mrd dollar vermögen eine oder zwei in Gold umtauschen würde,
    würde der weltweite goldpreis sofort um 50 dollar steigen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • die wichtigste news: etf securities hat die höchsten wochenzuflüsse aller Zeiten!


    SPDR gold trust: gestern nochmal 3 tonnen auf 1220 tonnen.

    Soll man sich darüber freuen oder lieber nicht ? ETF Gold wird IMO sehr viel schneller wieder liquidiert als physische Bestände und wenn die Nachfrage nicht vorhanden ist .....

  • ich bin da sehr skeptisch.


    Könnte mir vorstellen, dass vielleicht für ein Drittel des Geldes tatsächlich Gold gekauft wurde.


    Könnte mir vorstellen, dass der Rest 'Buchgold' ist.


    Nach dem Motto, nicht alle verlangen Auszahlung, man kann mit Geld kompensieren und lieber spekulieren, usw.


    Nur eigene Barren sind Wahres! :)

    wer es schafft seine Wünsche zu begrenzen hat es leichter

  • Ja, heute morgen haben wir schon einen Papiergoldpreis von 932,- Euro gesehen. Aktuell liegt er bei 938,- Euro. :pinch:
    Und wie sieht es zeitgleich auf dem physikalischen Markt bei den Münzen aus? :)
    Die billigste Unze bei proaurum.de kostet 1009,50 Euro.
    Die billigste Unze bei westgold.de kostet 1009,00 Euro.
    Die billigste Unze bei silber-corner.de kostet 1039,90 Euro.
    Immerhin - es gibt wieder Einunzer. . .

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

    Einmal editiert, zuletzt von zamp ()

  • hier muss man die Sache auf mal länderspezifisch sehen:
    in Frankreich, Spanien, Italien sind die Leute weniger hellhörig, was Währungssicherheit betrifft, als die Deutschen.


    die Deutschen interessieren sich vielleicht deshalb auf einmal für Gold, weil sie keine DM mehr haben.


    naja, die Franzosen, Italiener, usw. sollten doch frischere Weichwährungserfahrung haben ;)
    (also gewohnt sein, Ersparnisse nicht langfristig in Lira o.ä. anzulegen)


    der Punkt könnte also eher sein, dass die Sparer in PFIBIGS-Land noch meinen, in Gestalt des Euro eine Art DM in der Hand zu halten :D
    (habe das "G" ausgestrichen, da sich die Griechen dieser Illusion wohl nicht mehr hingeben)

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

  • ob eine bevölkerung gold kaufen kann, das hängt (speziell bei diesen preisen) hauptsächlich davon ab, ob sie frei verfügbare geldmittel hat. das dürfte bei der f-piigs-gb-bevölkerung mitnichten gegeben sein. vermutlilich sind in den letzten 10 jahren die "zugewinne" über "darlehen" jeglicher art in den konsum oder immobilieneigentum geflossen (zur freude unserer und der chinesischen industrie sowie der völlig überteuerten bauindustrie). da ist nichts übrig geblieben. lediglich bei den reichen und die sind vermutlich in den letzten wochen in d oder ö oder ch intensiv beteiligt gewesen am goldrush. da sind große vermögen umgeschichtet worden. wenn diese käufe wirklich aus vorhandenem vermögen getätigt wurden, dann wird der physische markt weiter eng bleiben. es sei denn, dass bei einem aktien-, anleihen- und immo-crash em verkauft werden muss, um zahlungsfähig zu bleiben.

    "What we in the Western world are about to learn is that there is no such thing as a Keynesian free lunch."

  • wenn diese käufe wirklich aus vorhandenem vermögen getätigt wurden, dann wird der physische markt weiter eng bleiben. es sei denn, dass bei einem aktien-, anleihen- und immo-crash em verkauft werden muss, um zahlungsfähig zu bleiben.


    Wenn diese Käufe aus entsprechenden Vermögen getätigt sind, interessiert diese Bevölkerungsschicht ein Crash einer der genannten Assetklassen nicht, da diese sich nicht auf die Liquidität auswirken, Mietausfälle schon eher und diese sind auch nur kritisch bei höherem Fremdkapitalanteil der Objekte, von daher sehe ich diese Bedrohung nicht.

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

  • Zitat


    Mietausfälle schon eher und diese sind auch nur kritisch bei höherem Fremdkapitalanteil der Objekte, von daher sehe ich diese Bedrohung nicht.


    and here we are!


    mietausfälle in höheren prozentzahlen könnte dazu führen!


    in den usa gibt es die ersten staaten, die keine renten mehr zahlen, probleme haben mit der mietzahlungen für regierungsbüros bzw. nicht zahlen......
    falls das ins rollen kommt und rüberschwappt........................................ hüllen wir uns lieber ins schweigen.

    "What we in the Western world are about to learn is that there is no such thing as a Keynesian free lunch."

  • für einen Milliardär ist es derzeit unmöglich, sein Geld in Gold umzutauschen, ohne den Weltmarkt durcheinander zu bringen.
    Falss abramowitsch von seinen 23 Mrd dollar vermögen eine oder zwei in Gold umtauschen würde,
    würde der weltweite goldpreis sofort um 50 dollar steigen.

    Wenn es nach Gerhard Kastner (der von Manchem verpönten DasBewegtDieWelt.de) geht, hat Abrakadabramowitsch dies bereits vor Jahren getan. Genaue Summe unbekannt, er habe dafür mindestens zwei "Lastwagen" benötigt.
    "Lastwagen" deshalb, weil man bei den verrückten Russen nie weiss; Vielleicht waren es 40-Tönner (Gemüsewägelchen :D ) oder die 'normalen Spezialfahrzeuge', die für solche Zwecke gebaut werden.

    EM - Von der Wiege bis zur Bahre, von der Mine bis zum Barren.

  • in den usa gibt es die ersten staaten, die keine renten mehr zahlen, probleme haben mit der mietzahlungen für regierungsbüros bzw. nicht zahlen......
    falls das ins rollen kommt und rüberschwappt........................................ hüllen wir uns lieber ins schweigen.


    Na wir wollens nicht hoffen, da schliesst sich dann der Kreis warum keine Schulden, Abhängigkeit tötet, wahre Eigentümer können sowas zur Not aussitzen.
    Ich behaupte jetzt aber mal, dass ein Großteil fremdfinanzierter Objekte eigengenutzt sind oder innerhalb von Fonds an Privatleute oder Versicherungen vertickt wurden.
    Da ist noch kein großer Goldbestand, der liquidiert werden könnte, so weit sind wir meines Erachtens noch nicht.


    Interessant wird dann allerdings das Immo-Picking eventuell :hae:

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

  • in einem anderen Forum hat ein Spanier geschrieben, dass er seit einem jahr auf seine rückzahlung von der lohnsteuer wartet:
    aber das Finanzamt sagt, dass noch tausende vor ihm dran sind,
    in kalifornieren teilte die Regierung zwar statt Lohn an die Lehrer schuldscheine aus:
    aber beim bezahlen von Gebühren haben sie keine schuldscheine akzeptiert, sondern nur dollars.


    in russland hat die regierung in den 90er jahren manchen rentner 2 jahre lang keine renten gezahlt;
    die rentner wurden durch ihre angehörigen versorgt.


    ich habe zwar auch das gefühl, dass solche zustände im ordungsliebenden Deutschland zum Volksaufstand führen würden,
    aber falls sich die veränderungen über jahre hinstrecken, wer weis, vielleicht gewöhnen wir uns ja daran.


    aber gut, dass ist ja schon off topic:


    in meinem charttool auf tagesbasis dreht der erste frühindikator in den positiven bereich (fast stochastik),
    slow stochastik zeigt eine überverkaufte situation an.
    slow stochastik ist in den letzten 6 monaten zwar manchmal tagelang im überkauften Bereich geblieben,
    aber NIE länger als 2-3 tage im überverkauften bereich.


    d.h. es deutet sich ein trendwechsel an und die Korrektur nähert sich ihrem tiefpunkt oder hat ihn überschritten.


    die einzige echte unwägbarkeit ist die Stimmung der Profi-investoren:
    da diese derzeit mit Palladium, Platin, Öl und Aktien herbe Verluste eingesteckt haben,
    könnte es sein, dass das nächste hoch beim Gold nicht über den Widerstand von 1250 kommt.

    dass würde dann den superklaren derezeitigen haussetrend stören.
    für die mittelfristigen aussichten ist es also weniger interessant, ob der trend heute oder dienstag dreht, sondern mit wieviel schwung das nächste hoch angegangen wird.


    hochs werden normalerweise nicht von den Fundis erklommen, sondern von den Tradern.
    Falls die Trader mutlos sind, weil sie mit anderen rohstoffmärkten zu viel geld verloren haben,
    könnte sein, dass der Hausse-schwung, der sich gerade so schön aufgebaut hat, verloren geht.


    das wird man aber erst erkennen, wenn gold wieder über 1210 notiert und weiterläuft.


    falls die hausse nur von den Käufen der Fundis getrieben wird, dürfte es deutlich langsamer vorangehen:


    für europäische fundamentalanleger wäre es gar nicht so schlecht, wenn gold noch eine weile seitwärts tendiert,
    da es eine recht große chance zu einem technischen rebound beim euro gibt,
    der gold für uns deutlich verbilligen würde, so dass viele anleger, die erst seit april 2010 beim gold sind,
    nochmal billiger nachkaufen könnten



    etwa so, wie im sommer 2009, als die dipps immer höher wurden, aber die Hochs immer an der 1000 dollar grenze abprallten.
    da war es dann irgendwann die Nachfrage der Fundamentalinvestoren, die Gold über 1000 dollar brachte.



    die tendenz wird sich aber erst beim nächsten top ankündigen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Saiger lehnt sich weit aus dem Fenster, aber nachvollziehbar. Ähnlich wie schon 2008 werden demzufolge auch diesmal Goldpreis und Minen zuerst wieder einen heftigen deflationären Rückschlag erleiden, ehe dann durch die offenen Geldschleusen bedingt die ganz große Goldsause beginnen wird. Viele der in den letzten Monaten neu Aufgesprungenen werden sich im Deflationsschock ängstlich aus dem Gold zurückziehen.


    Abhilfe in Fiat verschaffen Puts, um die eigenen Bestände abzusichern


    "In diesem Zusammenhang möchten wir an die Kursturbulenzen beim „ersten DEFLATIONSSCHOCK“, der Subprime-Krise 2008/2009 erinnern. Dabei waren – in der ersten Phase der Krise (Juli bis Oktober 2008 ) - die Edelmetalle
    und vor allem die Minenaktien die allergrößten Verlierer!


    ï‚· Wir halten nunmehr ähnlich dramatische Kursstürze bei den Edelmetallpreisen für sehr wahrscheinlich und sind daher der Meinung, dass Baisse-Spekulationen und Absicherungen von physischen Gold- und Silber-Beständen absolut vordringlich sind!


    ï‚· Obwohl wir nach der gegenwärtigen Krise die ALLERGRÖSSTE EDELMETALLHAUSSE erwarten, drohen zuvor aber noch ganz dramatische Kurseinbrüche, bei welchen viele Anleger und Spekulanten „resignieren“ werden.


    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=13542


    mfG Goldcore

    Einmal editiert, zuletzt von goldcore ()

  • drohen zuvor aber noch ganz dramatische Kurseinbrüche, bei welchen viele Anleger und Spekulanten ?resignieren? werden.


    aber hoffentlich doch :thumbsup: ....gebt eure münzen und barren zurück! verkauft eure ETF`s und ETC`s.
    verkauft es bei ebay,hood,pro aurum.etc. .....wir wolln eure münzen sehn.....!


    mein tagesgeldkonto wartet schon :!: ^^ .....

  • Zitat

    Vorsicht: Ganz nüchtern betrachtet war Gold zuletzt ein lausiges Investment.

    der ganze Handelsblatt-Artikel :wall:

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

  • Ich weiss nicht was manche immer haben, das es bei so einem Anstieg im Gold auch mal zu Korrekturen kommt ist doch normal. Hatten wir ja auch zuletzt im Dez. 2009, und mein Gott wir haben seit dem neuen AZH ungefähr 70 PapierDollar verloren bzw. auch 70 PapierEuro, aber was solls bei solchen Anstiegen muss mann auch mit größeren Rückschlägen rechnen. Wenn man nicht gehebelt Gold handelt, sonder physische Bestände sein eigen nennt, ist es doch wirklich nicht tragisch. Wir werden schon noch höhere Kurse sehen, aber auch Rückschläge. Wie schrieb Edel vor kurzem (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) an Schwankungen von 50 - 100 $ pro Tag, werden wir uns gewöhnen müssen. Also nur die Ruhe und allen GoldBugs & SilberBugs ein schönes, sonniges Pfingstwochenende.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • @ Dr. Meyer


    Du glaubst wir sind durch? Ich bin nicht so der große Chartanalyst. Ist mir eher ein Buch mit 7 Siegeln. :huh:

    (Vergesst niemals, diese Leute wollen, dass Ihr pleite und tot seid, dass Eure Kinder vergewaltigt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden, und sie finden das witzig". -Sam Hyde.)

  • @ Dr. Meyer


    Du glaubst wir sind durch? Ich bin nicht so der große Chartanalyst. Ist mir eher ein Buch mit 7 Siegeln. :huh:


    Alles redet von manipulierten Kursen und Märkten und dieselben Leute halten alle halbe Stunde einen Chart hoch.
    Wie kann das angehen?
    Zur Zeit scheinen die Auftraggeber von Nachkaufkursen in Vorhand zu sein.
    Und im Übrigen gilt weiterhin die Regel:
    Wo ein Käufer ist, muss ein Verkäufer sein.
    Einer von Beiden handelt garantiert unter Zeitdruck.
    Das verwandelt sein Gegenüber sofort in einen Hai.
    Es gibt satte und hungrige Haie.
    Die einen handeln zwanghaft und die anderen souverän.

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