GOLD : Märkte und Informationen

  • rein theoretisch könnte der Preis ja in der Region von 700€ fallen, aber für mich spielen 2 Faktoren dabei eine wichtige Rolle:


    1.) Sobald POS & POG deutlich fällt werden die Schwellenländer massiv aufstocken und somit den Fall dämpfen bzw. in einen erneuten Anstieg umleiten.


    2.) Sollte der POG nichtsdestotrotz auf 700€ fallen, wird man in den Läden kurz- bis mittelfristig entweder nichts mehr bekommen oder nur mit mindestens 20-30% Auschlägen zum Spot. Erst wenn der Preis sich wochenlang da einpendeln würde, würden die Händler ihre Preise senken, da sie neue Ware zum Spot kaufen können.


    ich persönlich halte das für recht unwahrscheinlich, aber muss ja jeder für sich entscheiden :D

    I wanna live in a City of Gold ...


  • Guten Tag,
    eine Glaskugel habe ich nicht. Aber wie gesagt, mein erstes Gold hatte ich vor 1980. Was ich dann erlebt habe, kann jeder, der sich den Chart anschaut, selber sehen. In den Jahren zwischen 1980 und 2000 hatten wir mehr oder weniger die gleichen finanz und geopolitischen Probleme. Selbst in 2009 habe ich bei 750,-€ Krügis gekauft und etwas später welche für 690,-bekommen. Na ja, es hat jeder seine eigenen Theorien. Was mich etwas erschreckt, ist der raketenhafte Anstieg in letzter Zeit. Sicher bin ich sehr zufrieden, aber wie gesagt es kann auch anderslang gehen.
    Möge jeder das beste draus machen.
    Gruß Nachtwächter

    Privatier, basta :thumbup:

  • Wieso raketenhaft? :D Es ist prozentual gesehen jedes Jahr in etwa das selbe. So ca. 20-30%. Die Beträge werden halt immer höher, ist doch klar.
    Somit sind auch die Tagesschwankungen von 30-40 Dollar nichts besonderes mehr. Das haten wir nun schon 4 oder 5 mal in den letzten Monaten.


    Die 1600 Dollar kommen dieses Jahr mit Sicherheit. [smilie_blume] Solange die Druckerpressen um die Wette glühen kann es garnicht anders ablaufen.


    Gold ist Ersatzgeld. Steht doch sogar drauf! :D

  • In den USA ist unter den Freunden des gelben Metalls die Sorge über ein möglicherweise kommendes Goldverbot (historische Erfahrung macht ja bekanntlich wachsam) weit verbreitet. Auch in Kanada wird dies immer wieder diskutiert, wie auch der jüngste Beitrag des Members "bullionbulls" unterstreicht.
    So verwundert es nicht, dass die Anleger in Nordamerika auf der Suche nach einer konfiskationssicheren und damit vermeintlich werterhaltenden Alternative zu Bulliongold auch immer öfter zu Sammlermünzen mit z.T. deutlichen Aufpreisen greifen.


    Peter Schiff rückt die Dinge in einem Artikel auf FinancialSense wieder zurecht:

    Zitat

    In short: the idea of numismatic coins as investments should be put to rest, once and for all.
    Gold is a commodity. Bullion coins are pre-measured units of this commodity, stamped with a design as a quick signal of authenticity. Gold is also history's most reliable form of money, which makes it a good commodity to own when the world's paper money system is in upheaval.
    But just like buying an Armani suit is not an investment in wool, numismatics are not an investment in gold. The only people who should be buying numismatics are those who appreciate the coins for their aesthetic value and take pleasure in owning them, not those hoping to preserve their wealth.


    Numismatics Are Fool's Gold

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

  • Selbst wenn es wieder 700€ für die Papierunze geben sollte (was nicht passieren wird), wirst du physisch kein gramm bekommen. Die händler sind doch keine Selbstmörder und verschenken ihre Bestände unter Einkaufspreis. :thumbsup:


    Ich bin ja sicher kein Experte, viel mehr einfach nur ein interessierter Leihe, ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, das Händler ihre Bestände nicht gegen fallende Kurse versichern. Weiß zwar nicht, ob es da eine klassische Versicherung gibt, oder ob sie mit Papier-EMs hedgen, aber ohne eine solche Versicherung ist das doch kaum möglich, zumal die Gewinnmargen ja nicht exorbitant hoch sind. Z.B. verkauft Westgold im Moment die Unze Gold gerade mal knapp 4% oder 40€ über Spot. Ohne Absicherung kann das doch bei einem vernünftigen Lagerbestand nicht möglich sein?!


    Wär interessant, wenn sich dazu mal ein Händler aus dem Forum hier äussern würde. Genaue Zahlen interessieren mich ja weniger, aber so ein volatiles Gut wie Gold mit Tagesschwankungen im Prozentbereich und Gewinnmargen in der gleichen Größenordnung kann man doch nicht groß bevoraten oder muß man gegen Kursfälle versichern?!

    Gold und Silber lieb ich sehr, kanns auch gut gebrauchen...


    Meine Bewertungen: Rudiratlos

    2 Mal editiert, zuletzt von Rudiratlos ()

  • Ob 700 oder 5000 Euro/Unze - diese Extreme (aus heutiger Sicht) sind m. E. nur deshalb so unglaubwürdig, weil wir das Papiergeld mit der aktuellen Kaufkraft bewerten. Das ist irreführend.


    Zwei Beispiele:


    Sollte der Dollar durch die Schuldenkrise in seinem Wert gegenüber dem Euro um die Hälfte fallen, wie würde sich dann der Goldpreis in Euro entwickeln? Vielleicht sehen wir ja die 700 Euro/Unze tatsächlich noch mal.


    Sollte der Dollar ganz kollabieren, würden die europäischen Banken und die Währungsreserven der Euro-Staaten ebenfalls abwerten. In so einem Szenario sind auch 5000 Euro keinesfalls utopisch.


    Welche Kaufkraft der Euro in den beiden Szenarien hat, wird man abwarten müssen. Eine dritte Alternative ist ja auch nicht völlig undenkbar: was, wenn wir tatsächlich noch mal einen Nord-Euro oder eine DM2 sehen würden? Vielleicht hätte die neue Währung nach der Aufwertung gegenüber dem Dollar dann wieder die Kaufkraft, die wir heute mit 700 EUR/Unze verbinden?!


    Worauf ich hinaus will: die Zahlenspiele mit Fiat-Geld sagen nichts aus, solange man die jeweilige Kaufkraft nicht berücksichtigt. ;)

    In dubio pro aurum
    Um zu erfahren, wer über dich herrscht, finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

  • @ argus


    Da hast du vollkommen recht, wichtig ist die Kaufkraft, nicht der Preis.


    Die Frage ist, ob erst der Euro oder der Dollar "crasht". Dass am Ende beide Währungen crashen werden, ist uns klar. Ich tippe aber trotzdem darauf, dass erst der Euro kippt. Der Dollar ist zwar nicht stabiler (im Gegenteil), hat aber eine starke Zentralregierung und das US Militär hinter sich. Hinter dem Euro steht, am Ende, niemand. Wenn es da kracht, wird jedes EU Land versuchen, die eigene Haut zu retten.


    Ich rechne daher eher mit einer höheren Kaufkraft des Goldes im Euroraum. Gewinnen wird Gold aber auch 2011 in beiden Währungen.

    Hinab in die Hölle, hinauf auf den Thron, am schnellsten empfängt man alleine den Lohn.

    2 Mal editiert, zuletzt von Silberfinger ()

    • Offizieller Beitrag

    (...)
    Die Frage ist, ob erst der Euro oder der Dollar "crasht". Dass am Ende beide Währungen crashen werden, ist uns klar. Ich tippe aber trotzdem darauf, dass erst der Euro kippt. Der Dollar ist zwar nicht stabiler (im Gegenteil), hat aber eine starke Zentralregierung und das US Militär hinter sich. Hinter dem Euro steht, am Ende, niemand. Wenn es da kracht, wird jedes EU Land versuchen, die eigene Haut zu retten.


    Ich rechne daher eher mit einer höheren Kaufkraft des Goldes im Euroraum. Gewinnen wird Gold aber auch 2011 in beiden Währungen.


    Kurz dazu mein "Senf" :
    --- "Starke Zentralregierung" der USA ist sehr überhöht; Wenn überhaupt, extrem starker Bänkstereinfluß.
    --- Nicht zu unterschätzen: Hinter dem Euro stehen eher die Chinesen und Russen usw. mit Währungsreserven, die sie in € vergrößern m.W.
    --- Der $ ist mE.sehr viel schwächer als der €, dürften wir noch in 2011 sehen, meine Einschätzung. Mind. 40 US Staaten sind faktisch bankrott...
    --- Natürlich ist offen, ob es nicht doch den € zweiteilt (€ Nord und €Süd)
    --- Richtig ist, daß Gold gegen ALLE Währungen weiter steigen wird, vielen Unkenrufen zum Trotz.


    Grüsse
    Edel

  • Goldpreisabsacker auch wegen ETF-Verkäufen.


    Ist natürlich klar, dass ETFs die Vola erhöhen, auf den Verkaufsknopf ist schneller gedrückt als dass man mal eben das Physische zum Händler trägt.


    Aber die weitere Begründung mancher "Experten" laut dem Artikel ist ja wirklich mal wieder Hahnebüchen! Die steigenden Zinsen sinds, die Gold geschadet hätten. Ja klar. Jeder schlaue Investor steigt jetzt auf den Trend fallender Bond-Kurse auf..... :wall:
    Man, man In Festverzinsliche gehts, wenn die Zinsen ganz oben sind, nicht, wenn offensichtlich der Boden erreicht und gerade eben so überwunden wurde......und das Fiat-System stabil bleibt. Siehe 1980.

  • die US Staatsschulden haben diese Woche die 14 Billionen Grenze überschritten ;( der Euro ist schon gestorben :boese: ... da wird hier über Gold für 700 irgendwas geredet,jede grosse Aufwärtsbewegung fängt bekanntlich mit rücksetztern an,und ich Wette mal nachdem am Freitag der erste Arbeitsmarktbericht der USA für dieses Jahr veröffentlicht wird gehts ab bis 1750 [smilie_love]

    Einmal editiert, zuletzt von Goldraider ()

  • Ja, Zwischenkorrektur ist klar da. Wird vermutlich mit zusätzlichen kleinen Drückungen angefeuert, die in dem Umfeld einfacher und günstiger sind.


    Mein ursprünglich für den Dezember avisiertes Szenario kommt nun halt im Januar. Wie war das, timing ist immer das schwierigste an der Sache.....Next stop 1320/30, dann kanns wieder schön aufwärts gehen.

  • In den USA ist unter den Freunden des gelben Metalls die Sorge über ein möglicherweise kommendes Goldverbot (historische Erfahrung macht ja bekanntlich wachsam) weit verbreitet. Auch in Kanada wird dies immer wieder diskutiert, wie auch der jüngste Beitrag des Members "bullionbulls" unterstreicht.
    So verwundert es nicht, dass die Anleger in Nordamerika auf der Suche nach einer konfiskationssicheren und damit vermeintlich werterhaltenden Alternative zu Bulliongold auch immer öfter zu Sammlermünzen mit z.T. deutlichen Aufpreisen greifen.


    Peter Schiff rückt die Dinge in einem Artikel auf FinancialSense wieder zurecht:


    Numismatics Are Fool's Gold


    Schön, schön ... natürlich wird kaum jemand ECHTE SAMMLERmünzen i.S.v. Superraritäten als "Anlage" sammeln, ohne einen echten Bezug dazu zu haben. Ich kenne zwar Leute, die vorrangig ersteres tun, aber die wissen dann zumindest schon so etwa, was die geschichtlichen Hintergründe sind (sonst wären sie ja nicht von der kommenden Wertsteigerung überzeugt; so wie wir hier im GSF ja auch verstanden haben, was "Fiat" ist - ich meine jetzt nicht die Automarke! ;) - und weshalb EM deshalb gut sind).


    Selbstverständlich sind im TOTALCRASH "collectibles" ALLER Art de facto wertlos (Schiff erwähnt das auch: der Materialwert bleibt aber auf jeden Fall!) - aber nach jedem Crah kam bisher noch immer der Boom, und dann zieht der Sammlerwert (also der Aufschlag auf den Materialwert bei historischen EM-Münzen gemäß aktuellem Spot) wieder HEFTIG an - heftiger als der Spotpreis des Feingehaltes. Sammlermünzen sind deshalb nur die NOCH langfristiger gedachte sicher Geldanlage als "bloße" EM-Barren als "alternative Lebensversicherung".


    Das Problem ist hier eher ein anderes: Ein Goldverbot kann natürlich auch alle oder nur bestimmte Sammlermünzen betreffen (siehe deren krude MWSt-Sätze: bei Au erst 0%, dann ab 180% Metallwert 19%, dann ab 2,5-fachem Metallwert wieder nur 7% :boese: ... vielleicht gilt dann alles mit 0 und 19% MWSt als "Bullion" ... oder sonst irgendeine beliebige Festlegung der Systemlings-Bürokraten :wall: ) - Sammlermünzen sind jedoch von nicht minder kruden "Kulturgüterschutz"-Vorschriften bedroht, sobald sie älter als 100 Jahre sind (und das sind in wenigen Jahren schon ALLE Reichsgoldmünzen...).


    Fazit: "Wie man's macht - man macht's verkehrt!" ;(


    Münzsammeln ist Liebhaberei. Soweit hat Schiff schon recht. Ja, und der Onkel Mithras freut sich dennoch, daß er Anfang der 90er Jahre byzantinische "Massenware"-Solidi für 170,- DM/Stück gekauft hat, die heute allein vom Goldwert her bei je ca. 150,- € liegen .... und deren Gesamtwert stärker gestiegen ist, als wenn ich seinerzeit für dasselbe Fiatzeugs Gold gekauft hätte. Oder gar T-Aktien... ;)

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Ja, Gewinnmitnahme in Kombination mit "tax gain selling" (also zumindest da wo die Steuer nicht sofort abgeführt wird wie bei uns die Abgeltungssteuer, sondern erst im Jahr darauf). Ist ja schon auffällig dass es genau am 1. oder 2. Handelstag losging.

    • Offizieller Beitrag

    Meint jedenfalls Greg McCoach (http://www.wealthdaily.com)...


    Die Karikatur (dazu passend ?? ) aus einem US Blog. ;)


    "...Investors have been shuffling currencies around faster than a game of three-card Monte as the true value of world’s paper money is being exposed but in the end, the only real winners would have walked away from the table long ago, their pockets stuffed with the only currency that really matters – gold.


    Gold is Still Dirt Cheap!


    The collapse of the U.S. dollar will likely push gold prices to over $5,000 an ounce [which] means that, even at $1,400 an ounce, gold is still dirt cheap. [As such,] every investor should own gold right now as the ultimate store of wealth that will protect hard work and savings.... ..."


    http://www.munknee.com/2010/12…onths-got-gold-or-silver/


    Grüsse
    [Blockierte Grafik: http://3.bp.blogspot.com/_5vkPiCEjjdg/TR3wvwMoCzI/AAAAAAAAIvI/FYob5j2Yfbo/s1600/1.jpg]

  • Guten Molgen alte Welt



    Wenn es nach dieser Auffassung von goldcore die Asiaten gewesen sind, die den Goldpreis getrieben haben, dann sollte das Sinken, doch nur bedeuten, dass die "alte Welt" nun wieder munter und aufgestanden ist und sich ja nicht alles bieten lassen kann ... :?: :!:

    Sehr ungewöhnlich noch aber vielleicht symptomatisch für das, was das beginnende Jahr prägen wird: während Europa und Amerika noch den Rauch ausschlafen, treiben die Asiaten den Goldpreis mal auf die Schnelle um fast $ 20 in die Höhe und hauen auf den Dollar ein. Ja was erlauben Asien ? Dürfen die das überhaupt ?

    "Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei." - Kleingeldprinzessin

  • In den Jahren zwischen 1980 und 2000 hatten wir mehr oder weniger die gleichen finanz und geopolitischen Probleme.


    ?????Mehr oder weniger die gleichen finanz und geopolitischen Probleme???? Hast du was verpaßt? Oder versuchst du gerade deine Argumentation so zurechtzuzimmern, daß deine Erkenntnis, wir bekommen nochmal Einkaufskurse von 700 Euro, Sinn macht!

  • ?????Mehr oder weniger die gleichen finanz und geopolitischen Probleme???? Hast du was verpaßt? Oder versuchst du gerade deine Argumentation so zurechtzuzimmern, daß deine Erkenntnis, wir bekommen nochmal Einkaufskurse von 700 Euro, Sinn macht!


    Verpasst habe ich nichts!
    Es wurde auch laufend eine neue Sau (Krise) durchs Dorf getrieben. Damals wurde auch schon Geld wie blöd gedruckt. Der Balkan brannte, Tschernobyl ist uns um die Ohren geflogen, ein Weltreich (Udssr) ist zerbrochen, und als Salz in der Suppe immer mal wieder ne Krise.
    Was war anders?
    Nachtwächter

    Privatier, basta :thumbup:


  • Guten Tag,
    eine Glaskugel habe ich nicht. Aber wie gesagt, mein erstes Gold hatte ich vor 1980. Was ich dann erlebt habe, kann jeder, der sich den Chart anschaut, selber sehen. In den Jahren zwischen 1980 und 2000 hatten wir mehr oder weniger die gleichen finanz und geopolitischen Probleme. Selbst in 2009 habe ich bei 750,-€ Krügis gekauft und etwas später welche für 690,-bekommen. Na ja, es hat jeder seine eigenen Theorien. Was mich etwas erschreckt, ist der raketenhafte Anstieg in letzter Zeit. Sicher bin ich sehr zufrieden, aber wie gesagt es kann auch anderslang gehen.
    Möge jeder das beste draus machen.
    Gruß Nachtwächter


    Gold ist 1980 ja nicht ins bodenlose gefallen: der Spike von 600 Dollar auf 800 dollar betraf den einmarsch der Russen in afganistan. es dürfte sehr sehr wenige Anlege geben,


    die es tatsächlich geschaft haben, während der wenigen Stunden, die Gold bei 800 dollar stand zu kaufen - oder zu verkaufen.


    Bis 1983 notierte Gold in DM quasi fast seitwärts. auch was danach kam, war kein klassischer Crash
    sondern leicht sinkende Preise bei zeitgleich recht hoher allgemeiner Geldentwertung.


    der wahre "Verlust", wenn man das mal so sagen darf, betraf weniger Anleger, die 1981 Gold gekauft und 1994 verkauft haben, sondern
    die Anleger, die es versäumten, in der Hochzinsphase ab 1980 hochzinspapiere zu kaufen.
    (schon bei 7% Zinsen verdoppelt sich das Vermögen alle 10 jahre.)
    wenn man Zinspapiere a 7% hält und der Goldpreis in 10 Jahren um 5% sinkt, dann sind 105% Verlust entstanden: 100% Opportunitätsverlust, da man nicht in Zinspapieren investiert war und 5% Verlust aus dem sinkenden Goldpreis.


    Wer von 1980 bis 1990 einen 100-DM schein unterm Sofa hat liegen lassen, hat fast einen ähnlich hohen Verlust erlitten wie jemand, der von 1981 bis 1990 Gold im wert von 100 dm im safe hat liegen lassen.


    eine heftiges abrutschen des goldpreises wie gerade gesehen ist unangenehm, aber kein Grund zu Panik-
    auch der schweizer franken hat innerhalb von 48h um 2,5% zum euro abgewertet.
    Noch 20 solche Tage und der schweizer franken verliert gegenüber dem euro 25% an wert.
    das scheint doch recht unwahrscheinlich.

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