Beiträge von Argus

    Der Vorsichtige Vielen Dank, für deine Infos und Gedanken! Hätte ich den Platz, würde ich wahrscheinlich ähnlich bevorraten. Daneben sollte man sich auch noch grundsätzliche Überlegungen zu Strom, Beleuchtung, Heizung, Kochen, zweckmäßiger Bekleidung (inkl. Schuhen) und Medizinischem machen. Bei allem gilt: der Gewinn von 0% Versorgung zu Teilversorgung ist größer als von Teilversorgung auf Vollversorgung!


    Ich habe aktuell nur für mittelfristige Störungen geplant - so 1 bis 2 Monate. Bei allem was darüber hinausgeht, habe ich meine Zweifel, wie man als Einzelner sinnvoll mit seinen Vorräten durch eine fundamentale Krise kommen soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit einem Grill oder Holzofen koche, während der Rest der Gemeinde verhungert. Das wird nicht funktionieren. Leider genausowenig wie für alle Menschen in der Nachbarschaft mit zu bevorraten.


    Der Mensch hat sich durch die Jahrhunderte immer als soziales Wesen organisiert, um sein Überleben zu sichern. Darauf ist auch noch die enge gemeinschaftliche Kontrolle in Dörfern zurückzuführen: wenn der eine vom anderen abhängt, kann es einem nicht egal sein, was der andere für ein Mensch ist und ob er seinen Teil zum Überleben erfüllt.


    Kurz gesagt: alleine durch eine lang anhaltende Krise zu kommen, halte ich für kaum aussichtsreich. Dafür müsste man auf hohe See ausweichen.


    Mein Tipp ist daher: schließt euch heute schon ehrenamtlich einer örtlichen Hilfsorganisation an. Das kann die Feuerwehr, das Rote Kreuz oder das THW sein. Diese Einheiten werden bevorzugt versorgt werden. Außerdem habt ihr dann die Chance, eure Langzeitvorräte, wenn es hart auf hart kommt, in der Gruppe zu teilen und zu verteidigen.

    Beim gesetzlichen Zahlungsmittel, das viele Anlagemünzen sind, würde ich auf den Nennwert setzen. Silber-Philharmoniker = 1,50 EUR das Stück!

    Wir feiern nur im engsten Familienkreis. Sonst würde ich es nicht öffentlich verschenken. Mein Geschwisterteil hat dieses Jahr erstmals drei gängige Anlagemünzen erhalten. Wir hatten danach ein interessantes Gespräch. Ob es langfristig auf fruchtbaren Boden fällt, werde ich gespannt verfolgen. :)


    Die Reaktion ist aber immer wieder amüsant zu sehen, wenn jemand erstmals echtes Geld in der Hand hatte. Hab ein Zwei-Euro-Stück daneben gelegt - das wirkt wie Blech (ist es ja auch). Letzteres ist ja aber sogar mehr wert als der Phili. Steht zumindest so drauf, richtig? :D

    Mist. Bestellfrist vor einer Woche abgelaufen. Kann man die Münze nach Veröffentlichung auch noch bei der Sammlerstelle ordern oder sind sie alle ausverkauft? Seitdem das Abo von der VfS gekündigt wurde, wusste ich, dass ich einen Termin verpassen würde. :(

    Und wohin jetzt mit dem ganzen Geld? :hae:
    Ist ja auch mal eine Frage.
    Tut


    Eine berechtigte Frage. Wenn man die mangelnde Einlagensicherung bedenkt, wird zusammen mit dem angestrebten Bargeldverbot ( = Bankenzwang) ein sinnvoller Schuh draus. Die überbordenden Schulden wird man erst streichen können, wenn man auch die ihnen gegenüber stehenden Guthaben streichen kann.


    Umrubeln in Gold ist nur mittel- bis langfristig eine Alternative. Abheben und privat aufbewahren? Beim Bargeldverbot keine Möglichkeit, und ohne dieses recht riskant. Investition in Immobilien oder Land? Keine Lösung (bis auf kleines, selbst genutztes Wohneigentum), da transparent und immobil. Aktien? Bei dem Chart-Bild sicher nicht. Ausgeben? Auch keine Lösung fürs Alter.


    Falls jemand noch andere Vorschläge hat, immer her damit.

    http://www.faz.net/aktuell/pol…udi-arabien-13591927.html


    Noch ein Hinweis darauf, dass die USA auf dem absteigenden Ast sind: Obama will mit den arabischen Staaten über den Iran-Deal sprechen, aber nur zwei Staatschefs kommen. Insbesondere der saudische lässt sich durch einen Rangniedrigeren vertreten. Das passt ins Bild, nachdem Saudi-Arabien im Jemen selbst zu den Waffen greift, anstatt eine westliche Koalition unter Führung/Beteiligung der USA antreten zu lassen.

    Das nennt man dann wohl das Eingeständnis von Inflation: selbes Material und Gewicht, aber doppelter Nennwert?! :)


    Mal sehen, die Silberzehner waren anfangs auch ziemlich überteuert. Erst später näherten sie sich dem Materialwert. Richtiges Silber ist mir immer noch lieber, aber Sammlerzehner werden wohl hoffentlich nicht so leicht beschlagnahmt.

    Dass die Bargeldmenge nicht mit der Buchgeldmenge übereinstimmt, schreckt nicht wirklich. Die Bargeldmenge ist dem Bedarf angepasst. Wird mehr benötigt, weil die Menschen beginnen ihre Konten zu räumen, dann wird eben nachgedruckt. Reicht die existierende Menge nicht aus, wird rationiert, bis genügend nachgedruckt wurde.


    Das Argument verfängt nicht.


    Dass der Sparer mit dem Geld besser etwas lukrativeres anfängt, statt es auf dem Girokonto liegen zu lassen, stimmt. Genau das wollen die Zentralbanken ja: das Geld soll in Umlauf kommen oder in Staatsanleihen investiert werden ...

    Laut DWN geht es hinter den Kulissen auch um eine Forderung des IWF, wonach die EZB endlich damit beginnen solle, Staatsanleihen direkt zu kaufen. Mal sehen, wann diese letzte Schranke der Staatsfinanzierung durch die Notenpresse fallen wird. Meine Einschätzung: sobald wir die nächste Finanz- und Bankenkrise haben. Die Staaten sind nämlich vom letzten Rettungsmarathon noch über die Halskrause verschuldet ...

    Wieder mal ein Ergebnis aus einem Selbstversuch: Napoli-Tütensauce (eigentlich Pulver) - MHD 04/13, also ein Jahr überfällig. Außerdem 08/13. Beides ungenießbar. Das Fett im Saucenpulver ist ranzig geworden und roch alarmierend. Aufs Probekochen hab ich verzichtet und die beiden Tüten lieber gleich entsorgt. :)

    Heute Vormittag beim Lateiner in Düsseldorf: nur ein Kunde im Gespräch, ansonsten Leere. Der Maple Leaf, für den ich mich interessierte, war aus 1979. Beide Beobachtungen geben Anlass zur Vermutung, dass gerade nicht die große Käuferwelle rollt. Merkwürdig. Denn die Preise sind gut zurückgekommen, dank des "starken" Euros. Außerdem droht der Kalte Krieg wieder heiß zu werden ... und niemand kauft? Ist das andernorts ähnlich?

    Der Ukraine-Faden ist derzeit mit einer anderen Diskussion über Argumentationsstile beschäftigt. Ich halte das Thema aber für zu wichtig, als dass es dort untergeht ... und hier passt es auch wunderbar hinein:


    http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-26327211


    Wenn man den o.g. Artikel aufmerksam liest und v.a. die Aktivitäten westlicher Regierungschefs richtig interpretiert, so versuchen sie aktuell alles, damit Russland die Niederlage auf dem Maidan schlucken wird. Ich bin noch nicht sicher, ob sie Erfolg haben werden. Der Präsident hält sich wohl noch im Land auf, wohl auch, um die Regierungsgewalt wieder zu übernehmen, falls ihm die russische Seite dabei behilflich sein kann.


    Und Russland wird die Ukraine nicht unter westlichen Einfluss geraten lassen wollen. Die Krim als strategisch wichtiger Flottenstützpunkt mit Zugang zum Mittelmeer und verlängert zum Suezkanal ist viel zu wichtig. Außerdem ist die Ukraine der letzte Pufferstaat vor den Westmächten.


    Ich halte die Ukraine für die rote Linie, die die Westmächte durch ihre Unterstützung der pro-europäischen Kräfte auf dem Maidan überschritten haben - zumindest aus Sicht der russischen Seite. Und es würde mich nicht überraschen, falls russische Streitkräfte wie damals in Afghanistan über Nacht einmarschieren würden! Sochi und die olympischen Spiele müssen noch abgehakt werden, dann sieht die Welt anders aus.


    Was meint ihr? Unwahrscheinlich? Wie würde der Westen reagieren?


    Würde man wie damals in der Tschechoslowakei untätig zuschauen? Kann ich mir nicht vorstellen ...

    Den Gedanken hat auch Dirk Müller in seinem neuesten Buch ("Showdown") vorgeschlagen. Die Bürger und großen Versicherungsunternehmen, bei denen die ganzen Summen der privaten Lebensversicherungsbeiträge auf angemessene Verzinsung warten, sollen über einen Investitionsfond z. B. die Energiewende in Europa und andere Infrastrukturvorhaben langfristig finanzieren.


    Bei dem EU-Vorhaben wird es darauf ankommen, wie es durchgeführt werden soll: freiwillig oder gezypert ...!

    Zitat

    So if China is not going to stockpile U.S. dollars or U.S. debt any longer, what is it going to stockpile?
    It is going to stockpile gold of course.....


    Einziges Problem bei dem Gedanken: es gibt bei weitem nicht genügend Gold auf diesem Planeten, um die US-Staatsschulden, die China hält, in Gold umzumünzen!


    Wo ich dem Blogbeitrag aber zustimme, ist, dass sich seit Dezember etwas Grundlegendes gewandelt hat. Der Dollar gibt gegen andere Währungen nach und Gold gewinnt. Selbst der Euro gewinnt derzeit, während der schweizer Franken gegen Euro sogar ncoh stärker wird. Mir scheint, dass im Hintergrund große Kapitalströme aus den Dollaranlagen umgeschichtet werden.

    Vielen Dank für die Infos! ... ihr seht mich kopfschüttelnd vor dem Rechner sitzen.


    Dass Giralgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, wusste ich. Aber worüber ich nicht wegkomme, ist die Umdeutung von Verbindlichkeiten der Bank (und um nichts anderes handelt es sich doch, wenn ich auf meine Einlagen eine Forderung an die Bank habe) in Aktiva.


    Nicht alle Banken sind Aktiengeselschaften, richtig. Nach meiner bisherigen Vorstellung stammt das Eigenkapital einer solchen Bank aus den Einlagen seiner Eigentümer und/oder dem erwirtschafteten Gewinn, den die Bank mit den Kundengeldern erzielt hat. Nicht aber aus den Verbindlichkeiten (= Schulden), die die Bank gegenüber den Kunden hat.


    Seit dem "bail-in" in Zypern wissen wir, dass auch Kunden als Gläubiger im Falle einer Insolvenz nachrangig haften. Hier wurde deutlich, dass Bankkunden ihrem Institut Geld leihen und wie jeder Gläubiger eben auch ein Ausfallrisiko tragen müssen.


    Noch mal: "Schulden = Aktiva/Eigenkapital" - das geht mir nicht in den Kopf!


    Wenn wir den Gedanken weitergehen und festhalten, dass Giralgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel ist. Auf was hat der Bankkunde denn dann eigentlich einen Anspruch?


    Wenn ich jemandem Geld (oder besser: gesetzliches Zahlungsmittel) leihe, dann bleibe ich nach meiner Rechtsauffassung (die sich durchaus nicht mit der Realität decken muss) der Eigentümer. Ich überlasse dem Schuldner lediglich das Nutzungsrecht gegen Entgelt mit vereinbarter Rückgabe in der Zukunft. Er wird also vorübergehend Besitzer.


    Leihe ich einer Bank ... ja was eigentlich? Weder Geld noch gesetzliches Zahlungsmittel, dann ist diese "Luftnummer" nicht mein Eigentum, obwohl ich Gläubiger bin, sondern wird von der Bank als Eigenkapital auf der Haben-Seite der Bilanz verbucht? :hae: WTF?


    Daraus abgeleitet nun die entscheidende Kernfrage: wenn diese Luftnummer nicht mein Eigentum und auch kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, kann die Bank - wie bei der HSBC geschehen - die Umwandlung in gesetzliches Zahlungsmittel durch einseitige Änderung der Geschäftsbedingungen gegenüber ihren Kunden ändern?


    Wenn jetzt jemand "ja" antwortet, impliziert das die Enteignung (ach nee, die Eigentumsaufgabe hat ja vorher schon stattgefunden), also die Verhinderung der Umwandlung von "Luftnummer" in gesetzliches Zahlungsmittel per Federstrich!


    Kein Wunder, dass die HSBC das versucht hat ... günstiger kann man sich nicht sanieren.

    Zitat von "tahet

    Es ist Eigentum der Bank, deswegen geht es ja im Pleitefall in die Konkursmasse ein.


    Ist das echt so, dass Schulden der Bank als Aktiva gewertet werden? Verkehrte Welt! Bei Privaten und Unternehmen gelten Verbindlichkeiten nicht gerade als Sicherheiten. Bank müsste man sein, oder? :D

    agau: danke für den Link. HSBC hat angewiesen, keine Auszahlungen mehr zu verweigern. Nach dem Verwendungszweck fragen wollen sie auch weiterhin. Wohl auch, um Kunden von einer Bargeldabhebung abzuhalten und in bargeldlosen Zahlungsverkehr zu drängen.


    Und nachgegeben hat HSBC nur aufgrund der Kundenbeschwerden und des medialen Interesses durch die BBC. Im Kern würden sie die Sache sicher gerne weiter durchziehen, wenn sie denn könnten ... Für mich ist das ein weiterer Schritt in die Enteignung und Entmündigung der Eigentümer von Guthaben auf Bankkonten. Der Begriff "counter party risk" bekommt dadurch eine sehr reale Bedeutung. Jahrelang versuchten die Banken ihn bis zur Bedeutungslosigkeit herunterzuspielen. Mit der Finanzkrise wird nun deutlich, dass er mindestens genauso real ist wie das lange Zeit nur als hypothetisch wahrgenommene Restrisiko von Kernkraftwerken!


    Im Gegensatz dazu haben wir den Atomausstieg aber schon geschafft. Bin gespannt, wann der Ausstieg aus dem Fiat-Geldsystem erfolgt. Ob es dazu auch erst einer Katastrophe bedarf?