GOLD : Märkte und Informationen

  • Na, heute wills aber jemand in NY doch noch mal wissen. Nachdem Volcker sich ja zum Euro zu Wort gemeldet hat, hat er vielleicht auch mal dem Goldmarkt bescheid gesagt.


    Erst dachte ich, es geht noch. Aber kurzzeitig sogar unter 1220 ist schon nen Wort in der kurzen Zeit. Vom Tageshoch sind das in kurzer Zeit mehr als 2% runter, vor allem auch wieder unter das alte ATH.


    Mal sehen, ob es jetzt nach alten Regeln eine Verschnaufpause gibt, oder ob es wegen des fundamentalen Drucks weiter nach Norden geht. Es bleibt spannend. Wer genug physisch hat, kann relativ entspannt zuschauen.


    edit: Dafür verabschiedet sich der Euro zunehmend. Jetzt haben wir auch die 1,24 begraben.

    Einmal editiert, zuletzt von Xray1 ()

  • Meinen Dank möchte ich hier mal ganz besonders der FED, der EZB und weiteren Notenbanken aussprechen.


    Schliesse mich an. Ohne die hätte ich jetzt höchstens mit ner Pinzette meine Milligramme abgewogen.
    Eigentlich könnte ich noch viel mehr zulegen können, wenn ich die Zeit dafür hätte, aber was solls...
    Immerhin haben sie mir ehrlich Zeit gegeben, sich einzudecken. Prost auf die Gauner!

    --
    "Es gibt nur einen Gott und sein Name ist Tod und es gibt nur eines, was wir dem Tod sagen: "Nicht heute".
    Braavos

  • obwohl heute die Kurse gestiegen sind, war der Markt deutlich zittriger: immer wenn die Kurse neue Höchstände erklommen, wurden ausbrüche sofort durch gewinnmitahmen ausgebremst.


    ich habe heute zufällig mit einer professionellen devisentraderin gesprochen: sie sagte mir, dass alle profi trader, die EURUSD traden, seit 2 Wochen auch gold traden.
    das macht die kurse noch volatiler.


    wenn ich mir den chart mit einer granularität von 1 tag ansehe, dann sieht man einen intakten, extrem starken aufwärtstrend, der noch luft hat, weiterzulaufen.
    derzeit kann aber schon der kleinste einbruch ausreichen, das der markt 40-50 dollar zurückschlägt: vielleicht bis 1195, wo die trendlinie lang läuft.

    da sind wir wieder mal schlauer: das war der lang erwartete Rückschlag um 30 dollar.
    Wie man so schön sagt: der Markt "wollte" 1250 "sehen", erst dann setzte der sell off ein.


    Da viele Trader zeitgleich mit Aktien Geld verloren (dow und dax runter) , mussten sie auch ihre Goldpositionen glattstellen.


    ab 1217 dollar wieder Käufer von "fundamentalisten", die keine gehebelten Positionen aufbauen, sondern vermutlich Kontrakte kaufen,
    ums sich Gold ausliefern zu lassen.


    Der Sell of war aus meiner Sicht technisch überfällig. Spuren des "Kartells" konnte ich nicht diesmal nicht sehen.


    wegen des miesen euro-kurses werden wir aber keine billigen Unzen in deutschen Goldgeschäften sehen.

    • Offizieller Beitrag

    Der Goldpreis steht nahezu exakt da, wo er gestern beim Comex Closing war. ^^


    Gewiß traten Schwankungen heute von etwa 30 $ auf .....


    Schon vergessen, daß wir schon Vola 50 $ und mehr beim Stande um 1000 $ herum hatten ?


    Wie öfter gesagt, wir werden noch mit weitaus größeren Volatilitäten leben müssen....


    Noch angehängt ein Screenshot von Kitco mit den Einflüssen auf den Goldpreis, schon überholt inzw., aber informativ.


    Grüsse

    • Offizieller Beitrag

    Schon der Chart spricht für sich. Der Dow hat real 80 % seines Wertes in 11 Jahren verloren....


    Wie öfter an anderer Stelle diskutiert, ist dies bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange, Schätzungen gehen bis zum Ratio 1:1, wie bereits mehrfach in der Geschichte eingetreten.


    Und noch etwas erwähnt Dan Norcini: Gold steigt nicht so schnell, wie der Dollar an Wert verliert; nahezu alle Währungen verlieren gegen Gold.


    http://jsmineset.com/2010/05/1…the-fight-for-real-value/


    Grüsse

  • ein paar Infos und Überlegungen zum Umfang der derzeitigen Flucht aus dem euro in Gold.


    auf mmnews wird ein Mitarbeiter von Pro aurum zitiert, der vor einer Woche den Umfang der derzeitigen Flucht ins Gold auf 1 Mrd euro schätzte.
    Mit der letzten Woche könnten es vielleicht 1,2-1,4 Mrd sein.


    1 Mrd euro reicht derzeit für 30-32 Tonnen gold. Zusätzlich wurden in den ersten 5 Handelstagen im Mai ca. 3,7 Tonnen xetra Gold gekauft.


    am 30.9.2008 wurde im Umfeld der Lehman Pleite ein Rekord aufgestellt: damals wurden an einem Tag 1,6 t Gold als xetra Gold gekauft.
    Der gesamtbestand an xetra Gold lag damals bei 14 tonnen.


    http://www.boerse-frankfurt.de…spx?pageID=44&NewsID=4814


    der gesamtbestand an xetra gold lag im Mai 2010 bei 45 tonnen.


    Zum Vergleich:
    ein paar Tage nach der "das Geld ist sicher" Erklärung der Kanzerlin im Lehman-Herbst, wurden an einem Tag netto 2,7 Mrd euro Bargeld abgehoben.
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/477/472996/text/
    Insgesamt wurden im Okt 2008 eta 11-12 Mrd euro bargeld nachgefragt.


    Damit nimmt sie die 1 Mrd Goldinvestment aus dem Mai 2010 wenig aus,
    aber es muss berücksichtigt werden, das es ein viel größerer Schritt ist, nicht nur Bargeld abgzuheben, sondern in eine andere, bisher unbekannte asset-Klasse zu wechseln.


    Da neben dem Absatz von Gold auch ein größer Teil privaten Geldes in ausländische, nicht-euro-papiere und fremdwährungen gegangen sein dürfte,
    ist wohl davon auszugehen, dass wir in den letzten Tagen Zeuge eines "bank run" geworden sind.


    wenn man allerdings sieht, dass Big Money letzten Freitag euro-anleihen für 1 Billion verkaufen wollte und deutsche Kleinsparer mit 1 Mrd. ins Gold gegangen sind, da werden einem doch die Dimensionen klar: der Kursrutsch beim euro ist kaum das resultat deutscher Sparer, sonder eher ein Zeichen für die Unmassen an ausländischem Geld, die abgezogen wurden.


    Die "Abstimmung mit den Füßen" muss für alle geldpolitisch verantwortlichen Leute eigentlich deutlich geworden sein.


    Die große Frage ist, ob wir als Resultat des Bank runs jetzt jede Woche ein Trichet-Interview und eine "der euro ist Europa"-Rede von Frau Merkel bekommen.
    Oder eine neue DM. Oder Kapitalverkehrskontrollen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Gold ist auf jedem Fall erst mal reif, für eine Konsolidierung (auf hohem Niveau) bevor es weiter nach Norden marschiert.
    Rücksetzer bis 1150 - 1170 $ wären nicht überraschend. Aber was wollen wir mehr, schließlich haben wir jetzt Mitte Mai 2010 schon die 1000 € Schallmauer durchschlagen. Wer hätte am Anfang des Jahres gedacht, so schnell. Ich nicht. Also hört auf zu jammern, wenn Gold mal um 2 % fällt.
    Im Wochenchart siehts gut aus, nur im Tageschart ist es etwas überkauft. Sage ich jetzt mal so als Laie.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • Laie.

    hast Recht...biste auch. 8o

    ärgern, verhandeln, handtuchwerfen, zustimmen
    Goldkartell, "Drückung", etc. ist doch alles Augenwischerei von den "Gurus", die von nichts ne Ahnung haben oder wieso konnte Gold seit Dez 2001 von 255 USD auf über1900 Dollar steigen? Eine "Drückung" sieht anders aus,denn dann hätte es von 255 USD auf 25 USD gehen müssen.

    • Offizieller Beitrag

    Immer äusserst lesenswert sind die Einschätzungen dieses großen Strategen.


    Über die europäische Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen kommt er bald auf Öl und Gold.
    Vereinfacht: Bullisch für Gold in jeder Hinsicht, für die anderen Edelmetalle und Öl mittel- und langfristig.


    Dabei ist er nach meiner mehrjährigen Beobachtung überhaupt kein Goldbug, eher ein integerer freier Unternehmer und Berater.


    „...IN OUR OPINION, THE RECENT EVENTS IN EUROPE ARE:

    I. Bullish for gold short, medium, and long term.
    II. Bullish for precious metals including silver, palladium and platinum short, medium, and long term.
    III. Bullish for oil in the intermediate and long term. Investors should use the short term price declines to buy.
    IV. Bullish for the currencies and stocks of countries which have strong and conservative fiscal policies over the intermediate and long term….


    IN OUR OPINION, HOLDING GOLD IS VERY WISE


    HOLD ON TO YOUR GOLD, and buy more on any dips. …” =)


    http://jsmineset.com/2010/05/1…tary-from-monty-guild-62/


    Grüsse

    • Offizieller Beitrag

    Hab dieses Zitat aus dem Thread von btrend /12.05. geklaut: Zyklen
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    dann mach ich es:


    1280 bis zum Wochende, dann ne Woche Korrektur, seitwärts +/- 30, dann 4-6 Wochen Anstieg auf ~1500 $


    resci :thumbsup:


    Allewetter resci!!
    Neidlos gestehe ich, daß zumindest Du momentan noch bullischer pro Goldpreis bist als meine Wenigkeit. ^^


    Dein Wort in unser aller Ohr. ;)


    Grüsse
    Edel

  • Wenn die ETF`s oder wie deren Geschäftsmodell auch immer heisst, einsehen müssen das das Goldkartell tot ist und glattstellen müssen, in Verbindung mit dem sowieso drohenden Short-Squeeze...
    Das muss endlich aufhören mit dem virtuellen Geldvermehren !
    Für die physischen Goldbesitzer ist das ein schönes Teinehmen am Markt...
    1500$ in noch kürzerer Zeit halte ich auch für möglich.


  • gut, das war mal ne Prognose so direkt aus dem Halfter geschossen. Der erste Schuss ging wohl daneben, vielleicht wären drei Tage besser gewesen, who knows? Dem zweiten Schuss geb ich eine mindestens 60% Wahrscheinlichkeit. Die Gründe hierfür sind rein charttechnischer Natur und die hab ich in anderen Fred´s und Foren schon erläutert (korrektive falling wedge, rounding bottom, multiple inverse S-K-S, Elliott´sche C-Welle(aus B) nach oben, etc.etc...). Die Goldhausse wird wirklich ihr Ende finden, aber erst wenn auch die Goldminen (und deren Rotationen) gelaufen sind, bzw. die Branchenrotation auch Silber und andere EM so richtig mitgezogen hat. Dies ist bis heute nicht der Fall gewesen, bisher galt das Motto: drei Schritte vor und zwei zurück oder um mit Elliott zu sprechen, einen 5er Puls und danach zurück zur Welle 4. Auch die anfänglichen Korrekturen verkümmern immer mehr, ein Zeichen, daß wir bereits in einer dritten Welle nach oben stecken, sei es eine C oder schon, was ich momentan weniger vermute, eine Drei aus der Drei eines großen Impulses.
    schau ma mol


    resci :thumbsup:

    - und wenns nicht so kommt ... dann kann ich auch nichts machen ... 8)

    • Offizieller Beitrag

    (.....) Die Goldhausse wird wirklich ihr Ende finden, aber erst wenn auch die Goldminen (und deren Rotationen) gelaufen sind, bzw. die Branchenrotation auch Silber und andere EM so richtig mitgezogen hat. Dies ist bis heute nicht der Fall gewesen, bisher galt das Motto: drei Schritte vor und zwei zurück oder um mit Elliott zu sprechen, einen 5er Puls und danach zurück zur Welle 4. Auch die anfänglichen Korrekturen verkümmern immer mehr, ein Zeichen, daß wir bereits in einer dritten Welle nach oben stecken, sei es eine C oder schon, was ich momentan weniger vermute, eine Drei aus der Drei eines großen Impulses.
    schau ma mol


    resci :thumbsup:


    Jo !
    Aber vom Ende der Goldhausse sind wir aber noch um eine halbe Größenordnung oder so entfernt, ist ja oben auch prinzipiell angedeutet. Darüber könnte man spekulieren bei Gold über 2000 $ und oder HUI 800, hab das kürzlich hier in den Raum gestellt.


    Mal die ganze Charttechnik aussen vor, stehen die Rahmenbedingungen mit den irren Bailouts etc. besser denn je für einen weiteren Preisanstieg des Goldes, das momentan das Tempo vorgibt, wobei mE. eine Konsolidierung / Seitwärtsbewegung zum Luftholen in nächster Zeit durchaus hilfreich ist....


    Auch scheint sich Gold unabhängig von allen Währungen zu lösen. Gold ist das einzig wahre Geld, das nicht beliebig vermehrbar ist.


    Grüsse
    Edel

  • Ist dieses Wort schon patentiert? :thumbsup:

    schöne Antwort: Kapitalverkehrskontrollen: das klingt für unsere Ohren so ungewohnt, dass es wie ein Joke klingt.
    Man merkt, dass es kange keine Kapitalverkehrskontrollen mehr gab.


    http://wirtschaftslexikon.gabl…alverkehrskontrollen.html
    Hier ein Link zum Gäbler Wirtschaftslexikon.


    ein paar Jahre, bevor der Maastricht vertrag unterzeichnet wurde, gab es in Frankreich noch Kapitalverkehrskontrollen
    und gelegentlich auch 6monatige gesetzliche Preis-Freezings, um die überbordene Teuerung, die als Folge von Geldmengenausweitung entstand,
    unter Kontrolle zu bringen.

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