Doc Meyer - wo haben wir denn bitte heute 5% ?
Weder in der BRD noch USA; jeder Häuslesbauer kriegt es weit billiger.
Die hohen (Irland-)"Renditen" sind keine Zinsen im eigentlichen Sinne, sondern eingepreiste Risikozuschläge. Weil ebensogut wie die "Rückzahlung" oder Überrollung auch eine Ausbuchung bzw. Teil-Haircut möglich ist. Die Wahrscheinlichkeiten werden halt entsprechend eingepreist.
Meines Erachtens ist es seit 2008 offizielle Strategie, das Problem durch einen de-facto-Negativzins langfristig in den Griff zu kriegen. Also Zinsen unter der Inflationsrate. Genau dafür werden ja die Anleihenmärkte manipuliert.
Im Moment steht zweifelsfrei zu viel (fiktives) Kapital zu wenig Realgütern gegenüber. Beispiel: Subprime-Häuschen und Spanien-Ruinen, als klassische Fehlallokationen. Die Kredite dafür sind noch da, bloß das Asset ist längst wertlos.
Ich schätze, "sie" wollen das durch einen Negativzins (also unterhalb der Inflarate) von 2-3% über 10-20 Jahre hinweg in den Griff kriegen. Also ein sanfter Haircut aller Papiergeldhalter über die Zeit. Gleichzeitig betätigt sich der Staat als Inflatreiber, durch Gebührenerhöhungen im staatlichen bzw. staatsnahen Bereich. Dafür sind alle Mittel recht, z.B. durch Klimagedöns künstlich hochgehaltene Energiepreise.
Ob das freilich so aufgeht, steht auf einem anderen Blatt.