Warum man aber der über-produktiven Realwirtschaft helfen solle, ist mir schleierhaft. Ist doch gut, wenn dieser aufgeblähte Wahnsinn zurückgefahren wird. Und die Flucht ins Gold ist doch reine Umverteilung, schließlich tauscht ja nur der bisherige Goldbesitzer mit dem bisherigen Geldbesitzer. Ein Nullsummenspiel wie die Börse, nur mit weniger Transaktionskosten.
Das Kreditgeldsystem ist nur durch stetigem Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten. Steigenden Schulden muss eine steigende Wirtschaft gegenüberstehen um die Zinsen schaffen zu können. Aus diesem Grund soll diese überproduktive Realwirtschaft aufrecht erhalten werden, damit die Zinsen auf die Schulden eben bedient werden können. Das das schlußendlich nicht dauerhaft - insbesondere bei dem heutigen Schuldenstand - klappt ist aber klar.
„Jeder der glaubt, dass exponentielles Wachstum in einer endlichen Welt für immer weitergehen kann, ist entweder verrückt oder ein Wirtschaftswissenschaftler.“ Kenneth Boulding (von wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Das mit dem Nullsummenspiel stimmt grob betrachtet natürlich. Problematisch wird es nur wenn alle nur mehr Gold wollen und sogar Gold massiv auf Kredit gekauft wird und keiner mehr den "schwarzen Peter" Papiergeld haben will. Das erhöht dann die Geldumlaufgeschwindigkeit zwangsläufig, da jeder den schwarzen Peter so schnell wie möglich wieder loshaben möchte. Dann erst beginnt die Goldblasenbildung, die dann mit der Währungsreform platzt. Die neue Währung (z.B. wie 1948 die DM) ist ja dann kein schwarzer Peter (wie die Reichsmark) mehr und jeder möchte die neue Währung haben um vom neuen Wirtschaftswachstum zu profitieren.