Also, ich glaube Tollar und trenntWände ihr redet da gerade etwas aneinander vorbei, kann das sein?
Ich habe den Eindruck - trenntWände - dass Du, wenn Du davon sprichst, das Geld würde gar nicht existieren, dann von ‚Papiergeld‘ sprichst. Oder aber ich verstehe gar nicht was Du meinst, denn andererseits muß ich Tollar recht geben:
Unser Geld wird bei der Vergabe eines Kredites von einer Privatbank, an einen Schuldner geschaffen. Und nur da. Zentralbanken betreiben normalerweise keinen direkten Handel mit Nichtbanken.
Für die Vergabe eines Kredites muss die Geschäftsbank 10% der Kreditsumme als Eigenkapital in Besitz haben und bei der ZB als Sicherheit hinterlegen.
Der Schuldner darf sich das Geld dann als Digitales Geld auf sein Konto buchen lassen oder aber als Papiergeld in die Hand geben lassen. Wie‘s beliebt.
Merkel hatte das Problem dass im Oktober 2008, ziemlich viele Leute ihre Guthaben in bar bei der Bank abholen wollten. Es existiert aber erstens nicht genug Bargeld, zweitens hat die Geschäftsbank auch nicht genug Eigenkapital, um plötzlich alle Guthaben auszahlen zu können. Denn ihr Eigenkapital liegt ja als Sicherheit bei der ZB oder schmilzt gerade dahin, da sie Abschreibungen auf CDO’s vornehmen muss, die sie bisher als Eigenkapital betrachten konnte.
Wo kommt das anfängliche Eigenkapital der Geschäftsbanken her? Nun da kenne ich mich ehrlich gesagt noch nicht gut genug aus, aber das entsteht am Tag eins einer Volkswirtschaft durch ein ‚rumgehampel‘ zwischen den Zentralbanken und den Geschäftsbanken. Wahrscheinlich kaufen die Geschäftsbanken sowas wie Staatsanleihen gegen Kredit, dürfen die Anleihen dann frei handeln und können gleichzeitig die Anleihen als Eigenkapital wieder bei der ZB einreichen. Dieses Eigenkapital würde sie dann zur Kreditvergabe (also Geldschöpfung) berechtigen.