ZitatMittlerweile glaube ich jedoch, dass sich ein Großteil der Forenuser gewaltig irren wird - wenn es den Euro zerreißt (und die Warnungen aus Brüssel machen mich extrem skeptisch), dann gehe ich davon aus, dass sich in allen Euro-Mitgliedsländern die Regierung eines abends bzw. eines morgens vor die Kameras stellen und schlicht verkünden wird, dass ab sofort die Banken, Tankstellen und Supermärkte für 2 - 3 Tage zwangsweise geschlossen bleiben. Notwährungen sind bereits gedruckt und werden nach Wiedereröffnung der Banken in einem festen Verhältnis gegen Euro eingetauscht (1 zu 10 oder was auch immer). Bargeld vielleicht zu einem schlechteren Kurs als Bankguthaben.
Es gibt keinen Grund dazu. Gewöhnlich wird bei Währungsreform die Währung abgewertet - aber Schulden weniger stark abgewertet (BANKENMACHT!). Sowas lässt sich jetzt aber nicht machen, da die Welt an Schulden bereits erstickt. Umgekerht - die Schulden weniger abwerten als Sparguthaben geht nicht, das die Banken sonst amok laufen würden.
Griechenland wird außerdem nicht jetzt pleite gehen - außer es ist politisch gewollt - um die Inflation wegen Panik anzuheizen.
Aber! Würde GR pleite gehen, wäre das zunächst umgekehrt deflationär, da die Schulden plötzlich weg wären und die Banken müssten das dann als Verlust abschreiben... Erst recht würden viele Banken dann Extra-Aufschläge verlangen, das würde die Finanzierung für die Staaten verteuern und schließlich die Wirtschaft endgültig killen. Evtl. würde es zum Abverkauf von Staatsanleihen kommen und das wirkt sich erneut deflationär aus.
Zu beachten wäre, dass Geld im EU-Raum nicht knapp genug ist, um Staaten pleite gehen zu lassen. Da Geld nur virtuelle Zahlen sind. Diese Illusion muß aufrechterhalten werden... für die Bevölkerung - nicht jedoch für die einzelnen Staaten...
ZitatWie Dark-End richtig sagt, muss ein auslösendes EREIGNIS her - je dramatischer, umso besser - und es müssen SÜNDENBÖCKE angeboten werden können.
Wenn also die Aufgabenstellung für die Nomenklatura lautet, das System ist nicht mehr zu retten, bestenfalls können wir noch unsere Ärsche retten, dann wird man es so machen:
Ja, wenn die Nachfrage nach (Bar-)Geld extrem ansteigt, dann ist es ein Zeichen sich vom Geld zu verabschieden.
Die meisten werden es aber evtl. nicht können... das ist Murphys Gesetz...
Wenn schon Scheiße, dann mit Schwung! Es geht alles aufeinmal schief.
ZitatReal muß Papiergeld(vermögen) immer auf irgendwelche Weisen vernichtet werden, wenn es sich abgekoppelt hat und nicht mehr real unterlegt ist.
Diesmal wird es anders... virtuelles Geld und Papiergeld ist ein herber Unterschied!