Alles anzeigenhttp://www.welt.de/politik/Kri…Wirtschaftsprognosen.html
wunderbarer Artikel zum Thema, wenn auch eher philisophischer Art.
Dreimal durchlesen lohnt sich.
Der im Artikel gennannte weitsichtige Fondmanager Paulson, der die Suprine Krise vor allen anderen sah und beim subprime crash 3.7 mrd dollar verdient hat ist im Frühjahr diesen Jahres massiv in Gold und Goldminen eingestiegen.
der artikel ist bemerkenswert schwach und ließe sich in einem satz zusammenfassen:
experten denken wirkungsbezogen, während alle anderen ursachenbezogen denken.
was für ein schwachsinn. das problem lag und liegt in ökonomischen vorhersagen doch immer an ganz anderer stelle. ich kann versuchen, wirkungsbezogen zu denken, das wird mich aber nicht immer befähigen die richtige vorhersage zu treffen. gerade extreme krisen werden nicht selten nahezu monokausal ausgelöst, wenn man sie im nachhinein betrachtet. dabei wird aber völlig vergessen, dass es durchaus möglich gewesen wäre, die immobilienblase durch eine andere blase abzulösen und so entsatz zu schaffen für die banken. wirtschaft ist nicht monokausal und die schwierigkeit besteht darin, überragend einflussreiche entwicklungen zu identifizieren und sodann deren wirkung vorherzusehen. aber was ist wichtig? war es die immobilenkrise? hätte es nicht der gerade richtig zum sturm ansetzende schwung der märkte der bric-staaten sein können? warum hat nicht eine neue rohstoffblase die immobilienblase ersetzen können? wäre es möglich gewesen, die immobilienblase vor ihrem platzen durch politische maßnahmen abzufangen? und wäre das nicht vielleicht sogar billiger gewesen? und es gäbe tausend andere fragen. die unterstellung, nahezu alle marktteilnehmer dächten wirkungsbezogen, ist lächerlich.