1. Griechenland, Irland und Portugal ist durch den Euro und den damit verbundenen Wegfall des Regulativs einer möglichen Währungsabwertung (wie seinerzeit bei Drachme oder Lira) in einer absolut ausweglosen Lage - die Zahlungsfähigkeit dieser drei PIGS-Regierungen (zur Auszahlung von Renten, Sozialhilfe, Beamtengehältern, Schuldendienste…) sind inzwischen nur noch durch Transferzahlungen aus D, Ö, NL und LUX aufrechtzuerhalten. Nur durch direkte GELDDRUCKmaßnahmen der Zentralbanken in Form von Staatsanleihenaufkäufen oder durch Vergabe neuer Kredite bzw. Bürgschaften, die ebenfalls nichts anderes als „Geldschöpfung aus dem Nichts“ darstellen, kann die „Zahlungsfähigkeit“ dieser Länder zum heutigen Zeitpunkt überhaupt noch gewährleistet werden. Diese Maßnahmen stellen nichts als eine INFLATIONIERUNG der Euro-Papierwährung dar (also eine Erhöhung der Geldmengen), die spätestens mittelfristig zu PREISssteigerungen in bestimmten Bereichen führen MÜSSEN (deren ANFÄNGE man seit etwa Jahresbeginn 2011 sehen kann)…
Hier eine Darstellung der in diesem Abschnitt genannten“ Ausweglosigkeit durch den EURO bei den PIIGS“ am Bsp von Griechenland: http://www.querschuesse.de/griechenlands-cpi-mit-45-im-marz/
2. Aufgrund der gleichen gesamtwirtschaftlichen Konstellation wie bei Griechenland und Portugal wird wahrscheinlich schon Ende dieses oder eben erst nächstes Jahr mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Zahlungsunfähigkeit des Landes Spanien eintreten. Natürlich wird dies so wie jüngst bei Portugal von allen Politikern Europas bis zum Schluss vehement dementiert werden. Spanien ist 1,5 mal größer als Deutschland und hat 46 Mio Einwohner – eine Zahlungfähigkeitserhaltung der Regierung zur Aufrechterhaltung der ÖFFENTLICHEN ORDNUNG ist hier viel schwerer zu stemmen als bei den bisherigen drei zahlungsunfähigen Pleitestaaten GR, I und P zusammengenommen! Entweder bedeuten die hierzu dann notwendigen Rettungsversuchedann schon den Untergang des Euros, oder er lässt sich durch eine erneute Erweiterung des Rettungschirms, durch neue massive (Kredit-)geldschöpfungsmassnahmen, durch Staatsschuldenaufkäufe der Zentralbank (Quantitative Easing) und lügnerisches Schönreden durch unsere Politiker so wie jetzt in der vorletzten Woche bei Portugal noch einmal in die Zukunft verschieben. …
Beweise bzw. Details zu dieser prekären, in diesem Abschnitt genannten, ausweglosen Situation in Spanien findet man hier:
http://www.querschuesse.de/des…che-einzelhandelsumsatze/
http://www.querschuesse.de/nachtrag-zu-spanien/
3. Sollte die Rettung Spaniens Ende 2011 bzw. im Jahr 2012 doch noch mal EURO-geldsystemerhaltend möglich sein, kommt dann als nächster Kandidat Italien an die Reihe. Von diesem Land hört man bisher gar nichts. Sollte in Italien jedoch –aufgrund der durchaus zu den anderen PIGS-Länderen vergleichbaren gegenwärtigen wirtschaftlichen rezessiven Situation- ebenfalls eine durchaus wahrscheinliche Zahlungsunfähigkeit Italiens zur Finanzierung seines Haushaltsdefizites eintreten, so versagen auch hier die Möglichkeit des Landes zur Bezahlung von Polizei- und Beamtengehältern, die Möglichkeit der Tilgung von Staatsschulden, die Auszahlung von Sozialhilfen und Arbeitslosengelder muss eingestellt werden und auch die Rentner werden keine Renten mehr ausgezahlt bekommen. Genau das ist übrigends den drei anderen PIGS-Ländern Griechenland, Irland und Portugal letztes und dieses Jahr schon LIVE vor unseren Augen passiert! Ohne die „RETTUNG“ durch Transferzahlungen aus D, NL, Ö und LUX, wäre der Euro schon heute Geschichte – der Euro wird gegenwärtig „quasi jeden TAG“ gerettet. Spätestens bei Italien wird dies aufgrund der Größe des Landes aber nicht mehr möglich sein. Spätestens dann ist das ENDE des EUROS da!
Diese im vorherigen Abschnitt genannte , durch die Gemeinschaftswährung EURO entstandene absolute Ausweglosigkeit („Zwickmühle“), in der sich Politik und Zentralbanken durch Versagen sämtlicher Steuerungsmechanismen auf ihrem derzeitigen „Problemlösungskurs“ befinden, wird sehr schön in dem folgendem Beitrag der Sendung „frontal“ vom ZDF von gestern dargestellt: Wenn die EZB inflationsbremsend die Zinsen erhöht so wie z.B. ltzt. Woche, dann muss Deutschland den PIGS durch Transferzahlungen ihre Haushalsdefizite ausgleichen (Zahlungsfährigkeitserhalt zur Sicherstellung von Beamtenlöhnen, Sozialhilfe, Schuldendienst,….). Lässt die EZB die Zinsen aber unten, so kommt die Inflation (die Mini-Zinserhöhungen, die die EZB in 2011 durchführen wird, werden die Inflation sowieso nicht bremsen)….. FAZIT: Die DEUTSCHEN müssen also zum VORLÄUFIGEN EURO-Systemerhalt immer zahlen, egal was passiert!!! Das System ist aber nur noch so lange zu erhalten, solange die D, Ö, NL und LUX aufgrund ihrer Bonität (und aufgrund des Rückhaltes in der jeweiligen Bevölkerung) überhaupt noch zahlen können – dann kommt der EURO MELT DOWN.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek…e-teuer-wird-das-Leben%3F
4. Gleichzeitig zu den währungstechnischen Entwicklungen treibt der EURO die Europäer mental auseinander und stiftet Feindschaften zwischen den Ländern, da z.B. die griechischen oder portugisischen Politiker ihrem Volk gegenwärtig erzähen (um selbst aus dem Schussfeuer zu sein), dass aufgrund der Kreditbedingungen/Rückzahlungskonditionen Deutschlands eben die momentan durchgeführten drastischen Gehalts- und sonstigen Sozialleistungs-Kürzungen bei den Menschin in den PIIGS notwendig sind. Die Griechen sind deshalb aus ihrer Sicht immer mehr der Meinung, ja immer mehr Zinsen an die „blöden, fetten, reichen Deutschen“ bezahlen zu müssen, während sich gleichzeitig ihre persönlicher Lebensstandard sehr stark mindert und auch noch Arbeitslosigkeit herrscht/droht. In ein paar Jahren werden Deutsche Urlauber in Griechenland dann sicher des öfteren mal bitter beschimpft und kriegen zusätzlich auch ein paar Schläge is Gesicht, weil die Deutschen aus der Sicht der Griechen an dem Niedergang ihres eigenen Wohlstandes SCHULD sind…. Das in Wirklichkeit die Gemeinschaftswährung EURO Schuld ist, versteht ja zum Glück niemand.