daraus ist die reale Gefahr einer (bereits anlaufenden) Deflation.
Derzeit haben wir leichte deflationäre Tendenzen, die jedoch vom Publikum nicht wahrgenommen werden. während sie der Handel noch ignoriert.
Die umlaufende, frei verfügbare Geldmenge schrumpft, während die Kaufbereitschaft des Verbrauchers sich sehr unterschiedlich verhält.
Bestimmte Sektoren sind durch Regierungs-Subventionen noch gestützt (s. neue Auto bis Sommer-danach Absturz um 40%), während die Artikel, welche das normale Leben betreffen, sehr stark unter einem erhöhten Angebot, niedriger Nachfrage und stagnierenden/fallenden Preisen leiden.
Geh mal auf ebay in die Rubrik DVD oder gebrauchte Kleidung.
Innerhalb von 9 Moanten hat sich das DVD-Angebot fast verdopplet mit dem Effekt, daß selbst gute Spielfilme (Batman etc.) teilweise für 2-3 Euro weggehen.
Bei Kleidung noch schlimmer: ganze Pakete mit 50 neuen bzw. neuwertigen T-Shirts für 20 Euo incl. Versand ----> das ist eine beginnende Deflation.
Andere Bereiche hinken hinterher oder sind nicht so stark betroffen, aber diese sind zum großen Teil die der Vermögenssicherung bzw. inflationsgehypte Assets.
Ich sehe hier ganz einfach einen zunehmenden Angebotsdruck für die Güter des täglichen bzw. überflüssigen Bedarfs auf eine Geldmenge treffen, die per se schrumpft und dann noch vom Staat beschnitten wird.
Dazu noch die Angst um die eigene Zukunft, dann fehlt mir ganz einfach die Basis für einen inflationären Anstoß.
Diese Geldmengenreduzierung wirkt sich derzeit gefühlt sicherlich stärker aus, als statistisch.
Also: Inflation kommt nicht über Nacht, die muß Anlauf nehmen, auch in den Statistiken und im Bewusstsein der Leute.
Noch fühlen sich die Leute wohler, wenn sie ihr Geld behalten könnnen, sollte sich das ändern, dann schlägt es um und damit rechne ich ab Mitte 2011 bzw. in 2012.
Bis dahin sehe ich den Zug aus der anderen Richtung kommen.... 
Soweit OK?
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Deine Analyse stimmt nmE hundertprozentig für den Bereich der "FERTIGGÜTER".
Noch nie war zudem der ANGEBOTSÜBERHANG dieser Güter, insebesonders durch die chinesischen auf den Weltmarkt geworfenen Exportüberschüsse, so gross.
Kurzer EXKURS: z.B. nach dem 2. Weltkrieg waren die Waren ja größtenteils nicht mehr vorhanden, die Fabriken zerstört, und auf diese Situation ist dann das viele gedruckte Geld gestossen, was schnell zu Hyperinfla führte.... heute ist diese Situation wie gerade von mir dargestellt GRUNDLEGEND ANDERS!
Deine oben zitierte, in meinen Augen richtige Analyse bzgl. DEFLATION gilt aber nmE eben nur für den Bereich der "FERTIGGÜTER".
Was ich damit meine, versuche ich mal im folgenden möglichst bildlich "UNWISSENSCHAFTLICH" und "UNTHEORETISCH" darzustellen: 
Die Erhöhung der Geldmengen (in welchem land auch immer) stehen ALLEM
gegenüber, was man für diese Papiergeld-Mengen kaufen kann, nämlich
1. Aktien (ASSETS)
2. Bonds (ASSETS)
3. Immobilien (ASSETS)
4. Commodities (Rohstoffe + Edelmetalle) (ASSETS)
5. Fertiggüter (also z.B. Lebensmittel im Supermarkt oder Autos, Steckdosenstrom o.ä.) (NICHT-ASSETS)
(Anmerkung: wenn ich im Folgenden ASSET-INFLATION spreche, meine ich Preissteigerungen in den Punkten 1.-4., da Pkt 5 gegenwärtig DEFLATIONÄR ist)
In unseren sehr gesättigten "westlichen" Volkswirtschaften wachsen (insbesondere im Gegensatz zu China+Asien)die oben aufgezählten 5 (Waren-)Gruppen, die ich mit der nur einmal vorhandenen Geldmenge kaufen kann, aber sehr viel langsamer wie die von den Zentralbanken+dem Bankensystem aufgrund des Zinseszinseffektes geforderten Geldmengen (in den letzten Monaten ist in USA M3 gefallen, z.B. durch die Pleiten kleinerer Firmen, da das Geld in dort geplatzten Krediten auch weg ist und in den Bilanzen abgeschrieben werden muß-Seit Ende März - August 2010 hatte nmE die FED auch kein neues Geld mehr gedruckt).
Um einem deflatorischen Systemzusammenbruch entgegen zu wirken, muß die FED nun neue Geldmengen drucken, um die durch Insolvenzen weggefallenen Geldmengen (die durch die ausfallenden Schulden ja systembedingt weggefallen sind) auszugleichen und noch mehr, um die SYSTEMRELEVANTEN (ZINSES-)ZINSEN zu bezahlen UND um Investionen in der Wirtschaft, auf dem Häusermarkt und wo auch immer anzuregen ...
Steigen diese neuen Geldmengen nun wie gesagt überprotortional zu den oben aufgezählten 5 Warengruppen, die ich mit diesem Geld kaufen kann, so muß dies logischer Weise irgendwo zu "Preissteigerungen" (="Inflation im Volksmunde") führen.
Und dies hat in den letzten 2 Jahren insbesondere in den ersten von mir genannten 4 Warengruppen (den ASSETS) auch stattgefunden. IN der 5. WArengruppe, den FERTIGGÜTERN, war die Entwicklung eher DEFLATORISCH!!! Diese sogenannte "Asset"-Inflation war in den ltzt. Monaten insbesondere in den Bereichen Aktien und Commodities (z.B. Weizen, Gold), in BRD z.B. auch in Immobilien, deutlich zu sehen. Bonds sind aufgrund der niedrigen Zinsen (negative Real-Rendite nach Inflation) weniger attraktiv, werden aber mit (fast) kostenlosem Zentralbankgeld auch von den Banken weiterhin gekauft…(siehe z.B: PReis-Bubble im BUND-FUTURE)
Die Zentralbanken empfinden "Asset"-Inflation (irgendwo muss das neue Geld ja logischer Weise zu Preissteigerungen führen) aber nicht als negativ. Sie werden erst dann aktiv, wenn die Preise in dem 5. gennanten bereich der Fertiggüter, also z.B. bei den Lebensmittelpreisen im Supermarkt zu steigen beginnen…was ja in den ltzt. 2 Jahren nicht der Fall war (ANMERKUNG für die Defla-Anhänger wie G&B: Solange ein Großteil der PREISE im Gesamt-System steigen wie in bei den von mir genannten ASSETS Nr. 1-4, solange ist auch INFLATION im System und KEINE DEFLATION!!!).
Trotzdem ist "Asset-Inflation" nmE GEFÄHRLICH, auch wenn viele Leute diese erst mal als sehr angenehm empfinden, weil sich hier ja immer wieder Blasen bilden (z.B. New Economy Crash óder Immobilien-Crash in den USA-Gold ist nmE gegenwärtig noch keine Blase), bei deren Platzen idR die Mehrheit der Bevölkerung (viel) Vermögen verlieren und nur die wenigsten gewinnen….
Das ist den Zentralbanken aber egal, sie werden ausschliesslich nur bei einem massiven Ansteigen der "Fertiggüter" aktiv, weil das ja eine innere Bedrohung eines Landes durch die Bevölkerung zur Folge hat (die Leute können sich das Heizen der Wohnung nicht mehr leisten oder werden nich mehr satt und gehen auf die Strasse…)
Der Preis, der in Geldeinheiten an einer Wohnung (oder Aktien oder Gold) dransteht, ist nach logischem Nachdenken also nur ein "scheinbarer Vermögensgewinn", weil der wahre Nutzwert z.B. einer Wohnung oder eines Hauses, für den man den Schlüssel hat, bleibt ja bei realistischer Berachtung immer gleich.
Das ist die große Verscharsche der Inflation und unserer schönen modernen Welt: Alle sind zufrieden, weil alle denken, es wird als immer reicher, dabe erhöhen sich nur irgendwelche Zahlen auf dem Papier!
Der hier von mir geschilderte Zusammenhang gilt natürlich NUR so lange, so lange die Banken deutlich mehr Geld drucken als Güter (Häuser, Rohstoffe,…) produzieren (die USA will nach Meldungen ab 17.8.2010 ja wieder mit der Gelddruckerei anfangen).
Sobald sie anfangen, die Geldmengen RUNTERZUFAHREN, wird’s natürlich deflatorisch (Preissenkend), also Aktien, Gold, Silber und Immobilien MÜSSEN dann wieder fallen (natürlich kann auch nur eine Assetklasse fallen und andere konstant bleiben oder steigen, das kann niemand vorhersehen)
Viele Leute sind nun wie ich nun der Meinung, dass die USA aber in Zukunft keine Restrikitven Maßnahmen zur Inflationseindämmung mehr durchführen kann (z.B. Zinserhöhung, Geldmengen wieder einsammeln durch Staatsanleihenverkäufe,...), weil die Wirtschaft der USA sonst sofort implodieren würde. Die sind diesmal das erste mal seit 60 Jahren fertisch….
SCHLUSSFOLGERUNG aus dem von mir hier Dargestellten: Die Zentralbanken können die Entwicklung INfla/DEfla wie sie WOLLEN und OHNE EINSCHRÄNKUNGEN STEUERN, weil sie über die vorhandene GELDMENGE ABSOLUT FREI entscheiden können. Alle Möglichkeiten haben sie!! (Zur NOT werden eben -wie bisher nie dagewesen- z.B: Autobahnen+Straßenlaternen monetisiert und das Geld direkt unter UMGEHUNG der Geschäftsbanken in das System gepumpt!!!). UND nmE haben sich die ZBs dieser welt -das belegen die Indizien- eindeutig für den INFLATIONSWEG entschieden und NIcht für den der DEFLATION!!!
Wenn IHR in Anlehnung an die hier dargestellten hohen Nummern auf dem Papier übrigends mal mehr Geld in Händen halten wollt, als Ihr jemals in Eurem Leben insgesamt in Händen hattet und jemals halten werdet, dann empfehle ich Euch das - Druckfrisch aus der Notenpresse 2009:
http://cgi.ebay.de/Zimbabwe-Si…rgeld&hash=item4a9f402a6e
LG,
FOCI