Beiträge von GermanLong


    Ist immer ein schwierige Frage. Bin kein "Experte", stand aber selber vor den Fragen. Die Lösung kann nur subjektiv richtig sein.


    Renditegesichtspunkte:


    Verlust wird man bei Verkauf machen. Frag doch mal nach dem Rückkaufwert. Eventuell gibt es bessere Angebote von spezialisierten Aufkäufern "gebrauchter" LV-Policen.


    Schau mal auf die Garantieverzinsung der KLV - die würde ich als Vergleich heranziehen. Ein Tagesgeldkonto dürfte wahrscheinlich nicht wesentlich mehr abwerfen, spätestens nach den Verlusten aus Rückkauf. Dagegen könnte eine Beitragsfreistellung die günstigere Variante sein. Die Garantieleistung bei Ablauf ohne weitere Einzahlungen kann man sich ausrechnen lassen.


    Falls Du weiter zahlst: Die Dynamik halte ich in der Regel für Unfug. Schon mal gerechnet, was man nach sagen wir 30 Jahren mit 5%iger Dynamik einzahlt? Die dicksten Beiträge sollte man eigentlich wegen Zinseszinseffekt am Anfang einzahlen, nicht am Ende.


    Sinnfrage


    Macht der Todesfallschutz überhaupt noch Sinn, vermutlich 17 Jahre vor der Rente? Oder sind die Kinder groß und ausgebildet, Partner/Partnerin hat vielleicht gearbeitet und einen eigenen Rentenanspruch, Schulden sind keine da... vielleicht ist es gar nicht so sinnvoll eine KLV weiterzuführen, der Todesfallschutz kostet dann nur unnötig.
    Viele Verkäufer haben ja früher die KLV einfach als Sparform verkauft.


    Sicherheitsgesichtspunkte:


    Versicherer sind gefährdet, weil sie in die Kapitalmärkte investieren. Wenn es keine ABS-Papiere sind, dann haben sie aber z.B. Bankaktien...


    Einziger Vorteil des Tagesgeldkontos wäre in meinen Augen: Schutz vor Insolvenz des Versicherers. Aber nicht vor Kaufkraftverlust durch Inflation, und als neues Risiko kommt die Bankenpleite hinzu.



    Wenn die KLV nahezu die einzige Altersversorgung (bzw. der dickste Brocken) ist, würde ich persönlich über einen (Teil-)Rückkauf nachdenken, und investieren in - Gähn... - Edelmetall physisch. ;)


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von privileg
    Ja genau das meine ich, also lohnt es nicht wirklich dort einen Satz zukaufen ?


    Weil die bei einigen Sätzen dazu schrieben hoher Wertzuwachs und der aus dem vorigen Jahr ist schn 30 über Ausgabe/Goldpreis also Sammlerobjekte.


    Den Wertzuwachs berechnet MDM meist nach ihren eigenen Apotheken... äh Super-Listenpreisen ;) - das steht dann auch oft in den Fußnoten bei der Werbung. Die wirklich erzielbaren Wiederverkaufswerte stehen auf einem ganz anderen Blatt.


    Ich würde grundsätzlich nur Standard-Anlagemünzen kaufen. MDM taugt in diesem Segment nur für die Lockangebote, die dann hier auch veröffentlicht und - vielen Dank an die Beteiligten - auch kommentiert werden.


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von Edel Man
    Insoweit ist dieser Satz in dem Artikel


    schlichtweg grob falsch.


    Ja. Laut Geschäftsbericht der BuBa, Seite 134
    http://www.bundesbank.de/downl…esberichte/2007gb_bbk.pdf
    waren es zum 31.12.2007 62,433 Mrd € Summe von "Gold und Goldforderungen"


    Aufgrund des Goldpreisanstiegs seitdem müßten es heute knapp 68 Mrd. € sein - http://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$GOLD:$XEU&p=D&st=2008-01-01&id=p11239878830
    Aber vielleicht arbeiten die ja mit Hebelgeschäften und es ist schon viel mehr wert :D


    Wenn also ein Teil verliehen und "gerade mal nicht da" ist, und ein anderer Teil in den USA lagert und "sowieso nicht hier" ist, kann jetzt jeder raten, wieviel in den Tresoren der Bundesbank liegt.


    HansE: Dein Vorschlag gefällt mir auch. Wenn sie sich für den Verkauf und Rückkauf einen guten Händler suchen, könnte glatt noch ein kleiner Zugewinn dabei herauskommen! Daytrading mit dem Bundesbankgold... das wär doch nett ;)

    Zitat

    Original von Pandadler


    Hi, ich habe als Zeithorizont den Tageschart genommen. Beachte die Pfeile. Wird die Aufwärtstrendlinie durchbrochen so wird mit großer Wahrscheinlichkeit das Szenario eintreffen, das ich vor einigen Stunden beschrieben habe. Ich bin aber immernoch "bullisch".


    Also...
    Gestern wechselte Deine Prognose in kurzen Abständen...
    den Thread hast Du "kurzfristige Analysen" genannt...
    jetzt redest Du hier von einem "erneuten Aufwärtstrend"....
    und zeichnest einen Trend ein, der seit Mitte Februar besteht...
    und darüber hinaus der steilste Aufwärtstrend im steilsten Aufwärtstrend im steilsten Aufwärtstrend... im Aufwärtstrend seit 2001 ist...


    Da kann man doch nur den Kopf schütteln. Du hast offenbar keinerlei Ahnung, wovon Du sprichst.


    GL

    privileg:
    Wollte Dir nicht auf den Fuß treten, entschuldige bitte.


    Ich hatte Sinclair mal hier zusammengefaßt:
    http://www.goldseitenforum.de/…?postid=239953#post239953
    http://www.goldseitenforum.de/…?postid=240001#post240001


    Golddeckung im Sinne von Konvertibilität meint Sinclair übrigens ausdrücklich nicht.


    Vielmehr so, daß den Auslandsschulden in der "Bilanz" des "Unternehmens USA" die offiziellen Goldreserven gegenübergestellt werden. Das Gold wird aber nicht gegen Dollars ggf. ausgehändigt (wie beim echten Goldstandard), sondern als realer Gegenwert der Auslandsschulden behalten.


    Das wäre der erste Schritt, um das Vertrauen in den USD wiederherzustellen: „seht, wir haben nicht nur eine Druckpresse, sondern auch einen Haufen Gold dahinter.“


    Verschulden sich die USA stärker im Ausland, werden die vorhandenen Unzen Gold auf mehr Schulden "aufgeteilt", d.h. einem einzelnen Dollar Verschuldung steht weniger Gold gegenüber, der Wechselkurs des USD-denominierten Dollars bzw. Schuldscheins sinkt. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit der USA, Einfuhren fallen (weil teurer in Dollars) und die Einnahmen steigen wieder bzw. die Schulden können abgebaut werden.


    Das haben wir ja in gewissem Sinne heute schon. Nur sind die Zahlungsverpflichtungen noch unbewältigbar groß, sowohl aus den Auslandsschulden, als auch z.B. aus den zukünftigen versprochenen Sozialleistungen. Bei denen erwartet er absolut drakonische Einschnitte.
    Abgesehen davon sind auch die "systeminternen" Mechanismen kaputt - siehe die Kredit- und Derivatekrise - so daß die problematischen Zahlungsversprechen hier erst einmal aus dem System raus müssen, bevor ein einigermaßen "ehrlicher" Neuanfang möglich ist.


    Die Wirkung der „Quasi-Golddeckung der Auslandsschulden“ wäre die gleiche, wie der Automatismus des Goldstandards - bei dem die entsprechende Nation allerdings früher tatsächlich ihr Gold ans Ausland verloren hat, und Deflation und fallende Preise erfuhr, bis sie wieder eine ausgeglichene Handelsbilanz hatte.


    Sinclair hält das (edit: ich meine die einstweilige starke Dollar-Abwertung) für einen "geplanten" Prozeß - das aber bitte nicht mit einer Verschwörungstheorie verwechseln - der in diese Sinne an einem gewissen Punkt durch eben die quasi-Golddeckung unter Kontrolle gebracht wird.


    Wenn da jetzt noch jemand die Fehler raushauen könnte, oder Fehlendes ergänzen, wäre das sehr nett.


    Gruß, GL


    PS:
    das Szenario "neue Währung" wie bei Gold_Baron sieht eine andere Zukunft... ohne US-Dollar. Man kann gespannt sein.


    privileg:


    bitte lesen! - und: das ist nicht mein Wissen, ich gebe nur Sinclairs Aussagen zusammengefaßt weiter.


    Sinclair nimmt an, daß der Goldpreis nach seinem Maximum in diesem Bullenmarkt nicht mehr fällt, weil eine "quasi-Golddeckung" für den US-Dollar bzw. die Auslandsschulden in USD eingeführt werde. Nebenbei, 2011/1600 USD ist seine Prognose.


    Siehe Sinclair-Links. (Frag mich bitte bitte nicht warum. Da rätseln viele Leute rum, wie er dazu kommt. Entweder glaubt man es nicht, oder man hält was davon, weil er schon ziemlich oft richtig lag).


    Gruß, GL

    Zitat

    Original von GOLD_Baron


    Was genau sagt aber ein USDX von 57,5 oder 52 genau aus?


    Na ja, wenn der Euro über 50% vom Währungskorb ausmacht, und die anderen Währungen sich durchschnittlich so wie der Euro gegenüber dem USD verhalten, heißt ein Verluste des USD-Index von .73 (aktuell) auf .52 einen 'Wechselkursverlust des USD von weiteren knapp 30%.
    Also rund 2 USD für 1 Euro.


    Zitat

    Jetzt komme ich mit meiner Prognose und sage, der USD ist spätestens 2012 nicht mehr existent.


    Somit wären alle Beiträge von Sinclair, Hamilton, etc. zu diesem Thema reine Wattebauschwerferei bzw. Zeitvertreib /-verschwendung.


    Wer außer die bekannte Glaskugel kann sagen, auf welchem Niveau der USD durch eine neue Währung ersetzt wird?


    Sinclair gibt ganz einfach eine Prognose, die Deiner entgegensteht:
    - daß kein Amero kommt;
    - daß bei ca. .52 USDX der USD sein Tief sieht;
    - daß das "smart money" dann USD-Long-Positionen eingeht, und
    - daß dann die Bilanz der USA durch eine Goldäquivalenz der ausstehenden öffentlichen US-Schulden in ausländischen Händen ausgeglichen würde, und die US-Dollars / -Schulden im Ausland damit wieder "quasi-goldgedeckt" sein würden
    - daß dann der USD-Goldpreis mit geringer Schwankung um sein erreichtes Maximum in USD verharrt
    - und der USD dann wieder bis auf .72 USDX steigt.


    Ob er recht hat? - Keine Anhnung. Aber:


    Wer hat 1971 (der Goldpreis in USD war fix!) gesagt, Gold gehe in einen Bullenmarkt? - Sinclair.
    Quelle: http://goldismoney.info/forums/showthread.php?t=6105


    Wer hat 1977 um 900 USD beim Gold vorhergesagt? - Sinclair.
    Quelle: http://www.forbes.com/global/2001/1210/064.html


    Wer hat am Tag nach dem absoluten Hoch beim Goldpreis seine Longpositionen in Gold für 810 USD durchschnittlich liquidiert? - Sinclair.
    Quelle: http://www.nytimes.com/2006/05…ess/yourmoney/07gold.html


    Wer hat 1981 den Goldpreis bis auf 250 USD fallen sehen? - Sinclair.
    Quelle: http://www.time.com/time/magaz…cle/0,9171,953036,00.html


    Wer sah den 2001er-Bullenmarkt im Gold lange kommen? - Sinclair.
    (Siehe seine Aktivitäten in Tansania seit 1996)


    Kein schlechter Track Record. Wenn ich einer Glaskugel glaube, dann dieser.


    Was Sinclair heute sagt:
    http://www.jsmineset.com/ARhom…&archive=&highstr=&UArts=
    http://goldtent.com/wp_gold/20…llic-on-sinclair-meeting/


    Die Folgerungen:
    - in Gold investiert bleiben
    - bis zur breiten Manie bei den Minenaktien auch dort investiert bleiben, dann in Gold wechseln
    - Gedanken zum "Ausstieg am Maximum" sind beim physischen Gold nicht notwendig (insofern sind wirklich viele "Meinungen" Zeitverschwendung)
    - das "System" bricht nicht zusammen, auch wenn es sich massiv, mitunter krisenhaft und teils katastrophisch verändert.


    Gruß, GL

    Es gab in 2007 mal die Berichte zur Haftung des Arbeitgebers, falls "gezillmerte" Verträge abgeschlossen wurden. Dann wäre ein hoher Verlust durch die Kosten in den ersten Jahren schon daraus denkbar; der darf laut der Quellen eigentlich nicht sein. Vielleicht mal auschecken.


    Ob eine "Entschädigung" durch den Arbeitgeber bei Rückabwicklung tatsächlich mehr bringt als die nachzuentrichtenden SV-Beiträge, müßte man mal rechnen.


    http://www.capital.de/finanzen…e/100004071.html?nv=smart
    http://www.lawblog.de/index.ph…rente-arbeitgeber-haftet/
    http://www.123recht.net/Betriebliche-Altersvorsorge-(BAV)-%E2%80%93-Haftungsfalle-f%C3%BCr-Arbeitgeber__a25193.html
    http://www.klaudt-grossmann.de/bav.html
    (letzter Link von einem Dienstleister selber).


    Viel Glück!


    Kleine Anekdote: Als ich in meinem Betrieb nach den Kosten bei der neuen Pensionskasse fragte, gab´s böse Gesichter (aber keine Antwort). Dabei ist das ein Dienstleister, der die Beiträge in Versicherungen bei drei Versicherungskonzernen "anlegt" (und sich sicher auch ein Stück vom Kuchen abschneidet).
    Juhu, eine Umbrella-Versicherung!


    Gruß, GL

    Noch`n paar Wenn-Falls-Aber:


    - wenn man Rohstoff- oder Minenfonds in der LV zur Anlage anwählen kann (ja das gibt`s), und
    - die Versicherung von vor 2004 oder so ist, d.h. mit steuerfreiem Ertragsanteil, und
    - der monatliche Beitrag nicht wirklich wehtut, und
    - sonst noch andere Arten der Vorsorge existieren,


    sprächen diese Faktoren auch nicht rundheraus für eine Beendigung der Versicherung.


    GL


    PS Generell sind Versicherungen für mich ein rotes Tuch, nachdem ich kapiert und gerechnet habe, was die sich in der Regel von den Beiträgen abschneiden. Gesocks. Trotzdem habe ich welche behalten, weil sie in gewisser Weise Sinn machen können - und sei es die Vermeidung noch größerer Verluste.


    Wie ist das? Prepare for the worst, pray for the best.... wenn die Vorsorge für den Sturm dazu führt, daß ich bei gutem Wetter in der Scheiße sitze, hat das auch nix.

    Wer diese 174 Seiten des Threads durchgelesen hat, oder sich ernsthaft sonstwo in diesem Forum rumtreibt, dürfte eigentlich nicht mehr Geld als für den laufenden Monat auf der Bank haben.
    Oder ein ewiger Zuspätkommer sein. Oder ein Masochist. Oder das Risiko lieben. Oder unter Ladehemmung trotz besseren Wissens leiden. Jedenfalls irgend etwas, bei dem man nicht helfen kann.
    Ich hoffe, alle fühlen sich wohl.
    Consors bietet übrigens 6% aufs Tagesgeld, das ist doch ein echtes Angebot für Euch, Leute :D


    GL

    Argent081


    Long heißt allgemein, Du profitierst von steigendem Preis, verlierst bei fallendem Preis. Du hast die "Ware" also in irgendeiner Form gekauft (oder Dir den Kauf in der Zukunft gesichert etc.).
    Wenn Du eine Aktie oder Edelmetall ganz simpel besitzt, bist Du damit "long". Ein gehebeltes Gold-Turbo-Long-Zertifikat wäre aber ebenso eine Longposition.
    (Hint: "Sicherheit" ist bei den Edelmetallen immer physisch).


    Short wird es allgemein genannt, wenn Deine Position von fallenden Preisen profitiert. Z.B.
    - durch einen Put-Optionsschein
    - ein Short-Zertifikat
    - durch einen entsprechenden Vorwärtsverkauf zu fixem Preis (Future)
    - durch einen Leerverkauf, den Du zu einem späteren Zeitpunkt durch Kauf der Ware eindecken mußt
    usw.
    -> in der Regel sind das also Derivatgeschäfte in irgendeiner Form.


    Mit einer Shortposition spekuliert ("wettet") man auf fallende Preise... was in einem primären Bullenmarkt wie dem Edelmetallsektor derzeit was für Fortgeschrittene sein sollte.


    Das Spannende ist, daß ein "Short" oft zu einem zukünftigen Kauf der Ware zwingt (beim Leerverkauf), oder bei steigendem Preis einen Geldnachschuß fordert (wie beim Future). Das Glattstellen der Position kann am Markt wie ein "Kauf" wirken.
    Also führen die heutigen Short-Positionen oft zu Käufen zu einem späteren Zeitpunkt, und wirken dann preistreibend. (Daher wird der Derivate-Irrsinn oft als "fortschrittlich für die rationale Preisfindung" romantisiert; meine Meinung).


    Analog führt eine Long-Position früher oder später dazu, daß der Besitzer die Ware wieder verkaufen wird.


    Der Ursprung der Short-Geschäfte dürfte z.B. darin liegen, daß Produzenten und Abnehmer einer Ware sich schon vor der Produktion einer Ware (z.B. vor der Weizenernte) auf einen Preis und eine Abnahmemenge für später einigen - zur gegenseitigen Sicherheit in der Kalkulation.
    Heute haben die Dinger ziemliche Blüten im Renditecasino getrieben.


    Gruß, GL