privileg:
Wollte Dir nicht auf den Fuß treten, entschuldige bitte.
Ich hatte Sinclair mal hier zusammengefaßt:
http://www.goldseitenforum.de/…?postid=239953#post239953
http://www.goldseitenforum.de/…?postid=240001#post240001
Golddeckung im Sinne von Konvertibilität meint Sinclair übrigens ausdrücklich nicht.
Vielmehr so, daß den Auslandsschulden in der "Bilanz" des "Unternehmens USA" die offiziellen Goldreserven gegenübergestellt werden. Das Gold wird aber nicht gegen Dollars ggf. ausgehändigt (wie beim echten Goldstandard), sondern als realer Gegenwert der Auslandsschulden behalten.
Das wäre der erste Schritt, um das Vertrauen in den USD wiederherzustellen: „seht, wir haben nicht nur eine Druckpresse, sondern auch einen Haufen Gold dahinter.“
Verschulden sich die USA stärker im Ausland, werden die vorhandenen Unzen Gold auf mehr Schulden "aufgeteilt", d.h. einem einzelnen Dollar Verschuldung steht weniger Gold gegenüber, der Wechselkurs des USD-denominierten Dollars bzw. Schuldscheins sinkt. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit der USA, Einfuhren fallen (weil teurer in Dollars) und die Einnahmen steigen wieder bzw. die Schulden können abgebaut werden.
Das haben wir ja in gewissem Sinne heute schon. Nur sind die Zahlungsverpflichtungen noch unbewältigbar groß, sowohl aus den Auslandsschulden, als auch z.B. aus den zukünftigen versprochenen Sozialleistungen. Bei denen erwartet er absolut drakonische Einschnitte.
Abgesehen davon sind auch die "systeminternen" Mechanismen kaputt - siehe die Kredit- und Derivatekrise - so daß die problematischen Zahlungsversprechen hier erst einmal aus dem System raus müssen, bevor ein einigermaßen "ehrlicher" Neuanfang möglich ist.
Die Wirkung der „Quasi-Golddeckung der Auslandsschulden“ wäre die gleiche, wie der Automatismus des Goldstandards - bei dem die entsprechende Nation allerdings früher tatsächlich ihr Gold ans Ausland verloren hat, und Deflation und fallende Preise erfuhr, bis sie wieder eine ausgeglichene Handelsbilanz hatte.
Sinclair hält das (edit: ich meine die einstweilige starke Dollar-Abwertung) für einen "geplanten" Prozeß - das aber bitte nicht mit einer Verschwörungstheorie verwechseln - der in diese Sinne an einem gewissen Punkt durch eben die quasi-Golddeckung unter Kontrolle gebracht wird.
Wenn da jetzt noch jemand die Fehler raushauen könnte, oder Fehlendes ergänzen, wäre das sehr nett.
Gruß, GL
PS:
das Szenario "neue Währung" wie bei Gold_Baron sieht eine andere Zukunft... ohne US-Dollar. Man kann gespannt sein.