Beiträge von Saccard

    Staatseinnahmen 2012
    Sozialversicherung 530 Mrd., Steuern 550 Mrd, pro Kopf EUR 13500.
    Straßenbauausgaben pro Kopf 2012 EUR 134.


    Ich finde es sehr wichtig, daß jeder seine Steuern be´zahlt. Schließlich nutzt ja jeder unsere öffentlichen Straßen und saftige 0,99% der Steuereinahmen gehen in den Straßenbau. Ein Hoch auf unseren Staat.


    Gruß
    S.

    African Barrick hat massive Kostenprobleme, beim derzeitigen Goldpreis kann man sich Gewinne abschminken.


    Andererseits, auf der Bilanz netto cash in Höhe von 1/4 der market cap. Das gibt es selten.


    Wie gesagt, ich warte bis Barrick verkauft. Das werden sie m.E., sie verkaufen ja auch ihre australischen Minen (bzw. einen Teil).


    Ohne einen verkauf ist African Barrick m.E. gar nichts wert. Weil Barrick einfach alles beschließen kann, z.B. Kapitalerhöhung in Höhe des doppelten der jetzt ausstehenden Aktien, dann werden die freien Aktionäre einfach wegverwässert. Wenn die 50% Hürde erstmal gefallen ist, besteht diese Gefahr nicht mehr.


    Ansonsten: Japan stock code 6257, Fuji, Pachinko Sektor, hat immer noch merh Cash als Börsenkurs. KGV 5-10, je nach Gewinnlage. Gründerfamilie hält 75% was m.E. der Grund für diesen Discount ist. Irgendwann wird so ein Wert einfach von der Börse genommen, meinetwegen 30 oder 50% Prämie für die Aktionäre, verglichen mit dem wahren inneren Wert sind das aber "Enteignungs"-kurse.


    Gruß
    S.

    Ich würde bei African Barrick warten bis Barrick den 74% Anteil verkauft -> niedrigerer Kurs (zum. relativ zu anderen Minen) und höherer innerer Wert (kein Mehrheitseigner).


    Sibanye hat mit Sicherheit das höchste Potential aller Minen weltweit, weil sie das beherrschende Unternehmen in der West Wits Region sind. Nur einmal ein Ressourcen Vergleich:


    1. Newmont Resources 2012
    116.7M ozs


    2. West Wits (2010, Gold Fields Zahlen von 2010 scheinen exclusive Resources zu beinhalten)
    Mponeng 49.55M + 24.14M exclusive
    Driefontein 52.8M
    Kloof 79M
    = 205.5M ozs = 6400t


    Die West Wits Minen betreiben manuellen Longwall Abbau (hard rock) von knapp 1m dicken reefs, quasi Ebenen, die mit 35 Grad abfallen. 1/3 der Resourcen müssen stehen gelassen werden, sozusagen damit einem die Decke nicht über dem Kopf einstürzt. Kann aber evtl. eines Tages nochmal abgebaut werden. Auch sind die 2010 Zahlen von Gold Fields derzeit nicht mehr rentabel abzubauen, weswegen die Zahlen gnadenlos zusammengestrichen wurden. Die Reserven sind ja nochmal deutlich geringer, pro Mine nur noch 4-5M ozs. Auch Mponeng von Anglogold hat nur noch ca. 5M ozs der Reserven im VCR, der Rest ist 900m tiefer im CLR.


    Wenn wir rechtzeitig entsprechend hohe Goldpreise sehen, ist es sehr wahrscheinlich, daß man die kompletten Resourcen der Minen abbauen kann. M.E. würde so ein Szenario eine Art neuen Goldstandard bedingen, wo der Goldpreis auf mittlere bis hohe 4-stellige Preise fixiert ist und der Platinpreis wesentlich unter dem Goldpreis liegt. Wenn man frühzeitig die entsprechenden Resourcen abbaut, z.B. shaft pillars, können andererseits die restlichen Resourcen aber auch für immer verloren sein.


    Gruß
    S.

    Strom ist das geringere Problem,


    AMCU ist die größte Gewerkschaft in Driefontein, Kloof nach wie vor NUM.


    Sieht so aus als wäre der Sommer der passende Moment für Streiks. Wenn die Gewerkschaften dieses Mal verlieren und auch unter 10% Gehaltserhöhung durchsetzen können, ist durch weitere Einsparungen meine Rechnung von 6% Kostensteigerung pro Jahr zum ersten mal realistisch.


    Ohne Eindämmen der double-digit Zuwächse ist in wenigen Jahren Schluß. Der Sommer (bzw. Winter) dürfte heiß werden.


    Gruß
    S.

    Wwenn man sich mal klar macht, was QE überhaupt ist, sieht man alles ganz klar. Einige Artikel von Richard Koo und ein Fehler monetary base und monetary supply zu verwechseln (Aftershock von Wiedemer) hat mich auf den richtigen Weg gebracht.


    1. QE hat keine inflationäre Auswirkung. 0.
    2. QE sorgt für Umschichtungen von Anleihen in Aktien
    3. QE nutzt der Wirtschaft nicht, Fiskalprogramme würden Geld dem kleinen Mann in die Tasche spülen, würden zu höherem BIP führen. QE führt nicht dazu, sondern nutzt nur Reichen, da Aktien (zunächst) steigen. Wirtschaftliche Tätigkeit wird nicht gefördert, wer eine kaputte Bilanz hat hat auch keine Anleihen, kann also nicht profitieren. Er baut weiter seine Schulden ab


    Was ist also zu erwarten? Schlechtere Wirtschaft, da die Deflation bzw. deflationäre Entwicklung seit 2008 ungebremst weiterläuft (Geldmenge privater Sektor USA schrumpft seitdem). Gleichzeitig höhere Aktienmärkte durch die Umschichtung von Anleihen in Aktien.


    Fazit: Wir werden bald den nächsten Crash sehen, wenn klar wird daß Aktien fundamental extrem teuer sind, die Anleiheinvestoren werden sich in Aktien ohnehin generell unwohl fühlen.


    Jetzt der Clou:
    Nicht nur daß QE keine Vorteile bietet, es hat gewaltige Nachteile für die Wirtschaft. Denn die Reserven (monetary base) liegen beim 10-20-fachen des benötigten. D.h. theoretisch sind mit diesen Reserven Inflationszahlen von bis zu 2000% möglich. Nämlich dann, wenn die Schukldner ihre Bilanzen irgendwann repariert haben und sich wieder höher verschulden (bei uns noch lange nicht der Fall, in Japan vielleicht). Dann muß die Notenbank Reserven vom Markt nehmen, durch Verkauf von Anleihen. Wer also propagiert, die Anleihen bei den Notenbanken wären keine wirklichen Staatsschulden und sollten ausgebucht werden, beweist damit daß er keine Ahnung von unserem Geldsystem hat. Er macht die Notenbank machtlos gegen eine Inflation von bis zu 2000% über mehrere Jahre.


    Soweit so gut, dann nimmt die Notenbank die Reserven eben wieder vom Markt wenn es soweit ist.


    FALSCH GEDACHT, wenn es soweit ist und die Inflationserwartungen bei 3, 5, oder 8% liegen, dann haben langfristige Anleihen längst 30-50% von ihrem Wert verloren. Das ist die ultimative Katastrophe in die uns QE führt wenn Lagfristanleihen gekauft wurden: Faktisch insolvente Notenbanken, die nicht mehr genügend assets zum Verkauf haben, um dem Markt überschüssige Reserven in der monetary base wieder zu entziehen. Zwangsläufig wird die Differenz, also z.B. 300%, in Inflation umgesetzt, d.h. 5-10 Jahre mit einer Vervierfachung der Preise.


    QE funktioniert nur mit einem Asset, das bei Inflationserwartungen nicht an Wert verliert. D.h. Gold.


    Ultimativ wird das dazu führen, daß QE mit Kauf von langfristigen Anleihen eine Inflation ungekannten Ausmasses auslösen wird.


    Es gibt nur ein Mittel um diese Inflation zu verhindern: Entfernung der überschüssigen monetary base durch Verkauf anderer Assets, das einzige asset das die Notenbanken haben, ist Gold.


    Eine Beispielrechnung für die USA:


    menotary base lag bei 800 Mrd, gehen wir davon aus, daß nach der Krise die wirklich benötigte monetary base bei 1 Billion liegt, die FED die monetary Base durch Kauf von 1.5 Billionen in Schrottpapieren und 2.5 Billionen in Anleihen auf 5 Billionen aufgebläht hat. Es droht damit in wenigen Jahren eine Inflation von 400%. Die Schrottpapiere sind in wenigen Jahren auf 0 gefallen, die Anleihen haben sich im Wert auf 1.5 Billionen verringert. D.h. die Fed kann die monetary base von 5 auf 3.5 Billionen zurückführen, also 250% Inflation. Es sei denn die FED verkauft ihre Goldbestände. 8800t, die dann 2.5 Billionen wert sein müssen, um eine Inflation zu verhindern.


    Habt ihr nun den Wert von Gold verstanden? Es ist das einzige Asset, das bei hohen und steigenden Zinsen seinen Wert behält.


    Selbst wenn Gold in einer Blase ist und fundamental nur $700 wert ist gibt es nur zwei Szenarien:
    1. Die FED handelt nicht, zwangsläufig kommen 250% Inflation, der fundamental gerechtfertigte Goldpreis steigt auf $2450
    2. Die FED handelt und verkauft das Gold, Inflation bleibt aus. DAmit liegt der Goldpreis für 8800t bei 2.5 Billionen US$, Preis pro Unze somit $8835 pro Unze.


    Falls die FED das Gold tatsächlich hat. Falls nicht wird der Dollar wertlos.


    Jede Währung, deren Notenbank QE durch Kauf langlaufender Anleihen betreibt und keine Goldreserven hat, wird wertlos werden.


    Rätsel gelöst.


    Gruß
    S.

    Ich komme auf ein anderes Ergebnis:


    428000-382000=46000 R = 5060 USD/kg


    Entschuldigung, ein kleiner fehler meinerseits. Total cash costs liegen natürlich bei 307000 R/kg, ich hatte den NCE Wert eingesetzt (der für den Gewinn einer laufenden Mine eien untergeordnete Rolle spielt, da die ursprünglichen Kapitalkosten versenkt sind).


    Zudem habe ich nicht den Gewinn berechnet, sondern den Fehlbetrag der sich durch geringeren Godpreis ergibt. Also einfach den bereinigten fcf des 1. Quartals vervierfacht, dann den Fehlbetrag von $198 mio abgezogen.


    Anhand der cash costs und des Goldpreises kann man nicht den Gewinn des Unternehmens berechnen, da ja auch Fixkosten und Overhead bestehen. Sibanye hat im letzten Jahr effektiv eine sehr geringe Steuerrate gezahlt, daher habe ich die Steuern weggelassen, was umso konservativer gerechnet ist, da ja bei einem berechneten Mindereinnahmenbetrag (=weniger Gewinn als im vorigen Jahr) die Steuern auf diesen Betrag jetzt nicht mehr gezahlt werden müssen und dem Unternehmen zugute kommen. D.h. man müßte eigentlich noch die Steuern auf die $198 mio wieder auf den bereinigten Gewinn aufschlagen.


    Die Berechnung ist ohnehin nicht so genau, da schon der input (fcf zahlen von Sibanye) erheblichen Interpretationsraum lassen.


    Die Verschuldung stammt im wesentlichen aus den Streiks 2012. Brutto über 4 Mrd. Rand, Sibanye mußte gemäß Übereinkunft mit den Banken auf 4 Mrd. Rand brutto reduzieren. Derzeit liegt die Nettoverschuldung bei 2.8 Mrd Rand.


    Der Zinsfreie Kredit von dem vorher die Rede war ist inzwischen aus den Bilanzen. Es handelte sich um 2 Mrd US$, also ein ganz anderes Kaliber. Auf Yahoo Finance taucht der Wert noch auf, da die Zahlen aus 2012 verwendet werden.


    Sibanye möchte 25-25% des Nettogewinns als Dividende auszahlen, interims und Jahresendzahlung. Mit den Banken besteht die Vereinbarung für 2013
    - max 25% des Nettogewinns auszuzahlen
    - nur am Jahresende, keine Interimszahlung


    $1100 Goldpreis ist kein Problem, mit den jetzigen Kosten kann da sehr lange durchgestanden werden, da man dann immer noch nicht cash flow negativ wäre. Da dann diverse marginale Goldminen und fast der gesamte Platinsektor in Südafrika vor dem Kollaps steht, wird Sibanye wohl kein Problem haben, im schlimmsten Fall an weiteres Geld zu kommen.


    Wenn die Parameter so bleiben wie jetzt können wir für 2014 im besten Fall von 19% Dividende ausgehen.


    Wie es aussieht möchte Neal Froneman die Rolle der südafrikanischen Maggie übernehmen und wird keine Lohnerhöhungen im zweistelligen Prozentbereich zulassen. Man bereitet sich auf 3 Monate Streik vor...


    Gruß
    S.

    Und bezahlt wird alles per QE, was ja durch Anleiheausgabe der Staaten betrieben wird, die wiederum durch Steuereinnahmen bedient werden und mit jedem neuen Höchststand der Börsen weniger beliebt bei den Anlegern sind. Dann wird die Krise, die vielen kleinen Pleiten, eben zu einer Mega-Krise wo die Staaten selbst pleite gehen.


    Auch interessant, daß ab 2002-2007 Japan 0% Zinsen hatte, die FED-Zinserhöhungen bei über 5% sind verpufft, aber Japans Erhöhung um 0.5% hat das Kartenhaus zum Einsturz gebracht. Japan die Bank der Welt? Immer an wichtigen Trendwenden war Japan beteiligt, alles ab 1995 ist doch nicht mehr frei und suspekt, eine einzige Blase.


    Finanzieller Armageddon, die totale Vernichtung, das erwarte ich inzwischen. Schon für 2013/14. Anfang 2015 haben sich die Aktien gedrittelt. Keine Ahnung was Gold macht. Vielleicht sehen wir ja Richard Russells 1:1 Dow Gold bei $3000 schon in zwei Jahren.


    ich gehe inzwischen nicht mehr von real 1.8% Produktivitätswachstum aus, vorbei. Nach 200 Jahren. Heute nur noch Fehlallokationen. Der kleine Anleger zahlt bald dank Beamtenparteien wie den Grünen 35% Abgeltungssteuer nominal und de facto mehr, da ja Werbungskosten nicht mehr absetzbar sind. Wer schon 50 Millionen hat zahlt 0. Nichtmal ausländische Quellensteuer. 1955 hatten wir zwar viel höhere Steuersätze, aber die zahlte nur wer das 5, 10 oder 15-fache des Durchschnittseinkommens verdiente. Bald zahlt man - egal ob 80000 oder 8000000 Jahreseinkommen - den gleichen Steuersatz dank SPD und Grünen, CDU und FDP. Newcomer Parteien wie die Piraten vertreten gleiche Positionen, Piraten sind auch nur Grüne, die vor einem Laptop sitzen und statt Beamten ihr Staatsgeld in Form von Hartz IV oder Bedingungslosem Grundeinkommen verdienen. Die Leute, die 60, 70 oder 80 Stunden pro Woche arbeiten sind die neuen Finanz-Leibeigenen. Weltweit. Und in Südafrika verdient der kleine "ausgebeutete" Minenarbeiter bei Kumba netto EUR 1250 im Monat + EUR 47000 Dividendenzahlung aus Mitarbeiterbeteiligung. Alle 6000.


    Der ostdeutsche Volrwende-Rentner erhält ohne jemals eine DM eingezahlt zu haben Luxusrenten (vergleichsweise) bei niedrigeren Lebenshaltungskosten während der ostdeutsche Arbeitnehmer für EUR 3.80 pro Stunde mit China konkurrieren kann. Absurd das ganze. Der Zeitpunkt wo wirkliche Reformen uns retten konnten ist lange vorbei.


    Gruß
    S.

    Heute ist wieder mal vieles klar geworden. Erst Yen 2% im Minus, die 100er Marke gebrochen, später Goldpreiseinbruch.


    Die Bären, die dem Aktienkursaufschwung mit inzwischen bereinigten KGVs im mittleren 20er Bereich skeptisch gegenüberstehen, werden komplett vernichtet. So war es immer, wenn die absurdeste Rally vorbei ist und endlich mal die Normalität einkehren würde, komtm noch schwupps-diwupps eine Vernichtungsrally, so z.B. wie 1928 bis Herbst 1929. Wären diese letzten Rallies nicht geschehen, wären die Einbrüche danach bei weitem weniger heftig ausgefallen. Dow150- 200 statt 40 wären es 1932 gewesen. Aber man lernt eben nie. Schon Jose de la Vega hat in seinem Buch verwirrung der Verwirrungen so vom ersten Börsencrash geschrieben: Eine heftige Rally, wegwischen alles negativen, komplette Vernichtung der Bären. Dann ein Crash, der den Markt selbst vernichtet. So war es beim ersten Mal vor 1700, so kommt es jetzt wieder. In 2-5 Jahren steht der S&P unter 700, Dax unter 4000, vielleicht sogar 2000. Und da wir 20 Jahre über dem langjährigen Trend lagen, wird im Anschluß an den Bärenmarkt der nächsten wenigen Jahre das Niveau eifach so niedrig verharren, auch für 20 Jahre.


    Gruß
    S.

    Was PVG interessant macht, sind die hohen Grade.


    Hohe Grade sind nun wirklich nicht einfach. Beispiel South Deep vs Driefontein/Mponeng vs Kloof.


    Alle drei in verschiedenen geologischen Zonen, durch Faults getrennt. Im Wesentlichen 3 1/2 Mrd. Jahre alte ehemalige Flüsse, Driefontein/Mponeng und Kloof haben Erzkörper, die mit über 30 Grad Gefälle absinken. South Deep wesentlich geringere Grade mit unter 10 Grad Gefälle. Effekt: In Kloof kann ich z.B. den Ventersdorp Contact Reef mit 23 g/t manuell abbauen oder den Libanon Reef mit 4 g/t. 1/3 bis 1/2 der Resourcen muß als Pillars stehen bleiben, um die Stabilität zu gewährleisten. Bei Anglogold als "exclusive" resources angegeben, bei Sibanye gar nicht in den Resourcen ausgewiesen. Bei niedrigeren Goldkursen könnte man ohne Probleme den Erzgrad durch Erhöhung des Paylimits um 50% anheben, muß dann aber auf 1/3 bis die Hälfte der Reserven verzichten. Da man keine Leute entlassen kann nur eine Wunschvorstellung, schon jetzt sind tausende angestellte Arbeiter überflüssig.


    Bei South Deep fahre ich einfach fröhlich mit Maschinen untertage herum, da eben nur 10 Grad Gefälle, quasi eine Ebene. Bulk Mining, ich kann letzten Endes nicht entscheiden was ich abbaue. Cm-g/t spielen dort gar keine Rolle. Eine komplett andere Mine.


    Brucejack wird sehr spannend sein, da man mit einer access ramp arbeiten wird, kündigen sich sehr gute ökonomische Parameter an. Genau durchschauen kann man es in diesem Stadium aber noch nicht. Es kündigen sich 6-8 mio ozs bei einem Erzgrad von knapp 20g/t und cash costs von ca. $300 an abgebaut über 20 Jahre. Eine größere Reserve ist in Vorbereitung, wird aber dann den Erzgrad massiv absenken, da die zusätzliche Tonnage viel geringere Erzgrade aufweist.


    Gruß
    S.

    So der Produktionsbericht ist draußen mit zwei negativen Überraschungen:


    1. min. 98 cents earnings 1HJ
    2. 66 mio fcf


    Der operative Gewinn lag genauso hoch wie im 1. Quartal 2012, damals 1. HJ 300 mio Gewinn, was über 3 Rand pro Aktie waren. 1 Rand wäre schon eine herbe Enttäuschung, aber es heißt ja auch min., Froneman scheint tiefzustapeln. Es könnten ja noch Streiks kommen bzw. man möchte vernünftig in die Verhandlungen über Gehälter eintreten.


    66 mio fcf passt natürlich nicht zu 171 mio operativem Gewinn im ersten Quartal. Aber erinnern wir uns: Sibanye hat 570 mio Rand bezahlt, bezahlen müssen, um die Bruttoverschuldung auf 4 Mrd. Rand zu bringen. Eine Zahlung, die ich leisten muß, ist kein fcf. Dennoch natürlich Gewinn. Somit liegt der bereinigte fcf bei 590 + 570 mio Rand, also 1.16 Mrd. Rand. $129 mio fcf im Quartal bei gut 600 mio market cap, nicht schlecht.


    Interessiert uns aber auch nicht, wir möchten ja wissen, welche Werte entstehen, wenn alles normal läuft. 129 mio bei verminderter Produktion, die wird im nächsten Quartal nochmal um 14% steigen. Wir wissen also:
    fcf: $147 mio pro Quartal bei normaler Produktion
    total cash costs: 382000 R/kg
    Goldpreis: 470000 R/kg
    Produktion: 10.6t pro Quartal


    Der Goldpreis ist nun auf 423000 R/kg gefallen, die Kosten werden im nächsten Quartal vmtl. um 5% gesenkt werden können, um dann wieder auf 382000 R/kg zu steigen (höhere Gehälter). Macht auf's Jahr gesehen 5000 R/kg, was wir einfach auf den Goldpreis aufschlagen dürfen.
    D.h. effektiv erhalten wir nun nur noch 428000 statt 470000 R/kg, auf's Jahr gesehen die stolze Summe von $198 mio.


    Normalisierter FCF ist damit einfach zu berechnen:
    $147 mio * 4 - $198 mio = $390 mio


    Wenn keine Streiks dazwischen kommen, keine höheren Kapitalausgaben etc.


    Wieviel man verdienen kann sieht man schon hier
    "On 26 March 2013. the Company announced the early repayment of R570 million in debt, reducing its gross debt to
    R4 billion and its net debt to R3.6 billion. By 30 April 2013, cash and equivalents had risen to R1.2 billion
    (US$130 million) and net debt had reduced further to R2.8 billion (US$304 million)."
    Also $89 mio in einem guten Monat (in dem wohl keine Kapitalausgaben angefallen sind).


    Man denkt inzwischen sogar an Zahlung einer Interims-Dividende nach, was nach bisherigen Übereinkommen mit den Banken nicht zulässig ist.


    Die Sicherheit ist auf US Niveau angekommen, keine Toten in Driefontein oder Kloof. Wird aber nicht so bleiben können.


    Die Alarmglocken bzgl. positiver Überraschungen sollten hier schrillen:
    "Lower paylimits should enable the conversion of
    measured resources, which are pre-developed in many cases, into reserves."


    Oder hier:
    "Costs have been reduced and organizational effectiveness improved by merging regional and corporate office
    structures and flattening operational management layers. Shared services divisions are now being rightsized and
    streamlined and the Group is in the process of rolling out the new management operating model. We believe this is the
    first step in reducing costs and improving the organizational effectiveness of the underground operations."
    Übersetzt: Gold Fields war unfähig und hat riesige Wasserköpfe gehabt. Anglogold zahlt für Mponeng 1/3 weniger pro geförderter Tonne Gestein, soviel zum Potential!


    Positiv überhaupt die Anschaffung von KDC. Endlich wieder Kloof und Driefontein.


    Noch zum Erzgrad: Falls sich jemand über die niedrigen Erzgrade wundert: Driefontein z.B. hat 3 plants. Untertage wird mit ca. 13-14g/t abgebaut, dazu kommt noch Geröll ohne Goldgehalt. Erzgrad des geförderten Gesteins inkl. waste dann 6-6.5g/t, nur für 1-2 plants. Der Rest wird mit 0.8g/t Abraum Übertage betrieben, so daß in der Summe 3-4g/t in den plants landet.


    Gruß
    S.

    Ist mit den Goldminen m.E. eher nicht zu vergleichen.


    Ich kann den Risikofaktor Südafrika auch schon nicht mehr hören. Früher hatten die immer schön ihren 30% Discount und gut war's. Heute liegt der Discount um Größenordnungen höher. Lachhaft wenn gleichzeitig Länder wie Ghana, die ja auch nicht gerade so stabil sind, keinen Discount haben sollen. Oder wenn man für Ruanda Anleihen plötzlich ähnliche Renditen zahlt wie in Südafrika.


    Ich bleibe dabei: Südafrika ist das Land mit der besten Gold-Geologie der Welt und einem Kostenproblem durch einen überbewerteten Rand bedingt durch Carry Trades. 25% Arbeitslosigkeit sprechen für sich.


    Da in Südafrika 1.6 Mrd Unzen Gold abgebaut wurden gehe ich gemäß dem Lindy Effekt davon aus, daß Südafrika das Land mit den meisten noch zu entdeckenden Goldreserven ist.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    die hatte ich nicht auf dem Radar und werde nicht kaufen.


    Alarmglocken:
    -Vancouver
    -keine Finanzierung
    -Story Gold, Minen vs Gold (das sollten die Unternehmen doch bitte uns überlassen)
    -BC


    Positiv:
    -Ramp Acccess
    -könnten im besten Fall $500/oz cash costs werden (kurz die angegebenen $/milled ton überschlagen)


    Research auf jeden Fall Silver Standard und Quartermain. Das muß sich jeder eine eigene Meinung bilden. Ich habe weder eine positive noch eine negative, da ich zu wenig über Quartermain weiß.


    Zu beachten ist, daß die Produktion erst 2016 aufgenommen werden soll. Da kann noch jede Menge schiefgehen. Außerdem: hoher Erzgehalt ist nicht immer gut. Kommt drauf an wie gut man drankommt, was nutzen mir 16g/t wenn ich Unmengen waste entfernen muß um überhaupt an das Erz dranzukommen. Narrow vein Minen sind immer Unikate! Auch sollte man dort Reserven nicht überschätzen oder unterschätzen, Produktion halte ich dort für wichtiger. Warum explorieren wenn Exploration teuer ist, es auch so weitergeht und ich ohnehin für mehr als 10 Jahre Reserven habe?


    An Sibanye kommen sie nicht heran, da deutlich weniger Reserven (vergiss inferred, das ist gar nichts wert, 7 mio ozs unterm Strich), dafür aber erheblich weniger Kosten. Gefällt mir eigentlich besser. Ausschlaggebend sind die noch zu stemmenden Kosten für den Bau der Mine (habe allerdings keinen Blick auf die Cash Position geworfen), ein bischen Katze im Sack Faktor und daß SIbanye eben eine dicke Dividende zahlt, wenn der Goldpreis nicht komplett wegbricht. So einer der wenigen Werte auf der Nachrückliste.


    Gruß
    S.

    SLW Kredit ist peanuts, das waren 600 mio wenn ich mich reht entsinne. Gut, Silber zum Schleuderkurs verkauft...


    Barrick ist nur zu teuer im Vergleich mit Super-Sonderangeboten wie Sibanye. In der Liga der majors gibt es nichts ähnlich billiges wie Barrick.


    Die Kredite bei Barrick sind natürlich sehr hoch, das muß man zugeben.


    Jorge zieht ja seit 10 Jahren unflätigst über Barrick her, ein weiteres Problem mit Pascua Lama.


    Gruß
    S.

    Barrick ist verglichen mit den anderen Majors wirklich gut. Pascua Lama ist geologisch gesehen eine exzellente Mine, wie es aussieht könnte sie aber letzten Endes vielleicht gar nicht in Betrieb gehen. Trotzdem ist Barrick ein gutes Investment. Newmont sieht m.E. in allen Bereichen schlechter aus, Anglogold könnte eine Alternative sein. Gold Fields ist von den assets her nochmal ein Stückchen besser (deutlich weniger market cap pro Unze), kann aber nicht die Profitabilität von Barrick erreichen. D.h. auf Sicht von 5 oder 10 Jahren würde ich Gold Fields bevorzugen, sonst Barrick. Anglogold ist etwas speziell, vom Rest - also Kinross, Newmont, Newcrest und Goldcorp - halte ich persönlich nicht so viel.


    Barrick hält 74% von African Barrick, dort hat man die Tanzania Minen ausgelagert. African Barrick hat 1/4 der market cap in cash und keine Schulden, Barrick wird den Anteil wohl abstoßen. African Barrick hat derzeit ein Kostenproblem. Nur als kleiner Hinweis, daß sich dort noch eine andere Investmentchance im Umfeld von Barrick ergeben könnte.


    Gruß
    S.

    Wegen einiger Nachfragen, Sibanye muß wegen des geringeren Gewinns je Aktie eine Warnung herausgeben. Im letzten Jahr gab es noch 1000 Sibanye Aktien (H1 Gewinn $300000 je Aktie damals), jetzt 732 mio Aktien.


    Die Situation erinnert mich ein bischen an die Olympus als im WSJ ein vor Fehlern nur so strotzender Artikel erschien, man konnte damals Olympus Aktien für unter 5 Euro kaufen. Das GS sell sehe ich eher positiv. Ein alter Hut, daß sich sell Empfehlungen besser entwickeln als die Kaufempfehlungen der Banken.


    Gruß
    S.

    Das Problem das Harmony hat ist, die schlechtesten Minen zu haben. Beispiel West Wits:


    Mponen von Harmony ist m.E. die beste Mine der Welt, besser als Red Lake, da WESENTLICH größer. Driefontein ist quasi die gleiche Mine nur von einer anderen Gesellschaft direkt nebenan. 5km weiter kommt Kloof, schon deutlich schlechter aber auf ähnlichem Niveau was Erzgehalt betrifft. Wenige km weiter östlich dann South Deep, längste Reserven, aber nur noch der halbe Erzgehalt. Kusasalethu ist weiter westlich und hat genauso einen geringeren Ergehalt bei nicht mechanisierter Produktion, d.h. die höchsten Kosten. DRDGold hat dann noch eine stillgelegte Mine nördlich von Kusasalethu. Klar daß HMY als erstes Probleme bekommt.


    Alleine die Driefontein und Kloof haben die doppelten Bundesbankreserven an historischer Produktion vorzuweisen.


    Ich gehe übrigens sehr wohl all-in, so eine Chance wie hier gibt es nicht alle Tage, vielleicht einmal in mehreren Jahrzehnten.


    Gruß
    S.

    Sibanye Gewinn pro Aktie kollabiert


    "In compliance with paragraphs 3.4(b) shareholders are advised
    that earnings per share and headline earnings per share for the
    six months ended 30 June 2013 will be at least 20% less than the
    prior year."


    Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit, da nach Statuten eine Warnung herausgegeben werden muiß, wenn der Gewinn je Aktie um mehr als 20% geringer ausfällt. Der Gewinn je Aktie wird quasi vollständig kollabieren (H1 2012 ca. $300000 je Aktie).


    Am 8. Produktionszahlen. Ich kaufe weiterhin vorsichtig nach.


    Gruß
    S.

    Dir ist aber schon klar, daß wir keinen Salamicrash wie 2001/2002 oder einen langsamen Absturz wie 2007/2008 mehr erleben werden? Die privaten sind größtenteils draußen, Pensionsfonds wesentlich weniger. Ich halte inzwischen einen Crash von 30-50% an einem Tag oder in wenigen Minuten für denkbar. Circuit breaker bringen da auch nichts mehr, dann muß die Börse eben 1 Jahr oder 2 Jahre oder 5 Jahre geschlossen werden, wenn man die Realität nicht akzeptieren möchte.


    18.05. setzt das debtr ceiling wieder ein, im September oder spätestens Oktober kann man auch mit Tricks nichts mehr machen. Die Parteien dort drüben sind so zerstritten, daß inzwischen bei Partnervermittlungen zwischen Dem. und Rep. unterschieden wird. Ich weiß nicht was, aber es wird etwas passieren und dann wollen alle gleichzeitig raus.


    Gruß
    S.

    sowie MUX.


    Edel Man, erklär mir doch mal Mux, ich hatte die im letzten Jahr selber. 70 mio Verlust pro Jahr, wie lange halten die das durch?


    Los Azules ist zu groß, um es zu entwickeln. Bei diesen Kupferpreisen und dem Erzgrad auch sehr riskant. Kommen da nicht gewaltige Probleme auf Mux zu? 80000 ozs production zzgl. 50000 AUeq in Silber. Mehr haben die nicht.


    McEwen ist ein guter Promoter. Scheinbar hat er mit Goldcorp vor allem auch viel Glück gehabt. Wie schnell man sich überschätzen kann zeigt das Beispiel von JC Penny, wo Ron Johnson (vorheriger Erfolg bei Apple wurde ihm zugeschrieben) gnadenlos gescheitert ist.


    Also wie geht es da weiter?


    Gruß
    S.

    Naja, seit 2006 sind die Minen schon ein Flop, da gibt es nichts herumzureden. Aber es ist ein Fehler, diese Entwicklung einfach fortzuschreiben. Ausgesuchte Minen sind inzwischen billiger als 2001, zum Teil deutlich. Geht der Goldpreis auf 2100, dann können sich die Minen verfünffachen. Ausgesuchte Minen können sich dazu relativ zu den anderen verdoppeln oder verdreifachen. Geht es weiter nach unten, sollten diese relativ billigen Minen auch besser abschneiden.


    Kommt es zum Finanzsystem-Crash dann sehen wir m.E. Euro-Dollar Parität, halbierter Rand, halbierter A$, 30-40% Minus im C$, Yen um die 50-70 zum US$, dann werden südafrikanische und australische Minen sehr gut abschneiden trotz Goldpreis von vielleicht $1100. Die Minen bilden eben nicht den Goldpreis, sondern die Marge zwischen Goldpreis und Rohstoffkosten ab. Da hunderttausende Mrs. Watanabes und Bank-Devisenhändler über 10 Jahre die Welt mit ihren Milchmädchen-Carrytrades terrorartig überzogen haben, ist eben das Resultat u.a. der magere Gewinn der Minen.


    Gruß
    S.