Beiträge von Saccard

    Vielleicht der nächste Crash? Wenn Minen nicht steigen, dann sollte dfer Goldpreis bald wieder leicht nach unten drehen. Derzeit scheint alles zu crashen was 2011 Stärke bewiesen hat. Zuerst der Yen, dann das Gold. Als nächstes könnte der Euro dran sein, d.h. Dollarparität in wenigen Monaten.


    Gruß
    S.

    Danke für die Warnung, ich habe mit der Strategie Erfahrung, seit 10 Jahren hat mein größter Wert fast immer >50% Depotgewicht gehabt.


    Außerdem, was hat mir die Diversifikation genutzt? Barrick ist noch stärker gefallen. Im letzten Jahr hatte ich auch so etwas wie MUX, die bei einem 1/17 der Goldproduktion an der Börse so ziemlich das gleiche kosten. Das sind für mich die wahren Gefahrenwerte.


    Von DRD hatte ich früher schon nicht viel gehalten. Erstmal waren sie durch die Kebbles gepusht (Phantomprojekte wie Argonaut etc.), zudem waren sie einfach stark gehobelt. Das ist bei Qualitätsminen wie Anglogold oder Sibanye eben nicht so, die Kosten liegen (derzeit!) nicht höher bzw. sogar tiefer als im internationalen Durchschnitt. Harmony, die ja aufgrund der schlechteren Minen in Randlagen höhere Kosten zu tragen haben, dürften der Logik nach auch nicht deutlich teurer als Sibanye sein.


    Zudem sehe ich es genau umgekehrt: auf das Platin kann einige Jahre verzichtet werden, es existieren genügend stock piles, in China steht vielleicht eine Rezession an (wichtigster Abnehmer sind KATs für Autos in emerging markets, da dort kein Recycling existiert). Sibanye hat 2012 über 300 mio Gewinn gemacht, Lonmin über 500 mio Verlust, wo werden da die Lichter zuerst ausgehen?


    Auch physisch ist für mich keine Alternative, die Minen preisen einen wesentlich geringeren Goldpreis ein, bleiben die Minen auf jetzigem Niveau werden wir wohl Goldpreise von unter $1200 sehen.


    Gruß
    S.

    Wir übersehen nichts. Sibanye wird immer noch unterschätzt, wird abgetan als kleine Junior-Klitsche. Kein Wunder, ein Spin-Off ist meist unterbewertet und unbekannt.


    Wir sollten nicht vergessen:
    - 10. größter Goldproduzent der Welt
    - größte Mine Afrikas
    - historische Produktion der beiden West Wits Minen: >175 mio oz. (mehr als Barrick an Reserven hat)
    - keine Exploration, Vorkommen 1898 entdeckt
    - 13 mio ozs Reserven, 60 mio m+i, d.h. da liegen 20-30 mio weitere Unzen an Reserven, wenn man unter 3400m geht
    - 14.5g/t Erzgehalt
    - Kosten pro Tonne 1/3 bis 50% höher als in Mponeng direkt nebenan (die längst noch tiefer sind), d.h. Einsparpotential


    Die Kostensteigerungen durch Strom und Gehälter sind doch alte Hüte. Ich habe dafür 6% eingeplant, wird wahrscheinlich eher 10% pro Jahr. No risk no fun. Ich jedenfalls halte einen Discount von 30 oder 50% in Südafrika gerechtfertigt. Im Vergleich zu Newmont und m+i resources liegen wir bei Faktor 17, KGV Faktor 4-10 je nach Vergleichsmine. Wie hoch soll der Discount denn noch sein?


    Im anderen Fall sinkt der Kapitän eben doch mikt der Titanic.


    Gruß
    S.

    Erinnert mich irgendwie an ein virtuelles Wahlbörsenspiel vor einigen Jahren wo ich den FDP Kurs auf 27% hochschrauben konnte. Eigentlich ist es an der Börse genauso: Es ist jeder Kurd drin, ab und zu gibt es eine Verknüpfung mit der Realität (Quartalsergebnisse, Wahlen, früher bei der Ostindien Kompanie das Eintreffen der Schiffe). Dann werden die schlechten Spekulanten bestraft, die guten belohnt. Dieser Mechanismus ist ausgehebelt, die wirtschaftlichen Folgen werden wir alle tragen müssen. Nicht vergessen: Erfolgreiche Spekulation sorgt z.B. dafür, daß es keine Hungersnöte gibt, Kaufen im Überangebot wenn die Preise günstig sind, verkaufen in der Nahrungsmittelkrise. Die Preise steigen bei erfolgreicher Spekulation nicht so stark, und fallen bei Überangebot nicht so stark. Heute werden erfolgreiche, fundamentale Anleger ausgehungert, das Kapital wird selbstsüchtigen Egomanen anvertraut. Jüngstes Beispiel: Nach ewigem Herumkrebsen bei KGVs im einstelligen Bereich war es für Sega überhaupt kein Problem von KGV20 auf KGV40 zu steigen.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo,


    sie sind mir einfach zu teuer. Relativ zu Newmont & Co billig. In Südafrika gibt es aber ganz anderes. Warum KGV8, wenn auch KGV2 geht? Die Kosten liegen inzwischen überall fast gleich, zwischen $1100 und $1200/oz. Da Problem in Südafrika sind die Lohnerhöhungen, da muß etwas passieren.


    Newmont dürfte inzwischen nach dem schlechten ersten Quartal ein KGV im 20er Bereich haben. Damit kann man keine Gold-Baisse durchstehen.


    Harmony steht auch auf meiner Liste. Ich kaufe sie nicht, da Sibanye in allen Bereichen besser dasteht (Produktion, Reserven, Kosten), aber nur 1/3 kostet. Wenn man das kleine HMY Projekt in Papua ausläßt...


    Ehrlich gesagt haben sich die Minen in den letzten Tagen so schlecht geschlagen, daß man wohl von neuen Tiefs im Goldpreis ausgehen darf.


    Morgen ist erstmal die EZB fällig mit einem weiteren Schritt Richtung Finanzmarkt Kurzschluss. Die wichtigste Regel ist derzeit anscheinend, daß die EZB Zinsen immer über dem BOJ Zinssatz liegen müssen. Sonst ist es vorbei mit den Carry Trades.


    Gruß
    S.

    Ein bischen viel Verschwörungstheorie.


    Wir Goldies sind doch selbst schuld, wenn wir nicht einmal die relative Bewertung von Minen schaffen. Siehe Barrick vs Newmont, absurd wie teuer Newmont relativ ist.


    Klar daß jeder versucht den Markt zu beeinflussen wenn er es kann.


    Gruß
    S.

    Südafrika benötigt wohl eine eigene Version von Frau Thatcher.


    Man muß sich nur ansehen welche Rolle Cyril Ramaphosa bei Lonmin im Fall Marikana gespielt hat.


    Die Stratgeie geht auf: Während Sibanye immer noch ca. 2.5 Mrd. Rand Gewinn macht, kratzen die Platinproduzenten an der Grenze der Profitabilität oder liegen dank der jüngsten Preisverfälle schon darunter. Die Platinpreise müssen nicht steigen - Stichwort Überangebot und stock piles. Erst im Laufe dieses Jahres läuft Platin wieder ins Defizit wenn in emerging markets mehr Fahrzeuge verkauft werden (Katalysatoren). Bei uns wird Platin praktisch nicht mehr benötigt, da aus dem Altbestand Recycling betrieben wird.


    So gesehen fällt der Bushveld Complex vor der West Wits Region.


    Gruß
    S.


    Nein, wenn in Japan 3% Anleihenrenditen herrschen und die 10-jährigen 25% verlieren nützt das auch nichts. Dann fehlen mit einem Mal hunderte von Milliarden, die das Finanzministerium nachschießen muß. Das Finanzministerium wird dann Anleihen ausgeben müssen, die die BOJ gleich wieder kauft.
    Nun ja, nach Marktkursen müssen die Notenbanken ja nicht bilanzieren. Natürlich hast du Recht, daß die Zentralbanken nicht handlungsunfähig werden.


    Der Unterschied Zentralbank zu Geschäftsbank ist, daß ich bei der normalen Bank die Aktionäre und Anleihegläubiger pleite gehen lasse, mit 10 Mrd. Eigenkapital neustarte. Bei den Notenbanken geht das nicht, die Verluste die in den Bilanzen anfallen müssen entweder ausgesessen werden oder komplett durch den Steuerzahler übernommen werden.


    Vielleicht ist das Problem ja auch, daß die jetzt gekauften Anleihen bei einsetzender Inflation 25, 30, 40% an Wert verloren haben und dann selbst bei Wiederverkauf in den Markt das ausgeschüttete Zentralbankgeld gar nicht mehr eingesammelt werden kann. Auch Zinserhöhungen sind dann unwirksam, da ja gigantische Mengen an Zentralbankgeld schon im Markt sind. In Japan steuern wir auf 50-60% des BIP monetary base hin in wenigen Jahren, daraus kann man 600% des BIP an Verschuldung generieren.


    Gruß
    S.

    Den Aktienmarktcrash. Die Banken hantieren mit den Rettungsbillionen und haben den Markt fest im Griff. Kapitalistische Planwirtschaft. Da alles zu teuer ist kann man kein Stück mehr kaufen. Wer Altersvorsorge mit Aktien betreiben möchte hat jetzt schon verloren. Ein Ende des ganzen Wahnsinns würde ja auch einen Neuanfang ermöglichen.


    Ich sehe sowohl im Aktienmarktcrash oder im Ausbleiben desselben zwei sehr negative Szenarien.


    Gruß
    S.

    Ich habe schon mal einen Link gepostet, aber noch keine Reaktion erhalten.


    Nach der Hälfte der Lektüre geht mir duch den Kopf: Was wenn die Notenbanken machtlos sind Deflation zu verhindern? Was wenn BOJ, EZB und FED pleite gehen? Es fehlt nicht viel: etwas mehr Volatilität, ein paar abgestoßene JGBs und die BOJ ist pleite. Schwierigkeiten in Spanien, EZB ist pleite. Schwierigkeiten in Frankreich (vmtl. größter US$ carry trader) und die FED ist pleite (US$/Euro Swaps). Wenn die Zentralbanken pleite gehen, werden sie natürlich weiter machen. Aber der Steuerzahler muß ein paar Mrd. Eigenkapital nachschießen. Genauer gesagt - da eine Notenbank ja nicht pleitegehen kann und umdtrukturiert werden kann - muß der Steuerzahler die kompletten Verluste der Notenbank ausgleichen. Also vielleicht auch mal mehr als die paar Mrd. Kröten Eigenkapital das sie haben. Und dann ist psychologisch Schluß. Kein QE mehr, synchrone Pleite weltweit.


    Gruß
    S.

    Für mich ist dies alles sehr einleuchtend und nachvollziehbar.


    Naja, "paradox of inflationary deflation" = Hyperinflation. In der Hyperinflation wird alles real - von außen gesehen - billiger. Siehe Südamerika in den 80ern, in US$ ist alles gefallen. Siehe 1923, die Franzosen haben hier für ein Appel und ein Ei alles weggekauft. Leider verstehen es die meisten MEnschen bis heute nicht, daß es nur Inflation vs Deflation/Hyperinflation gibt. Deflation/Hyperinflation wird nur durch monetäre Verschiebungen geprägt. Doch, einen Unterschied gibt es: Hyperinflation führt zu kurzfristigem Denken (schnell das Geld in Zahnbürsten, Brötchen, Angelausflug, Kinderdreirad, Wollpullover investieren bevor es wertlos ist, Sparen für größere Anschaffungen ist nicht drin weshalb die im Wert relativ kollabieren), Deflation ermöglicht langfristiges Sparen.


    Gruß
    S.

    Hallo Neo, hallo zwyss.


    Ich bin ja seit langem ein Verfechter des Deflationsszenarios. Das Problerm das die Minen haben ist, daß derzeit die Anlegerschaft in den Minen Angst vor Inflation hat. In der Deflation sind Minen genauso gut, nur wird ein Wechsel der Anlegerschaft stattfinden und somit Gold und Minen eine gewisse Zeit schlecht performen.


    Die Ursache ist, daß in der Deflation der Ausfall von Kreditnehmern sehr real ist. Siehe der Anleihencrash 1932. Zudem sind die Minen NUR vom Goldpreis abhängig. Kollabiert die Weltwirtschaft ist es doch für die Minen eher gut, da alle Käufe von Zement, Stahl, Arbeitskraft billiger werden. Deshalb sehe ich nach einer gewissen Schwächephase beim Gold und bei den Minen beim nächsten Aufschwung die Kosten der Minen fast gar nicht steigen. Was das für die Minengewinne bedeutet kann man sich vorstellen.


    Ich denke es wird sehr bald an den Aktienmärkten deutlich nach unten gehen. Das einzige was steigen kann sind m.E. US$, Yen, Minen und Gold. 2013/14 werden extrem kritische Jahre. Entweder wir haben jetzt schon das Tief bei den Minen gesehen oder es geht zum Ende 2014 nochmal tiefer. Kurzfristig auf Sicht von 6 Monaten dürfte es auf jeden Fall nach oben gehen. Denn wenn es an den Aktienmärkten kracht, sind in den Minen keine gehebelten Akteure mehr aktiv, die wurden gerade alle vernichtet. Und wer long Aktien verkaufen muß ist vielleicht short im Gold und wird dann auch diese Positionen auflösen.


    Gruß
    S.

    News bei Sibanye, Fronemann bestätigt R2.3 bn fcf bei R400000/kg ($1340/oz).


    Damit liegt der FCF pro ADR Aktie bei $1.40. Wie gesagt, bei $1340 Goldpreis. Kosten pro oz $1160 inklusive Kapitalausgaben.


    P/FCF = 2.77 (Goldpreis $1340).
    P/FCF = 2.1 (Goldpreis $1425)


    Wer da nicht kauft ist selber schuld.


    Gruß
    S.

    Fondmanager können doch nicht so blöd sein,


    Doch, ich meine ABX wäre sogar bei ASA Top-Wert gewesen.


    Wegfall der Pascua-Lama Mine


    Genau das scheint mir eingepreist zu werden. Es gab da ja auch diese Klagen des Cholerikers der seit x-Jahren über Barrick herzieht, kann sein das Pascua Lama also aus mehreren Gründen nichts wird.


    Beim jetzigen Kurs ist Barrick auch ohne Pascua Lama interessant.


    Gruß
    S.

    Fondmanager können doch nicht so blöd sein,


    Doch, ich meine ABX wäre sogar bei ASA Top-Wert gewesen.


    Wegfall der Pascua-Lama Mine


    Genau das scheint mir eingepreist zu werden. Es gab da ja auch diese Klagen des Cholerikers der seit x-Jahren über Barrick herzieht, kann sein das Pascua Lama also aus mehreren Gründen nichts wird.


    Beim jetzigen Kurs ist Barrick auch ohne Pascua Lama interessant.


    Gruß
    S.

    Wer was Besonderes findet, mal hier melden.


    Hallo zusammen,


    drei Dinge.


    1. Die Spalte Price to NPV mit 10% ist relevant. Wir wissen, daß man bei Goldminen eigentlich 0% nutzen sollte. In diesen Zeiten versteht der Markt die Minen aber nicht, zur Sicherheit ist die 10% Spalte besser. Deckt sich übrigens auch sehr gut mit meinen Einschätzungen der letzten Tage hier was die rel. Positionierung in teuer/billig betrifft.


    2. Sibanye fehlt


    3. BMO hat in der anderen verlinkten Studie von 2012 für Beatrix und KDC 29 Mrd Rand NPV bei 10% angegeben. Netto-Schulden von 4 Mrd. Rand abgezogen, durch 9.15 geteilt um auf US$ zu kommen und durch 183 Millionen geteilt (Zahl der ausstehenden Aktien in ADRs): NPV at 10% pro share = $14.93
    Sibanye price to NPV at 10% also 0.26, nur mal so als Vergleich.


    Gruß
    S.

    Zur Studie:
    BMO geht aus von R2 Dividende (=$0.87 pro ADR). Mein Modell mit dem niedrigeren Goldpreis sagt ca. $0.30-0.35 pro ADR voraus.


    Ich gehe von R300000/kg total costs aus, BMO R265000/kg cash costs.


    BMO Rand Wechselkurs R8.2/US$, ich gehe von R9.15/US$ aus.


    BMO kommt auf $330-$440 mio FCF pro Jahr bis 2022.


    Auch interessant: Selbst bei der Studie von BMO, wo das abfallende Produktionsprofil bis 2022 berücksichtigt wird, hat Sibanye 2022 immer noch 40:60 Produktionsaufteilung im Verhältnis zu Gold Fields. Also genauso wie heute. So schlecht können die Minen dann nicht sein.


    2005 haben Beatrix und KDC noch ca. 3 mio ozs produziert. Das kann wieder geschafft werden, wenn Carry Trades zugunsten des Rand endlich einmal aufhören würden, dann könnte man die 60 mio ozs measured + indicated resources in ca. 30 mio ozs reserves umwandeln und jährlich vielleicht 2.5 mio ozs produzieren. Dafür müssen dann Milliardeninvestitionen getätigt werden, da man deutlich tiefer gehen muß. Im Moment unrelevant, nur eben ein Zeichen daß durchaus Potential existiert.


    Gruß
    S.