Beiträge von Saccard

    EON
    ROIC 6.4%
    Umsatzrendite 7.7%, alles so lala, Dividendenwert und dafür etwas wenig Dividende.


    Rheinmetall
    3.4% Umsatzrendite..


    Dow Chemical
    Zykliker
    KGV 9.3, ok für Zykliker
    21% ROIC
    10% Umsatzrendite
    Analysten erwarten 8% Wachstum die nächsten 5 Jahre. Für mich sieht's mehr nach top am Ende eines Wirtschaftsaufschwungs aus.


    Nestle:
    8.8% Umsatzrendite
    25% ROIC (unter Berücksichtigung der intangibles 13%, für Nahrungsmittelindustrie top)
    KGV 19
    Von 98 bis 2005 ca. 10% Gewinnwachstum pro Jahr.


    Ich würde von den genannten Werten nur Nestle behalten, die dafür aber aufstocken. 10% Wachstum ist zwar nicht sehr gut, aber langfristig wird ein großer Konzern sowieso keinesfalls stärker als 10% wachsen können. Man hat einen der wenigen guten Konzerne in Europa. Dann den besten Konzern (=Marktführer) in der Nahrungsmittelindustrie. Ein Investment, das man wirklich das ganze Leben halten kann.


    Gruß
    S.

    Goldie,


    jetzt ohne die Werte im einzelnen genauer anzuschauen.. ich habe bei meinen screenings extra Ölwerte und Zykliker rausgelassen.


    Hohes ROIC kann auch schlecht sein. Wenn einfach durch überhöhte Preise ungerechtfertigt hohe Gewinne gemacht werden. Das könnte beim Öl derzeit der Fall sein.
    BP, Total und Statoil wären für mich jedenfalls erstmal uninteressant. Obwohl Ölwerte langfristig nicht schlecht sind.


    Von Versorgern halte ich auch nicht soviel. Gelten ja als relativ sicher, sind sie in der Praxis nicht immer. RWE, Eni und Eon also auch nicht so mein Fall. Obwohl ich die dann halten würde im Gegensatz zu Ölwerten.


    Verbleiben Südzucker, Rheinmetall, Thyssen, Nestle und Dow Chemical.


    Südzucker hatte ich vor Jahren mal, die waren so idiotisch Schöller an Nestle zu verkaufen. Der Rest ist stark EU-Subventionsabhängig. Nicht mein Fall.


    Rheinmetall ist eigentlich ein Zykliker, könnte längerfristig aber mal interessant werden wegen Rüstung. Ein paar Schlüsseltechnologien haben sie. Von Thyssen halte ich nichts. Zykliker, d.h. bei billigem KGV verkaufen, bei hohem KGV (Gewinne fallen schneller als Aktienkurs) kaufen. Zu Dow Chemical kann ich nichts sagen. Nestle wiederum würde ich auf jeden Fall halten. Bei ROIC Berechnungen kommen alle Werte nicht so gut weg. Man sollte auf jeden Fall auch auf die Umsatzrendite achten, da die unabhängig von der Inflation ist (wenn ich eine neue Firma gründe habe ich immer niedrigeres ROIC als eine alte Firma, die Anlagen zu alten Preisen aus sagen wir den 80er Jahren in den Büchern stehen hat). Ich hatte vor einiger Zeit mal Kraft, gefallen mir besser als Nestle weil ich von einem stärkeren $ ausgehe. Wenn das bei dir nicht der Fall ist.. Nestle hat super Marken, nicht besonders billig aber auch nicht besonders teuer, für mich ein echtes Langfristinvestment. Gefahr für die Nahrungsmittelindustrie sind eigentlich nur Kostendruck wegen Walmart & co (mit den Handelsmarken) und höhere Kosten durch Verpackung und Rohstoffkosten.


    Rheinmetall, Nestle, Dow Chemical und eon (als Beispiel für die Versorger) schaue ich mir mal genauer an.


    Wenn du nur europäische Werte magst: Beiersdorf, Henkel, Altana und Cadbury mag ich, wobei Cadbury umstrukturiert, Altana das Pharmageschäft verkauft und Beiersdorf schlicht zu teuer ist.


    Bei allen ROIC Betrachtungen darf man nicht vergessen, daß dabei vor allem zwei Dinge wichtig sind.
    a) ROIC höher als Kapitalkosten
    b) ROIC höher als bei Konkurrenten


    D.h. wenn ROIC durch die Bank niedriger ist als in den USA, ist das relativ egal. Man muß eben von europäischen Standards ausgehen.


    Soviel erstmal aus meinem Gedächtnis..


    Gruß
    S.

    Jetzt weiß ich auch was mich daran so stört, Kaufrausch. Du machst einen Unterschied


    1. Zwischen Verlust- und Gewinnpositionen


    2. Zwischen Werten die du besitzt und die du nicht besitzt.


    Mir ist vollkommen egal was ich für einen Wert bezahlt habe. Wenn ich verkaufen will, verkaufe ich. Gewinn/Verlust ist mir egal. Genauso geht es mir mit Werten die ich besitze und die, die ich nicht besitze. Das was fundamental die beste Performance verspricht wird gekauft. Wenn ich was schlechteres halte wird das verkauft. Diversifikation muß natürlich drin sein, wobei ich 10 Goldwerte nicht als Diversifikation ansehe, da würde ich zur Not auch auf 1-3 Werte konzentrieren.


    Was du betreibst ist ein riesiges Sieb. Ein riesiges Sieb den größten Schrott den es gibt einzusammeln. Du gehst davon aus, daß alles wieder über ein bestimmtes Niveau steigt. Das ist aber nicht der Fall. DRDGold mit den ewigen Verwässerungen z.B., oder Revlon. Bestimmte Werte fallen halt FÜR IMMER.


    Was wird nun langfristig bei deiner Vorgehensweise passieren? Du wirst viele Verluste vermeiden, da vieles eben doch wieder steigt. Aber es steigen doch gerade die guten Sachen. Und gerade wenn du +/-0 bist willst/kannst du nach deinem Schema wieder verkaufen. Aber warum dann nicht die Lage analysieren und wenn sie gut ist halten bis ein ordentlicher Gewinn herausspringt? Nein, genau dann sind deine Werte verkauft.
    Langfristig übrig bleiben die Depotleichen, die garantiert nie mehr über deine Kaufniveaus steigen werden. Einfach per Definition, denn sonst wären sie ja abverkauft worden.


    Ob sowas Sinn macht? Du bindest langfristig Kapital, das man besser einsetzen kann. Das mit den Depotleichen ist dann nicht so gravierend. Es ist nur ein Verwaltungsaufwand. Wenn du mit dem Rest genügend Gewinn machst, hast du die Dinger ja quasi kostenlos gekriegt.


    Fakt ist jedenfalls, daß so kein professioneller Händler meinetwegen in der Modebranche vorgehen kann. Oder haben die ihre Geschäfte vollgestopft mit diversen Vorjahreskollektionen? Nein, der Müll belegt wertvolle Lager- und Schaufensterfläche, raus damit. Depotleichen belegen wertvolle mentale Kapazität.


    Ähnliches erlebt man beim Flohmarkt. Bücher oder "Platten" werden für pauschal xx cent verkauft. Die guten gehen natürlich sofort weg. Zurück bleibt eine Kollektion von irgendwelchem Esoterik-Müll, Volksmusik- und Weihnachtsplatten, was dann Jahr für Jahr wieder beim Flohmarkt angekarrt wird. Den Inhalt diverser Plunderstände könnte man dabei genauso gut auf einer Mülldeponie 1:1 so vorfinden.


    Naja, ich will es nicht zu sehr kritisieren. Nicht zuletzt ist Investieren extrem individuell. Was für den einen funktioniert ist für den anderen das falsche. Hauptsache es funktioniert.


    Gruß
    S.

    Natürlich wird von unten nach oben verteilt. In der Wirtschaft. Der Staat gleicht das zum Teil aus (Umverteilung von oben nach unten) und das Spielchen geht dadurch länger weiter. Denn irgendwann ist alles Geld umverteilt und es gibt einen großen Knall.


    Aber keine Sorge: die Reichen schaffen langfristig nichtmal, den S&P 500 zu schlagen. Praktisch alle Personen von Forbes 400 Listen und wie sie nicht alle heißen von vor 25 Jahren sind heute nicht mehr aufgeführt.


    Das Problem sind auch nicht die Super-Superreichen. Die verlieren ihr Geld schon wieder wenn sie nicht intelligent genug sind. Siehe Walmart und Walton Sippschaft. In 100 Jahren ist der Großteil der Kohle wieder futsch.


    Das Problem sind die 1% der Bevölkerung, die 20% des Einkommens vereinnahmen. Ohne dafür entsprechende Gegenleistung zu bringen. Scheineliten á la Management, die in Wirklichkeit nur eine kapitalistische Variante der kommunistischen Bonzen sind. Karl Marx hat vollkommen richtig festgestellt, daß große Konzerne und Aktiengesellschaften vielmehr bürokratischen Staatsinstitutionen und sozialistischen Gesellschaftsmodellen ähneln als kapitalistischen Unternehmen. Denn es entscheiden Personen, die keinerlei wirtschaftliches Risiko tragen und denen das Unternehmen nicht gehört.


    Ein kleiner Crash und das Problem ist gelöst.


    Gruß
    S.

    Wenn du 20-30% pro Jahr auf 100% machst und nur 33% davon Verluste sind, dann machst du doch auf deine 66% mit Gewinn nicht 20-30% sondern viel mehr und darauf bezahlst du die Steuern.


    Dein Szenario macht nur Sinn wenn du Gewinne erst nach 1 Jahr realisierst.


    Wenn du deine Verluste sozusagen wegsperrst, hast du nichts um Scheingewinne auszugleichen und auf diese Scheingewinen fallen dann eben Steuern an. Nicht der Gewinn an sich ist gut, sondern der Gewinn der die Verluste übersteigt und nur der sollte versteuert werden.


    Gruß
    S.

    Kaufrausch, langfristig macht man mit Standardaktien 7% pro Jahr. Wahrscheinlich ist daher folgendes Szenario. Du hast 60000 Euro investiert. Die eine Hälfte, 30000 Euro machen Verlust und fallen auf 20000 Euro. Die anderen 30000 steigen auf 44200. in der Summe hast du 64200, also 7% Gewinn.
    Steuern normalerweise 42% (+Soli) auf 4200. Nach Steuern 4% Gewinn verbleibend.


    Du würdest jetzt also die 20000 in Verlusten halten und die 44200 verkaufen?
    Dann hast du 14200 "Gewinn", die 10000 Verlust sind nach einem Jahr keine Spekulationsverluste mehr und du kannst nicht gegenrechnen! Nach Steuern hast du 3% Verlust.


    Ich dagegen verkaufe typischerweise die 20000er Position und habe 10000 Spekuverlust. Die 44200 werden nach mehr als einem Jahr steuerfrei verkauft. Ich zahle 0 Steuern, habe volle 7% und kann im nächsten Jahr 16% Gewinn innerhalb eines Jahres machen ohne daß ich Steuern zahlen muß.


    Naja, nun ist es bald ja ohnehin hinfällig, da die Spekufrist jetzt ja ganz fällt.


    Merke: langfristige Verluste, auf denen man länger als 1 Jahr sitzt, sind ganz ganz böse.


    Gruß
    S.

    gutso


    Ich meine nur die HUI Abwärtsbewegung seit Anfang September. Von 370 ging es grade runter Richtung 290, dann ca. ab dem 25. wieder Hoch auf 310 intraday und dann wieder rutner bis jetzt 290. Chart erstellen lohnt deswegen nicht, schau halt bei stockcharts ($HUI).


    Kaufrausch
    Was du machst ist mir nicht einleuchtend, warum keine Verluste machen? Jeder Händler macht Verluste, mir kann keiner erzählen daß professionelle Händler mit Verlust einfach nicht verkaufen. Die haben keine Lagerkapazität, die müssen verkaufen. Die gehen einfach weniger Risiko ein, Preise werden im voraus gefixt und man lebt von ganz kleinen Margen.
    Der Haken bei deienr Strategie ist, daß deine Gewinne zu versteuern sind, deine Verluste aber nicht! Was ist denn mti den Sachen, die nie mehr steigen? Willst du die für immer behalten? Hätte sich ein Verkauf von Nasdaq Werten selbst bei 4000 nicht mehr gelohnt? Man wird inflationsbereinigt bis weit nach 2030 warten müssen bis man diese nasdaq Kurse wieder sieht.
    Ich verkaufe jedenfalls gerne mit Verlusten. Natürlich weiß man auch, wann es besser ist durchzuhalten. Das Problem der Hobbytrader ist m.E. daß man erstmal einsteigt auf gut Glück mit der Absicht auf kleine Gewinne. Dann dreht die Position ins Minus und man ist plötzlich langfristig investiert. Dann wird das minus größer und größer und nach einer Halbierung wird dann plötzlich doch verkauft. Das ist natürlich Unsinn. Wenn ein Wert 10 oder 20% verliert verkaufe ich gerne, dann wird die Lage neu eingeschätzt und genauso gerne kaufe ich dann auch zurück. Für die Steuer habe ich dann erstmal verluste eingefahren. Meine aktuelle langfristige Planung ist im übrigen nie mehr zu verkaufen. Wenn man wirklich langfristige Wachstumswerte hat wie Johnson & Johnson. warum überhaupt verkaufen? Solange die ihre Dividende steigern, ist alles ok. Buffetts Anlageerfolg war vor allem eine Steuersparstrategie.
    bei den Minen mag deine Strategie ja Sinn machen, langfristig drehen die sich einfach immer nur auf gleichem Niveau.



    Gruß
    S.

    Sehr interessant beim jüngsten HUI-Absturz: könnte ein ABC werden.


    3 Wochen von 370 auf 290, dann Korrektur von 290 auf 310 (hätte mehr erwartet) und jetzt wieder bei ca. 290. Kursziel wären dann 230 in ca. 3 Wochen, was sich interessanterweise mit den bisherigen charttechnischen Kurszielen deckt.


    Wenn es wirklich so käme.. könnte das wirklich die PPT Arbeit sein.


    PPT HUI Absturz auf 230 löst dann in 3 Wochen oder früher allgemeinen Crash aus. Das wäre DIE Ironie des Schicksals.


    Und das schönste wäre: das PPT wäre endlich PLEITE.


    Gruß
    S.

    Eldo,


    langfristig liegst du m.E. goldrichtig ;)


    Pas aber bloß auf den US$ auf. Richard Russell empfiehlt immer die Berichte von Hussmanfunds zu lesen, seines Erachtens mit das beste derzeit. Ein alter Artikel aus 2004:


    http://www.hussmanfunds.com/wmc/wmc041220.htm


    Es geht um den US$. Er hat 2000 korrekt den Euro empfohlen. Und 2004 korrekt die Überbewertung des Euro erkannt.


    Seine Paritätslevel:
    USD/EUR 1.13
    USD/JPY 100
    overshoot bis 83 möglich.


    M.E. sollte auch beim Euro ein overshoot bis 1.05 oder Parität drin sein.


    Deswegen, wer Anleihen will: US$, könnte bis 2009 gut gehen. Kurzfristig aber auch crashhefährdet.


    Wer auf Währungen spekulieren will : Yen. Parität 113 zum Euro (aktuell 150), möglich sind auch die 85. Das wären über 75% in vielleicht nur 3 Jahren. Crash ausgelöst durch Ende der carry trades und neuer Premier in Japan.. passt alles zu gut ins Bild.
    Japanische Aktien mit wenig Exportanteil sind sehr sehr interessant. Z.B. Sega-Sammy mit Pachislot/Pachinko. Sankyo (Achtung, Sankyo-Fever, die Pachinko hersteller nicht die anderen Sankyo) wäre evtl. auch noch was. Es gibt leider nur wenige gute Firmen in Japan. Hauptsache Yen.


    Hussman ist jedenfalls ein brilliantes Köpfchen. Die Defizite der USA haben eben nichts mit dem US$ Kurs zu tun, sondern mit strukturellen Problemen und zu geringer Sparquote. Nichts anderes. Über Wechselkurse kann man das Problem nicht lösen.


    Fahr am besten dein Leverage runter, bei einem Crash kann man nicht mehr rechtzeitig reagieren. Irgendwas liegt jedenfalls in der Luft. Alle meine Aktienpositionen sind im übrigen mit Dax-Puts abgesichert. 1:1 mit Aktien (USA, Japan), 3:1 für Goldminen/-werte und 1:3 für 7 bis 8 jährige Anleihen. Ein Crash sollte daher für mich relativ neutral verlaufen, an stärkerem US$ oder Yen würde ich verdienen.


    Gruß
    S.

    Das ist ja der eigentliche Witz. Bush will verhindern, daß der Iran Atomwaffen erlangt. Das wird wohl noch min. Jahre dauern. Derweil testet Nordkorea fröhlich vor sich hin, es wird aber kein Wort darüber verloren.


    Sollte Nordkorea jetzt im Oktober einen Test machen, wie würde Bush dann dastehen??


    Gruß
    S.

    Für den nächsten Krieg fehlt jedenfalls immer noch der wirtschaftliche Anlass. Solange es an der Börse gut geht.. kein Krieg.


    M.E. wird jedoch nicht alles gut gehen. Wir stehen sehr nahe vor einem Crash, einem richtigen Crash wie 1929 mit -40%, 1987 mit -30% oder 1973/74 mit -50% in 2 Jahren.


    Wie Marc Faber schon meinte, alle Anleger sind von ihrer jeweiligen Anlageklasse extrem überzeugt. Gold, Emerging Markets, Europa-Aktien, Bonds, und und und. Das ganze hat nur zu einem Austarieren der Preise geführt wobei einfach alles zu teuer ist.


    Ich halte mich jedenfalls zurück. Nichtmal der September war normal.


    Man darf natürlich die gegenwärtige Situation nicht mit 2000 vergleichen. Was war denn die Lektion aus 2000 und dem Salamicrash? Jawohl, daß man nicht einfach Hoffnung haben darf und langfristig invvestiert bleibt, nein, man muß doch bei den Bubbles mitspielen (war also alles richtig mit den Internetaktien ;) ), dann aber schnell verkaufen wenn es bergab geht. Nun, ich glaube es wird einfach keine Chance zum Verkaufen geben, plötzlich stehen wir beim Dax bei 4000 innerhalb von nicht einmal einer Woche, so stelle ich mir das vor.


    Danach kann man dann wieder vernünftig anlegen, danach setzt dann vielleicht mal die vernunft ein. Rohstoffe/Öl geben dann weiter nach wegen Rezession. Aktien sind nach wie vor in einem langfristigen Bärenmarkt. Gold dürfte dann steigen und in China sollte man mal die interne Nachfrage ankurbeln. Wenn ein Krieg China/Japan ausbleibt, wird Asien das neue Zentrum der Welt. Singapur als Byzanz des 21. Jhds.


    Vielleicht wird ein Crash sogar vom PPT ausgelöst durch die kurzfristige Manipulation der Ölpreise oder ähnliches.


    So unmoralisch ist die Börse gar nicht! Am Ende werden immer die Gierigen und die Manipulateure bestraft. Die "Samariter der Wirtschaft", die erfolgreichen Spekulanten, werden dagegen belohnt, da sie der Weltwirtschaft unglaublichen Nutzen gebracht haben durch Steuern der Preise in ökonomisch und moralisch gesundes Terrain. Jeder Goldbug, der in den Jahren 1999-2003 gekauft hat, hat ja zu höheren Goldpreisen beigetragen und somit direkt Bares in die Taschen der Minenarbeiter in Afrika und Asien gespült.


    Bush gehört von der Börse bestraft. Entweder es kracht vor der Wahl und er kriegt eins auf den Deckel oder es kracht nach der Wahl und er geht als schlechtester Präsident aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein.


    Gruß
    S.

    Es kann jetzt nicht mehr lange bis zum Crash sein. Aktienmärkte nahe ATH und am Ende von aufsteigenden Dreieckformationen. $ und Yen am Ende ihrer 6- und 7-jährigen Abwärtsbewegungen. Rohstoffe gefallen und überverkauft - also genau in solch einer Situation wo man sich einen weiteren Crash vorstellen kann. Gold wieder in neutralem Terrain (RSI 14 nahe 50) und beim Test der 200 dma von unten. Anleihen ebenfalls überkauft. Zeitlich ist jetzt alles synchron, die Pendel zwischen den Assetklassen sind austariert, eben nur alles auf zu hohem Niveau. Alle sind für ihre jeweiligeAnlageklasse optimistisch wie Marc faber es nennt. Alles wird gemeinsam den Weg nach unten antreten.


    Gruß
    S.

    Fällt eigentlich niemandem auf, daß wir eigentlich genau da stehen wo wir 1972 schon mal waren?


    1966 das ATH im Dow. 6.5 jahre später, ab Januar 1973, sind die US-Börsen nach einem neuen ATH praktisch ununterbrochen fast zwei Jahre lang gefallen und haben 50% verloren.


    Gold hat sich in dieser Zeit sehr gut geschlagen.


    Gruß
    S.

    Eldo, so hab ich 20002 noch geacht in der kleinen Baisse zwischen Mai und Dezember bei den Minen:


    "Wenn man meint, daß man die Goldminen kaputtmachen müßte...


    Na gut , so schlimm sieht`s noch gar nicht aus. Heute gab es wenigstens eine Rally zum Schluß. Aber trotzdem. Allein aus purer Bosheit kaufe ich schon Gold. Wenn die FED Krieg möchte, dann gibt es Krieg."


    Was wäre eigentlich mit Avocet wenn die Ölpreise krachen? Jilau ist zur Zeit ausgepreist worden, das ist eindeutig. Wenn die cash costs wieder unter Goldpreis fallen, würde Jilau wieder eingepreist werden.


    Gruß
    S.

    Eldorado, Jilau kannst du wohl auf Dauer vergessen. 0.8g/t bis 1.1g/t, das ist doch allen klar gewesen, daß das nicht das beste Projekt ist. Und da liegen >50% der Reserven.


    Höhere Kraftstoffpreise in Indonesien sidn auch permanent.


    Bakan werden am Ende 200-300000 ozs werden, macht zusammen mit Penjom und North Lanut ca. 1 mio. Also so ca. $200/reserve oz. Cash costs sollten langfristig im Bereich 275 sein (bisher 190-230 bei den Projekten).


    Und die Feasbility von Taror/Chore kommt auch irgendwann, das wären 2 mio ozs und sollten dem Kurs auf die Beine helfen. Das wäre dann ein guter verkaufszeitpunkt, langfristig wird Avocet in Tadschikistan enteignet.


    Ich würde die wenn ich sie hätte auf jeden Fall erstmal verkaufen. Verluste sind geil für die Steuer. Dann objektiv überlegen und wenn sie einem gefallen wieder rein. Was ich jetzt auch machen würde, wenn ich dem Management noch trauen würde.


    Kann auch sein, daß Catchpole im voraus seinen Hut nehmen mußte wegen der Performance.


    Deinen Rat zu Anleihen habe ich schon im voraus realisiert. 2/3 halte ich noch wegen der Zinsen. Erwarte so 4.9 bis 5.1% Renditen bei den 10-jährigen. Wenn es so kommt fangen das meine Aktienputs wieder auf.


    Gruß
    S.

    LuckyFriday,
    das Problem mit der Finanzierung von Staaten ist ja gerade, daß die USA noch massiv ihre Steuern erhöhen können. Japan sogar noch mehr, die haben die niedrigste Staatsquote überhaupt. In Deutschland geht das praktisch nicht mehr, wir sind nahe der Grenze.


    Das Römische Reich nehme ich gerne als Beispiel. M.E. ist das das wahrscheinlichste Szenario.
    Was passierte? Erst Republik, dann Cäsaren mit Brot und Spielen. Unter den Cäsaren - als im Inneren die Moral und Kultur längst kaputt waren - Höhepunkt des Reiches. Dann dauerte es Jahrhunderte!!! Und danach 1000 Jahre Mittelalter.


    Kann es wieder so kommen? M.E. ja China wird NIE den Wohlstand haben wie die USA. Das gibt die Erde von den Ressourcen eben nicht her. Genau wie man früher ja auch die Grenze des Römischen Reichs anhand des Walds sehen konnte.. damals waren es Landwirtschaft und Böden, heute begrenzen Öl und Umweltbelastung das Wachstum.
    Langfristig geht die Menschheit ins 2. Mittelalter. Wir haben heute die niedrigste Innovationsrate bezogen auf die Bevölkerung in den letzten 500 Jahren. Pfizer und co entdecken trotz 8 Mrd. Forschung pro Jahr praktisch keine neuen Medikamente. Im Gegenteil, Tuberkulose wird wieder zur unheilbaren Krankheit. Vielleicht geht den Menschen ein Licht auf, wenn die erste Vogelgrippe oder Tuberkulose Epidemie in Südafrika 5% der Bevölkerung aufgrund von HIV-Vorschädigung wegrafft.


    Nachfolger des römischen Reichs wurde Konstantinopel / Byzanz. Aber als eher regionale Macht, mit Involvierung der alten Machthaber aus Rom und mit einer knallharten Währung. Schweiz oder Singapur könnte sowas vielleicht mal werden. Japan sieht langfristig auch gut aus, da sehr homogene Bevölkerung.


    Was wäre so schlimm daran, wenn der Fortschritt 1000 Jahre stillsteht und wir dann den heutigen Lebensstandard mit weniger Umweltbelastung und für fast alle Menschen haben?