Ob es zwischenzeitlich nochmal runtergeht..
Schon mal gemerkt, daß wir JEDES JAHR den Goldpreiscrash haben.
2002, 2003, 2004, 2006. 2005 ist irgendwie halb ausgefallen, dafür waren 2004/05 auch sehr schwach und es ist nicht bis über die Hochs von 2003 hinausgegangen (zumindest die Minen).
Jedes jahr hieß es: jetzt kracht es und der Goldpreis schießt nach oben. Nie was draus geworden. Die Hochs für 2006 haben wir schon. Damit sollten wir auf jeden Fall schonmal zufrieden sein.
Bei aller Kaffesatzleserei.. selbst wenn mein negativszenario eintreten sollte, ich denke zumindest 2008 sehen wir bei Gold ein neues Hoch.
Für 2007 bin ich pessimistisch, auf jeden Fall aber wird ein Zwischenhoch gemacht. Wenn's nun nach unten geht und $600 erreicht werden (mindestens). Oder $650? Was wäre daran schlimm.
Das würde gleichzeitig Ölpreise von unter $40 bedeuten.. und wenn wir $600 Goldpreis und $40 Ölpreis in 2007 haben, dann wird bestimmt der Dow nicht auf neuen Höhen stehen.
Wie man's nimmt. Ich kaufe ab Dienstag noch einige Minen dazu. Einige, bei denen eben die Fundamentaldaten im kleinen stimmen. Bisher haben wir immer gute Minen gehabt, in jedem Jahr. 2005 war ein absolutes Saure-Gurken Jahr für die Minen, jedenfalls bis Herbst. Desert Sun und Yamana oder gammon Lake haben doch trotzdem viel Spaß gemacht?
Und jetzt zum Dow.
1. NAHB Index kracht runter
2. Dow Theory non-confirmation
3. Hohe Bewertung
4. September/Oktober -> negative Zeit
Da wird doch wohl keiner ernsthaft investieren.
Der Schlüssel liegt tatsächlich in der Immo-Bubble. Heute habe ich das mal durchdacht. Es wird ja immer davon ausgegangen, daß es crashartig um bis zu 90% mit den Hauspreisen nach unten rauscht. Nur wie realistisch ist das? Handeln Hausbesitzer wirklich so?
1. Wir haben keine wirkliche Preisbubble, sind 2400 Euro/qm in Kalifornien (Baujahr 2003) wirklich zu teuer, wenn man praktisch direkt am Strand wohnen kann? Verglichen mit Euro 1800/qm in D? Oder das 170.000 Euro "Natursteinhaus" im italienischen Bergdorf?
2. Es existiert definitiv eine Schulden-Blase mit zu hohen Beleihungen der Immos.
3. Die Schuldenblase reicht über Kreditkarten bis in den Bereich der Zahlungen für Lebenserhalt (Nahrungsmittel) hinein.
Ich sage voraus, daß die Schuldner nicht einfach ihre Häuser verkaufen werden. Die hoffnung stirbt nie und man wird einfach nicht verkaufen solange die Preise schlecht sind. Ein verkauf oder eine Pleite hieße auch soziales Eingeständnis von Scheitern (was sollen die Nachbarn denken). Das Spiel wird bis zum bittersten Ende durchgezogen. D.h. durch die gestiegenen Zinsen und steigenden Zinsen (viele festgeschriebene Zinssätze laufen im nächsten Jahr aus) muß immer mehr für die Kredite bezahlt werden. Schlimmer noch.. die 30-jährigen mortgages liegen nur 1-2% über den US-Zinsen. Es gab auch mal Zeiten wo es 5% waren! D.h. die FED könnte die Zinsen senken und trotzdem steigen die Zinssätze für Immo-Kredite.
Ihr wißt doch wie das hier in Deutschland ist. Für den Immo-Kredit 6% zahlen, aber trotzdem eine Lebensversicherung und einen Aktiensparplan haben, für die Altersvorsorge.
Was wird also passieren? Aus dem Einkommen können die Schulden nicht bedient werden.. es werden nach und nach alle Bestände an Aktien verkauft. Nicht das Haus. Wenn keine Aktien da sind - es gibt Verwandte, die helfen können. und die ihre Aktienbestände verkaufen werden, um Geld locker zu machen.
Statt im Preis zu sinken werden Immos einfach illiquide.
Der Crash findet dann am Aktienmarkt statt.
Gruß
S.