Beiträge von Spengler

    Bei Immobilien gibt es m.E. kein Patentrezept, wie man damit umgeht. Es hängt halt davon ab, ob man wie Goldhut sein Herzblut da reinsteckt und die Immobilie als wirklich langfristige Vermögensanlage sieht, sie also auch weitervererben möchte.

    Ich hab zum Beispiel eine Immobilie (gebaut in den 90ern, also der Goldgräberzeit für Ostimmobilien) in Sachsen Anhalt in den Nullerjahren nach dem Crash der Ostimmobilien gekauft. Ich habe keinerlei Bindung zu der Region. Es ist ein Haus mit mehreren Wohnungen und zwei Gewerbeflächen (die kleinere Einheit steht schon ewig leer). Die Mieten sind sau niedrig aber verlässlich, das Amt bezahlt die Wohnungen.

    Ich lass nur das machen, was die Hausverwaltung für zwingend notwendig erachtet. Ansonsten kann ich mir seit gut 15 Jahren ca. 9% des ursprünglichen Kaufpreises von der Hausverwaltung jährlich auszahlen lassen. Nur in den Jahren davor lief es deutlich schlechter. Sollten irgendwann extrem teure Sanierungskosten auftreten, stoß ich die Immobilie ab.

    Da bin ich ganz bei dir.

    Silber ist das bessere Gold.

    Verstehen hier leider nur die wenigsten und halten einen für bekloppt. [smilie_happy]

    Hohe Steuern beim Kauf, höhere Aufschläge und schlechtere Performance als Gold, schwierige Lagerung und Transport aufgrund geringer Wertdichte, Milchflecken...

    ... aber klar doch, Silber ist das bessere Gold.

    [smilie_happy]

    wir können ja bei einer G/S Ratio über 100 noch mal diskutieren! :thumbup:

    Grundsätzlich sollten wir die Preisentwicklung in Euro betrachten, auch wenn das für die Relation Gold/Silber keine Rolle spielt. Der Euro ist aber nun mal die Währung , in der wir EM kaufen und verkaufen und in der wie unsere Einkünfte generieren und unser täglich Brot bezahlen müssen.


    Knallsilber

    1. Das März-Tief ist leider ein theoretischer Wert. Kein Händler hat auch nur eine Unze zu diesem Preis abgegeben. Es wurde nahezu nichts angeboten und das Wenige, was man hätte ordern können, hatte zwischen 40% und 50% Aufschlag.

    2. Vergiss bei deiner Performance-Betrachtung bitte nicht, dass beim Silbererwerb ohnehin 19% MwSt. oder zumindest die Differenzbesteuerung hinzukommt, die du beim Verkauf (egal ob Händler oder privat) aber nur marginal wieder bekommst.

    3. Sind die Aufpreise für Silbermünzen grundsätzlich noch etwas höher als für Bullion Goldmünzen.

    Bei Platin und Palladium ist die Diskrepanz freilich noch gravierender.


    ....und um auf den heiß geliebten Euro zurückzukommen:

    Seit Euroeinführung hat sich der Silberpreis knapp vervierfacht, der Goldpreis hingegen versechsfacht.

    In den letzten Tagen ging es immer aufwärts beim Gold mal etwas mehr in Euro, mal etwas mehr in Dollar. Pd und Pt machten ihr eigenes Ding, mal wieder ein Versuch der Bodenbildung. Silber mal ging zaghaft mit Gold, dann wieder fette Minuszeichen. Insgesamt hat Silber den Anschluss verloren und ich werde da nicht schlau draus.

    In den Medien kaum ein Echo auf die Goldrallye, also nichts Blase kurz vorm platzen. Alles sehr seltsam. Ich kann mich gar nicht richtig freuen, vielleicht weil ich mich noch gut an das Ende der letzten Hausse erinnern kann.

    Hatte der Hopf uns nicht immer und ewig gewarnt, dass der Goldpreis definitiv noch mal kräftig runter gehen wird? Das demnächst ist schon mal ausgefallen.

    Er sollte sich von Charttechnik fernhalten und lieber seine Podcasts weitermachen. Die sind okay.

    Ich sehe den steigenden Goldpreis in $ als auch in € aktuell mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

    Aufgrund eines Pflegfalls in meiner Familie werden monatlich hohe Beträge fällig. Nun muss ich zu Höchstständen immer mal wieder was verkaufen. Das ist gut, wenn ich möglichst viel Fiat fürs ersparte Güldene bekomme. Anderseits tut es mir echt weh, wenn ich das schöne Zeug verkaufen muss, vor allem in dem Wissen, dass ich demnächst sogar noch mehr bekommen dafür würde.

    Vllt. auch mal einen vorderen Absatz aus dem mit viel Verve geschriebenen Artikel von 2018 (!) zitieren, dann wird man sehen, dass es nicht ganz falsch gewesen ist, an Immobilien festzuhalten.

    "Die niedrigen Zinsen laden nun schon seit Jahren dazu ein, selbst zu bauen oder eine Bestandsimmobilie zu kaufen. Mit dem Kauf wird nicht nur der Traum von den eigenen vier Wänden befriedigt. Der eine oder andere Käufer glaubt sogar ein gutes Geschäft zu machen, weil die Preise für Häuser und Wohnungen seit Jahren nur steigen und die gekaufte Kapitalanlage damit von Jahr zu Jahr immer wertvoller wird.

    Einige ganz schlaue Füchse streben sogar danach, der kommenden Inflation ein Schnippchen zu schlagen. Sie gehen davon aus, dass das viele Geld aus dem Nichts, das die Notenbanken seit der Finanzkrise beständig in das Finanzsystem einfließen lassen, eines Tages zu einer höheren Inflation führen muss.

    Wenn diese kommt, so die allgemeine Annahme, sind die zu zahlenden Zinsen durch die langfristige Zinsbindung fixiert und aufgenommene Hypotheken können mit dem beständig an Wert verlierenden Papiergeld relativ leicht abgezahlt werden, während die gekaufte Immobilie gleichzeitig konstant weiter an Wert gewinnt."

    Selbst am letzten Handelstag des Jahres bekommt Ag wieder auf die Fresse. Aktuell -1,6%.

    Die Performance in Anbetracht der allgemein hohen Teuerungsraten der letzten Jahre ist einfach nur enttäuschend. Man kann auch nicht sagen, 'schlimmer geht's nimmer', nächstes Jahr muss es besser werden. Dafür langt ein Blick auf Palladium. ;(

    1980/1981 gab es einen Hype, dann erst wieder in 2010/2011. Dazwischen war saure Gurkenzeit. Nun ja, 2040/2041 müsste es wieder so weit sein. Durchhalten! [smilie_happy]

    Ich finde es bemerkenswert, dass sich der POG sowohl in US$ als auch im Teuro jeweils nur noch knapp unter ATH bewegen . Das war sonst immer anders, mal war die eine, mal die andere Währung schwach, wenn Gold ein neues Allzeithoch erreichte.

    Nun nähern wir uns den Allzeithochs in beiden Währungen und auch noch zum brit. Pfund und chin. Yuan.

    Es sieht so aus, als wenn sich Gold mit allen gleichzeitig anlegt. ;)

    Nur zu einem frischen ATH in Schweizer Franken ist es noch ein größeres Stück, aktuell sind es gut 5%. In japanischen Yen gibt's ständig neue Allzeithochs. In den letzten fünf Jahren ist Gold in Yen über 100% gestiegen.

    Kriegen wir Goldbugs demnächst wieder richtig auf die Fresse oder ist diesmal alles anders?

    Mir persönlich wäre ein nicht allzu starker, dafür stetiger Anstieg am liebsten, also meine gefühlte Inflation + Goodwill-Anstieg. Das dürften dann mal (nur) 12 oder auch mal 18 % in einem Jahr sein.