.....Dass Gerüchte um eine Zinsanhebung beim Dollar diesen in die Höhe und Gold nach unten treibt, ist auch nicht weiter verwunderlich. Erstaunlich aber schon die extreme Schwäche des Goldes, das wieder einmal wie mit dem Buttermesser durch alle vermuteten Widerstände durchgesegelt ist und nun leider weiterhin sehr angreifbar aussieht , wenn die Long-Seite sich nicht rapppelt. Gleichzeitig aber verschlimmert sich die Situation bei den Schuldtiteln rasant - es herrscht also eine ziemlich wilde Gemengelage.......
Genau so sehe ich das auch. Und in einer solchen Situation ist vieles nicht so, wie es scheint.
Um es mal ganz klar zu formulieren:
Es besteht auch die Möglichkeit eines absolut unstetigen Überganges eines Fiat-Money-Finanzsystems hin zu Finanzsystemen (bewusst Plural), die ganz oder teilweise auf Waren (Gold, Silber, Öl usw.) oder dinglichen Sicherheiten (Grund und Boden) basieren oder aber auf mehreren dieser Dinge.
Unstete, abrupte Übergänge sind bei klassischen Währngs-Bankrotten zwar nicht die Regel, aber unmöglich oder völlig unwahrscheinlich ist das auch nicht.
Das Neue daran ist, daß es weltweit synchron geschieht. Bislang konnten clevere Investoren stets rechtzeitig aus betroffenen, weichen Einzelwähungen in Hartwährungen umschichten. Nun gibt es keine Hartwährungen im ursprünglichen Sinne mehr. Nur mehr Sachwerte und Edelmetall kommen für KAPITALFLUCHT in Betracht. Und genau das würde sehr für ein abruptes Systemende sprechen. Letztendlich traf es bei Einzel-Weichwährungen immer nur die Behäbigen, die Ungläubigen und die Unwissenden. Nun trifft es aber Alle gleichermaßen. Nur, daß es sich nicht Alle gefallen lassen werden (das kann man aus der Vergangenheit lernen).
Weiterhin denkbar sind daher Handelsbeschränkungen für Edelmetall in der Art, daß Edelmetall von Banken und sonstigen gewerblichen Aufkäufern nur noch an den Staat verkauft werden darf. Das flankiert dann ein unstetes Szenario. Für Papiergeldbesitzer ist das faktisch gleich zu setzen mit einer schlagartigen Entwertung ihrer Sparguthaben. Weil ihnen dann plötzlich die Möglichkeit genommen wird, in Gold umschichten können. Auch ganz ohne Goldverbot im Sinne von Besitzverbot von GOLD geht das.
Bedenklich ist es, daß einige banken, darunter auch die Bundesbank selbst bei Kleinstbeträgen in Zuisammenhang mit Edelmetall bereits Personalien feststellen lassen. Das geht genau in die von mir skizzierte Richtung.
Es gibt unendlich viele denkbare Spielarten des Geldbetruges. Fest steht jedoch: Der Geldbetrug - er findet bereits statt. Wir sind spätestens seit Anfang 2006 (keine M3-Zahlen mehr durch die FED) mitten drinn. Auch Euro-M3-Geldmengensteigerungen jenseits der 10-Prozent-Marke bei vielleicht einem bis zwei Prozent Wachstum signalisieren dies eindeutig.
Fundamental gesehen ist die Situation glasklar.
Wir wissen nur nicht, wie lange es noch dauert und ob sie versuchen es vergleichsweise langsam (über wenige Jahre) über die Bühne zu bringen oder ob es ziemlich abrupt kommen wird.
In 10 Jahren, das steht fest, wird der Euro mindestens 75 Prozent seine rjetzigen Kaufkraft verloren haben. Es können aber auch 95, 98, 99 oder mehr Prozent Wertverlust werden.
Selbst 75 Prozent kann man über den Kapitamarkt bei den derzeitigen Zinsen und Geldmengen nicht mal absatzweise verlässlich hereinholen.
Zu Gold und Silber sehe ich daher KEINE plausieblen Alternativen. Egal, was die Kurse kurzfristig machen. Gold und (nachrangig Silber) das ist für mich derzeit größenordnungsmäßig +/- 50 Prozent Werterhalt. Solche Schwankungen muss man abkönnen. Oder sich mit Silberzehnern begnügen um die 50 Prozent RISIKO zumindest nominal auszuschließen. Lieber das, als mittelfristig fast alles verlieren.