Zitat
Original von HIghtekki
naja ich würde eher sagen vor allem wenn sie fonds empfehlen gibt es eigeninteressen...weil sie ja ihre eigenen los werden wollen...die fondsgesellschaft selbst hat erst mal interesse möglichst viel der kundengelder für sich zu behalten indem sie den aufschlag berechnet sowie management gebühr etc.
was würdest du sagen hat ein fondsmanager für ein interesse eine bestimmte aktie überzugewichten wenn dies nicht nötig ist? weil er meint dadurch eine überrendite zu erzielen oder weil er irgendwie mit der leitung dieses unternehmens klüngelt? ich denke eigentlich eher das erste...
Gegenfragen:
Kannst Du Die vorstellen, daß eine deutsche Depotbank die Kontrolle und damit die Depotbankfunktion über einen Fonde von über 5 Miliarden Anlagevolumen an eine hierzulande unbekante amerikanische Firma abgibt, obgleich der Anlageschwerpunkt Deutschland ist. Und der Fonds mit Sachwertanlagen langjährige Renditen erwirtschaftet, die nicht hinter den Kapitalmarktzinsen zurückstehen?
Würdest Du es glauben, daß diese Bank ihren Angestellten auf der Vertriebsebene dann vertraulich mitteilt, daß der Fonds demnächst in Schieflage geraten könnte und die Bankangestellten diese Informationen an ihre Kunden weitergeben, worauf dann erst diese Schieflage eintritt.?
Würdest Du glauben, daß ein solches Geschäftsgebahren hierzulande strafrechtlich unverfolgt bleibt?
Würdest Du weiter glauben, daß die Anleger dann mehr länger als einen Monat nicht mehr über ihre Fondsanteile verfügen können, weil die US-Depotbank sich weigert, Anteile zum von ihr selbst festgesetzten RÜCKKAUFWERT zurückzunehmen?
Würdest Du glauben, daß unabhängige Gutachter, die von der Fondsgesellschaft mit der objektiven Bewertung des Fondsvermögens beauftragt werden, dann lediglich eine lachhaft geringe Bewertungsdifferenz von etwa 3 Prozent herausfinden?
Worauf - würdest Du auch das glauben - Filetstücke des Fondsvermögens an Investmentbanker verscherbelt werden - unter dem Vorwand um genug Liquidität zu haben um die bei der dann notwendigen Rücknahme der Annahmeverweigerung von Fondsanteilen einsetzende, durch ihr Geschäftsgebahren selber erzeugte Verkaufsflut zu bewerkstelligen?
Wenn das alles Deine Vorstellungskraft überschreitet, dann informiere Dich mal über den Fonds "Grundbesitz-Invest". Depotbank war bis etwa Mitte 2005 die ach so angesehene Deutsche Bank mit ihrem ach so angesehenen und gut beleumundeten Boss Josef Ackermann.
Zurück zu Deiner Frage:
Ich würde sagen, daß ich nicht weis, wie ein Fondsmanager im EINZELFALL reagiert und wessen Interessen ein Fondsmanager im EINZELFALL ggf. vertritt, -die der Bank hinter der Fondsgesellschaft oder die der Fondsanteilsbesitzer- wenn er von seinem Boss dazu aufgefordert würde gewisse Aktien oder sonstige Fondsanteile, Zertifikate usw. zu kaufen oder zu verkaufen. Das hängt von der Ethik des Einzelnen ab.
Auch dazu gibt es Experimente. Die sagen aus, daß in hirarschischen Situationen und bei langsamer Steigerung der Befehlsqualität sogar ganz normale Menschen (Probanten) innerhalb von Stunden zu Mördern und Totschlägern werden. Und das für ein Taschengeld. Wie anders hätten im III. Reich Konzentrationslager mit ihren Massenmordeinrichtuingen betrieben werden können?
Wen kennt ein im Vergleich dazu hochbezahlter Fondsmanager persönlich: Alle seine Kunden oder seine direkten Vorgesetzten. Von wen bekommt er seinen Gehaltsscheck. wessen Name steht darauf? Wen hat er seinen Job zu verdanken? Wer hat ihn eingesetzt?
Alles klar?
Mir ist übrigens nicht klar, was genau ich in Einzelfällen glauben soll. Wie der Regelfall aussehen dürfte, das hingegen müsste jedem klar sein, der meine Angaben überprüft und für glaubwürdig befunden hat.
Auch hierzu sage ich aus rechtlichen Gründen nichts, sondern überlasse es jedem selber, abzuwägen, wie solche Szenarien aussehen könnten.
Zurück zu besagtem Hedgefonds mit 6 MRD Dollar Schieflage:
Wer glaubt, daß dort wirklich ein Einzelner (der nun auf einmal als Zocker dargestellt wird) die Fäden gezogen hat?
Wer glaubt wirklich, daß ein Profi mit einem Gesamt-Anlagevolumen von ca. 9 MRD einen Totalverlust von 6 MRD bei nur einer Anlage zulässt, ohne bereits bei einem Zehntel des Verlustes massivst gegenzusteuern?
Schliesslich gibt es Portfolio-Theorien und mathematische Modelle, die der Manager-Tätigkeit zu Grunde liegen. Das, was da angeblich abgegangen sein sill, das ist genau so, als wenn Handwerker einen Wolkenkratzer ohne Wasserwage und Winkel (oder ohne andere Hilfsinstrumente, die Neigungs- und Winkelmessungen ermöglichen). Genau so gut könnte ein Metzger eine Kuh schlachten, in dem er sie erst mit eigenen Händen erwürgt und dann mit Glasscherben zerlegt. Und das noch auf der Weide. Die Fleichstücke fährt er dann - über Tage verteilt - auf dem Gepäckträger seines Fahrrades in sein Geschäft. So halt, wie er meint, sie zu verkaufen zu können :D:D:D
Ich kann mir slebst bei wenig professionellem Management gerade noch folgendes vorstellen:
Die größte Einzelposition beträgt 5 v.H. des Fondsvermögens. Und ab einen Verlust von 2 v.H., das sind immerhin 40 Prozent des Einzel-Investments wird sofort mit der Liquidation deises Postens begonnen.
Und um 5 v.H. des Vermögens zu investieren bedarf es vorher einer Absprache des Investment-Teams. Bei der dann auch Stop-Loss-Marken festgelegt werden.