Überschuldung, Konkurs, Konkursverschlkeppung, Konkursbetrug, Bankrott und Schneeballsystem in einem einzigen Satz erklärt:
"Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns Geld leihen, um den Schuldendienst zu bezahlen."
Gold nützt nicht nur bei Krieg. Kriege, besonders richtig große, sind in der Regel die Folge von Geldsystemen, in denen Überschuldung und Konkursverschleppung lange möglich sind. Diese Systeme kippen dann mit der Zeit von eher freiheitlichen in totalitär-faschistische Systeme.
Das zu erklären dazu bedarf es weniger Worte, man kann es aber auch sehr umfassend und analytisch angehen und dabei Gefahr laufen, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen:
Nick Giambruno: Der unaufhaltsame Weg zu einer immer stärkeren Entwertung der Währungen
Der Artikel enthält übrigens einen Fehler: natürlich ist es möglich, durch Bankrott und Forderungsausfall die Geldentwertung zu stoppen und so die Annahmeverweigerung von Papiergeld abzuwenden und dann in ein paar Jahren wieder zu inflationieren. Die 1970er Jahre zeigen das. Und das, was zwischen 1980 und 2002 passiert ist, ist eine 22 Jahre lang dauernde Bestrafung von Goldkäufern und Goldhaltern. Und von 2012 bis Spätsommer/Herbst 2018 dasselbe nochmal. Das hat ganz viele mit hohen Verlusten aussteigen lassen und sie so ein Leben lang davon kuriert, erneut Gold zu kaufen. So gewinnt man Zeit. Und man erzeugt Angst.
Zum Gold:
Gold ist ein "ruhiger Wachhund", der die Eigentumsrechte und damit das darin investierte Kapital seiner Besitzer vor der willkürlichen Enteignung durch Aufblähung der Geldmenge und vor Bankrotten von Gläubigern schützt. Denn Gold ist Ware, es ist real und es benötigt keinen, der seinen Wert garantieren muss. Es ist immer das wert, was ein Anderer bereit ist dafür zu geben. Genau wie Papiergeld auch. Der Unterschied: seine Menge kannn, genau wie die dafür eingetauschten Waren, nur durch harte Arbeit erhöht werden, weil es selten ist und meist sehr aufwändig gewonnen werden muss. Papiergeld kann man in kürzester Zeit derart beliebig drucken / erzeugen, dass es dadurch wertlos werden kann und man so mit Papiergeld die Leistungserbringer, die es angenommen haben und sich dem nicht bewusst sind nahezu beliebig um die Früchte Ihrer Arbeit betrügen kann.
Das ist auch der Grund, warum Henry Ford einst sinngemäß sagte: "wenn die Menschen das Geldsystem verstehen würden, dann hätten wir die Revolution noch vor morgen früh".
Dem sollte man sich immer bewusst sein, wenn es sich um Dinge wie Gold kaufen oder verkaufen oder um seinen Preis geht. Klar schwankt der Preis, teils auch extrem, wie Beispiele der Vergangenheit zeigen. Diese Unsicherheit, genau wie ein Zins auf Papiergeld oder die Illusion, dass in Papiergeldsystemen breit gestrete Aktienanlagen einen dauerhaften Mehrwert erzeugen können, muss aber da sein, um die Menschen im Papiergeld zu halten.
Gegen Preisschwankungen und deren Folgen helfen langfristigen Anlegern mehrere Dinge:
- regelmäßig kaufen und so langfristige Durchschnittskurse abbilden
-am Ende von Stabilisierungsphasen kaufen, wenn man das erkennt
- nach heftigen Preiseinbrüchen kaufen, sobald sich ein Boden gebildet hat
- Auf mehrere Metalle diversifizieren und Ratios beachten und immer das Metall kaufen, dass relativ zu den anderen günstig erscheint und bei Übertreibungen auch mal einen Teil umschichten, wenn und wo das möglich ist.
Gegen Totalausfall hilft nur eines: Ware gegen Geld und Ware mitnehmen.