Beiträge von urai

    Soeben kam folgende Push-Benachrichtigung von der Tabys-App.
    "Dear investor!
    POLY shares have been successfully credited to your account."


    Endlich geschafft. :thumbsup:

    Heute Morgen kam die Bestätigung in der Tabys App: Die Aktien von Polymetal International wurden übertragen. An der AIX werden immer noch die (alten) Aktien mit der ISIN von JE gehandelt und an der MOEX ist der Handel nach wie vor eingestellt. Sobald die Aktien die KAZ-ISIN haben, dürfte der Handel an der MOEX wieder aufgenommen werden. Dann wird es interessant sein zu sehen, ob sich die Kurse von MOEX und AIX (sind doch um die 50% auseinander) einander annähern.

    Ich habe mich bei Tabys angemeldet und jetzt hat mich der AIX Registrar per Email nach einem Auszug über meine Aktien bei Computershare gefragt.
    Wie bekomme ich ein Auszug (Zertifikat) von Computershare über die von mir gehaltenen Aktien?
    Meine Aktien sind aktuell noch bei der Comdirectbank. Denke ich zumindest.

    Solange Deine Aktien bei der Comdirectbank liegen, gibt es auch keine SRN (Shareholder Reference Number) von Computershare. Genau diese Nummer benötigt jedoch der Registrar der AIX damit die Aktien zugeordnet werden können.


    Dazu müsstest Du namentlich bei Computershare als Aktionär mit Deinen Stücken eingetragen sein - und dann käme das Schreiben automatisch an Deine Adresse (von Malmö, Schweden). Verantwortlich für den Eintrag ist die Depotbank (Comdirectbank) via Abwicklungsbank - respektive wäre gewesen - dieser Übertrag hätte vor dem 7.8.2023 erfolgen müssen (Datum der Re-Domizilierung. Daher sind Deine Aktien jetzt vermutlich bei einem "Nominee", und sie sind unter dessen Namen beim AIX Registrar eingetragen.


    Falls Du Deine Aktien jetzt herauslösen möchtest, müsstest Du den Nominee via Comdirectbank mit der Übertragung auf Deinen Namen beauftragen. Das Vorgehen Post-Re-Domizilierung wurde von Polymetal in einem Guide mit 3 Optionen (1 davon Tabys App) abgehandelt:


    https://www.polymetalinternati…post-re-domiciliation.pdf


    Aber wie geschrieben, der "Nominee" muss mitmachen und vorgelagert natürlich die Comdirectbank.


    P.S. Hier ist der Prozess bei der Option 3 (Tabys App):


    - Request a Nominee to transfer your shares to AIX CSD. You must enter your account number in yourrequest. You can find this information in the Tabys application: My bonds and shares > My profile >Documents > My account.


    - Nominee , which has a direct account with AIX Registrar, shall send re-registration instruction (upon receiptof instruction from you) to AIX Registrar via SWIFT - BIC code: ASIHKZ22REG, or by submitting a transferform via e-mail Registrar@aix.kz. The form will be provided to a direct client of AIX Registrar (Nominee) atrequest. The instruction should indicate investor’s account number and the number of shares to betransferred.

    Ein bisschen Wochenende-Lesestoff für interessierte/investierte POLY-Aktionäre:


    Financial Times hat einen Artikel - über die Intention von Polymetal International die russischen Assets zu verkaufen - veröffentlicht:
    Gold miner Polymetal lines up buyers for its Russian assets


    https://www.ft.com/content/5a8…ad-4948-a56b-355c61a93a8b



    Über Goggle und reddit bin ich noch zu einer Ansicht ohne Bezahlschranke gekommen.


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    Hier copy/paste mit automatischer elektronischer Übersetzung:


    Polymetal, bis vor kurzem eines der profitabelsten Goldminenunternehmen der Welt, beabsichtigt, sein russisches Geschäft innerhalb der nächsten sechs Monate zu verkaufen, wobei eine Liste russischer Minenunternehmen und chinesischer Investoren zu den potenziellen Käufern zählt.


    Der Plan folgt darauf, dass der Bergmann in diesem Monat seinen Sitz von Jersey nach Kasachstan verlegt hat, um sein Russlandgeschäft trotz Moskaus strenger Ausgangsbeschränkungen und westlicher Sanktionen auszugliedern.


    Vitaly Nesis, Vorstandsvorsitzender von Polymetal, sagte in einem Interview mit der Financial Times, dass ein Rabatt auf den Verkauf seiner russischen Vermögenswerte zwar „unvermeidlich“, aber nicht „katastrophal“ sei.


    „Wenn wir in Jersey geblieben wären, wäre das Risiko, den Wert des russischen Geschäfts zu verlieren, außergewöhnlich hoch gewesen. Und jetzt bin ich optimistisch, dass Polymetal International aus dem Verkauf erhebliche Vorteile ziehen kann“, sagte er.


    Im Erfolgsfall wird der Verkauf seiner russischen Vermögenswerte durch Polymetal ein seltenes Beispiel für erfolgreiche Unternehmensmanöver unter den neuen Vorschriften des Kremls für den Verkauf von Vermögenswerten und den Sanktionen des Westens sein.


    Das Goldminenunternehmen, das Bergbaubetriebe in Russland und Kasachstan unterhält, ist in Zypern eingetragen, gehört aber einer Holdinggesellschaft, die ihren Sitz nun von Jersey auf den britischen Kanalinseln nach Kasachstan verlegt hat, einem von Moskau als „freundlich“ eingestuften Land. .


    Nach der russischen Invasion in der Ukraine verbot Moskau den Verkauf russischer strategischer Vermögenswerte, darunter Goldminen, die sich im Besitz „unfreundlicher“ Länder befinden, darunter die USA, die EU, das Vereinigte Königreich und ihre Offshore-Gerichtsbarkeiten wie Jersey. Es hat eine ständig wachsende Reihe von Kriterien eingeführt, die Verkäufe an alle Unternehmen „unfreundlicher“ Herkunft einschränken.


    Der Verkauf von Vermögenswerten erfordert eine staatliche Genehmigung – die häufig von persönlichen Beziehungen zum Kreml und nicht von formellen Kriterien abhängt – und ist auf einen Höchstwert von der Hälfte des Vermögenswerts beschränkt. Der Verkäufer muss außerdem einen „freiwilligen“ Beitrag zum russischen Haushalt leisten.


    Polymetal glaubt nicht, dass Moskau seine Vermögenswerte beschlagnahmen wird, wie es bei Danone und Carlsberg der Fall war, wo seine russischen Aktivitäten verstaatlicht wurden. Beide Unternehmen verhandelten mit potenziellen Käufern über Ausstiegsabkommen, es gebe jedoch keine Präzedenzfälle dafür, dass der Staat den Eigentümern „freundlicher“ Herkunft Vermögenswerte entzogen habe, sagte Nesis.


    „Ich denke, ein solcher Schritt passt nicht zum aktuellen Ansatz der russischen Behörden“, sagte er.


    Die Gruppe verfügt über acht Gold- und Silberminen in Russland und zwei in Kasachstan. Im ersten Halbjahr 2023 produzierte die Gruppe 764.000 Unzen Goldäquivalent, 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten aufgrund einer Umsatzerholung in Russland und höherer Metallpreise um 25 Prozent auf 1,3 Milliarden US-Dollar.


    Obwohl auf Russland etwas mehr als drei Viertel des Produktionsvolumens von Polymetal entfallen, trug die kasachische Einheit aufgrund der US-Sanktionen gegen das russische Unternehmen im Mai mehr als die Hälfte zum Nettogewinn der Gruppe bei und sorgte im Jahr 2022 für den gesamten Cashflow.


    Nesis beabsichtigt, den Verkauf innerhalb der nächsten sechs Monate abzuschließen, räumte jedoch ein, dass die Einholung der Genehmigung des Föderalen Antimonopoldienstes Russlands – ein Standardverfahren aus der Vorkriegszeit für die meisten Geschäfte dieser Größenordnung – den Prozess möglicherweise verlangsamen könnte.


    Zu den Bietern für die russische Einheit zählen russische und chinesische Unternehmen, überwiegend aus der Bergbauindustrie, sagte Nesis.


    Der Konzern beabsichtigt, den Erlös aus dem Verkauf in Russland zur Verbesserung seiner Bergbauaktivitäten in Kasachstan zu verwenden, wo er seit 2013 als erstes ausländisches Unternehmen an der Astana Stock Exchange (AIX) notiert ist.


    Laut Nesis ermöglichten die lange Geschäftsgeschichte in Kasachstan und ein „klarer Geschäftszweck“ die Umsiedlung von Polymetal, während dies für viele andere große Unternehmen keine praktikable Wahl sei.


    Der Umzug nach Kasachstan ermöglicht der russischen Polymetal-Einheit die Ausschüttung von Dividenden. Im vergangenen Mai unterzeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin ein Dekret, das es russischen Tochtergesellschaften von Unternehmen untersagte, Dividenden an Aktionäre in „unfreundlichen“ Ländern auszuschütten.


    Die Aktien von Polymetal an der Londoner Börse, wo das Unternehmen 2011 notiert wurde, fielen nach der Invasion um 80 Prozent. Sie wurden ausgesetzt und der Handel wird nicht wieder aufgenommen, da die Gruppe plant, die Notierung an der LSE bis Ende August einzustellen.


    Die LSE-Aktionäre müssen entweder ihre Aktien verkaufen oder ein Konto bei AIX eröffnen und sie nach Kasachstan übertragen, sagte Nesis.


    „Wir haben alle Anstrengungen unternommen, um die LSE-Notierung beizubehalten. Aber es erforderte die aktive Beteiligung von Finanzdienstleistern, vor allem Registraren, die aufgrund von Sanktionsrisiken eine Zusammenarbeit ablehnten“, sagte er und fügte hinzu: „Das war ein schmerzhafter Prozess, insbesondere für die Aktionäre im Einzelhandelssektor, wir erkennen das an.


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    P.S. Positiv ist, dass es auch chinesische Interessenten gibt; wäre für den Verkaufspreis förderlich.
    Eher Negativ ist, dass der Prozess länger dauern könnte, da für den Verkauf Bewilligungen bei der zuständigen russischen Behörde einzuholen sind: Russia’s Federal Antimonopoly Service

    habe mich bei Tabys regestriert und bin laut Guide bei Nummer 25 ( Card approved, Onboarding successful....dieser Schritt ist abgeschlossen, wenn ich weiter mache mit den weiteren Schritten taucht nirgends Polymetal auf. Dauert es einige Tage?

    Ja @Silverrider das dauert noch ein "paar" Tage. Aktuell werden an der AIX noch die alten Aktien mit ISIN JE... gehandelt. An der MOEX ist der Handel eingestellt. Zuerst müssen jetzt die POLY-Aktien umgewandelt werden. Auf 0.03$ und neue KAZ-ISIN-Nummer. Dann erst kann der Übertrag der Anzahl Aktien von Computershare an den Registrar AIX und in die Tabys App erfolgen. Solange die Anzahl Stücke bei Computershare noch gelistet sind, solange ist der Prozess für den Übertrag noch nicht gestartet. Der Übertrag dürfte dann auch ein "paar" Tage dauern.


    Aber es gibt keinen Termindruck. Denn mit der Tabys App können wir DACHler New-Polymetal International an der AIX nicht handeln. Und eine allfällige Dividende ist frühestens ab November möglich. Aus dem Erlös des Verkauf des per 30.6.2023 gelagerten Goldes - rund 380m$. Mögliche Dividende 0.2 bis 0.4$.

    Das ist noch der harmlose Fall. Ich sehe schon Berichte, wonach woke DACH-Schabracken aus dem "gemachten Nest" ausziehen mussten. Weil eine junge ukrainische Neu-Kriegs-Witwe mit 2 kleinen Kindern ihren Platz "selbstlos" eingenommen hat.

    British father who left his partner and two children for Ukrainian refugee is arrested after furious row with his new love:


    Den ersten Fall hätten wir: Ist zwar in UK und die Ehefrau ist keine "Schabracke" und die Ukrainerin hat keine Kinder. Was genau das Problem war ...


    https://www.dailymail.co.uk/ne…rrested-row-new-love.html

    Für mein Verständnis, nochmals eine Frage, wird dann nach August ein Umzug zu Tabys noch möglich sein wenn Computershare seine Dienste für Polymetal einstellt?

    Ja.
    Computershare hatte das Aktienregister unmittelbar vor rechtsgültigen Re-Domizilierung per 7.8.2023 an den Registrar der AIX übergeben. Der Registrar der AIX eröffnete für jeden namentlich im Aktienregister eingetragenen Aktionär ein "Konto".


    Die Registrierung der Aktien in dieses "Konto" liegt in der Verantwortung des Aktionärs. Dieser Vorgang ist nicht zeitkritisch. Er ist zu jeder Zeit möglich. Die Tabys App der AIX wurde genau auf diesen Vorgang zusammen mit Polymetal International angepasst. Eine direkte Registrierung beim Registrar wäre auch möglich. Ergibt für einen privaten Aktionär jedoch keinen Sinn.

    habe nur das Schreiben von Computershare, nach der regestrierung sehe ich mein Stück Anzahl.


    Eine Frage in die Runde,es ist möglich bei Computershare seine Iban einzugeben, wird dann nicht eventuell doch die Dividende ausgezahlt?

    Nein. Computershare wird seinen Service (u.a. Führen Aktienregister, Weiterleiten Dividende, Abstimmungs-unterlagen etc.) für Polymetal International per De-Listing an der LSE Ende August 2023 einstellen.


    Neu ist der Registrar der AIX für die Führung des Aktienregisters zuständig. Damit verbunden auch die Verantwortung für die Weiterleitung der Dividenden. Mit der Registrierung mit der Tabys App (Applikation von AIX) ist die Weiterleitung einer möglichen Dividende sichergestellt.

    Die technische Absenderadresse ist: postman4472977@emlmind.comKommt mir daher etwas komisch vor das Ganze.


    Wenn es echt ist, dann bin ich mir trotzdem nicht ganz sicher, was genau die von mir wollen. Eine C0... Nummer habe ich, aber kein "Zertifikat" im eigentlichen Sinn und so eines erwarte ich auch nicht mehr.

    Vielen Dank @Wurschtler


    Ich habe kurz recherchiert:
    http://emlmind.com/
    https://selzy.com/en/about/


    Der Empfänger dieser Mail mit KYC voranstellen ( kyc_registrar@aix.kz) ist auch "phantasievoll-clever" und gibt den Anstrich, dass die Adresse echt sein könnte.


    Denn: KYC ist die offizielle Abkürzung für: Know Your Costumer. KYC ist ein zu durchlaufender Prozess bei der Registrierung an der AIX. Aber: Die offizielle E-Mail Adresse für den Registrar der AIX ist: Registrar@aix.kz. Vorangehend mit KYC sieht es ein bisschen wie "konstruiert" aus. Das ergibt so einfach wenig Sinn.


    Tendenziell vermute ich daher, dass Phishing nicht ausgeschlossen ist.


    Um sicher zu gehen, empfehle ich dringend, die Mail an redom@polymetalinternational.com zu senden, mit der Frage, ob das echt ist. Oder alternativ an tabys@tabysapp.kz


    Bezüglich Aktien-Zertifikat: Grundsätzlich müsste dieses Zertifikat ausgestellt werden. Aber das dauert offenbar seine Zeit. Es ist dann wie ein Wertpapier. Aber nach der Registrierung an der AIX verliert das Zertifikat jegliche Bedeutung.

    @Silverrider
    Oben rechts von "Help": "Channel Island" anwählen. Dann kommt bei "Select a company" Polymetal International.


    @Wurschtler
    Nein, habe ich (noch) nicht erhalten. Frage: Von welchem "Mail-Absender" kommt diese Mail?


    Auf Nachfrage bei der Depotbank wurde mir bestätigt, dass das Aktien-Zertifikat in 1 oder 2 Wochen kommen sollte. Dieser zusätzliche Prozessschritt wäre dann problemlos machbar.

    Jetzt habe ich die Segments-Aufteilung der Assets per 31. Dezember 2022 doch noch gefunden (Seite 49):
    https://www.polymetalinternati…ry_results_FY2022_eng.pdf


    Danach sieht es für die Assets in Russland wie folgt aus:


    3.95 Mrd.$ Assets per 31.12.2022
    2.39 Mrd.$ Net Debt per 31.3.2023
    1.56 Mrd.$ Net Assets per 31.3.2023


    Die Resources und Reserves sind nicht aktiviert. Gehen wir jetzt davon aus, dass diese zu 0$ beim Verkauf mitgehen - aber Polymetal International praktisch Cash für die Net Assets bekommt, kommen wir wieder auf das Gleiche (isoliert Verkauf Russen Assets betrachtet): 1 Mrd. für Investition (u.a. POX-3) und 1$ je Aktie Dividende.


    Für Kasachstan sieht es wie folgt aus:
    994M Assets per 31.12.2022
    200M Net Debt per 31.3.2023 (welche (geplant) vom Business zurückbezahlt werden).


    Jetzt zählen aber noch die Resources und Reserves. Ohne Sanktionsabschlag wären das 1.2 Mrd.$ plus Assets 1 Mrd. Total 2.2 Mrd.$, respektive 4.60$ je Aktie.


    An der Börse wird jedoch bei einem produzierenden Miner die Rentabilität bezahlt. Nachfolgend meine Annahmen und mögliche Kurszielberechnung für POLY-K:


    - Schuldenfrei


    - Nettoliquidität, die ausreicht, um POX-3 (ohne Kredite) zu finanzieren


    - >500.000 Unzen AuEq p.a.


    - Au-Preis 2.000 $/Unze


    - EBITDA-Marge 70 %


    - EBITDA 700 Mio. $


    - 474 Mio. Aktien


    - EBITDA pro Aktie 1,50 $


    - Nettoeinkommen 1 $


    - KGV 10 für ein Wachstumsunternehmen


    - Kursziel 10 $


    - Dividende 0,50 $


    - Rendite 5 %



    Fazit:
    Selbstverständlich sind solche Berechnungen mit grossen Unsicherheiten behaftet. Aber optimistisch betrachtet - wie man es auch rechnet - dürfen wir in etwa mit Folgendem rechnen:


    - Dividende von 1$ ex Verkauf Russen-Assets


    - Dividende von 0.5$ ex Verkauf gelagertes Gold inkl. Business 2023


    - Jährliche Dividende von 0.5$ ab Geschäftsjahr 2024


    - Kursziel in einem Jahr 10$



    urai
    P.S. Jetzt kommt es halt drauf an, zu welchem Preis die Russen-Assets verkauft werden. Positive Überraschungen sind da selbstverständlich möglich. Ohne Eskalation im Sanktionsregime und bei stabilem Goldpreis sollten negative Überraschungen nach unten begrenzt sein.

    Sonst abweichend zu urai nach meinem Verständnis:


    - Sie werden zwar voraussichtlich mit Abschlag verkauft werden, aber nur mit geringem, vielleicht erreichen sie sogar den vollen Wert. Darunter würde ich 10-20% Discount verstehen, nicht 50%. Wie das zusammengeht mit der Aussage von der HV, daß man nicht viel erwarten solle, erschließt sich mir nicht ganz. Oder ist gemeint, daß nur netto nicht viel mehr rauskommt, weil die mittlerweile hohen Schulden mitübernommen werden? Der Verkaufspreis solle aber "well above" dem Wert der Schulden sein, positiver Eigenkapitalwert.

    Vielen Dank @immerso für Deine (zusätzlichen) Hintergrundinformationen zum Verkauf der Assets in Russland. Ergänzend noch: Polymetal International hat immer noch eine zu klärende Frage mit der US-OFAC offen:
    Darf der POX-1 in Russland das refraktäre (feuerfest) Erz aus Kasachstan (Kyzyl) unter Einhaltung der Sanktionen weiterhin verarbeiten - oder nicht.


    Zur Unternehmensbewertung:
    Ich habe Dein abweichendes Verständnis sehr gut verstanden. Aber es ist nicht vollständig. Denn der potenziell "leichte" Abschlag (ich gehe auch von 10 bis 20% aus) betrifft die in der Bilanz aktivierten (russischen) Vermögenswerte. Die genaue Zahl dazu kennen wir nicht. Wir kennen die Schulden in Russland - aber nicht das bilanzierte Vermögen der Russen-Assets. So weit so gut.


    Aber bei einem Minenunternehmen basiert der Verkaufspreis - respektive die Bewertung - auf 2 Elementen:
    1. Net Equity (Assets minus Schulden)
    2. Bewertung der Resources und der Reserves


    Mit meinen Annahmen (Reserves 100$/ozAu und Resources 20$/ozAu) ging ich von Werten aus, welche für kanadische Übernahmen durchschnittlich bezahlt wurden. Es ist richtig, dass es KEIN Not-Verkauf ist, aber Polymetal International MUSS verkaufen. Das gibt einen Abschlag. Daher die Frage: Wie sehen dann Deine konkreten Annahmen und Berechnungen aus?


    urai

    Hab ein Schreiben aus Malmö/Schweden (Computershare)


    Man kann sich da entscheiden ob Informationsfluss über Email oder per Briefpost und dann soll man noch seine Bankdaten eingeben? Viel mehr habe ich nicht verstanden, bitte um weitere Informationenen ? Welche Informationen und für was die IBAN?

    Hallo @Silverrider


    Computershare führt(e) im Auftrag von Polymetal International das Aktienregister. Mit dem Schreiben wird (informell) bestätigt, dass Du im Aktienregister von Polymetal International namentlich eingetragen bist. Das wäre einmal sehr gut. Die Quittung für den Eintrag wäre das Aktien-Zertifikat. Das dürfte noch dauern - spielt jedoch keine Rolle.


    Mit dem Brief hast Du einen SRN (Shareholder Reference Number) Code erhalten. Du könntest Dich jetzt bei Computershare registrieren und nachsehen, ob die Anzahl der Stücke stimmen. Ganz sicher musst Du keine Bankdaten angeben. Du kannst es aber auch ganz lassen.


    Neu (nach der Re-Domizilierung) wird das Aktienregister jetzt durch den Registrar der AIX geführt. Deine Polymetal Aktien müssen an der AIX registriert werden. Am einfachsten geht dies mit der Tabys App. Dazu musst Du via Mail bei Polymetal International einen Code anfordern. Dieser sollte Dir per SMS übermittelt werden. Das ganze Vorgehen inkl. Mail-Adresse ist im Tabys Guide perfekt beschrieben:


    https://www.polymetalinternati…/files/en/Tabys_guide.pdf

    @All Vielen Dank für das Interesse. Selbstverständlich habe ich für eine grobe Unternehmensbewertung von Polymetal International konservative Annahmen getroffen. Ich möchte lieber eine positive Überraschung als eine negative.


    Ganz zentral für den Unternehmenswert ist natürlich der Goldpreis. Historisch betrachtet ist er sehr hoch. Aber leider ist die OPEX infolge Teuerung für den Minenbetrieb überproportional gestiegen. Dieses Missverhältnis belastet die Profitabilität der Minen und übt somit einen Druck auf den fairen Unternehmenswert aus. Bei einem Goldpreis von plus/minus 2’500$/ozAu sähe die Bewertung ganz anders aus.


    Daher müssen wir wohl oder übel mit den aktuellen Parametern rechnen. Selbstverständlich besteht Spielraum zu meiner konservativen Bewertung. Es gibt jedoch eine grosses ABER: Polymetal muss einen Käufer finden der bereit ist und auch fähig ist, die Assets zu kaufen resp. zu finanzieren. So spontan sehe ich drei mögliche interessierte Käufer:


    1. Polyus JSC. Wenn man die Pipelinevon Polyus anschaut, dann fokissiert das Unternehmen auf die Entwicklung der Super-Mine Sukhoi Log. Aber ich vermute, dass Polyus für eine qualitativ hochstehende Entwicklung von Sukhoi Log auf westliche Technologien angewiesen ist. Polyus JSC ist sanktioniert. Die können bis auf weiteres westliche Technologien nicht beschaffen. Aber die Zeit wird für Sukhoi Log kommen – aber nicht mehr in diesem Jahrzehnt. Da würde es Sinn machen, wenn Polyus JSC die profitable >1moz AuEq p.a. kaufen würde. Polyus hätte das Potenzial dazu und für Polymetal International gäbe es einen (sehr) guten Preis.


    2. Habe ich bereits schon gepostet: Ein alter "Bekannter" könnte ebenfalls ein potenzieller Käufer (allenfalls für Teile) sein: Vladislav Sviblov. Stichworte Übernahmen von Highland Gold, Trans-Siberian Gold und Amur Minerals (Nickel Projekt). Plus die russischen ex-Kinross Minen.
      wikitia.com/wiki/Vladislav_Sviblov
      Mit dem Kauf von Polymetal JSC könnte Sviblov zur unangefochtenen Nummer 2 in Russland werden. Da es hier auch um eine strategische Dimension geht, wäre auch hier (für uns) ein guter Preis möglich.


    3. Es gäbe da noch ein möglicher potenzieller Käufer: Ural Mining & Metallurgical Co. UMMC. Ein Milliarden-Unternehmen. Diese Company hatte 2022 Petropavlovsk PLC POG. übernommen. Die Aktionäre gingen leer aus. Falls UMMC Synergien mit der exPOG realisieren könnte, wäre das auch ein strategischer Ansatz, welcher zu einem guten Preis führen könnte.


    4. Möglich wäre auch, dass Polymetall JSC aufgespalten und an verschiedene Interessenten verkauft werden könnte. Die Einzelteile wären dann möglicherweise mehr Wert als die Summe als Ganzes.


    In 6 bis 9 Monaten sollten wir mehr wissen. Allen (geduldigen) POLY-Investierten Good Luck.


    urai

    Unternehmenswert Polymetal International: Versuch einer Annäherung.


    Wir wissen, dass es alternativlos ist: Polymetal International muss und wird die Assets in Russland verkaufen. Da stellt sich die Frage: Was kann gelöst werden und welchen Wert werden die Assets in Kasachstan haben. Für die Bewertung gibt es (bekanntlich) verschiedene Methoden: u.a. Substanzwert, Ertragswert, Cashflow.


    Am einfachsten ist die Substanzwert-Methode. Diese basiert auf der Bilanz der letzten Jahresrechnung(en). In dieser Methode sind die Zukunftsaussichten nicht enthalten. Zudem müssen bei einem Miner noch die Reserves und Resources kapitalisiert werden.


    Bei Polymetal International muss zudem für die Assets aus Russland noch der Sanktions-Malus berücksichtigt werden. Und dann ist ein Käufer nicht bereit, den vollen Wert zu bezahlen. Die Zeiten sind schlecht. Daher gehe ich einmal geschätzt von 50% aus.


    Gemäss Jahresrechnung 2022 sehen die Schlüsselkennzahlen in USD wie folgt aus:


    Net Equity: 2.2 Mrd.
    Dabei handelt es sich um die Assets minus Schulden = Net Equity. Ich habe keine Aufschlüsselung bei der kurzen Durchsicht nach Russland und Kasachstan gefunden. Die Schulden sind vor allem in Russland. Offen ist auch, wie der (nicht fertig gestellte) POX-2 in Russland bewertet wurde. Ich nehme einmal ein Verhältnis 1 (Russland) zu 3 (Kasachstan) an:


    Russland: 550M


    Kasachstan: 1.65 Mrd.



    Reserves und Resources: 27moz P&P sowie 26moz M+I+Inf. Total 53moz AuEq.
    PGM und Cu lasse ich aussen vor. Schwankungsreserve. Wären auch noch einmal ein paar moz AuEq.
    Jetzt ist immer die grosse Frage: Wie hoch wird eine Unze AuEq bewertet. Ich nehme einmal (aus Erfahrung) 100$ für Reserves und 20$ für Resources an. Die Aufteilung zwischen Russland und Kasachstan sieht wie folgt aus:


    Russland:
    16moz P&P: 1.6 Mrd.
    22.5moz M+I+Inf: 500M



    Kasachstan:
    11.3moz P&P: 1.1 Mrd.
    3.3moz M+I+Inf: 66M



    Unternehmenswert Russland. Total: 3.3 Mrd.
    Davon 50%: 1.65 Mrd. Davon muss 1 Mrd. für die Entwicklung in Kasachstan reserviert werden. Allein der neu zu bauende POX (Autoklav) kostet viele Hundert Millionen USD. Bleiben für eine Dividende 650M oder gut 1 USD je Aktie.



    Unternehmenswert Kasachstan. Total: 2.8 Mrd.
    Diese Assets sind diejenigen, welche die Marktkapitalisierung ausmachen. Das wären je Aktien (474M) rund 6 USD plus 2 USD aus dem Erlös der Russen-Assets für die Investitionen. Total 8 USD. Aber der Börsenwert wird sich auch an der zukünftigen Profitabilität und der Dividendenfähigkeit orientieren. Ohne Russen-Assets sehe ich das Business von POLY-K positiv. Also könnte von einem mittelfristigen Kursziel von 10 USD ausgegangen werden.



    Fazit:
    Der aktuelle faire Wert einer integrierten Polymetal International ohne Sanktions-Malus würde rund 6.1 Mrd. betragen. Respektive 13 USD je Aktie. Unter den gegebenen Umständen sieht es wie folgt aus: 1 USD exRussland-Dividende und ein fairer Wert von 8 USD je Aktie. 10 USD Kursziel in einem Jahr; wenn alles gut läuft.



    urai
    P.S. Es handelt sich um meine persönliche rudimentäre Berechnung. Sie erhebt keinen Anspruch auf Erfüllung. Aber uns DACHler sind sowieso die Hände gebunden entweder mit Tabys App oder mit Sammelzertifikat im Tresor der Depotbank.

    Polnische Frauen haben Angst vor Konkurrenz von Ukrainerinnen bei Partnersuche


    Unter jungen Frauen in Polen sinkt die Zustimmung für ukrainische Flüchtlinge, weil sie befürchten, dass ukrainische Frauen ihnen die Männer abspenstig machen könnten.

    Das ist noch der harmlose Fall. Ich sehe schon Berichte, wonach woke DACH-Schabracken aus dem "gemachten Nest" ausziehen mussten. Weil eine junge ukrainische Neu-Kriegs-Witwe mit 2 kleinen Kindern ihren Platz "selbstlos" eingenommen hat.

    @urai Danke


    ab wann kann man dass mit der Tabys App durchführen? Hab bis jetzt nur die Weisung raus und noch keine Nachricht ob das physische Zertifikat schon auf meinen Namen ausgestellt wurde?

    Deine Frage @Silverrider kann auf dem Punkt beantwortet werden:


    Sobald Du im Aktienregister von Polymetal International (VOR der Re-Dimizilierung) eingetragen bist. Stichdatum war 4. August 2023. Denn am Samstag, 5. August 2023 wurde das Aktienregister an den Registrar der AIX übertragen - Re-Domizilierung war dann am Montag per 7. August 2023. Das Zertifikat ist lediglich die Quittung für den Eintrag.


    Sollten Deine POLY-Aktien jetzt noch in Deinem Depot der DACH-Depotbank vorhanden sein, dann wurde Dein Auftrag mutmasslich noch nicht ausgeführt. Ich empfehle daher dringend, die Sachlage mit Deiner Depotbank zu klären.


    urai

    Soeben wurde der Webcast mit dem CEO beendet. Hier die wichtigsten Punkte:


    - Die Sanktionen behindern das Geschäft (Sale) in Russland. Bis Ende Jahr sollten die Probleme behoben werden.


    - Die Russen-Assets werden verkauft. Dauert etwa plus/minus 6 Monate. Aufspaltung ist keine Option. Wäre weniger Value für die (West)-Shareholder.


    - Die Re-Domizilierung war absolut notwendig, damit die Russen-Assets mit "gutem" Preis verkauft werden können.


    - Verkauf der Russen-Assets: Es gibt keinen Fire-Sale. Kein Notverkauf. Nach dem Verkauf sollte Polymetal-Kasachstan schuldenfrei sein. Konkret: Der Verkaufserlös sollte die Schulden in Russland übersteigen.


    - Bis Ende Jahr sollte Polymetal wieder "dividendenfähig" sein.


    - Nächste grössere Investition ist der POX (Autoklav)in Kasachsastan.


    - In Russland sind 200koz AuEq im Lager, in Kasachstan 6xkoz AuEq.


    urai