Oh je, wo soll ich anfangen
?
Bewertung
Richtig ist, dass man die Immobilien nicht nur auf Gold beziehen kann. Falsch ist aber, sie überhaupt nicht auf Gold zu beziehen. Wie ich schon sagte, Gold ist nicht die Endstation, sondern Mittel zum Zweck!
Gold steigt nicht linear, sondern in Stufen, dann stagniert es eine ganze Weile. Das vorauszusehen ist zwar schwer, aber jeder wird seinen Exit Preis irgendwo im Kopf haben, selbst der größte Goldbug. Und sei es nur für den Konsum, wenn nicht zum Umschichten.
Also, geht es darum, Immobilien mit allen anderen Investments zu vergleichen, ständig! Das macht man ja mit Aktien, Bitcoin, Ferraris etc und eben Gold.
Sozialgeld - Ohne Sozialgeld, würde auch Geld beim Vermieter landen, weil der Subjekt, keine andere Wahl hätte, als zu arbeiten für sein Auskommen! Oft wohnen diese Leute in Bruchbuden, die kaum jemand haben will, was mich zu dem Punkt bringt, den du ignorierst.
Die Substanz der Bestandsimmobilien zerfällt kontinuierlich, derzeit besonders schnell. Was dir zum Teil Recht gibt, aber eben nicht als allgemeines Problem aller Immobilien, sonder als alte Regel, die man immer beachten sollte. Deshalb, ja, schlechte Immobilien werden im Preis sehr stark fallen bis auf 0 sogar, weil sie unwirtschaftlich werden. Die findet man bereits heute auf dem Markt zuhauf! Ich würde sie aber nicht kaufen!
Warum der Zerfall so schnell ist heutzutage? Nun, zum einen weil Deutschland seit ca 20 Jahren aus der Substanz lebt! Das ist nicht nur mit Brücken und Autobahnen so, sondern auch bei privaten Immobilien!
Bereits in den 80-er gab es einen technologischen Schub auf dem Bau, weil die Energieeinsparung eine Rolle begann zu spielen! Ab 2000 kamen idR Fußbodenheizung, Schwimmende Estriche, stark isolierte Dächer, sehr gute Fenster, unkaputtbare Leitungen und andere Dinge dazu.
Die Immobilen aus den 70-ern und früher hingegen, begannen vergleichsweise billiger zu werden, aber eben nicht gaz billig, weil die Energiekosten noch erträglich waren bis 2000/2010. Modernisiert oder gar saniert wurden sie zunehmend oft nicht mehr, weil die Lebenshaltungskosten stiegen bzw die Inflation Einzug erhielt! Man hoffte, später das Haus weiter zu reichen. Doch die Grüne Wende hat das Problem zu einem unlösbaren gemacht, finanzielle betrachtet.
Jugendstilhäuser/Denkmalschutz etc lasse ich raus, weil das eine Nische ist. Hier ist alles drin, zwischen Top un Ramsch, je nach Lage und Zustand der Sanierung.
Somit werden gute Immobilien immer knapper und teurer!
Wer wie zu seiner Immobilie gekommen ist, spielt keine Rolle, außer wohl eine emotionale für dich. Alle die 2010 oder sogar ab 2000 gekauft hatten, am besten Neubau, bezeichnen das als das beste Geschäft ihres Lebens!
Die Inflation lässt kein weiteres Szenario zu außer steigende Preise, durch die Bank. Somit werden die Mieten und gute Immobilien auch steigen, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Deine Rechnung mit 7k/qm und 20€/qm Miete mal hergenommen, ergibt eine Rendite von knapp 3,5%!
Wo liegt das Problem, außer bei dem , der so 'ne Wohnung heute für 4k oder max 5k/qm gerne hätte, aber keinen findet der bereit ist sie dafür herzugeben?
Stell dir vor, ein Fiat-Jünger kommt zu dir und sagt, "Ich will dein Gold für 2.500€ pro Unze haben", mit dem Argument, die Menschen hätte immer weniger Fiat zur Verfügung, also müssen die Preise fallen, zumal man Gold nicht essen kann
. Was sagst du ihm? Es ist immer gut einmal die Perspektiven zu wechseln.
Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen liegt derzeit bei ca 2,8%. Mein Freund, ich würde eine Immobilie deshalb niemals über 2,5% Rendite verkaufen, geschweige denn 3,5%.
Insofern dürfte es schwer werden, auf den Verkäufer zu finden, von dem du träumst! Unmöglich nicht, aber sehr unwahrscheinlich. Und wenn doch, Glückwunsch! Aber 99% der Kaufwilligen werden nicht Glück haben (können).