Deutlicher und klarer hat bisher selten ein Artikel über das Warum weiter steigender Goldnotierungen aufgeklärt:
Danke für den Artikel. Solche Analysen sind immer interessant zu lesen, aber ich finde die Begründungen durchgehend flach. Das ein Anstieg der Geldmenge immer automatisch zu Inflation führt, ist eine stark vereinfachende Binsenweißheit. Das der Goldpreis vom Realzins abhängt ist auch nicht grade eine neue bahnbrechende Erkenntnis. Ansonsten viel oberfflächliches Geschwurbel und historische Anektdoten zu inflationsreichen Zeiten.
Die 20er, 40er und 70er und anderen Inflationsintensiven Zeiträume sind aber schwer mit heute vergleichbar. Zunächstmal fallen die meisten Inflationsphasen ursächlich mit Kriegen zusammen.
Das ist zz. noch keine Bedingung die erfüllt ist. Auch Rohstoffknappheit und Rohstoffabhängigkeit ist heute deutlich anders. Eine Ölkrise wie in den 70er verbunden mit starker Abhängigkeit vom Öl verbunden mit dem Vietnamkrieg, extrem hohen Handelbarrieren (Zölle wirken automatisch Inflationär) und generell historisch stärkeren Gewerkschaften die mittlerweile durch Globalismus & Co erfolgreich entkernt wurden, sind diametral andere Rahmenbedingungen.
Wo ist die Öl-/Rohstoffabhängigkeit? => Nicht vergleichbar.
Wo sind entstehende Lohn-Preisspiralen? => Nicht erkennbar
Wo erstarken Gewerkschaften? => Tja, vielleicht in Nordkorea? ... ansonsten nur ein total flexibler auf Lohndumping ausgerichteter globaler Sklavenmarkt. Ach ja Dank Norkoreas Wirtschaftszone wird das wohl auch nichts, denn da funktioniert das mit den Sklaven ja eigentlich am besten und sogar ganz ohne den moralinen Denkmantel von Pseudo-Freiheit
Handelsbarrieren? => Man muss Trump lassen: dieser Hirni hat es als Erster wirklich mit allen Kräften versucht, aber von extrem niedrigem Niveau aus und mit viel zu wenig, und es ist auch schon wieder vorbei
Kriege? => Ohne Trump wird das erstmal nix. Gut das Chinesische Zeitalter mag hier der Game Changer werden, aber bis dahin?
... ach ja immer ein wichtiger Inflations-Faktor:
... nämlich total unfähige Zentralbanken => Mit Unfähigkeit sollte man immer rechnen, wenn Menschen im Spiel sind, aber wenn man sich mal mit 1929er Crash beschäftigt, dem Yield Curve Pegging der Nachkriegszeit oder den 1970ern etc., dann muss man auch hier den wichtigen Zentralbanken eine recht steile Lernkurve konstatieren (Ausgang jüngster Abenteuer zugegebenermassen ungewiß)
Leider wird in dem Artikel keiner der Inflations-Treiber wirklich durchdekliniert. Daher naja ... Erkenntnisgewinn geht eher gegen null und das Elaborat wirkt stark interessensgeleitet (Achtung: bösartige Unterstellung meinerseits ohne den Herrn zu kennen und bin zu faul ihn zu googeln)