Beiträge von DarkMatter

    Sollte nur eine Info sein, weil ich vor 4 Jahren damit konfrontiert wurde.


    Zum Hintergrund hab ich damals nicht nachgeforscht, aber es gibt wohl eine Grenze für die private Stromproduktion bzw. Eigenverbrauch in Deutschland. Geht soweit ich weiß um die steuerrechtliche Behandlung?
    Deshalb auch nur der Hinweis, weil ich nicht weiß ob dies heute noch so gilt und wie das außerhalb von "Söders Reich" gehandhabt wird.
    Als wir letztes Jahr eine dritte Außenanlage als Ersatz für die mittlerweile über 10jahre alte erste Insel parallel aufs Dach bauen wollten, gabs jedoch wieder bisschen Ärger mit der Verwaltung. Am Ende einigten wir uns darauf erst die alte Anlage ab und dann die neue aufzubauen. Lief ja letztlich auf gleiche raus.

    Eine kleine aber evtl. wichtige Information zu privaten PV-Inseln:


    Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Regelung nur in Bayern gilt oder Bundesweit, aber hier ist die maximale, nicht genehmigungspflichtige und reglementierte Spitzenleistung von PV-Inseln auf 1kWp begrenzt.
    Dies sind idR 3 Panels im Parallelbetrieb!
    Bitte informiert euch, wie dies bei euch geregelt ist, da die Panels bei GoogleMaps/Earth einfach zu zählen sind.


    2 Inseln, wie bei uns sind nicht gerne gesehen, werden jedoch noch geduldet (weil es keine juristische Handhabe gibt). Eine dritte Insel würde man uns jedoch verbieten und auf eine Netz-Einspeisung bestehen.

    Nur ein Drittel der Bevölkerung hätte im Katastrophenfall ausreichend Lebensmitteln und Medikamenten für mehrere Wochen vorrätig.

    Mehrere Wochen? - Vielleicht in den Bergregionen Österreichs sinnvoll, wenn an im Winter von der Außenwelt und damit Versorgung abgeschnitten wird. Ich meine, solche Aussagen kann man nicht auf andere Länder übertragen und selbst in Wiener Flachland sind die Anforderungen völlig andere als im Ötztal.
    Wenn ein derart komplexes Land wie Österreich über einen Kamm geschert wird, ist die Aussage am Ende ohne Wert.
    Das wichtigste "Lebensmittel" in Deutschland ist und bleibt Trinkwasser, denn im Gegensatz zu den Alpenländern oder Skandinavien, wird dieses nahezu vollständig elektrisch aus Brunnen gefördert, muss gereinigt bzw. teilweise über große Stecken transportiert werden. Im Falle eine Blackout würde die Wasserversorgung in Deutschland an vielen Orten sofort zusammen, da die Druckerhöhungs- und Förderpumpen ausfallen.
    Generell sind Lebensmittel für mehrere Wochen, wenn man sich auf Notnahrung beschränkt, nicht viel an Menge und Kosten. Durch die geographische Struktur und Bevölkerungszusammensetzungen in manchen Regionen, dürfte es stellenweise schon in der ersten Woche recht heftig werden und die Ernährungssituation etwas in den Hintergrund treten. Dies ist kein Vorwurf an unsere "Gäste", aber diese wissen einfach besser mit solchen Situationen umzugehen.


    Ich meine, man sollte seine persönliche Situation in Deutschland sehr genau betrachten und hinterfragen. Erst dann sollte man sich Gedanken über seine, persönlich sinnvolle Vorsorge am Wohnort machen. Wer auf offizielle Hilfe hofft, sollte einfach ins Ahrtal schauen, wo sich die Hilflosigkeit und Unfähigkeit des Staates bereits bei einer kleinen, örtlich begrenzen Notlage überdeutlich zeigte.
    Selbst hier bei mir in ländlicher Region glaube ich nicht, dass wir in einen großflächigen Notfall allzu lange ausharren können. Dafür ist Deutschland zu gut erschlossen und zu dicht besiedelt. Der nächste Verkehrsknoten, die nächste Stadt sind Luftlinie gerade mal 12km entfernt, was wahrscheinlich schon mehr ist als bei vielen Anderen. Damit ist ein Plan B mindestens ebenso wichtig wie eine Lebensmittelvorsorge am Wohnort.


    Andererseits braucht jede Krise ihre Opfer! - Auch wenn es unmenschlich klingt, aber ausreichend freiwilligen Opfern sind u.U. auch ein Schutz für Einzelne, die vorher nachgedacht und vorgesorgt haben.

    @Salorius II sieht schwer nach OmniFuel Raketenkocher aus. - Hast du ihn schon probiert?


    Die Raketenkocher sind im Betrieb sehr einfach, aber leider sehr laut und nicht so tauglich für still und heimlich kochen. Im freier Natur bzw. stiller Umgebung hört man diese über mehrere 100m pfeifen.
    Falls er dir zu laut ist kannst ihn hoffentlich zurückgeben


    Alternativ den Soto Muka Stormbreaker, baugleich dem japanischen Armee-Kocher (nur andere Farbe). Ist ebenfalls ein Vielstoffbrenner, aber anstatt des Düsenbrennersystem wie bei den Primus, mit einem sehr leisem Bogenverdampfersystem und Flammkorb. In der Lautstärke bei vergleichbar einem Gaskocher.
    Lediglich die Bedienung erfordert etwas Übung, weil das Verdampfersystem erst auf Temperatur kommen muss, ist aber auch kein Hexenwerk.

    @txlfanIch mutmaße mal, dass die Einsatzgruppen die im Rhein-Sieg-Kreis tätig sind, die selben Schwierigkeiten haben die auch bei uns ständig auftreten.


    Im analogen Funk konnte auf der betreffenden Frequenz jeder mit jedem sprechen, doch seit der Einführung des digitalen Funks müssen alle Funkgeräte bzw. in unserem Fall Löschgruppen, zu einer übergeordneten Gruppe gepaart werden, vergleichbar Bluetooth.
    Jeder der nicht in der übergeordneten Gruppe ist hört nichts außer den Kollegen der eigenen Löschgruppe und kann auch nur an diese Meldungen absetzen. D.h. bei jedem Einsatz muss erst von der Leitstelle eine entsprechende übergeordnete Gruppe angelegt und die Teilnehmer manuell hinzugefügt werden. Dies geht meist im Zug der Alarmierung, aber bei Weitem nicht immer und bei jedem Teilnehmer!
    Da man sich meist kennt, ruft man dann halt beim nächsten Kollegen oder Kommanditen an und dann klappt es auch früher oder später. Ohne Handy oder Ansprechpartner in der Nähe hat man keine Chance, dann bleibt nur zu einer anderen Gruppe zu fahren und von dort um Aufnahme zu bitten.
    In der Praxis herrscht am Anfang von größeren Einsätzen meist ziemliches Chaos und oft geht dadurch wertvolle Zeit dadurch verloren. Vieles bei uns läuft deshalb mittlerweile über Handygruppen.

    Warum erinnere ich jetzt grade Wildkatze :hae:

    Ich hab mal ne halbe Stunde im Wirtschaftskrise und Lebensmittel-Faden seine Beiträge gelesen.
    Liest sich für mich, wie ein Prepper, der sich vor lauter möglichen Krisen ins depressive Abseits manövriert hat und nun alles in Frage stellt? Aber ein Urteil möchte ich nicht treffen, steht mir auch nicht zu.


    Einige ältere Kommentare im Lebensmittel-Faden sind interessant, aber geht mir zu weit in Richtung Selbstversorger. Dazu fehlt mir der Platz und auch der gärtnerische Hintergrund.

    Danke @Sie, das ist es, was ich zum Ausdruck bringen wollte.
    Jede Situation ist anders, aber allen Maßnahmen sollte es gemeinsam sein das diese vorhanden sind und im Notfall genutzt werden können. Nicht dass diese extra für eine hypothetische Krise geschaffen wurden und aufwendig unterhalten werden müssen, nur um dann feststellen zu können was alles am Ziel vorbei ging oder nicht so wie gedacht funktioniert.
    Ein Fahrzeug kann auch hilfreich sein, solange die Straßen noch passierbar sind und man damit nicht zu viel Aufmerksamkeit auf sich lenkt.


    @Andrej Oschin vielleicht bekommst du bei Preppern recht, aber hier liegt der Unterschied zwischen Vorbereitung, was @Sie, @Salorius II und viele andere wie auch ich machen und dem was Prepper tun. Unsere Vorbereitung ist nichts besonderes über die das vor Ort jemand spricht und auch nichts besonderes über das es sich zu sprechen lohnt. Allenfalls um sich lokal auszutauschen.


    Wenn die Maßnahmen das Leben nicht mehr sicherstellen können, dann muss man eben gehen. Wenn es zu schwerwiegenden Katastrophen, Krieg oder zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung kommt evtl. auch schon früher. Aber dann verlässt man seine gewohnte Umgebung körperlich und mental bei Kräften, gesund und mit dem im Gepäck was man sich lange überlegt hat mitzunehmen.
    Kleinere Störungen wie Plünderer sind, solange es keine größere Gruppe ist ohnehin nichts anderes, als was wir schon jetzt mit den Dieben immer wieder erleben. Wofür soll ich mein Haus zum Gefängnis mit Gittern vor jedem Fenster umbauen, wenn der Hund die Funktion schon weit vor dem Fenster erfüllt?

    Bezügl. Karten und Navigation muss ich gestehen, dass ich dafür noch nie ein Handy genutzt habe.


    Früher Navigon, aber Ich nutze seit langem den Satellitenplotter QV der nicht nur das amerikanische GPS sondern auch Glonass, Galileo, und vielen weiteren System verarbeiten kann.
    Das recht anspruchslose Programm läuft auf einem Notebook und die Karten sind alleine vom Speicherplatz abhängig. Es bietet die gleichen Möglichkeiten wie beispielsweise ein Garmin-Trekingnavi und verwendet ähnliche Karten Es ist aber kein Navigationsprogramm mir Orts- und Straßendatenbank, nur Koordinaten oder manuell auf der Karte suchen!
    Solange ein Satellitennetz zur Verfügung steht wird die Position angezeigt und der Verlauf geplottet. Ansonsten ist es eine Landkarte auf dem Notebook. Papierkarten sind immer ein Muss, aber Bis zum schwarzen Meer sind das schon einige Kilogramm.

    @DarkMatter danke für deine Ausführungen. Ich dachte du betreibst ein Gewerbe in dem Bereich.

    Nein, zumindest nicht ganz, aber verkaufen werde ich nichts.
    Meine Erfahrungen und Kenntnisse weitergeben mache aber gerne [smilie_blume]


    Ich bin von Beruf primär Elektrotechniker und war bis vor rund 10 Jahren mit eigenem Unternehmen im Steuerungs-/Anlagenbau tätig. Nachdem wir viele Projekte in recht versorgungsunsicheren Gebieten er Welt hatten, waren Ersatzversorgungen oft Bestandteil unserer Projekte.
    Nach 20 Jahren Selbständigkeit in diesem Bereich beginnt man sich grundsätzliche, geschäftliche wie private Fragen nach der Zukunft zu stellen. Und irgendwie hatte ich alles erreicht, was ich mir in jungen Jahren erträumte.
    Es waren aber letztlich sehr schlimme, persönliche Umstände, die dann den Ausschlag zum Ausstieg und Umzug gaben. Ich verkaufte den überwiegenden Teil des Unternehmens und führte nur einen relativ risikolosen B2B Ersatzteil-/Komponentenhandel weiter.


    Heute genieße ich das Leben völlig anders und liebe unser Leben hier am Wasser. Dass uns das Wasser ab und zu besucht, ist kein Problem, erfordert nur etwas angepasste bzw. zusätzliche Infrastruktur., in der Stromversorgung, Pumpen, etc. So ist über die letzten Jahre ein Konzept entstanden, welches uns auch in der Zeit im Wasser nicht aus der Ruhe bringt. In den letzten Jahren hatten jedoch vermehrt andere mögliche Situationen, zunehmenden Einfluss in unsere Vorbereitungen.

    @DarkMatter, du schreibst unsere Anlagen.
    Hast du mal vorher etwas verlinkt was ihr anbietet (hab ich was übersehen)

    War im Beitrag 38.


    Die Nutzung ist für eine Solaranlage sehr wichtig, da die Zellen sonst mit der Zeit kaputt gehen. Wir haben die Kühl-/Gefriertechnik als Grundlast dran uns sorgen ab und zu auch mal dafür, dass die Batterien geleert werden. Einerseits um die Bleibatterien fit zu halten und andererseits weil so dir Technik unter überwachten Bedingungen getestet wird (Kapazitätsmessung). Im Notbetrieb ist dies nicht möglich und da wird auf die Batterieentladung auch wenig Rücksicht genommen.
    Es gibt zwar Batterien, die bedingt frostfest sind, aber du solltest mit Blick auf die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit auf eine übers Jahr recht konstante und überall an der Batterie gleiche Temperatur über 15°C sorgen. Also die Batterien nicht einfach auf den Boden stellen! Leicht zugänglich und gut belüftet sollten diese auch sein.
    Irgendwo in der Wohnung ist doch immer Platz. Wir haben z.B. einen Block hinterm Sofa, einen im Hobbyraum auf Holzgittern am Boden und einen in der Abstellkammer in einem Regal. Da stören sie nicht und sind aus dem direkten Blickfeld verschwunden. Die Technik ist ja weitgehend geräuschlos, wenn man vom Lüfter im Lastbetrieb mal absieht.


    Beim Wechselrichter solltest du beachten, dass die Verluste ziemlich Ausgangsleistungsunabhängig, prozentual der Nennleistung sind. Bei einem Strombedarf von 300W und Umrichter 600W mit 5% Verlusten ist das wesentlich weniger als bei einem 2400W Umrichter mit 5% Verlusten. Andererseits sind aktuelle Umrichter idR 100% überlastbar für einige Sekunden. Aber Vorsicht bei Schaltnetzteilen (Ladegeräte, PCs, etc.) am Umrichter, dies kann schnell und unerwartet zum lauten Knall führen! Anstecken und schauen was der Umrichter macht, gibt er pfeifende Geräusche von sich, sofort wieder ausstecken sonst ist der Ausfall vorprogrammiert.

    @Salorius II


    "Corona-Verlierer: Zehnmal mehr Selbstständige als prognostiziert rutschten in Hartz IV"


    Das Ergebnis ist sicherlich zutreffend, die wesentlichen Ursachen bleiben aber im Bericht ungenannt. Wenn sich jemand vor 2010 (kann auch schon etwas früher gewesen sein) in Deutschland selbständig gemacht hat, ist er fast automatisch komplett aus dem Sozialsystem gefallen bzw. gedrängt worden.
    Krankenkasse, Rentenversicherung konnten noch weiter behalten werden, die Arbeitslosenversicherung wurde jedoch verwehrt. Der Selbständige bekam ein Überbrückungsgeld, was in etwas dem ALG-Anspruch für 1 Jahr entsprach und war raus aus dem System. Die Kosten für KK und RV waren so gestaltet, dass diese den Jungselbständigen durch die Unwirtschaftlichkeit schnell vertrieben.


    Auch wenn es mittlerweile die Möglichkeit gibt, auch als Selbständiger seine ALG-Ansprüche zu parken, so hilft dies der Masse der meist länger Selbständigen nicht. Wer wiederum nicht im Sozialsystem verankert ist, rutscht im Fall der Fälle sofort bis ganz nach unten zu Hartz 4 durch. Ein Wiedereinstieg der älteren Selbständigen ist bis heute nicht möglich.
    Warum die Selbständigkeit letztlich scheitert hat viele, und nicht nur wirtschaftliche Gründe. Fix- und Betriebskosten sind da das Eine - Auflagen und stattliche Gängelung sowie das dadurch erzeugte wirtschaftliche Umfeld wahrscheinlich das Wesentlichere?


    Doch wie früher ist derjenige erfolgreich, der die Zeichen der Zeit erkennt und obendrein etwas Glück hat. Früher ging es bei der Selbständigkeit eher um den Aufbau eines Unternehmens, Wachstum, Kundenbindung,.. und Planungen die weit in die Zukunft reichten, heute sind eher kurzfristige Dinge, Minimierung der Risiken und das möglichst schnelle Abschöpfen von Gewinnen angesagt.

    @Smithm Die Kurve für Entladezeit bzw. nutzbare Kapazität zur Entladedauer bzw. Strom hatte ich in der Beschreibung unserer Anlage auch verlinkt, wollte aber fachlich nicht zu tief einsteigen. Ich denke nicht, dass hier nicht so viele Elektrotechniker im Forum sind, die sich noch dazu mit Speicherphysik beschäftigen, andererseits ist dies nur einer der Parameter an denen man seine Anlage optimieren kann und am Ende muss das komplette Konzept, aus Erzeugung (Solar oder Aggregat), Speicherung (welche Batterieart) und Umwandlung (Größe des Wechselrichters) einfach zur Anwendung passen.
    Also einfach ausgedrückt Konstanter moderater Bedarf oder zeitweise hoher Bedarf (Anlaufstrom).


    @michi1 Moderne Bohrhämmer sind mit einer Anlaufstrombegrenzung ausgestattet (Sanftstart) und erzeugen nahezu keine Stromspitzen mehr. Aber ich habe schon 1000VA Wechselrichter mit einfachen Notebookladegeräten in die Abschaltung getrieben und sogar zerstört!


    Generell muss die Lösung für die persönlichen Anforderungen passen und da ist ein Kompaktgerät wie ein PowerOak, Kirron, etc. für den Nicht-Elektrotechniker eine gute Lösung. Natürlich ist dieses preislich genauso teuer wie ein kleines Aggregat, aber dafür geräuschlos, wartungsfrei und man muss keine Betriebsstoffe lagern.


    Ich bin Elektrotechniker, habe beruflich einiges mit der Thematik zu tun und u.a. Hobby-Schrauber, was mir die Motorentechnik und Mechanik näher gebracht hat. Unsere Anlage war deshalb sicherlich von Anfang an sehr durchdacht und lange geplant. Trotzdem musste diese über die Zeit mehrfach angepasst werden, weil die Praxis eben oft nicht der noch so gut überlegten Theorie folgt, oder sich die Technik und damit Anforderungen verändern.


    Aber generell ist eine nicht optimale Lösung ist immer noch besser als gar keine. Das persönliche Optimum wird man wenn überhaupt nur zeitweise erreichen [smilie_blume] - Muss man aber nicht!

    Zufällig gesehen, heute bei Amazon im begrenzten Angebot
    POWEROAK 2400Wh Notbatterie


    Keine Ahnung, ob das vernünftige Technik zu einem vernünftigen Preis ist... ist mir nur grade zufällig aufgefallen

    Das gute Stück ist mit einem Lithium-Polymer-Akku ausgestattet und deshalb leichter als die vergleichbare Starterbatterie.
    Der Preis ist erstmal sehr ambitioniert, aber abhängig vor der Verwendung kann das sehr kompakte Gerät auch Vorteile bieten.


    @Smithm Im Prinzip stimmt deine Rechnung. Nur muss man beachten, dass diese Rechnung, ebenso wie die Angabe bei Komplettangeboten von der kleinsten Leistungsabnahme ausgeht. Wen die Batterie "praxisgerecht" entladen wird, ist die nutzbare Leistung bei Bleibatterien 20-25% geringer. Dies merkt man daran, dass nach der Unterspannungsabschaltung bei ca. 21V die Batterispannung schnell wieder auch 23V+ ansteigt.


    Lithium-Batterien haben diesen Effekt nicht, wobei LiFePO4 leistungsfähiger als Lithium Polymer sind. LiIon-Batterien sollte man wegen der Brandgefahr hierfür nicht nutzen.


    @Bembelpetzer Deine 2400Wh = 800W x 3h, sind für eine Lithium-Batterien ziemlich richtig. Weil du die Verluste von etwa 10% berücksichtuigen solltest, als eher 2,7h.
    Für eine Bleibatterie wirst bei identischer Anlage jedoch bei rund 2,2h die Entladegrenze und Abschaltspannung erreichen.


    @Salorius II So ein Aggregat ist nicht schlecht, wenn du es aufstellen und warten kann. Ich denke, das der überwiegende Teil der Menschen hier diese Voraussetzungen aber nicht hat. Ob man diese Leistungsklasse wirklich braucht, sollte man auch selbst gut überlegen. Ein weiteres Problem zumindest in Deutschland wäre die Treibstofflagerung auf privatem Grund, zumindest wenn man keine Ölheizung hat.

    Thema Vorwarnzeiten, aus aktuellem Anlass:


    Heute um 10:25 erfolgte eine schwere Explosion auf einer Deponie in Leverkusen, die über viele Kilometer zu hören war.
    Um 11:22 (Zeitstempel bei mir) wurde die Meldung über die Warn-App Nina verbreitet, als schon Massenweise Fotos in den SM unterwegs waren.
    Die Pressemneldungen: Höchste Gefahrenstufe, Sperrung von Autobahnen und Vorbereitung auf lokale Evakuierungenkamen,... kamen gegen 10:30.


    Zu beachten ist, dass dabei keine Infrastruktur, wie beim Hochwasser in NRW direkt beschädigt wurde, sondern dies die in Praxis entstandene Vorwarnzeit darstellt. Über eine Ursachen lässt sich spekulieren, auch wenn die "Koordinationsschwierigkeiten" wohl die selbe Ursache wie in NRW hatten?


    Letztlich zeigt dieser Fall, wie viele in der Vergangenheit, dass die Information für SM weitaus schneller und breiter funktioniert, als offizielle Stellen oder App's.

    Kleiner Nachtrag/Korrektur zu den Schuhen:


    Die Gummistiefel verwenden wir nicht lose, sondern als Bestandteil der Wathosen.
    Hier sind vorrangig zwei Modelle in Verwendung (geschätzt 70% 1. und 30% 2.).
    Die Link hab ich einfach nur zum Zeigen auf die Schnelle aus dem Netz gezogen.


    1. die Novotex-Wathose aus beschichtetem Polyamid, die auch bei BW, Feuerwehren, etc. verwendet wird (der Klassiker). Diese ist leicht und dennoch äußerst robust. Mit einem Preis von rund 125€ auch recht günstig in der Anschaffung.


    2. die Watex-Neopren-Wathose. Sehr bequem und vor allem warm, wenn man einige Stunden durchs Wasser marschieren muss. Leider nicht so robust wie die Novotex und vergleichsweise teuer (Frauen waren noch nie günstig in der Unterhaltung [smilie_happy] ). Aber ohne Spaß, wer im Januar im Wasser steht freut sich, wenn er eine Watex hat.


    Wichtig bei den Wathosen ist auch die richtige Lagerung: Immer hängend mit den Schuhen oben. Von der Größe empfiehlt sich eine Schuhgröße mehr zu nehmen, da man normalerweise noch dickere Socken darin anziehen wird.

    Arbeitsstiefel (S3,Gummi etc),

    hatten wir früher auch, weil jeder diese empfiehlt. Eine Fehlentscheidung!


    Als Notschuhe, die sonst ungenutzt im Schrank stehen, sind diese in Ordnung.
    Aus meiner Praxis sind S3 nur ein schlechter Kompromiss und meist unzweckmäßig. Denn S3 sind Stiefel die auch einen mechanischen Schutz für den Knöchel bieten.
    Für die tägliche Arbeit, vor allem im Sommer, ist mi ein S1P Sandale oder S2P (2 = wasserschutz) Halbschuh aber allemal lieber als ein Stiefel. Das "P" ist die wichtige Eigenschaft und steht für den Durchtrittschutz, früher "Nagelfest"
    Im Hochwasser hilft ein S3 Stiefel nicht mehr viel und es werden S4P oder S5P Gummistiefel benötigt. Falls es um Rückstau aus der Kanalisation geht, nur noch S5P, da nur diese Fäkaliendicht sind.


    Ein Tipp:
    S5P kauft man bei uns in Bayern, am günstigsten im Landwirtschaftsbedarf (BayWa, Raiffeisen, o.ä.) weil diese in der Landwirtschaft der Standard sind.

    Auch wenn sich der eine oder andere auf die Füße getreten fühlt:
    Vorbereitung auf mögliche und wahrscheinliche Notsituationen, sowie Vorratshaltung sind sinnvoll, aber seine Wohnung gegen Eindringline verteidigen zu können gehört ins eher Reich der Träume.
    Vielleicht könnte der erste Versuch noch abgewehrt werden, weil die Eindringliche überrascht waren, doch beim Zweiten oder Dritten war das dann sicherlich.


    Ich lese hier im Forum nun schon eine Zeitlang mit und wie @Marbod richtig schreibt wurde viel in anderen Fäden diskutiert.
    Ein spezieller Faden für "Werkzeuge, Geräte, Tools" wäre aus meiner Sicht eine gute Ergänzung zu den andere.
    Tut mir leid, dass ich selbst etwas zum Abschweifen beigetragen habe.



    Zurück zu den Werkzeugen und zum Glock M78 Messer


    Ich habe lange nach einem optimalen Universalmesser gesucht, das ich sowohl beruflich als auch privat nutzen kann. Also alles vom Kabel abisolieren über das Butterbrot bis zum Angeln und Anzündholz schneiden.


    Das M78 ist ein Messer der österreichischen Armee, welches auch als Bajonett auf das Sturmgewehr aufgesetzt werden kann. Es ist sehr robust und hat eine breite, einseitig geschliffene sehr haltbare Klinge, wobei die Spitze beidseitig geschliffen ist. Die Klinge ist durchgängig, bis an das Schaftende, was das Messer äußerst stabil macht. Der breite, flache Rücken ermöglicht es das Messer auch mit einem anderen Gegenstand durch eine Stück Holz zutreiben.
    im Griff des Messers befindet sich die Aufnahme für das Sturmgewehr, die mit einer herausnehmbaren Kappe verschlossen ist. Darunter sitzt eine massive Metallhülse mit einer Bohrung etwa 12m und 50mmm tiefe. Ich habe dort eine M8 Langmutter eingepresst, die das Messer noch universeller macht.
    Die Scheide ist aus dickem festen Kunststoff und verrastet mit dem Messer, kann also auch so in den Rucksack oder die Werkzeugtasche. Zusätzlich ist ein praktischer Clip-Gürtelschlaufe angespritzt.


    Zum Schleifen verwenden wir das bekannte? SharpWorks (Ken Onion) Schleifgerät. Die Spitze ist beidseitig scharf geschliffen (kleiner Winkel, die Schneide dahinter auf lange Standzeit (größere Winkel). Mit 1-2mal Nachschleifen komme ich gut übers Jahr.


    Es gibt auch noch ein M81 welches dem M78 entspricht, jedoch auf dem Rücken eine zusätzliche Zahnung hat. Als Säge taugt diese Zahnung nicht und ist auch sonst im Umgang eher unpraktisch.

    Wofür braucht ihr ein Handy in einer Notsituation? Ich käme nie auf die Idee ein Handy mitzunehmen, da das Mobilfunknetz so ziemlich das Erste ist was herunter fährt.


    Als Messer verwenden wir das Glock M78 Feldmesser, welches sehr universell beim campen einsetzbar ist und zudem recht günstig. Man kann es natürlich auch als Saufeder verwenden. Quasi auch unter Messer fällt das Multitool das ich dagegen fast täglich nutze.


    Jeder sollte sich abseits seiner Rambo-Phantasien ernsthaft fragen, ob er überhaupt töten kann. Falls man meint "Ja" ist ein Jagdausflug inkl. Zerlegen der Beute eine gute Möglichkeit dies zu ergründen. Bei einem Menschen ist dies natürlich nochmal ein anderes Level und ob man gegen einen trainierten Gast eine Chance hätte sowieso.


    Man sollte auch daran denken, dass in einer Notsituation bei Verletzungen kein Arzt kommt und man sich selbst helfen muss. Heute unbedeutende Verletzungen können dann schnell zum ernsthaften Problem werden.
    Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, etc. sowie Antibiotika, Verbandskasten, usw. sind unverzichtbar, grundlegende medizinische Kenntnisse aber ebenso. Hierzu gibt es diverse sehr gute Bücher, wo man sich vorher einlesen und auch etwas trocken üben kann.
    Es werden auch recht umfangreiche Erste Hilfe Kurse angeboten, die weit über den Führerscheinkurs hinaus gehen und ich jedem nur ans Herz legen möchte.


    Solange man unauffällig bleibt hat man in einer Krise sicher die besten Chancen. Weshalb rudimentäre, primitive anmutende, aber unauffällige Maßnahmen wie @Smithm schreibt, eine gute und zweckmäßige Entscheidung sind.
    Spätestens wenn es zu offenen Unruhen kommt, ist aus meiner Sicht der Moment zu gehen oder wenn dies nicht möglich erscheint, sich zu isolieren und "unsichtbar" zu werden.