Beiträge von Ritterwacht

    Zitat

    Original von gutso
    Aaaber. Gleiches kann man von Gold sagen, in bestimmten Situationen.
    Kennst ja das Beispiel mit dem Kilo Gold und dem Liter Wasser in der Wüste ... . Was ist mehr wert?


    Das liegt auf der Hand -
    Aber was würdest Du in der Wüste lieber trinken - den Inhalt einer Flasche aus deren Etikett Du nicht schlau wirst - oder eine Cola?
    Die Cola kennst Du - also wirst Du sie wählen - selbst dann wenn sie gerade nicht das optimale für die Befriedigung Deines Bedarfs "Durst" ist.


    Zur Abrundung einer Vermögensanlage könnte ich mir auch Diamanten, einen echten Rubens und noch vieles Andere gut vorstellen.
    Eine Million ist wäre ja auch platzsparender in einem Gemälde oder Diamanten untergebracht - und dabei sogar noch dekorativ an Wand oder Hals.
    Aber in dieser Liga spiele ich auch nicht mit. Ich muss da schon deutlich kleinere Brötchen backen - und ich kann auch nicht einfach sagen: Wenn ich den Diamanten nicht zu einem guten Preis verkauft bekomme - dann verkaufe ich halt den Bentley... oder den Canaletto... oder das Appartement in Monaco?


    Bei Gold weis ich dass es in jeder Stadt gleich mehrere Leute gibt die damit Handeln. Ich kann also bei Mehreren auf die Schnelle ein aktuelles Angebot einholen - was ich anzubieten habe ist allgemein bekannt und muss nicht erst einzeln buchstäblich unter die Lupe genommen werden. Also in kleinen Mengen auch ein schneller und damit sicherer Deal.
    Egal -


    Im Prinzip hast Du natürlich Recht - Nachdenken muss erlaubt sein! Wer immer nur nach Schema-F handelt, der läuft Gefahr irgendwann den Anschluss verpasst zu haben.

    Da hat mesodor39 schon ganz Recht - der Satz "einem Nackerten kann man nicht in die Taschen langen" hat nichts an Aktualität eingebüßt.


    Aber das ist gerade unter dem Gesichtspunkt des Privatkonkurses nur die eine Seite der Medaille. Die Möglichkeit zum Privatkonkurs steigert natürlich auch die Erwartungshaltung der Banken - die sich verständlicher Weise absichern möchten.


    Wer heute einen größeren Kredit (z.B. für eine Immobilie) aufnehmen möchte wird - in dem Falle dass der Kredit nicht in doppelter Höher über die Hypothek abgesichert wäre - feststellen dass die Bank erhebliche Unterschiede bei den Konditionen macht wenn nur eine Person "für das Ding gerade steht" oder wenn das ganze familiäre Umfeld als Bürge zur Seite steht.


    Natürlich: Wer bürgt wird gewürgt - aber trotzdem kann es mit Blick auf eine seriöse Vermögensplanung - gerade im familiären Umfeld! - zweckmäßig sein dieses Risiko einzugehen - wenn man als Familienmitglied schon nicht in der Lage ist auch gleich die gesamten Kosten des Kredites in der Familie zu lassen. (was jedoch steuerlich gar nicht so einfach ist...)


    Allerdings würde ich wohl auch hier nicht in ein fallendes Messer greifen und für jemanden Bürgen der bereits den finanziellen Halt verloren hat.

    Jetzt möchte ich hierzu noch etwas aus dem Nähkästchen beisteuern:


    Mein Urgroßvater hat gegen Ende des I.Weltkrieges für drei Goldzwanziger meiner Urgroßmutter einen Diamantring gekauft.
    Diese Stück kam zu meiner Großmutter und schließlich zu meiner Mutter. Diese wollte den Ring etwas weiter machen lassen, da er ihr nicht passte. Also kam der Ring zu einem Juwelier. Dieser hat den Stein in den 80iger-Jahren auf 22.000 DM taxiert.


    Was sagt uns das? Dass Diamanten eine gute Geldanlage sind?
    Nein! Das sagt uns dass Diamanten in "einer schlechten Zeit" eine absolute Scheißgeldanlage sind!


    Mein Urgroßvater war ein Beamter und verstand von Diamanten wohl so viel wie ich davon einen Ochsen zu melken. Er kaufte das Ding wohl nach "Kratztest" und weil ihm ein schönes Geschenk für seine Frau 60RM Wert war - und er das Geld hatte.
    Der Verkäufer brauchte dringend Geld - fand aber offensichtlich niemanden der in der Lage oder willens gewesen wäre ihm einen fairen Preis in gutem Geld zu bezahlen.


    Sicher - Zum Diamantenkauf braucht man wohl einiges an Wissen. Gewiss mehr Wissen als zum Kauf von Gold. Wer dieses Wissen nicht hat - der wird sich nicht oder eben nur zu einem subjektiven Preis an das Sujet heranwagen. Und genau das ist das Problem!
    Selbst wenn ich selbst beim Kauf nichts falsch gemacht habe - muss ich beim Verkauf um einen angemessenen Preis zu realisieren Jemanden finden der ebenfalls beim Preis an ein objektives Limit gehen kann. Kann der Käufer das nicht - zahlt er eben nur "den Preis der ihm persönlich das Ding wert ist" - und das ist eben nicht zwangsläufig der Preis, der unter Kennern bezahlt würde.

    Nunja - Wenn man mehr ausgibt als man einnimmt - passiert das halt. Im Kleinen wie im Großen.
    Des einen sinnloses Kanalbauprojekt ist des Anderen Großbildschirm für´s Wohnzimmer.


    Die meisten Schuldenkarrieren sind ja nicht unmittelbaren Schicksalsschlägen geschuldet - sondern der fehlenden Bereitschaft selbst Vorsorge zu treffen. Man spart ja nicht weil man geizig oder geldgeil ist - sondern weil man erkennen kann dass im Leben auch manches nicht so optimal läuft wie man sich das gedacht hat. Sparen ist immer Verzicht auf etwas - und eben keine Zwangslage "weil man nicht mehr weis wofür man das Geld noch ausgeben könnte".


    Ich habe das Gefühl dass weiten Teilen der Bevölkerung die Vorstellung dass es mal nicht mehr so laufen könnte wie bisher, abhanden gekommen ist.
    Das wird immer erst realisiert wenn Feuer am Dach ist. Und selbst dann setzt meist kein rigoroses Umdenken bzw. keine entsprechende Verhaltensänderung ein. Das Selbstwertgefühl ist derart stark von Konsumgewohnheiten geprägt - dass Vielen ein Verzicht auf teuere Gewohnheiten zunächst einmal völlig undenkbar erscheint.

    Gold wirft keinen Zins ab - das ist nun mal so - war schon immer so - und wird auch immer so sein. Das ist die schlechte Nachricht.
    Deshalb würde ich auch niemals Jemandem pauschal empfehlen in Gold zu investieren.


    Gold ist so etwas wie Brennholz - das die Leute mit zunehmendem Alter verstärkt horten um im Winter nicht zu erfrieren. Schließlich kommt der Tag an dem man zu alt ist Bäume zu fällen und Holz zu hacken.


    Gold ist nicht dazu da Gewinne abzuwerfen - Gold ist Reserve - ist Sicherheit.
    Eine Sicherheit die ohne Crash nicht schadet - aber mit Crash die einzige monetäre Sicherheit überhaupt ist.


    ---


    Natürlich kann man ungeachtet des Alters mit Gold auch spekulieren und dabei gutes Geld verdienen. Aber das setzt voraus dass man Gold billig kauft und teuer verkauft, was beides natürlich nicht alle paar Monate geht - sondern sehr viel Geduld und Beharrungsvermögen gegen das Zeitgeistgeschwätz erfordert.


    ---


    Gold ist (jenseits der Spekulation) etwas, das man sich anschafft wenn alle anderen wesentlichen Zukunftsinvestitionen getätigt sind. Woheigentum geschaffen ist - die Kinder ihre Ausbildung/Start ins eigene Leben haben - auch etwas "Spielgeld" im Hause ist mit dem Konsumwünsche befriedigen oder auf anderen Äckern etwas Geld verdienen kann - ohne es zu vermissen falls die Sache in die Binsen geht.


    Gold ist eben etwas für ältere Leute - Ein Junger hat als Sicherheit seinen Kopf und seine Hände. Wenn der "Brennholz" braucht geht er in den Wald, sägt einen Baum um und hackt ihn klein. Ein Alter muss eben einen Jungen bezahlen können, damit dieser das für ihn erledigt. (wobei ich das Brennholz jetzt bitte nicht buchstäblich verstanden wissen möchte).


    Gold ist -wie jede Geldanlage - keine eierlegende Wollmilchsau mit der man sich alle seine Wünsche mit minimalstem Einsatz erfüllen kann.
    An Gold kommt man nur durch harte Arbeit (wenn man für einen Alten Holz hackt) und durch geschicktes Spekulieren.

    Zitat

    Original von Gaudibursch


    Nun, die im letzten Satz anklingende Frage kann allerdings auch für den Treibstoff Ethanol gestellt werden.


    Womit wir bei einem Problem wären das so seitens der Politik niemand sich traut laut auszusprechen:
    Wir verbrauchen aktuell mehr Energie als wir in der Lage sind zu produzieren. (Fossile Brennstoffe werden ja nicht produziert - sondern lediglich gefördert)


    Wenn wir ganz ehrlich sind - so fressen wir aktuell sogar "Fossile Energie" über die Landwirtschaft - welche mit Kunstdünger und Traktoren (beider Energie überwiegend aus fossilen Quellen) eben weit davon entfernt sind nachhaltig zu sein.


    Bereits vor der eigentlichen industriellen Revolution war die Menschheit so weit dass ihr Energiehunger (damals noch fast ohne fossile Energieträger) die Grenzen der Nachhaltigkeit überschritten hatte.
    Damals wurde etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Produktion für die Ernährung der "Energielieferanten" (u.A. Ochsen und Pferde) aufgebracht.


    Damit sollte eigentlich deutlich werden dass wir mit nachwachsenen Rohstoffen zumindest nicht unseren aktuellen Energiehunger decken werden können ohne dass gleichzeitig ein Hungerproblem entsteht.
    Eine weitere ungebremste Nutzung fossiler Energieträger ist jedoch geeignet die gloabele Nahrungsproduktion auf Dauer zu gefährden.
    Die Rohstoffe zur Atomenergie ist ungeachtet der Risiken ebenfalls begrenzt.


    Die Nutzung der Wasserstofftechnologie rückt hier jedoch anwendungstechnisch in weite Ferne. Aktuell sind wir ja nicht einmal annähernd in der lage unseren Strombedarf mit regenerativen Energien zu decken!
    Wie wollen wir dann auch noch den Verkehr mit über Elektrolyse gewonnenem Wasserstoff (Wandlungsverluste!!!) betreiben? Selbst wenn das Auto nur noch mit 20kw fahren würde - Jedes Fahrzeug würde den vielfachen Strombedarf eines Haushaltes entwickeln...


    Houston - wir haben ein Problem!


    Zitat


    Ich denke so einfach wird es nicht werden. Alternativen in Verbindung mit einem massiv zurechtgestutzten Verbrauch sind notwendig , wenn wir den Rest des Planeten nicht auch noch ruinieren wollen.
    Und dazu gehört eben auch der Verzicht auf ein paar Bequemlichkeiten.


    Das sehe ich auch so - nur dass dieser Verzicht trotz allen technischen Fortschritts wohl als weit einschneidender empfunden werden wird als es die Worte "ein paar Bequemlichkeiten" fassen könnte.


    Zitat


    Es lohnt sich und gerade was die Umwelttechnik anbelangt ist Deutschland Weltspitze.
    Die sollten wir für uns behalten und nicht scheibchen -und patenteweise an die anderen billig verkaufen. Narren wären wir.


    Genau das wäre unsere einzige reelle Chance. Und wer leitet sie politisch in die richtigen Bahnen?


    Ansonsten landen wir am Ende wieder dort:
    [Blockierte Grafik: http://www.lsg.musin.de/gesch/Material/Karikaturen/WkIIPlakatObstkerne.gif]

    Zitat

    Original von Captain_Proton
    Der wichtigste Rohstoff ist die überragende Ausbildung und Motivation unserer Arbeiter und Angestellten.
    Dieser Rohstoff wird seit einigen Jahren systematisch zerstört.


    So weit stimme ich Dir zu! - wobei ich statt Jahren - Jahrzehnte geschrieben hätte.


    Ich kann mich noch gut daran erinnern wie die Vorgeneration ihre Nasen angesichts des Abiturwissens meiner Generation gerümpft hatte.
    Heute geht es mir ebenso, wenn ich mir ansehe wie wenig der frisch gebackene Abituriernt an der selben Schule heute kann bzw. können muss.


    Die Ausbildung ist zur Laberveranstaltung geworden. Besser sind allenfalls die Frendsprachenkenntnisse in der gesprochenen Sprache geworden.
    Naturwissenschaften? - Katastrophe! Ein Blick auf die obligatorischen schriftlichen Abitur-Prüfungsfächer sagt meist alles.


    Das Gejammer an den Unis über das hereinströmende "Studentenmaterial" ist ja auch nicht zu überhören.


    Die wirklich hellen Köpfe werden von zahlungskräftigen Elternhäusern heute schon nach der Grundschule auf Internate ins Ausland geschickt.
    Die Hellen Köpfe weniger begüterter Eltern machen hier das Abi und gehen während dem Studium ins Ausland.
    Noch zu meiner Zeit waren *deutsche* Internate ein Magnet für Kinder wohlhabender Eltern die Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Kinder legten!


    Was Deutschland (bzw. viele Deutsche) dringend brauchen ist ein ganz gewaltiger Tritt in den Hintern mit der Aussage: The slow one now - will later be last.


    Ein rohstoffarmes Land wie Deutschland hat nur den Rohstoff Bildung.

    Gaudibursch


    Du sagst es - Die Kohle ist da unten doch prima aufgehoben. Warum sie also heute mit gewaltigem Verlust rausholen?


    Bei den Autos hast Du auch den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Grünen hatten mit ihrer Ökosteuer schon absolu Recht - diesen Weg hätte man in verlässlichen Schritten weiter beschreiten sollen.
    Dies hätte uns nicht nur eine derart hirnrissige CO2-Gramm/Auto-Diskussion erspart (was sagt schon der Kilometer-CO2-Ausstoß aus? Maßgeblich ist doch letztendlich der real verfahrene Sprit) sondern auch der Autoindustrie klar vor Augen geführt dass der Kunde in Zukunft weniger auf PS und Beschleunigung als auf einen günstigen Kilometerpreis wert legen wird.


    Mit den entsprechend effizienteren Antriebssysthemen und moderner konstruierten Fahrzeugen hätten unsere Hersteller auf lange sicht einen Wettbewerbsvorteil errungen.
    So wird es darauf hinaus laufen dass der notgedrungen sparende Autokäufer sich einfach ein billigeres Fahrzeug kauft - wenn er schon nicht über dessen Spritverbrauch sparen kann. Und dieses Auto kommt dann eben aus Japan oder China...
    Unsere technisch tollen "spritfressenden PS-Rennwagen" werden dann ebenso wie Blei bei den Händlern rumstehen wie die PS-Gewichtsrekordler Made in USA.
    Aktuell schicken sich die Amis ja sogar an auf den Ethanol-Zug aufzuspringen... Selbst diese Technik wird in Deutschland gerade gründlich verschlafen - obwohl VW doch mit VW do Brasil einen Fuß in der Technik haben sollte.
    Statt dessen wird bei uns die Wasserstofftechnologie forciert - ohne dass die Distribution geklärt iot - bwz. auch nur klar ist wo der Wasserstoff in der Praxis herkommen soll.


    Ja mit dem Bau von Prototypen (à la Transrapid und Brennstoffzellen-BMW) und dem Verkauf deren Patente werden wir wirklich keine Industriegesellschaft aufrecht erhalten können.


    Eine verantwortungsvolle Politik muss im Interesse ihrer eigenen Bürger diese Bürger dazu "nötigen" besser zu sein oder zu werden als die Anderen.


    Mit in wohlgefälligkeit zurücklehnen und sich erst dann bewegen wenn das Bier alle - und die Batterie der Fernbedienung leer ist - kann das nichts werden. So gesehen hast Du auch mit den Faustkeilen recht.
    Wenn in Deutschland ewig so weitergemacht wird - dann können wir froh sein wenn wir noch unsere Silex-Vorkommen haben und wissen wie man daraus Werkzeuge machen kann... Weil wir sowiso keinen Stahl für Maschinen mehr auf dem Weltmarkt bezahlen könnten... :)

    Schön beobachtet mesodor39!
    Gelockt oder gezielt drauf zugesteuert - das ist vielleicht die wesentliche Frage.


    Ich gehe ja davon aus ein Zocker will stärkere Kursausschläge sehen.
    Also sucht er sich Werte bei denen gerade was im Busch ist.


    Ich weis nicht ob es Dir schon aufgefallen ist dass ich hier im Forum oft lange nicht anwesend bin - um dann wieder sehr präsent zu sein. Wenn ich da bin tut sich meist auch recht viel bei Gold.
    Das hat natürlich nichts mit mir persönlich zu tun - sondern einfach mit dem Umstand dass ich jeweils der Meinung bin "jetzt tut sich gerade etwas, das für den Goldkurs interessant werden könnte".


    Aktuell könnte sich was an der Zinsfront tun - das liegt auf der Hand - also weis es auch ein Zocker. Sinkende Zinsen = Steigendes Gold und umgekehrt.
    Also würde ein Zocker jetzt eher zocken als in Zeiten in denen "alles klar und geregelt ist".


    Eichelburg ist also nur reflexartig in ein in sein Weltbild passendes Erklärungsschema eingeschwenkt - an statt einfach die Sache in Ruhe zuendezudenken.

    Jetzt war ich mal auf der Vome-Seite und habe mich etwas schlauer gemacht:
    Hier ein Zitat (der Zugehörige Link befindet sich auf Volme-Talers Signatur)



    Aha! Damit der tolle Volme-Taler gültig bleibt muss man dafür alle 2 Monate 1% seines Nominalwertes als Gebühr "aufkleben" - ansonsten wird die Gebühr einfach vom Nominalwert abgezogen.
    Macht in 12 Monaten satte 6 % Verlust für´s Sparen!
    Und zu diesen 6% käme noch die Inflation vom Euro dazu - an den der Volme-Taler ja gebunden ist.


    Von Silberdeckung habe ich auf der Seite übrigens *nichts* gefunden...
    Nur dass beim Rücktausch in Euro für Privatpersonen nochmal 5% Gebühr anfallen...
    Na bei den Gebühren habe ich ja schon einen Teil des Spreads für mein Gold beisammen...


    Aber was sollte auch eine Silberanlage die an den Euro gebunden ist und obendrein jährlich per definitionem 6% Miese macht?
    Also meine Edelmetalle im "Keller" tun das nicht... Ganz im Gegenteil - die steigen und steigen im Wert! :)


    Der Volme-Taler ist ein Produkt das bestens in eine hirnlose und konsumorientierte Zeit paßt.
    Geld ist dazu da es auf den Kopp zu hauen. Wenn der Enkel den Zehner vom Opa nicht gleich in den nächsten Laden trägt - ist er bald der Dumme. Pädagogisch ungemein wertvoll!


    Also wenn schon eine solche Sozi-Scheisse - dann doch lieber gleich DDR - da gab´s auch kein Geld das international interessierte - aber wenigstens ware die Kaufkraft dieses Geldes in der Region (DDR) ungemein stabil weil die Preise fix waren.


    Was will dieser Volme-Taler überhaupt hier im Goldforum ausser seine Homepage promoten?

    Zitat

    Original von David M. Reymann
    Es muss aber zu 100 % und frei von Rechtsmängeln hinterlegt sein.


    Der wahrscheinlichste Rechtsmangel heißt im Zweifelsfall *ist plötzlich nicht mehr da*.


    Dann käme noch der potenzielle Rechtsmangel der Sittenwidrigkeit (falls generell aus welchem Grund auch immer EM-Besitz für illegal erklärt würde)...


    Also ich sehe das so: Wenn ich gutes Geld aus der Hand gebe - dann trage ich das Risiko des "Nichtmehrwiedersehens". Und dieses Risiko will über einen Preis kompensiert sein - dieser Preis heißt Zins oder Rendite.


    Ohne Zins/Rendite kommt meine Kaufkraft in Edelmetall in *meinen* Keller - und dann auch kein Risiko mehr. :)


    Ganz einfach - und es gibt keinen Grund dies zu verkomplizieren.


    Überhaupt Silbergedeckte Regionalwährung? Es gibt doch kaum Sachen die internationaler sind wie Edelmetalle generell...! Das ist doch als Hirnfurz schwer zu toppen - wenn ich so etwas internationales wie EM auf Regional zurechtkastriere.
    Ich werfe hier nur mal das Stichwort "Lateinische Münzunion" in den Raum - Da ging es auch um Edelmetall das möglichst leicht international gehandhabt werden sollte.


    Dass Gold und Silber kleine Untereinheiten für den Alltag fehlen - stört ja nicht. Im Alltag kann man doch Fiat benutzen. Im allgemeinen trage ich so wenig Cash mit mir herum dass ich sogar damit leben könnte wenn ich über einen Taschendieb einen Verlust von 100% zu verkraften hätte.
    Und wenn es mal übehaupt kein verwendungsfähiges Fiat mehr gibt - nimmt man halt eine dann zufällig herrschende Tauschwärung - Zigarretten - Alkohol - Gummibärchen. Aber dazu macht man sich Gedanken wenn es so weit ist.


    Hierzu auch:

    Zitat

    Original von VolmeTALER
    Die VolmeTALER GOGO-Edition ist NICHT eurogedeckt. Was sind denn Ihrer Meinung nach die "FIAT-Risiken" bei einer leistungs-/silbergedeckten Regionalwährung wie dem VolmeTALER?


    Volme Taler Gogo-Edition :) Das klingt genau so seriös wie ich mir das Produkt vorstelle. ;)


    Sagt Ihnen der Begriff WILDCAT MONEY etwas?
    So weit ich das beurteilen kann teilt die *Volme Taler Gogo-Edition* alle wesentlichen Eigenschaften von Wildcat money und damit wohl auch in letzter Konsequenz im *entscheidenden* Augenblick den Wert - nämlich Heizwert.


    Wenn ich mich in Silber absichern möchte (was ich durchaus nachvollziehen kann - auch wenn ich selbst Gold bevorzuge) dann kaufe ich mir Silber und lege es in *meinen* "Keller". Dann weis ich was *ich* wo habe.


    Papier ist und bleibt Papier - und damit sind alle Fiat-Risiken wohl sehr konkret.


    Was soll denn der Humbug mit dem Papier-Regionalgeld - Es gibt doch längst globale Alternativen zu den gedruckten Zahlungsmitteln - Es heißt Gold und wird in jeder besseren Ortschaft weltweit in Gramm oder Unzen gehandelt.

    Da hat wohl jemand mit dem Spülschwamm zugeschlagen... Schau schnell in Deinen Wäschescharnk - wahrscheinlich ist auch Deine Jeans gebügelt.
    Mütter sind so... :)


    Spaß beiseite: Es ist sicher kein Beinbruch - aber Du mußt mit einem kleinen Preisabschlag rechnen. Selbst bei einer reinen Barrenmünze kauft das Auge immer mit.
    Bei einer Bank wird´s sogar richtig schwierig werden das Ding loszuwerden.


    Ich würde das Ding in meine Kiste mit dem Krisengold packen. In der Krise juckt das nicht mehr.
    FAlls Du kein Krisengold hast - verkauf es mal wenn der Goldkurs entsprechend hoch ist bei e-bucht. Da gibt es immer ein paar die das mit Kratzern nicht so ernst nehmen.


    Hallo Segge ;)


    Das ist alles richtig - aber so wie der Yen gerade unter Druck gerät - kann das trotzdem nur heissen dass das Systhem nicht mehr weiter so funktionieren kann bzw. funktioniert wie bisher.


    Vielleicht ist es der aufstrebende Billignachbar China, der den Japanern trotz ihern günstigen "Finanzierungskonditionen" über ist. (Meine Meinung).
    Aktuell treten die Chinesen nämlich gewaltig in die Fußstapfen der Japaner - vor allem dort, wo die Japaner zuvor die Europäer erfolgreich verdrängt haben - den Schwellenländern.


    Also ich bleibe dabei - Japan kann nicht anders als mit einem Zinsschritt antworten. Ansonsten ist die Inflation in der Hütte - und die Preisstabilität schnell im Eimer.
    Und die vergebenen Kredite würden sich obendrein selbst entwerten...

    Ja nicht alle Jahre - aber wieder. Die Leute wollen es einfach nicht anders.
    Naja in Deutschland sieht es ja auch oberflächlich betrachtet gar nicht so schlecht aus...
    Aber scheinbar bemerkt Niemand dass das Niedrigzinseldorado Japan gerade abschmiert. Da steht eine Zinserhöhung an... Ähnlich wie wir es just vor einem Jahr in den USA erlebt haben.
    Nur dass diesmal die Zinserhöhung nicht ins Kontor der Goldanleger schlagen wird - weil die Japaner wohl kaum in Richtung 5% vorpreschen werden. Dieses Mal wird nur den Aktionären etwas den Spaß verdorben.


    Ach ja irgendwer hat doch was von Schulden geschrieben... Deren Dienst wird in den kommenden Jahren wohl recht teuer. Hier kommt nämlich eine Zinskaskade. Du USA im letzten Jahr - jetzt Japan - und kommendes Jahr die EU (wenn sie so lange warten kann).


    Da müssen wir schon aufpassen dass aus Gold-Bullen nicht plötzlich Gold-Bären werden... Aber erstmal ist Gold auf der Gewinnerstraße. Und wenn´s am Schönsten ist - wird halt wieder ausgestiegen - und man läßt sich von den Hausfrauen das dann teuere Gold aus den Händen reissen. :]