Beiträge von auratico

    Vor einigen Monaten noch als Gerücht der schwatzhaften Blogger-Szene abgetan, nun aber offenkundig doch wahr: immer häufiger bestehen die Leute darauf, dass man ihnen €-Banknoten aus Deutschland aushändigt, während die Scheine aus den Club-Med-Regionen zurückgewiesen werden. Das ist nun keine matte D-Mark-Nostalgie mehr, sondern ein gefährlicher Trend für den €, wenn das so weitergehen sollte, wenn die Menschen anfangen, die Inflationserwartungen der einzelnen Länder in der Eurozone mit der Herkunft der Banknoten abzugleichen, sich also einen imaginären Put auf die nicht mehr existierenden Lira, Pesetas etc. besorgen wollen. Was geschieht erst, wenn "die da unten" auf die gleiche Idee verfallen sollten? Oder ist das wieder einmal die typische "German Angst?"


    Support for euro in doubt as Germans reject Latin bloc notes
    By Ambrose Evans-Pritchard
    Last Updated: 1:26am BST 13/06/2008


    Notes printed in Berlin have more currency for bank customers who fear a 'value crisis'


    Ordinary Germans have begun to reject euro bank notes with serial numbers from Italy, Spain, Greece and Portugal, raising concerns that public support for monetary union may be waning in the eurozone's anchor country.
    X-factor: German bank customers are favouring notes that start with the distinctive ‘X’ serial numbers, which show they have come from Berlin


    Germany's Handelsblatt newspaper says bankers have detected a curious pattern where customers are withdrawing cash directly from branches, screening the notes to determine the origin of issue. They ask for paper from the southern states to be exchanged for German notes.


    http://www.telegraph.co.uk/mon…xml&CMP=ILC-mostviewedbox


    grüsse
    auratico

    Zitat

    [quote='Sterbehelfer',index.php?page=Thread&postID=277314#post277314]http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28104/1.html


    Bei der Internationalen Energie-Agentur ([extern] IEA) macht man unterdessen den Mangel an Lagerhaltung für den aktuellen Preisanstieg verantwortlich. Spekulation spiele hingegen keine Rolle. Wie die Experten von Goldman Sachs meint auch die IEA, dass der Markt zu eng sei. /quote]


    Es ist schon schwer zu fassen, wie dümmlich manche Erklärungen zu den Turbulenzen an den Ölmarkten ausfallen. Die "Experten" von Goldman Sachs merken an, dass der Markt zu eng sei ? Kein Wunder, denn Goldman Sachs und einige andere haben sich seit dem Platzen der Kreditblase in nie dagewesener Form sofort auf den Ölmarkt gestürzt, auf dem sie ohnehin schon lange eine gewaltige Rolle spielen. Sie versuchen, im Schatten der Krise für Kreditverbriefungen, nun ihren Einfluss vertikal durch die gesamte Wertschöpfungskette beim Öl auszubauen - von Öltanklagern über Pipelines bis hin zu Raffinerien.


    Und wenn nun publikumswirksam eine Beschränkung für Investoren an den Rohstoffmärkten hinausposaunt wird, ist dies nur die Krönung eines weiteren perfiden Ablenkungsmanövers. Die Pensionsfonds sollen von den Rohstoffmärkten ferngehalten werden, damit die Wall Street sich als "ehrlicher Broker" für den gesamten Rohstoffsektor neu positionieren kann und sich das entsprechende Regelwerk gleich selbst aufstellt. Interessant, wie in diesem Zusammenhang populistisch den "Spekulanten" die Schuld in die Schuhe geschoben wird, ohne zu bemerken, dass sich die verbliebenen Finanzeliten an der Wall Street längst die Pfründe für das Peak Oil-Zeitalter abgesteckt haben und willens sind, sich der ahnungslosen Öffentlichkeit als dessen generöser, unparteiischer Oberbroker darzustellen, der die bösen Spekulanten in Schach hält.


    Das mit den Kreditverbriefungen verlorene Geld will man sich in den kommenden Jahren aggressiv als Energiegrossbroker zurückholen. Das Prozedere klingt doch inzwischen vertraut, nicht wahr? Und wenn jemand wirklich weiss, ob es einen Angriff auf den Iran geben wird, dann sind es diese Finanzkraken, für deren Wohlergehen die bisherigen Aktionen von Bernankes Fed einzig und allein sorgen sollten.


    CRUDE OIL SPECULATORS ARE BIG BANKS


    Lastly, a comment on crude oil and the concern over speculators. Some of the biggest speculators are the Wall Street bankers. As policy have been discussed toward more speculator control, some of the biggest violators are Goldman Sachs, Morgan Stanley, and Deutsche Bank. This group has been very active in buying and leasing enormous storage tanks for holding crude oil. They have been active in recent months in securing a vertical integration of control, from owning oil storage centers, oil pipelines, electrical power plants, and gasoline refineries. They even purchased some future North Sea oil production. All this without a single peep in the subservient US financial press networks! They destroyed the housing & mortgage industry. They have set their sights on the energy industry next. Tighter control of speculators would enable them to control the energy market much more effectively. JPMorgan taught Enron everything they ever learned.


    The new rules will not apply to Wall Street firms. Why? Because they make the rules, and when they break the rules, the regulators do not enforce rule violations. Why? Because they serve on agencies as regulators. The system is broken, and the grand fissures are extending to the energy market. ..


    Take a closer look at Wall Street banks and their crude oil storage, their arbitrage, and their urges to Congress to limit competition. The Mussolini Fascist Business Model might be extending its lethal tentacles from banking into the energy market.


    http://www.321gold.com/editorials/willie/willie061308.html


    grüsse
    auratico

    Lehman liegt aktuell definitiv im Sterben...Aktie blutrot! ;)


    Haltet euch fest: Über 4.00 Dollar im Minus!!!!


    Ob sie sich mit derjüngsten Kapitalerhöhung von 6 Milliarden noch ein letztes Mal auf Kosten der Aktionäre hübsch gemacht haben, um wenigstens noch irgendetwas ausser Verbindlichkeiten in eine folgende Zwangsheirat mitzubringen? Inzwischen bildet sich da ein periodisches Muster aus bei der Krisendramaturgie der US-Banken. Erst kurz vor Quartalsende und kurz vor dem Zinsanpassungsdatum wird die Panikstimmung öffentlich gemacht, und man sucht dann scheinbar in aller Eile einen Aufkäufer wie vor einigen Monaten bei Bear Stearns. Auch die theatralischen Entlassungen in letzter Minute würden in dieses Bild passen.


    Bleibt nur noch die Frage, ob´s diesmal auch wieder die Fed (= natürlich der Steuerzahler) richten und Bürgschaften einräumen muss, oder ob sie ohne solche Zugeständnisse wie bei JP Morgan/Bear Stearns übernommen werden. Wäre aber eigentlich verwunderlich, wenn man sich den einmal gewährten Bonus nicht ein weiteres Mal holen würde. Allerdings ist Lehman nicht bei so vielen Derivatgeschäften Counterparty wie Bear Stearns, deren Untergang gleich ein paar andere ins Wanken gebracht hätte.


    Aber Lehmans Niedergang zeigt überdeutlich, wie ausgedörrt der Handel mit Zinspapieren ist, denn ein anderes Geschäftsmodell haben sie nicht. Goldman Sachs und JP Morgan hingegen sind auch die grössten Rohstoffhändler weit und breit und verdienen wenigstens mit Futures und beim Rollen ihrer milliardenschweren Rohstoffindexe (bei denen sie auf der anderen Seite als die Anleger dieser Fonds sitzen) noch Abermillionen. Lehman hingegen hat keine Kriseneinnahmequelle, nada.


    grüsse
    auratico

    Als vor ca. 3 Monaten die Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel erstmals öffentlich Zweifel gestreut hatte, ob die Banken ehrliche Angaben darüber machen, zu welchem Zinssatz sie sich real refinanzieren können, gab es zwar ein ziemliches Echo, dann jedoch wurde das Thema wieder in die Ecke gedrängt. Doch wie so ziemlich alle scheintoten Leichen in dieser immer noch schlimmer werdenden Finanzkrise, die eben durch und durch eine Krise des gesamten Finanzsystems als solches ist, springt der Teufel auch hier wieder aus dem Kasten.


    Bisher wird der eminent wichtige Libor, an den ja unvorstellbar viele Zinsbindungen von Anleihen, Derivaten etc. gekoppelt sind, quasi auf Vertrauensbasis per telefonischer Nachfrage bei den grossen Bankhäusern erhoben. Sie geben keine Belege für real getätigte Deals an, sondern nennen einfach einen Zinssatz, zu dem sie sich anscheinend Geld leihen können. Klar, dass niemand es zugeben möchte, wenn er tatsächlich mehr bezahlen muss, denn das würde bei der Konkurrenz und den eigenen Aktionären sofort die Alarmglocken läuten lassen. Nun schieben sie sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.


    Wie es aussieht, wird der lahme offizielle Versuch der britischen Bankenvereinigung, hier mehr Klarheit zu schaffen, weitgehend im Sande verlaufen. Wer will sich schon ins eigene Fleisch schneiden? Wenn aber die Zweifel darüber, wie hoch die tatsächlichen Refinanzungssätze der Banken untereinander wirklich sind, nicht abgebaut werden können, bleibt der dann unglaubwürdige Libor ein potentieller Treibsatz für den titelgebenden Namen dieses Threads: Global Economic Collapse. Andererseits werden aber die Kreditvergaben durch die Zentralbanken zur Dauereinrichtung, die den Banken gar nicht lange genug dauern kann, denn sie selbst verlangen ja von den Kreditnehmern inzwischen ungleich mehr, als sie für ihr billiges inflationstreibendes Zentralbankgeld bezahlen, ganz zu schweigen von den Phantasiebewertungen der hinterlegten Sicherheiten à la CDS, ABS und ähnlichen Kram.


    Libor Overhaul May Fail to Restore Confidence in Rate (Update2)


    By Gavin Finch and Ben Livesey


    June 11 (Bloomberg) -- The British Bankers' Association's first overhaul of the London interbank offered rate in a decade may fail to rebuild investor confidence in the benchmark interest rate for $360 trillion of derivatives, bonds and loans.


    The London-based trade group said yesterday that it plans to increase the number of banks that set the Libor and consider adding a second daily survey to reflect U.S. trading. The proposals came three months after the Bank for International Settlements said in a report that some BBA members may have understated rates to avoid being seen as having difficulty raising financing. ..


    Investors said they were convinced banks were reporting incorrect Libor figures after the BBA threatened on April 16 to ban members that deliberately understated rates. The cost of borrowing in dollars for three months rose 0.18 percentage point to 2.91 percent in the following two days, the biggest increase since the credit markets seized up in August.


    `A Lie'


    Banks routinely misstated borrowing costs to the BBA to avoid the perception they faced difficulty raising funds as credit markets seized up, turning Libor into ``a lie,'' according to Tim Bond, head of asset allocation at Barclays Capital, a unit of Barclays Plc



    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aNtjKovpVJqY&refer=bond
    grüsse
    auratico

    Fed, Banks Agree Default-Swap Changes to Reduce Risk
    Sieht so aus, als ob die Fed den gesamten CDS-Markt unter ihre Fittiche nimmt.


    Seit Jahren wollten die Derivate-Emittenten um jeden Preis verhindern, dass ihre Papiere einer Clearing-Stelle ausgeliefert werden und börsenähnliche Verhältnisse mit öffentlichen Geld/Brief-Kursen etc. bei der Preistransparenz herrschen. Und nun preisen alle unisono plötzlich die Vorzüge einer solchen Institution an?
    Klar, die Fed hat ihnen die Rute ins Fenster gestellt, und dann machen sie die Sache am besten gleich selbst, will sagen die 17 grössten Derivatehändler, die 90% aller Credit default swaps verbriefen, werden dann auch gleich die Eigentümer dieser "Derivaten-Börse" sein. Soviel zur Transparenz. Da könnten dann, wie jetzt auch schon im Hinterzimmer, freilich immer noch jede Menge Scheingeschäfte und Crosstrades gemacht werden, um die Liquidität einzelner Papiere zu erhöhen, also inzestähnliches fleissiges Hin-und Herschieben untereinander.


    Viele Fragen bleiben noch offen: In welchem Ausmass werden die OTC-Derivate erfasst? Es gibt ja jetzt schon etliche, die mehrmals am Tag Preisfeststellungen haben. Werden nur diese erfasst oder müssen alle US-Kreditderivate in Zukunft über diese Clearing-Stelle laufen (was ich nicht so recht glauben kann)?
    Allerdings könnte der psychologische Effekt einer solchen Clearing-Stelle schon erheblich sein. Denn wenn sich nun der Eindruck durchsetzt, dass die unglaubliche Menge der Derivate über eine solvente Counterparty aus allen Beteiligten abgesichert sei, würde das die Risikobereitschaft wohl wieder erhöhen. Denn es gibt ja immer noch die Fed im Hintergrund als den ultimativen Rundumbroker, der im Fall der Fälle dann doch noch jedes Schrottpapier abnimmt, wenn das systemische Risiko (Bear Stearns) wieder einmal zu gross werden sollte.


    grüsse
    auratico

    Zitat

    Wir haben in den letzten Jahren teilweise enorme Preissteigerungen gesehen, nicht wegen der gestiegenen Kosten, sondern wegen höherer Gewinnerwartungen. Technisch ist das ein- und dasselbe, ob die Gewekschaften nach höheren Löhnen schreien oder die Aktionäre nach höheren Gewinnen ist für die Inflation zweitrangig, i.e. eine reine Verteilungsfrage

    .


    Dennoch ist es kaum vorstellbar, dass angesichts der jüngsten Preissteigerungen und vor allem angesichts der nun für alle sichtbar mit Riesenbuchstaben an die Wand gemalten weiteren Belastungen es nicht auch zu klassischen Zweitrundeneffekten in Form von Lohnsteigerungen kommen wird. Die 40%ige Gaspreiserhöhung wurde pikanterweise just in der Halbzeitpause des Fussballspiels Deutschland-Polen in den Nachrichten verkündet. Die Reaktion des Publikums bei einer Freilichtvorführung, der ich beiwohnte, ähnelte der nach einem schwer unfairen Foul der Gegenseite. Während dieses bald wieder vergessen ist, bleiben die rasant steigenden Lebenshaltungskosten DAS prägende Thema der nächsten Zeit.


    Die Leute werden sehr bald sehen, dass die Politik überhaupt nichts gegen hohe Energiepreise ausrichten kann. Ich konnte mich kaum beherrrschen, als irgendein Energiesprecher der SPD (ebenfalls in der Spielpause) mit ernster Miene zu Protokoll gab, man werde sich nun die strikte Anbindung der Gas- an die Ölpreise kritisch ansehen müssen und dann gegensteuern. Diese Bindung existiert seit 40 Jahren, und es liegt ganz bestimmt nicht in der Macht der deutschen Politik, diese Situation nach einem Plausch mit Putin zugunsten der deutschen Verbraucher zu verändern. Höchstens dass Gazprom einen minimalen, zeitlich begrenzten Rabatt gibt und sich dafür im Gegenzug aber auch jede noch so geringe Kritik an Russlands politischer Kultur für die kommenden 100 Jahre energisch verbittet.


    Die Tarifverhandlungen möchte ich sehen, bei denen es in nächster Zukunft nicht unter Berufung auf die heftigen Preisanstiege von Energie und Lebensmitteln zu klassischen Zweitrundeneffekten kommen wird.


    Interessant auch, was dann aus dem erst in den Kinderschuhen steckenden Handel mit Emissionsderivaten wird. Die junge Erfinderin der nun in eine höchst bedrohliche Situation geratenen CDS (credit default swaps), Blythe Masters von JP Morgan, bis vor kurzem noch als geniales Wunderkind gefeiert, steckt ja auch hinter diesem nächsten Derivaten-Müll in Öko-Verkleidung, mit dem die Banken eigentlich die nächste grosse Kugel schieben woll(t)en, um bei Emissionsdeals ähnliche Gebühren einzustreichen wie zuvor bei der Verbriefung von Krediten an im Grunde von Anfang an zahlungsunfähige Schuldner.


    Masters vor dem Senat: http://epw.senate.gov/public/i…4d-4982-ae01-6a2f4f304288
    The great carbon bazaar : http://news.bbc.co.uk/1/hi/business/7436263.stm


    grüsse
    auratico

    Das ist nun wirklich interessant, sofern die Zahlen einigermassen korrekt sind (da von der Fed). Von 2003 bis zuletzt hat es so gut wie keine (offizielle) Veränderung gegeben bei den von der Fed für ausländische Zentralbanken verwalteten Goldbeständen. Nun aber scheint es, als ob peu à peu ausländisches Gold abgerufen werde, immerhin 169t in den vergangenen Monaten. Dies lässt den Mogambo Guru, der sich auf die in unregelmässigen Abständen von GoldenSextant.com veröffentlichten Zahlen beruft, wieder einmal sein räudiges Siegesgeheul anstimmen.


    Er verweist noch einmal auf die inzwischen hoffentlich bekannte Tatsache, dass die Goldderivate inzwischen sagenhafte 30.000t ausmachen.
    Man sollte aber bedenken, dass seit dem Auftauchen der globalen Kreditkrise das Derivatevolumen - nicht nur jenes auf Gold - nochmals mächtig zugenommen hat. Erst wenn es zu einer massiven Krise auch des OTC-Derivatenhandels ausserhalb der bereits bekannten Problemfelder (sprich nächste Turbo-Brennstufe einer globalen Bankenkrise) kommen sollte, könnte es zu dem von ihm erhofften Short Squeeze kommen. Bis dahin werden einfach noch mehr Wetten und Gegenwetten auf Papierbasis - und zwar auf alles im Finanzsektor von Währungen bis Kohlendioxidemissionen - ausgegeben:


    From the end of 2003 through January of this year, there was virtually no change in the total amount of gold held under earmark at the New York Fed for foreign and international accounts, mostly foreign central banks. However, from February through September, the latest month for which figures are available, these accounts are down by a net 169 tonnes, from $8,967 to $8,737 million at $42.22/ounce, or from 6,606 to 6,437 tonnes."


    But excitingly, if you like the idea that there has to be a lot of buying of gold in the future, even as the amount of Federal Reserve gold is going down, that the derivatives industry have made a monster that will devour them, as "The reported figures indicate that the mountain of gold options now almost certainly exceeds 30,000 tonnes - an amount roughly equal to the world's total claimed official gold reserves."


    So all the gold in the world is owned twice over? Hahaha! I smell a short squeeze a-coming, which will be wonderful for those holding real gold! Whee!


    http://news.goldseek.com/RichardDaughty/1212732120.php
    grüsse
    auratico

    Der untenstehende Link verweist auf einen interessanten Artikel aus der New York Times. Es geht um einen Rechtsstreit zwischen der UBS und einem kleinen Hedgefonds, der 2007 kurz vor dem Ausbruch der Subprime-Krise einen hypothekenbasierten credit default swap auf UBS-Schuldpapiere gekauft hatte. Natürlich kamen bald die ersten Nachschussforderungen von der UBS, was nicht weiter verwunderlich ist. Lehrreich aber ist - und dies gilt wohl für das gesamte unregulierte und nur auf privaten Vereinbarungen basierende Derivatengeschäft -, wie hier mit telefonischen Versprechungen und handschlagähnlichen Vereinbarungen die Geschäftsbedingungen festgelegt wurden, die nun immer mehr zum Gegenstand von langwierigen Prozessen werden.


    So soll die UBS z.B. dem Käufer suggeriert haben, dass man es im Stressfalle nach ersten Margin-Zahlungen gar nicht zu weiteren "mark zu market"-Bewertungen kommen lassen würde, sondern solche Fälle würden dann grosszügig intern abgeschirmt werden. Jetzt will man davon freilich nichts mehr wissen.
    Ein völliger Wahnsinn und Zeichen von unglaublicher Überheblichkeit - verständlich aber, wenn man bedenkt, dass hier Leute am Werk sind, die sich ja nicht als risikobewusste Marktteilnehmer, sondern eben vielmehr als die allmächtigen Schöpfer eben dieser Phantasie-Märkte selbst sahen. Märkte, die bei Rendite nur als Insiderveranstaltung ohne jede einsehbare Clearing-Stelle funktionieren und bei Ausfall, wie jetzt, einfach an die Steuerzahler (à la term auction facility) weitergericht werden.
    Man kassiert die Nachschusssummen auf die eigenen Schrottpapiere, so lange es geht und stellt den ganzen Krempel dann auch noch unter das weit offen stehende Zelt der Zentralbank.
    Solche Fälle wird es in der kommenden Zeit viele geben:


    http://www.nytimes.com/2008/06…27-KDvbUohUsJBYEwytOKiNKg
    grüsse
    auratico

    So etwas in der Art von Nassib Nicholas Taleb wäre wohl so manch einer von uns sehr gerne, und ganz besonders Herr Eichelburg, den zu seinem Vedruss leider auch niemand mit Millionenhonoraren für schneidige Untergangsreden anruft. Dieser Taleb hingegen sagt den vertrottelten Bankern nun auf Vorträgen, die 60.000$ und mehr kosten, dass sie einfach ein Haufen von hirnlosen, gierigen Schwachmaten sind, deren gesamtes an den US-Universitäten gelerntes Ökonomie-Wissen nur sinnloses, hochgefährliches, Scheinwissen sei.
    Er sagt ihnen nicht, wie man nun aus der gewaltigen Finanzkrise herauskommen könne, weil es dafür ohnehin zu spät ist, und er es auch selbst nicht weiss - nein, er klärt die gehirngewaschenen Banker einfach wie kleine Buben im Sandkasten in drastischer Sprache nur darüber auf, was sie in der Vergangenheit überhaupt wirklich gemacht haben, während sie dachten, das Rad neu erfunden zu haben.
    Komisch... alles, was dieser hochbezahlte Herr zur ökonomischen Situation so sagt, weiss ich auch schon seit geraumer Zeit, allein es ruft kein Schwein an und in den eigenen vier Wänden gilt man gar als oberpessimistischer Quälgeist mit diesen Einsichten, die andere sich vergolden lassen. Seine Frau hingegen hat Verständnis für solche Einsichten ihres Gatten - kein Wunder auch bei der Bezahlung:


    And what he knows does not sound good. The sub-prime crisis is not over and could get worse. Even if the US economy survives this one, it will remain a mountain of risk and delusion. “America is the greatest financial risk you can think of.”


    Its primary problem is that both banks and government are staffed by academic economists running their deluded models. Britain and Europe have better prospects because our economists tend to be more pragmatic, adapting to conditions rather than following models. But still we are dependent on American folly.


    Last May, Taleb published The Black Swan: The Impact of the Highly Improbable. It said, among many other things, that most economists, and almost all bankers, are subhuman and very, very dangerous. They live in a fantasy world in which the future can be controlled by sophisticated mathematical models and elaborate risk-management systems. Bankers and economists scorned and raged at Taleb. He didn’t understand, they said. A few months later, the full global implications of the sub-prime-driven credit crunch became clear. The world banking system still teeters on the edge of meltdown. Taleb had been vindicated. “It was my greatest vindication. But to me that wasn’t a black swan; it was a white swan. I knew it would happen and I said so. It was a black swan to Ben Bernanke [the chairman of the Federal Reserve]. I wouldn’t use him to drive my car. These guys are dangerous. They’re not qualified in their own field.”


    In December he lectured bankers at Société Générale, France’s second biggest bank. He told them they were sitting on a mountain of risks – a menagerie of black swans. They didn’t believe him. Six weeks later the rogue trader and black swan Jérôme Kerviel landed them with $7.2 billion of losses.


    As a result, Taleb is now the hottest thinker in the world. He has a $4m advance on his next book. He gives about 30 presentations a year to bankers, economists, traders, even to Nasa, the US Fire Administration and the Department of Homeland Security. But he doesn’t tell them what to do – he doesn’t know. He just tells them how the world is. “I’m not a guru. I’m just describing a problem and saying, ‘You deal with it.’


    “Governments and policy makers don’t understand the world in which we live, so if somebody is going to destroy the world, it is the Bank of England saving Northern Rock. The biggest danger to human society comes from civil servants in an environment like this. In their attempt to control the ecology, they don’t understand that the link between action and consequences can be more vicious. Civil servants say they need to make forecasts, but it’s totally irresponsible to make people rely on you without telling them you’re incompetent.”


    http://business.timesonline.co…1.ece?token=null&offset=0


    grüsse
    auratico

    Eldo, hast du die Bewegung eben gesehen? in 2 Min. gibt der € 80 Pt ab, AG 12$ ... ?)
    gab es Nachrichten ?


    Ja Schablonski, die gibt es. Bernanke hat soeben weitere Zinssenkungen bis auf weiteres so gut wie ausgeschlossen und macht einen auf Inflationsbekämpfer. Auf die Minute genau fallen seine Äusserungen mit dem heftigen Rückgang des Goldpreises und dem Steilflug des US$ zusammen. Solche Reaktionen sind sehr wichtig, daran können alle Beteiligten erkennen, wie gross ihre Macht noch ist. Fürs Erste wieder Punktsieg an die Fed & Co. Der Longrun bleibt eine andere Sache.


    Bernanke signals more rate cuts unlikely


    10 minutes ago


    WASHINGTON - Federal Reserve Chairman Ben Bernanke signaled Tuesday that further interest rate cuts are unlikely because of concerns about inflation. High oil prices are a double-edged sword that can both put a damper on already weak growth and spread inflation, he said.
    Bernanke, in prepared remarks delivered via satellite to an international monetary conference in Spain, said that the Fed's powerful doses of rate reductions that started last September along with the government's $168 billion stimulus package, including rebates for people and tax breaks for businesses, should bring about "somewhat better economic conditions" in the second half of this year.


    To help brace the economy, the Fed last month dropped its key rate to 2 percent, a nearly four-year low, but hinted that could be the last reduction for a while. Bernanke drove that point home again on Tuesday.


    "For now policy seems well positioned to promote moderate growth and price stability over time," he said.
    grüsse
    auratico

    Robert Schiller, der Vater des US-Hauspreisindex S&P/Case-Schiller hat den vor 20 Jahren erstmals aufgestellten Index nun ein ganzes Jahrhundert zurückgerechnet. Nicht nur kommt er inflationsbereinigt auf einen Hauspreisverfall von satten 18% im vergangenen Jahr, sondern es zeigt sich auch, dass der aktuelle Preisrückgang bei Immobilien bereits jenen der berüchtigten Grossen Depression übersteigt. Inzwischen kann man so etwas sogar schon im eitlen Finanzeliteblättchen "Economist" lesen, wo ansonsten jede Woche das Ende der Finanzkrise ausgerufen wird. Jetzt prescht man nach vorne, um später nicht der Ignoranz geziehen zu werden:


    AS HOUSE prices in America continue their rapid descent, market-watchers are having to cast back ever further for gloomy comparisons. The latest S&P/Case-Shiller national house-price index, published this week, showed a slump of 14.1% in the year to the first quarter, the worst since the index began 20 years ago. Now Robert Shiller, an economist at Yale University and co-inventor of the index, has compiled a version that stretches back over a century. This shows that the latest fall in nominal prices is already much bigger than the 10.5% drop in 1932, the worst point of the Depression. And things are even worse than they look. In the deflationary 1930s house prices declined less in real terms. Today inflation is running at a brisk pace, so property prices have fallen by a staggering 18% in real terms over the past year.


    http://www.economist.com/displayStory.cfm?story_id=11465476
    grüsse
    auratico

    Noch mehr Korrelationen, wohin man auch blickt. In Indien und auf der arabischen Halbinsel können sich viele Heiratswillige den güldenen Hochzeitsschmuck (Shabka) nicht mehr leisten. Die Bräute leihen sich lieber einmalig Goldschmuck für die Hochzeit denn auf das verpönte Silber (vornehm geht die Welt zugrunde) auszuweichen. Die traditionellen kleinen Goldgeschenke zu Feiertagen in Indien (ca. im Wert von € 20) wären inzwischen so millimeterklein, dass man sich nicht mehr traut, diese zu verschenken. Stattdessen gibt´s nun Handys, Prepaid-Karten dafür und auch Fiat statt Edelmetall.
    Die Goldhändler sind sauer, etliche müssen ihre Eckgeschäfte nun schliessen und schielen voller Neid auf den benachbarten Falafel-Händler.
    Steigt nun der Handyabsatz im Verhältnis zum ansteigenden Goldpreis gebrochen durch die Zahl der Hochzeiten?
    Wer zeichnet den korrekten Chart dazu?


    "As the price of gold has soared, people have felt its pinch across the Arab world, from Riyadh's Thaiba gold market to ancient and modern gold souks. Gold in this region is not a luxury but a part of the culture, so its rise in price has triggered changes in tradition that could not have been imagined before.


    Some Arabs are switching to silver, long disdained as a cheap alternative. Brides are renting - instead of buying - gold jewelry for the wedding ceremony. Cellphones and perfume have replaced gold as favoured gifts. And some gold shop owners, many of whom have seen sales go down by more than 50 per cent, are seriously thinking of changing jobs.


    "My neighbour who sells falafel makes more money than I make now," complained jeweller Amer Khoury, 49, in Damascus, Syria.
    No bride would accept to have her shabka in silver."


    http://canadianpress.google.co…gzccF3FLZCU9t3VAzyVY5w_yA


    grüsse
    auratico

    [/quote]
    also den (Verlauf des) Goldpreis mit einem Verhältnis zu vergleichen und dann eine Korrelation zu sehen,ist ja wohl völlig :wall: (sinnfrei)
    so was ähnliches haben wir doch schon durchgekaut als irgendjemand eine Korellation zwischen dem NAHB HMI und dem S&P 500 "entdeckt" hat :P
    bei solchen Sachen muss man nur mal selber den Chart in die Vergangenheit verlängern und man wird wieder ganz schnell nüchtern.[/quote]


    Warum um Himmels Willen soll denn ein Abgleich mit einer korrelierten Zinskurve per se "völlig sinnfrei" sein? Auf eine diesbezüglich logisch stimmige Antwort darf ich zurecht gespannt sein.
    Das Ergebnis zählt, und in diesem Fall ist es interessant genug, um da genauer hinzusehen. Dass Gold den Dow und die Bonds ausperformt hat, dass es hinter dem Öl zurückbleibt etc. - gut und recht, aber wenn es so deutlich das Verhältnis dieser beiden Zinskurven widerspiegelt, ist diese verblüffende Übereinstimmung doch durchaus brauchbar.
    Der US-Bondmarkt ist der grösste Markt überhaupt, daneben verblasst alles andere, vor allem kurzfristige Ereignisse. Es ist aber leider so, dass viele Goldbugs, die mitunter recht theatralische "Erklärungen" im Minutentakt und prophetisch-dunkles Raunen vorziehen, sich damit einfach nicht befassen wollen. Vielleicht auch, weil sie die eminente Bedeutung der Anleihemärkte nicht verstehen wollen, vielleicht auch, weil es zu langweilig erscheint.


    Einen Einzelwert mit einer Korrelation ins Verhältnis zu setzen ist doch nicht schlechterdings ein Unding - es kommt dabei einzig auf die Aussagefähigkeit an.
    Mehr Spiegel als Beweis von irgendetwas; wichtige Zinskurven ins Verhältnis zu setzen ist doch nicht das Gleiche wie Störche und sonstwas. Wo weniger Ackerbau betrieben und verwaiste Flächen aufgrund von Bevölkerungsrückgang u.a. sich ergeben, fühlt sich auch der bequeme Storch nicht mehr so wohl, der gerne durch die abgemähten Felder und Wiesen streift. Siehe das sich entvölkernde Brandenburg, wo ihm die Intensivlandwirschaft lieber war als Stillegungen. Bleibt also zumindest, diesen oben angeführten Chart weiterhin mitzubeobachten.


    grüsse
    auratico

    Es werden in der Diskussion über die Entwicklung des Goldpreises bekanntlich eine Reihe unterschiedlicher Ratios ins Treffen geführt, von Gold vs.US$ über Gold vs.Silber bis hin zu dem nach der jüngsten Öl-Rally ständig zitierten Verhältnis von Gold vs. Öl.


    Die einem Artikel von Boris Sobolov entnommene Korrelation von Gold versus die Korrelation von 5- und 30jährigen Bonds ist schon mit freiem Auge so überzeugend, dass es mich wundert, dass sie eigentlich nicht mehr Verwendung findet. Die Parallelität ist stupend.


    Die allerletzte, noch junge Abwärtsbewegung der Zinsdifferenzkurve der Bonds hat der Goldpreis allerdings (noch) nicht mitvollzogen. Sollte dies geschehen, würde das Gold wohl noch einmal auf ca. $ 800 zurückfallen und für etliche Zeit in diesem Bereich verharren. Damit würden Fed & Co wichtige Zeit für ihre diversen Machinationen an den Finanzmärkten herausschinden können. Wenn sich das Gold hingegen von der Zinsdifferenzkurve emanzipieren könnte, sollte $ 850 eine äusserst starke Unterstützungslinie bleiben. Und noch viel wichtiger: ein deutlicher Anstieg der Goldnotierungen in nicht allzuferner Zukunft wird dann wohl sehr heftig ausfallen, ohne grosse Anlaufzeit wie zuletzt. Eine"unexpected and dramatic rally", wie der Autor meint:


    Implications for Gold


    The chart below illustrates a hard-to-overlook correlation between the price of gold and the 30-year bond / 5-year note yield ratio. Last week, this ratio (which mirrors the flattening of the yield curve) made a decisive breakdown from a month-old support level. This has often been a bearish omen for gold.


    Gold has not yet followed the ratio to the downside and remains in a short term uptrend. This marks a crucial divergence that will resolve itself in two ways over the next couple of weeks:


    A. The breakdown in the ratio turns out to be false, gold makes a successful retest of its prior low holding support of $850/oz;


    B. The breakdown in the ratio is for real; gold will head south, break through supports, settling in the lower 800s.


    It is difficult to express preference for either scenario, but if we had to choose, we would favor the more bullish outcome due to a number of internal and sentiment indicators.


    One thing is for sure: if gold closes below $850, the length of the gold and gold stock correction will be significantly increased although the downside should be limited to $800.


    Despite our neutral short term outlook, we are seeing mounting evidence that in the next few months there will be an unexpected and dramatic rally in gold and gold stocks.
    http://www.321gold.com/editorials/sobolev/sobolev060208.html


    grüsse


    auratico

    Die Informationen von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel über das Ausmass der ausstehenden Gold-Derivate treffen immer erst mit einiger Verspätung ein, weil nur halbjährlich bzw. auch auf drei Jahre gebündelt veröffentlicht. Nun also erst die Zahlen für die zweite Halbjahr 2007. Die Gold-Derivate, von Optionen über Swaps und Forwards, sind alle mächtig angestiegen, eine Erhöung im Gegenwert von 1700t Gold allein in der zweiten Jahreshälfte 2007. Die Derivate von Goldman Sachs sind da freilich nicht dabei, die lassen sich - ausser gezwungenermassen am Handelsplatz Tokio - nicht in die Karten blicken.


    June 1, 2008 (RHH). Gold Derivatives: Moving Up Again


    On May 22, 2008, the Bank for International Settlements released its regular semi-annual report on the over-the-counter derivatives of major banks and dealers in the G-10 countries and Switzerland for the six months ending December 31, 2007. The total notional value of all gold derivatives climbed from $426 billion at mid-year to $595 billion at year-end. Gross market values increased from $47 to $70 billion over the same period, while gold prices rose from $651 to $837 (London PM).


    Converted to metric tonnes at period-end gold prices, total gold derivatives climbed by more than 1750 tonnes during the last half of 2007, with forwards and swaps rising almost 700 tonnes and options over 1050 tonnes.


    http://www.goldensextant.com/


    grüsse


    auratico

    ...heute sahen wir schon den 'Beinah'-Kollaps der US-Treasuries.Der beginnende Abverkauf..!?!


    Zinsen aktuell (hochgesprungen) auf 4,10 bei den 10jährigen Anleihen...Gold mußte
    deswegen auf Teufel komm raus runter

    akt.876,10 Dollar.


    Ob das schon ein "Beinnahe-Kollaps" war, wie ihn Herr Eichelburg ja schon seit Jahren im Stundenrhythmus verkündet und was offensichtlich hier Schule macht?


    Fakt ist zumindest, dass die Zinsen der 10jährigen einen 5-Monats-Höchststand erreicht haben und dass die jüngste Auktion ein ziemlicher Reinfall war mit dem geringsten Interesse seit 2003.


    Dass Gerüchte um eine Zinsanhebung beim Dollar diesen in die Höhe und Gold nach unten treibt, ist auch nicht weiter verwunderlich. Erstaunlich aber schon die extreme Schwäche des Goldes, das wieder einmal wie mit dem Buttermesser durch alle vermuteten Widerstände durchgesegelt ist und nun leider weiterhin sehr angreifbar aussieht, wenn die Long-Seite sich nicht derapppelt. Gleichzeitig aber verschlimmert sich die Situation bei den Schuldtiteln rasant - es herrscht also eine ziemlich wilde Gemengelage. Man könnte den Eindruck bekommen, die Black Boxes der Fonds wissen nicht mehr so recht, in welche Richtung. Steigt der Dollar, geben sie einfach Verkaufsignale bei den Rohstoffen und springen pflichtgemäss in den Dollar, berücksichtigen aber nicht die heftig ansteigenden Spreads auf Schuldpapiere. Dabei hat sich überhaupt nichts gebessert, absolut nichts, ausser dass die Spreads so langsam in den Bereich von Bear Stearns vor dem Kollaps geraten:


    "The debt markets in the US and Europe have begun to flash warning signals yet again, raising fears that the global credit crisis could be entering another turbulent phase.


    The cost of insuring against default on the bonds of Lehman Brothers, Merrill Lynch and other big banks and brokerages has surged over the last two weeks, threatening to reach the stress levels seen before the Bear Stearns debacle. Spreads on inter-bank Libor and Euribor rates in Europe are back near record levels.


    Credit default swaps (CDS) on Lehman debt have risen from around 130 in late April to 247, while Merrill debt has spiked to 196. Most analysts had thought the coast was clear for such broker dealers after the US Federal Reserve invoked an emergency clause in March to let them borrow directly from its lending window.





    But there are now concerns that the Fed itself may be exhausting its $800bn (£399bn) stock of assets. It has swapped almost $300bn of 10-year Treasuries for questionable mortgage debt, and provided Term Auction Credit of $130bn. [*]
    "The steep rise in swap spreads this week is ominous," said John Hussman, head of the Hussman Funds. "The deterioration is in stark contrast to what investors have come to hope since March."


    Yields on benchmark 10-year notes also climbed to a five- month high as the auction drew the lowest level of participation since June 2003 from a group that includes central banks."


    http://www.telegraph.co.uk/mon…/2008/05/29/cndebt129.xml


    grüsse


    auratico

    oops - gelöscht, weil Eldo oben schneller war mit dem Einstellen und dem Hinweis auf Sinclairs fundamentale Überlegungen zur Vorgangsweise der grossen Goldhändler als Wölfen im Schafpelz. Sehr zu empfehlen, die oben durchdeklinierten Punkte in Ruhe durchzudenken. Sie treffen sich übrigens mit wesentlichen Aussagen von Antal Fekete und sollten allen naiven Vorstellungen vom Geschehen auf dem Goldmarkt ein Ende bereiten. Da sind ganz schöne Cleverles und Phantome unterwegs...


    grüsse


    auratico


    Mit der allergrössten Wahrscheinlichkeit die zweite Variante. Warum auch sollte er freiwillig aussteigen aus seinem "Lebensprojekt"?


    Vermutung: die schwer enttäuschenden Produktionszahlen bei hohen laufenden Kosten, der schlimme Kursverfall, die missglückte Kapitalerhöhung: bis hierher und nicht weiter werden sich da einige Grossaktionäre gesagt haben. Weitere Vermutung: Jetzt hält man Ausschau, ob man nicht von einem Valley-Konkurrenten übernommen werden könnte, der etwas vom realen Bergbau versteht (Coeur?).


    Und Bond sitzt wohl eher mit DeMotte in der Kneipe beim Katzenjammer als an seiner Webseite, ehe der irgendetwas zu der Sache mitteilt, was für Anleger von Interesse sein könnte. Kratzt ja auch an seinem Ruf - beide sind keine Minenexperten über das Valley hinaus, sondern eher regionale Liebhaber der Materie. Schon verrückt, was in dem Sektor der Explorer und Juniors da zur Zeit gespielt wird. So als wäre Gold bei $ 350 und Silber bei $ 4.


    grüsse


    auratico

    Eigenartig, welch unterschiedliche Bewegungen es im Moment im Immobilien- und Hypothekensektor gibt.


    In Frankreich ist die Nachfrage nach Neubauwohnungen seit Jahresbeginn um 27% gesunken, was deftig ist und in den Medien - anders als die Lage in Spanien -dennoch kaum der Erwähnung wert scheint.


    Gleichzeitig erhöht sich der Hypothekenankauf in USA durch die angeschlagenen Freddie Mac und Fannie Mae nach der jüngsten Lockerung der Eigenkapitalquote und dem Verzicht auf andere Sicherheiten auf drastische Rekordwerte wie seit 2004 nicht mehr. Das sind also Zahlen wie zur Subprime-Blütezeit. Und das kommt nicht nur durch die immer weiterreichende Verstaatlichung dieser beiden Adressen zustande, sondern vor allem ausländische Notenbanken halten einen immer grösseren Teil dieser US-Hypothekenanleihen. Allein seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Sommer 2007 haben die internationalen Zentralbanken ihre Bestände an Fannie- und Freddie-Papieren um über 100 Milliarden $ auf inzwischen fast eine Billion $ erhöht.


    Man kann daran ersehen, dass die ausländischen Notenbanken ganz deutlich mit dem Exchange Stabilisation Fund (ESF) des amerikanischen Finanzministeriums zusammenarbeiten, um den Dollar/das US-Finanzsystem zu stützen. Die inflationären Folgen solcher Interventionen bekommen die Bürger dieser Staten inzwischen ja deutlich genug mitgeliefert.


    Der im Zuge des US-Goldverbots (http://en.wikipedia.org/wiki/Gold_Reserve_Act) gegründete ESF interveniert heute nicht nur mit Goldaktivitäten und Staatsanleihen, sondern bedient sich inzwischen jeglicher Mittel, was ursprünglich nicht autorisiert war. Der ESF ist bestimmt eines der mächtigsten Instrumente in dem Arsenal des vielfach zitierten Plunge Protection Teams. Wie man nun an den neuen Zahlen ersehen kann, wird der notleidende US-Hypothekenmarkt zunehmend regelrecht supranational verstaatlicht.


    Meldung zu Frankreich:



    Wohnungsverkauf in Frankreich im 1. Quartal um ein Viertel geringer



    In Frankreich gibt es seit Jahresbeginn eine Immobilienkrise: Der Verkauf von Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 27,9 Prozent und erreichte nur 26.700 Einheiten, so die Angaben des französischen Umweltministeriums. "Noch nie war der Bestand an fertigen Neubauwohnungen und Häusern so groß", betonte das Ministerium in einer Aussendung. (APA)


    zu Fannie Mae/Freddie Mac:


    Fannie und Freddie wurden zwar vom US-Kongress etabliert und mit öffentlichen Kreditlinien ausgestattet, um Investorengelder für Eigenheimhypotheken verfügbar zu machen, notieren aber als private Unternehmen an der NewYorker Aktienbörse. Ihre Anleihen gelten als fast ebenso sicher wie US-Staatsanleihen, so dass laut Reuters die internationalen Zentralbanken bereits mit Stichtag 14. Mai insgesamt 931,9 Milliarden Dollar dieser Anleihen in den Büchern hatten - im Dezember 2007 waren es knapp 832 Mrd. USD gewesen, Ende 2006 noch 600 Mrd. Dollar.


    Am Freitag veröffentlichte Daten zeigen, dass diese Maßnahmen durchaus gewirkt haben. So kaufte Fannie im April satte 30,66 Mrd. USD an Hypotheken nach nur 8,1 Mrd. USD im April. Auch Freddie verdoppelte seine Hypothekenkäufe gegenüber April vo 18,6 Mrd. USD auf 36,89 Mrd. USD. Insgesamt erhöhte Fannie im April das Portfolio an ausstehenden Hypotheken annualisiert um 9,8 Prozent und Freddie immerhin noch um 4,7 Prozent - der stärkste Zuwachs seit 2004. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27998/1.html


    Zum ESF:


    "The legal basis of the ESF is the Gold Reserve Act of 1934. As amended in the late 1970s, the Act provides in part that "the Department of the Treasury has a stabilization fund …Consistent with the obligations of the Government in the International Monetary Fund (IMF) on orderly exchange arrangements and an orderly system of exchange rates, the Secretary …, with the approval of the President, may deal in gold, foreign exchange, and other instruments of credit and securities."


    http://www.treas.gov/offices/international-affairs/esf/


    grüsse


    auratico

    Wenn wir uns über Wirtschaftsdaten, Zinsen, Aktienkurse, Devisen und natürlich auch Rohstoffkurse unterhalten, muss uns immer klar sein dass unsere Meinung durch manipulierte Daten, Fakten, Hintergründe in die eine oder andere Richtung manipuliert werden sollen.


    Voerst einmal ist von Bedeutung, dass die Zahl der Menschen, die den schöngefärbten offiziellen Daten noch vor den US-Wahlen keinen Glauben mehr schenkt, anwächst. Dass die offiziell berichteten Inflationsdaten z.B. der USA die wahre Lage nicht trefffen, muss aus den Internet-Blogs und - Foren heraus und in den gesellschaftlichen Mainstream gelangen. So langsam scheint dies angesichts drastisch ansteigender Lebenshaltungskosten auch zu geschehen. In einem solchen Umfeld ist von grosser Bedeutung, wenn der bekannteste Bond-Manager der Welt, Bill Gross von Pimco, inzwischen ganz offensiv und an abertausende Leser gerichtet, auf die immer bizarrer werdende Diskrepanz zwischen der sakrosanten Kerninflation (core inflation) und dem realen Verbraucherpreisindex (headline inflation) hinweist. Und er sagt auch deutlich, wer von zu niedrig angesetzten Inflationsdaten profitiert (Regierungen, Unternehmen), und wer die Zeche dafür zu zahlen hat, der sogenannte Verbraucher natürlich.


    "The correct measure of inflation matters in a number of areas, not the least of which are social security payments and wage bargaining adjustments. There is no doubt that an artificially low number favors government and corporations as opposed to ordinary citizens. But the number is also critical in any estimation of bond yields, stock prices, and commercial real estate cap rates. If core inflation were really 3% instead of 2%, then nominal bond yields might logically be 1% higher than they are today, because bond investors would require more compensation...


    A readjustment of investor mentality in the valuation of all three of these investment categories – bonds, stocks, and real estate – would mean a downward adjustment of price of maybe 5% in bonds and perhaps 10% or more in U.S. stocks and commercial real estate."


    http://www.pimco.com/LeftNav/F…/IO/2008/IO+June+2008.htm


    grüsse


    auratico