Beiträge von auratico

    Jim Rogers rät jungen Leuten angesichts des wohl noch lange anhaltenden Booms des Agrarsektors, Bauer zu werden.
    Der Effizienzgrad der heutigen Landwirtschaft lasse sich kaum noch signifikant steigern, der Bedarf nach Lebensmitteln hingegen wird einfach weiter zunehmen:


    Jim Rogers: Ich rate jungen Leuten, Bauer zu werden


    Baumwolle, Gold und Rohöl sind für Jim Rogers Rohstoffe die Zukunft. Der Dollar dagegen nicht. Ein Interview mit der Investmentlegende.


    Jim Rogers über die langfristige Hausse der Agrarrohstoffe


    ? Mr. Rogers, vor drei Jahren legten Sie unseren Lesern ans Herz, Zucker zu kaufen. Eine Zeit lang lief das richtig gut, dann setzte eine überraschend gute Ernte in Brasilien der Rally ein Ende. Wie stehen Sie heute zu diesem Investment?


    Jim Rogers Nach wie vor positiv. In Asien leben drei Milliarden Menschen, deren Lebensstandard steigt. Nach und nach werden immer mehr Asiaten immer größere Mengen Zucker konsumieren. Ich bin überzeugt, dass der Zuckerpreis im Jahr 2020 sehr viel höher sein wird als jetzt, zumal wir einen großen Teil der Ernten zu Treibstoff verarbeiten.


    ? Das gilt auch für andere Agrarrohstoffe.


    Rogers: Deswegen empfehle ich die ja auch gebetsmühlenartig zum Kauf und rate jungen Leuten, Bauer zu werden. Zucker, Mais, Weizen, aber auch Baumwolle – das sind die Investmentthemen der nächsten Jahrzehnte. Die Preissteigerungen, die wir bislang gesehen haben, waren nur der Anfang einer langen Hausse. Die Intensivierung der Landwirtschaft ist an einem Punkt angelangt, an dem kaum mehr Effizienzsteigerungen möglich sind. Aber die Nachfrage nimmt immer stärker zu.


    ganzes Interview: http://www.wallstreet-online.d…en/nachricht/2281233.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von PMChris
    [Das jetzt so ein Wind zwecks Goldpreisdrückung gemacht wird, zeigt, das auch dem PPT der AR*** auf Grundeis geht.


    Schätze das denen die Monolines, samt Derivatelügenberg in den nächsten Wochen um die Ohren fliegt.


    Und die Reaktion des Goldmarktes darauf ist bisher äusserst moderat - nur eine herbeigesehnte Möglichkeit mit offizieller Begründung für die Spekulanten, einige Gewinne der letzten Zeit mitzunehmen.

    Das IMF-Gold wird natürlich nie den Markt sehen, wie schon bei den letzten Verkäufen. Es wird als "Bestechungsgold" in die Historie des Goldes eingehen, Kompensation für die grössten Halter der US-Treasuries - dieses Gold wird "off market" nach Asien fliessen.
    Die Sache ist auch ein Zeichen für den schwindenden Einfluss des IMF als Instrument westlicher Finanzsuprematie. Stück für Stück müssen sie nun, für alle sichtbar, Einfluss abgeben an jenen Teil der Welt, wo reale Werte geschaffen werden.


    Und wenn man eine solche Aktion bei nächster Gelegenheit gleich wiederholen möchte, weiss selbst der allergrösste Ignorant, welche Stunde es geschlagen hat.


    grüsse


    auratico



    Der Charakter dieser angestrebten "maximalen exposure" kann sich aber im Lauf der ökonomischen Geschehnisse ändern, d.h. ein kluger Hedge Fonds-Manager würde dann einfach keine Scheuklappen haben. Denn irgendwann wird eine papierene Exposure hinsichtlich Gold eben nicht mehr viel mehr wert sein als eben dieses Papier, ganz ähnlich wie heute schon zahlreiche Derivatvehikel aus der berüchtigten Buchstabensuppe von ABS, CDS etc.


    Mich würde es nicht wundern, wenn einige fix aufgestellte Hedge Fonds z.B. in den kommenden Jahren Farmland kaufen werden (vielleicht auch schon in Einzelfällen geschehen), sich physisches Gold einlagern lassen etc.
    Warum? Weil dann eben genau diese Investmentstrategie die vielbesungene "maximale exposure" bringt und nicht mehr die jetzt zusammenfallenden Vehikel aus der Hochphase der Luftnummernderivate.
    Ausserdem: wenn die von dir beschriebenen Fonds in den letzten Jahren wirklich mit nur 1% im Gold waren, sagt das über deren Fähigkeiten ohnehin genug aus. Dann haben sie nämlich ihre Kunden von einer der profitabelsten Anlagemöglichkeiten der vergangenen 8 (!) Jahre ferngehalten.


    Du beschreibst in einem folgenden Posting die regulatorischen/juristischen Nöte eines Pensionsfonds-Managers. Daran kann man sehr gut ersehen, wie krank "Euer" Denken ist. Es geht nur darum, sich selbst juristisch abzusichern, selbst wenn man, wie die derzeitige Krise zeigt, alles falsch gemacht hat ( ist selbstredend kein Angriff gegen dich persönlich, sondern gegen dieses Denken). Denn man hat ja die gesamte "Befehlskette" mit all ihren Anwälten, Beratern etc. brav durchlaufen, auch wenn sie ins ökonomische Armageddon für die Anleger bzw. Steuerzahler (im Fall von Deutschland) führt.


    Der vollkommen unfähige Jungmanager der SachsenLB sitzt gemütlich in seinem wahrscheinlich auch noch mit Landessubventionen aufgehübschten Altbau-Penthouse in Leipzig vor der Glotze und lässt wie gewohnt mit seinen Kumpels fünfe gerade sein. IHM wird nichts geschehen, obwohl ER alles falsch gemacht hat.
    Die für miserable Leistungen dennoch reichlich geflossenen Boni behält man und hat wahrscheinlich inzwischen einen Gutteil davon in Gold, Silber und Öl angelegt.


    grüsse


    auratico

    Interessant, wie der physische Goldmarkt in Indien funktioniert. Zur Zeit ist ja immer wieder zu lesen, dass dort die Käufe aufgrund des hohen Preises derzeit zum Erliegen gekommen seien. Aber: es wird auch nichts ins Ausland verkauft, zumindest nicht offiziell auf Rechnung, da dann bei den Goldhändlern hohe Steuern anfallen würden, die diese natürlich zu vermeiden suchen, sodass dort der Safe des Goldhändlers zu seinem privaten Liechtenstein wird. Das sich mit dieser Praxis aufbauende Preisrisiko wird dann einfach über eine Shortposition an einer internationalen Goldbörse gehedgt. Clever:


    In India, the main buyers of silver and gold [70%] are rural people, who do not suffer income tax on their farming income. When they sell their produce they are paid cash and don’t generally have a bank account. Rather than keep this paper medium of exchange in their house; they take the money and buy gold and silver for cash, which then make up their savings. Over the last few years the rising prices of the two precious metals has confirmed the wisdom of such policies.

    However, should the need arise for them to sell their gold and silver, they approach their dealer. When he buys, he has to report the transaction “officially” and pay purchase tax, which is enormous relative to his profits. He also would have to expose his complete business to the authorities, whose reputation for administering businesses is appallingly corrupt. Should he then want to export this purchased metal, he needs to reflect the metal in his accounts and confirm purchase tax has been paid. With a similar aversion to tax as one has to the plague, dealers buy such scrap for cash and hoard it in their own private, invisible stores. Then out of the sight of Indian authorities again, he will hedge his long position on the international exchanges through a short position, matching the long position he has, thus removing the price risk on the metal (all this done in a secretive manner).

    Remarkably, NO gold or silver is exported from India, despite this invisible surplus. The only sign of it is in the short positions [Commercial] on international exchanges.

    Hoarding of gold and silver in India is huge, proven by the fact that none is exported. More to the point: None will be exported; no matter what the gold and silver prices go to!

    There will be no exports of gold or silver from India!”

    http://www.goldforecaster.com/


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von zwyss
    Ich versuche nochmals, eure Meinungen zu Northgate zu entlocken. Northgate wird/will dieses Jahr mehr als 400´000 Unzen Gold fördern. Da sind 800 Mio Market Cap nicht sehr viel. Leider habe ich nirgens die Kosten entdeckt. Liegt da der Hund begraben? Ich glaube Perseverance hat/hatte hohe Kosten, brachte nur einen geringen Cash-Flow zustande.
    Wer weiss diesbezüglich was?


    Oder ist die Marge genügend gross und die machen jetzt eine Menge Geld und sind ganz einfach ein Kauf ?


    Ich hatte NGX in 2006 und hatte sie damals mit bescheidenem Gewinn verkauft, als ich bei deren umfänglichem Hedge-Buch (Kupfer und Gold)nicht mehr durchgeblickt hatte. Sie haben dann viele Hedges zurückgekauft und das hat den Kurs gedrückt und seitdem nicht mehr angehoben. Soweit ich weiss, haben sie nun für 2008 keine Hedges mehr (2009 und später weiss ich nicht), ausserdem sollten sie schuldenfrei sein. Und sie haben wenig neue Reserven ausgewiesen, stattdessen eben nun Zukauf. Auch diese relative Ressourcenschwäche könnte ein Grund für den enttäuschenden Kursverlauf sein.


    Northgate scheint mir nun wieder ein Kandidat zu sein für einen etwas dem Markt nachlaufenden Wert, könnte also noch sehr interessant werden.2006 waren sie in aller Munde, wurden sogar vom wilden, immens einflussreichen Börsenclown Cramer im US-TV den Kleinanlegern empfohlen. Dann wurde es still um sie. Könnte sich bald wieder ändern...


    grüsse


    auratico

    .


    Die Summe der gegenwärtig ausstehenden Goldoptionen übersteigt bereits die gesamten öffentlich verlautbarten globalen Reserven der Zentralbanken, also mehr als 30.000 Tonnen.
    Wenn, was inzwischen immer mehr Leute glauben, sich die Probleme auf den Derivatmärkten weiterhin verschärfen, wird sich eine steigende Zahl der Akteure ihre papierenen Goldversprechen zumindest teilweise physisch ausliefern lassen wollen. Dies kann dann nicht, wie bei einem Industrierohstoff, einfach durch die zukünftige Produktion geschehen. Diese ist bei Gold als rarem monetärem Metall viel zu gering. Der Bedarf kann also nur aus den Beständen der Zentralbanken kommen:


    The reported figures indicate that the mountain of gold options now almost certainly exceeds 30,000 tonnes -- an amount roughly equal to the world's total claimed official gold reserves. How many of these options are cash settlement only? Have the bullion banks actually committed to delivering physical gold in anything like these notional amounts?


    Large players currently content to take paper cannot be expected to remain blind to its risks forever. When they finally awaken to the difference between claims on gold and physical possession of bullion itself, the world is likely to witness a bank run and gold rush of epic proportions.


    http://www.goldensextant.com/


    grüsse


    auratico

    ... Tom Szabo von http://www. silveraxis.com in Bezug auf eine allzu optimistische Erwartung, dass sich die Junior-Minenwerte schon bald erholen werden. Er sieht immer noch etliche schwache Hände in dem Markt, die bei jeder Gelegenheit sofort wieder die Segel streichen werden.
    Mir scheint zwar, dass seine Fähigkeiten als Geldtheoretiker ausgeprägter sind als sein Investorentalent, doch ähnliche Gedanken nagen auch in mir, also sei es hier mitgeteilt:



    (...) we've had a bit of fist banging on tables lately to emphasize that now is the perfect time to load up on junior resource stocks, including once again from Mr. Sinclair, as well as Mr. Hommel and many others. I'm not so sure about this strategy. Yes, you are well advised to buy now, although selectively and not in large chunks. Also, your investment horizon should also be at least 2 years. There is the very real risk that the resource stocks could go substantially lower from here. I give them 50-50 odds of a washout that would make last August and the past few weeks seem like good times. Unfortunately, such a dire event may be required to clear out the remaining weak hands and sideline enough capital to support a strong wave of new buying during the subsequent upswing. Resource stocks are creatures of momentum, and I don't see how they can get enough momentum right now given how badly they are languishing despite strong metal prices. So yes, please do buy, but also keep it cautious and be on the lookout for perhaps even better buying opportunities in the not to distant future. But most of all, you are bound to be disappointed if your investment horizon is measured in months instead of years.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Brodthuhn
    Geld-Infusion eines Banken-Konsortiums hilft Ambac sein AAA-Rating zu behalten! So ist es zumindest geplant. Hurra, Ambac dreht noch auf 16% Tagesgewinn, der Dow Jones auch noch auf +100 Punkte, die Finanzwelt ist mal wieder gerettet, Champagner bitte!


    Diese ganze Sache wird immer noch dubioser. Nachdem man nun einen ganzen Monat in voller Panik ungenützt hat verstreichen lassen, soll nun ein Rettungsplan, bei dem die 8 beteiligten Banken mit lediglich je 300 Millionen Einsatz auf die Bühne treten, die Lösung aller Verwerfungen darstellen und mit Zauberhand das festischhafte AAA-Rating wiederherstellen?


    Und wie werden die juristischen Folgen einer Aufspaltung in Spreu und Weizen sein? Wer seine Bonds bei Ambac oder MBIA versichern liess, wird sich doch mit allen nur denkbaren juristischen Möglichkeiten dagegen zu wehren wissen, wenn diese nun schlechter behandelt/geratet werden sollten als die Kommunalobligationen.


    Wie man liest, wollen sie aber sogar für beide Kategorien wieder AAA-Ratings herausholen. Wie bitte soll dieses Kunststück gelingen?
    Es bleibt im Grunde völlig verrückt, dass ein monströs grosser Teil des Finanzsystems einzig von der Vergabe eines Siegels durch einige Rating-Agenturen abhängen soll. Daran wird sich auch in der kommenden Woche nichts ändern, wenn man dann mehr über die Einzelheiten dieser Rettungsmassnahme wissen wird.


    grüsse


    auratico

    Die Zeichen häufen sich, dass die ETFs, allen voran der grösste, Streettracks Gold ETF, aktiv zur Preismanipulation benützt werden. Während der Goldpreis in den letzten Handelssitzungen mehrfach auf Rekordniveau unterwegs war, haben sich die bei Streetracks offiziell ausgewiesenen physischen Goldbestände so gut wie gar nicht verändert und verharren scheinbar stoisch bei 631 Tonnen.


    Anders bei Platin und Palladium, wo sich die jüngste Ralley ganz deutlich in den angewachsenen physischen Beständen ausdrückt, die das starke Interesse der Investoren widerspiegelt, die diese Metalle erworben haben:


    Something smells mighty fishy to me about what is going on in this ETF of late. Some of us have long believed that the inherent flaw in this ETF is in its auditing process which is less than transparent. If the bad guys who comprise COT and are the price managers on behalf of the US monetary authorities needed another source of gold for the supply that they feed into the market to suppress the price, the ETF is a perfect vehicle for this. I find it a huge stretch of the imagination to see gold soaring into all time highs and the one major indicator of investment demand for that same metal sitting there unchanged when it comes to reported holdings for nearly two weeks! I just read this AM that platinum and palladium holdings in the London ETFs for those metals are soaring because of investment demand. Why then is the gold ETF not reporting a sharp increase in its holdings? To believe that nothing has changed in there is to believe that the sun rises in the West.


    http://jsmineset.com/cwsimages/Miscfiles...21-2008_ETF.pdf



    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von traditional3


    Traditionelle Kreditversicherer haben sich an diesem Markt nie gross beteiligt. Und wissen wohl auch warum.


    Bleibt die Frage, in welchen Portfolios diese brandheissen Papiere wohl liegen. Würde mich nicht wundern, wenn da auch die eine oder andere europäische Bank dabei wäre. Immer schön nach dem Motto: Stupid European Money.


    Natürlich liegen solche CDS-Papiere auch in den Portfolios von europäischen und ganz weit vorne - wie immer bei dummen Investments - auch bei deutschen Banken. Dies aber ist doch nun schon seit etlicher Zeit bekannt, allein das Ausmass ist fraglich bzw. steigt ja wöchentlich an.


    Hier bricht eben ein Markt zusammen, der nie ein solcher war, sondern ein total unregulierter, intransparenter Schattenmarkt von unfassbarer Grösse zwischen privaten Parteien mit "special performance contracts" untereinander.
    Und von - zumindest für mich - allergrösster Bedeutung ist, dass erst seit einiger Zeit die gleichgeschaltete globale Wirtschaftspresse so ganz langsam begreift, um welche Summen es hier geht und dass dabei alles an der Bonität dessen hängt, der am momentan letzten Ende eines Kontraktes sitzt. Und selbst das weiss man in dem ganzen Wirrsal nicht mehr, also wer eigentlich was hat und wer in der Zahlungspflicht steht. Ein unvorstellbares Schlammassel!


    Apropos dummes deutsches Geld - jetzt kracht es aber überall, auch die Summen der Rückstellungen für Zweckgesellschaften in z.B. Kanada nehmen nun atemberaubende Höhen an:


    BMO Increases SIV Rescue With $12.7 Billion Backstop


    By Neil Unmack and Doug Alexander


    Feb. 19 (Bloomberg) -- Bank of Montreal, Canada's fourth largest lender, will provide as much as $12.7 billion of financing to help its two structured investment vehicles avoid being forced into a fire sale of assets.


    http://www.bloomberg.com/apps/…d=aBGa5HMg.d40&refer=bond


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von linar
    merci Eldo :) jemand schrieb jetzt könne man dann den (welchen ?() Spross-Fund kaufen, der sei so mies gelaufen und voll mit Juniors

    linar


    Du meinst doch wahrscheinlich "Sprott" und nicht "Spross", nicht wahr?


    Die sind, aufs Jahr gerechnet ca. 15% in den Miesen mit ihrem Fonds.
    Da liegen sehr viele Juniors drinnen. Die Hauptholdings sind:


    Andina Minerals Inc.
    Aurelian Resources Inc
    Bear Creek Mining
    Metallica Resources
    Pelangio Mines Inc.
    Silver Bullion & Certificates
    Silver Standard Resources
    Silver Wheaton Corp
    Silvercorp Metals Inc.


    Da liegt natürlich noch viel anderes drinnen, z.B. Genco


    http://www.globefund.com/servl…id=60265&profile_type=ROB



    @ Eldo


    Interessanter Artikel zum anhaltenden Zurückbleiben der Juniors. Auch er sieht hier einen unbedingten Nachholbedarf. Die Argumentation mit den Yield Spreads leuchtet ein. So erklärt sich auch der Boom von 2000-2003 und die im Grunde bis jetzt anhaltende Konsolidierungsphase (aka relative Frustphase für Junior-Investoren) wesentlich besser als durch irgendwelche Verschwörungstheorien. Wer weiss, vielleicht geht es ja schon heute los, vielleicht aber auch nur wieder kurzes Strohfeuer.


    Since late 2003 the gold sector of the stock market has been in consolidation relative to gold bullion, but the rapid widening of the US yield-spread over the past 6 months -- as indicated on our chart by the sharp rise in the TYX/FVX ratio -- suggests that this lengthy consolidation will soon come to an end. To be more specific, it suggests that the gold sector of the stock market will soon commence a multi-quarter, or perhaps even a multi-year, rally relative to gold bullion.


    Note that "soon", here, doesn't necessarily mean next week or next month. HUI/gold lagged the yield-spread by 6 months at major turning points during the first few years of the bull market, but we shouldn't assume that exactly the same lag-time remains applicable today. Due to other factors -- the performance of the currency market, for instance -- the lag might be more like 9-10 months this time round. The point we wanted to make is that the yield-spread is putting considerable upward pressure on the gold sector. Other factors have recently been counteracting this upward pressure and could continue to do so for a while longer, but it is reasonable to expect that a substantial advance in the gold sector of the stock market -- both in nominal currency terms and relative to gold bullion -- will begin within the next few months.


    http://www.321gold.com/editorials/saville/saville021908.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von traditional3
    hier ein gute Darstellung zur Backwardation bei EM im Futures-Handel


    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=10683


    Das ist doch von SilVisconti verfasst, der ansonsten hier im Forum schreibt.
    Die Antwort von User weissgarnix, der seit einigen Tagen im Turbogang auch hier schreibt, beweist leider, dass er von Fekete nur weiss, dass dieser ein "Goldguru" sein soll. Schön wäre es, wenn dies zuträfe.
    Fakt ist, dass sich kaum jemand in- und ausserhalb der Gold-Community mit diesen herausfordernden, hochkomplexen Gedankengängen befassen will. Noch nicht.


    Feketes Glaubwürdigkeit steht und fällt mit der Frage, ob die von ihm als massgeblichster Indikator ausgemachte Basisrate bei Gold (und als Vorlaufindikator noch wichtiger jene des Silbers) tatsächlich eine herannahende und dann dauerhafte Backwardation anzeigt. Er interpretiert dies mit der zunehmenden Akkumulierung von Edelmetallen in privaten Händen, wobei die Vorlauffunktion von Silber sich aus der Tatsache ergeben soll, dass dieses nicht im gleichen Masse wie Gold in den Händen von Zentralbanken sich befindet.


    Die Konsequenzen dieser zuerst einmal recht akademisch anmutenden Theorie, sollte sie denn zutreffen, sind aber durchaus spektakulär: Zusammenbruch der Terminmärkte für Silber und Gold, beide Metalle wären so gut wie nicht mehr erhältlich. Er lehnt sich also seeeeehr weit aus dem Fenster, zumindest aber will er keine zeitlichen Prophezeiungen machen.
    Und er glaubt durchaus, dass die FED über Zinssenkungen noch für etliche Zeit die Bond-Spekulation anheizen kann. Mithin müsste das irrsinnige Volumen der Anleihen mehr und mehr ins Gold gehen, um eine solche Backwardation loszutreten.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von linar


    ...mich wundert etwas, dass die Sisters GLDs/SLVs empfehlen :rolleyes:


    linar :)


    Das kommt daher, weil sie dem Bankensystem mit gewissen Einschränkungen noch trauen, d.h. sie, wie viele andere inzwischen auch, erkennen die Unbill, die die Banken und andere verwandte Teile des Finanzsystems angerichtet haben. Andererseits vertrauen sie noch der Bank bzw. dem Bankgebäude in ihrer angestammten physischen Funktion als Aufbewahrungsort/Safe.


    Der Verkauf einer gut gelegenen durchschnittlichen Wohnimmobilie bringt dem tauschbereiten Verkäufer immer noch ca. 1000 kg Silber. Wohin damit und wohin damit für Leute, die noch viel mehr als ein paar hundertausend zur Verfügung haben? Da reicht ja ein einziges geerbtes und dann verkauftes Haus aus und man braucht plötzlich einen Lastwagen für sein Silber. Eine solche Vorstellung ist für viele Menschen ziemlich verquer. Beim Gold sieht es freilich etwas anders aus.


    Das Thema ETF bleibt ein Dauerbrenner, denn es ist eigentlich absurd, den gleichen Banken durch Kündigung von Sparguthaben, Bausparverträgen, Anleihen etc. und Umschichtung in Edelmetalle zum einen das Vertrauen zu entziehen und andererseits zu glauben, dass man nicht über die ETFs in die Märkte einzugreifen versucht.
    Vor allem Amerikaner, die vielfach zurecht Angst vor Hauseinbrüchen haben, können sich doch kaum vorstellen, grössere Vermögenswerte wo auch immer in Hausnähe herumliegen zu haben. Und das gilt weltweit natürlich für Abermillionen Mietwohnungen gleichermassen.


    Leider ist es meines Wissens nach noch niemandem gelungen, mit einiger Plausibiltät nachzuweisen, in welcher Form das bei den ETFs akkumulierte Edelmetall jetzt schon, wenige Jahre nach der Einführung dieser Konstrukte, zur Preisbeeinflussung missbraucht wird.
    Viel gefährlicher hingegen könnte in dieser Hinsicht die Zukunft sein, wenn noch ganz andere Mengen in die ETFs fliessen sollten und sich im Veantwortungsbereich eben jener Institutionen ansammeln, die die Agenten der gegenwärtigen Misere sind.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von weissgarnix
    Also: die FED (= Zentralbank Z in unserem Beispiel) kommt also zum Unternehmer B und sagt: „Junge, wir erlösen dich von deinen Sorgen, hier sind 50, gib uns deine Aktien“.


    Wo hat Zentralbank Z das Geld her ? Wenn sie wirklich cool ist, dann sagt sie folgendes: „Ich kaufe die Aktien für 50 mit Geld in Höhe von 50, welches ich dadurch erzeuge, dass ich es gegen die Aktien von 50 ausgebe“. Das ist by far das coolste, was die Zentralbank machen kann, mit Ausnahme von Taschenspielereien, die heute vermutlich jeder durchschauen würde, wie zB die Mefo-Wechsel der Nazis und ähnlicher Zauberkunststücke.


    Die Zentralbank Z verbucht also bei sich den Zugang der Aktien zu 50, dagegen die Banknotenausgabe von 50..


    Sollte man bei derartigen Überlegungen nicht doch die sehr spezielle Konstruktion der FED berücksichtigen und nicht immer nur neutral von "Zentralbank" sprechen.? Das Federal Reserve System der USA besteht ja aus eben jenen Geschäftsbanken, deren Aktien nun möglicherweise als collateral akzeptiert werden ( zu welchem Preis übrigens? Die Aktien fallen weiter im Wert, der Kollateralwert bleibt gleich, also klassische Monetisiereung, oder etwa nicht?)


    Je mehr Geld mit daraufliegenden Zinsforderungen aus "thin air" geschaffen wird, umso besser für dieses räuberisch-geniale System, das ohne die fast immer narrensichere Bond-Spekulation nicht möglich wäre. Deshalb auch kann es nur an einer möglichst hohen privaten und vor allem natürlich öffentlichen Verschuldung (z.B. durch Kriegsausgaben) interessiert sein. In einem solchen Zentralbanksystem ist die eigentlich zentrale Frage nach der Verbindung von Zinspolitik und Realwirtschaft nur sekundär, weil es vor allem immer darum gehen muss, möglichst viel Geld mit Zinsforderungen zu erzeugen.


    Die dann periodisch entstehenden Verwerfungen in der sog. Realwirtschaft, entstanden durch notorische Fehlallokation, werden der steuerzahlenden Bevökerung dann eher schicksalhaft-theatralisch wie in einer antiken Tragödie dargeboten. Hier in diesem Forum z.B. war, Theorie hin oder her, vielen schon lange bewusst, dass der Ausbruch der Subprime-Krise nur ein "trigger", ein äusserer Anlass für ein wesentlich grösseres ,darunterliegendes systemisches Problem der gesamten Derivat-Pyramide war. Zu jener Zeit fing die etablierte Wirtschaftsberichterstattung in den Mainstream-Medien à la FAZ, Handelsblatt etc. gerade einmal zögerlich an, ihre ersten rührseligen Fallbeispiele von gestrandeten US-Hausbesitzern zu bringen.


    Extreme Neuverschuldung wird es in einem solchen System immer geben, wenn nicht privat auf der goldenen Wal Mart-Card, dann eben umso exzessiver beim Staat mit seinen Rüstungsausgaben.


    weissgarnix


    Du scheinst ja hauptberuflich Geldtheoretiker zu sein. Sind dir die Arbeiten des - wie ich glaube - meisterlichen Geldtheoretikers/Goldadvokaten Antal Fekete ein Begriff?


    Falls (noch) nicht: http://www.professorfekete.com/gsul.asp


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado
    Wenn ich mir die chart anschaue..
    Wann ist 1979-1980 ?... ]


    Der olle Sinclair meint bald:


    "Soon they will experience February 1979 and screw up their spread badly.


    The more emotional and disillusioned emails I get the nearer we are to that point of a significant, immediate and violent up move."


    grüsse


    auratico

    Jim Sinclair unterstreicht noch einmal, was wir hier auch schon seit längerem durchkauen: der relativ kleine Markt der Juniors wird von den Hedge Fonds massiv geshortet, während sie bei den grossen Produzenten long sind:


    "The hedge funds are long the Barricks of the world and short ALL the juniors. The hedge funds have over-priced the big guys and under-priced the juniors."


    Es scheint unwahrscheinlich, dass sich die Juniors irgendwann einmal langsam und gemächlich erholen. Wenn es einmal so weit kommen sollte, dass die Short-Strategie der Hedge Fonds nicht mehr aufgeht, kommt eigentlich nur noch ein wilder Ritt wie ab 1980 in Frage. Zuvor könnten sie aber durchaus noch weiter ausgequetscht werden. Dies sollten alle Margin Rider wissen.


    Sollte der Bullenmarkt bei Gold anhalten, wird das Schicksal der Juniors wohl so ähnlich aussehen wie in dem untenstehenden Chart aus den 70/80er Jahren. Man muss die Sache eigentlich nur in Ruhe beobachten und dann rechtzeitig aufspringen. Das Vergnügen, gleich zu den allerersten Gewinnern zu gehören, kann man als Privatinvestor getrost anderen überlassen. Ebenso muss man dann später nicht unbedingt noch die allerletzten 20% mitnehmen. Es wird ohnehin genug abfallen.


    http://jsmineset.com/cwsimages…768_February1408-Alex.pdf


    grüsse


    auratico

    Aus aktuellem Anlaß hier noch einmal ein Verweis auf einen guten Übersichtsartikel zur Frage, wie sich Gold zu Goldaktien verhält.
    Kurzes Fazit: In Zeiten hoher monetärer Unsicherheit wie jetzt empfiehlt sich Gold, während die EM-Aktien verhältnismässig stark an die herkömmlichen Aktienmärkte angekoppelt bleiben und Investoren da eine Durststrecke zu gewärtigen haben.


    Bullion or mining stocks
    do you have the right mix?


    Let’s examine why physical bullion is the superior investment.
    While mining stocks can provide attractive returns at times, they simply do not have the same risk-reward relationship or non-correlation to traditional financial assets as an investment in physical bullion. It is this key attribute of bullion that enables investors to reduce portfolio risk and obtain real diversification.


    http://www.financialsense.com/…orials/bms/2008/0213.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von weissgarnix


    Gemacht wurde schon was, nur wurde das "richtige" gemacht ? Langer Artikel dazu vor ein paar Wochen in der Financial Times, über die geänderten "Einstellungen" der US amerikanischen Hypothekenschuldner heute gegenüber dem historischen Trend. Soll heissen, es fällt ihnen deutlich leichter "to walk away", weil nicht mehr sozial stigmatisiert, Auto- und Car-Loans zu bedienen persönlich wichtiger, etc. Dummerweise beruhen aber die Bewertungsmodelle noch auf den historischen Trenddaten ... .


    Hatten wir hier, obwohl wir nicht das turboinformierte Gelbe Forum sind, alles schon zeitnah verlinkt und diskutiert: To Walk Away - einmalig. Man wirft, noch bevor man eine einzige wirkliche Rate (bestenfalls ein wenig Kreditzinsen) bezahlt hat, den Schlüssel der überteuerten Immobilie ohne Anzahlungsleistung in den Briefkasten und krallt sich mit einer nun etwas schwächeren credit history die nächstkleinere, nun im Preis gefallene Bude auf der anderen Strassenseite. Man hat einfach nur günstig gewohnt in der letzten Zeit. Vollstreckt wird nicht ins Privatvermögen, sondern ausschliesslich im Rahmen des Immobilienkredits.
    Haben sich denn die internationalen Investoren, die teutonischen allen zuvor, überhaupt je mit US-Insolvenzrecht beschäftigt, bevor sie mit ihren gierigen Aufsteigerfingern diese Verträge unterzeichnet haben?


    Wie nun deutlich wird, steigen die Ausfallraten auch bei den near prime und prime loans dramatisch an. Auch dies hätte den Banken eigentlich klar sein müssen: wenn jemand, der einigermassen gut verdient, im Jahre 1994 ein Haus für $ 270.000 kauft (Beispiel stammt aus einem Pressebericht, glaube FAZ), dieses dann aber durch multiple Refinanzierungen, mit denen vom Auto bis zum Collegebesuch der Kinder alle Ausgaben finanziert wurden, Anfang 2008 mit $ 745.000 in der Kreide steht, dann ist das schon seit langem kein "prime-Verhalten"mehr.

    Die gesamte US-Mittelschicht hat nicht eine Minute damit gerechnet, dass sie auch nur einen Cent der längst vereinbarten Zinssteigerungen wirklich über das Gehaltskonto würde zahlen müssen. Alles sollte sich auf wundersame Weise durch ewige Wertsteigerungen der einmal angeschafften Bude von selbst erledigen. Von der Zahnspange der Tochter bis zur Schönheits-OP der Gattin, von der Hypothek gar nicht erst zu reden.
    Nun, da sie eigentlich zu nicht mehr gehalten sind als einfach ihre Zinsen und Raten zu bezahlen, gehen die ganzen Vororthelden mit dem, was sie fälschlicherweise für den American Dream gehalten haben, unter Wehgeschrei unter.


    Das gesamte abenteuerliche Refinanzierungsgehabe der vormaligen prime-Schuldner, die "prime" nur ganz am Anfang waren, hätte kontinuierlich in die Bewertungen der Kredite eingehen müssen. Die "B-Tranche" aus dem Beispiel von weissgarnix weiter oben, die durch Zinszahlungen gedeckt sein sollte - sie erodiert inzwischen genau so wie fast alle US-Schuldinstrumente. Kein kurzfristiger fiskalischer oder monetärer Eingriff wird hier Abhilfe schaffen können.


    Also: Die US-Hausbesitzer müssen also vor allem einmal umziehen, die bleiben nicht auf Schuldenbergen sitzen, denn die sind ja anderswo:


    "Copy on that. It all gets funnier by the minute. There is no need to bail out sub prime (poor) borrowers.
    They lost nothing, no down payment. Nothing lost, nothing gained. The media twists everything around. It's the millions of lenders investors, big and small that are screwed. Whoever they may be."


    grüsse


    auratico