Eine *funktionierende* Gemeinschaftswährung ist kein Fehler, sondern ein Vorteil. Insbesondere für die deutsche Exportwirtschaft.
Eine Papierwährung kann erfahrungsgemäß nie funktionieren. Die Papier-Gemeinschaftwährung namens "Euro" schon gar nicht, weil sie aus politischen Gründen (die Südländer standen wegen ihrer Überschuldung und damit hohen Zinsen sowie drohender Zahlungsunfähigkeit vor dem sicheren Aus, was die deutschen Exporte in diese Länder auf 0 gebracht hätte) eingeführt wurde. Die deutsche Überproduktion sollte beibehalten werden, um Arbeitslosigkeit und nationale Verarmung zu vermeiden.
Die Maastricht-Kriterien waren ausschließlich zur Beruhigung des deutschen Michels und des BVerfG aufgenommen worden, im Wissen, daß sie bei Notwendigkeit sowieso in die Tonne gekloppt würden.
Alles Verarsche, um die Bereinigung der Ungleichgewichte auf später zu verschieben.
Nun haben wir später. 
Aus einem umfangreichen GSF-Posting von vor 5 Jahren:
' Wir Bürger unterschätzen die Bedrohung. Auf die Frage: "Welche politischen Aufgaben halten Sie für besonders wichtig?" werden Arbeitslosigkeit, Renten, Gesundheitswesen und andere Themen angesprochen. Das Schuldenproblem taucht unter den ersten 10 nicht auf (Meinungsumfrage SPIEGEL 2001, Heft 19). Dabei können die unmäßigen Schulden allein es dem Staat unmöglich machen, all die genannten Problembereiche anzupacken.
Wir vertrauen blind den Experten wie z.B. dem Prof. Kromphardt, Sachverständiger der Bundesregierung. Dieser äußert im Sommer 2001: "Die Regierung darf es mit dem Konsolidierungsprozess nicht übertreiben. ... Sie sollte es gelassen hinnehmen, wenn sie in diesem Jahr mehr Schulden aufnimmt als ursprünglich geplant. Am Ziel, im Jahr 2006 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, würde sich dadurch nichts ändern."
So geht es seit Jahrzehnten. Die Experten haben den Wagen gegen die Wand gefahren.
Spiralwirkung
Auffällig oft werden im Zusammenhang mit der Staatsverschuldung bildhafte Ausdrücke gebraucht: Es ist die Rede von der Schuldenfalle, einem Schneeballsystem, einer Schuldenlawine, dem alles verschlingenden Moloch Schulden, von einer Spirale, die sich immer schneller dreht usw. Selbst die Deutsche Bundesbank greift in ihrem Monatsbericht März 1997 zu einer Metapher: "Die Verschuldung nährt sich aus sich selbst heraus."
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Auf den ersten Blick erscheint der 1997 geschlossene Europäische Stabilitätspakt geeignet, das Problem der Staatsverschuldung zu entschärfen: Mit Hilfe von Obergrenzen wird festgelegt, wie das Schuldenwachstum begrenzt wird. Aber der Schein trügt. Es fehlt insbesondere an wirksamen Sanktionen. Letztlich entscheidet der Europäische Rat, ob Sanktionen ergriffen werden. Dieser wird aber von den Regierungen gebildet. Doch diese sind es ja selbst, die die Staatsverschuldung erzeugt haben!
Zudem wurde 2005 der Stabilitätspakt verwässert: Ausgerechnet Deutschland, das 1997 den Stabilitätspakt durchgesetzt hatte, lag mehrere Jahre lang über den Grenzen und drängte nun auf eine Abschwächung. Jetzt darf die Neuverschuldung bis zu drei Jahre über 3% liegen. Außerdem ist eine höhere Neuverschuldung zulässig "zur Reform von Rentensystemen, wegen der Kosten für Europas Vereinigung, wegen Beiträgen für die internationale Solidarität und zum Erreichen europäischer Politikziele". Das sind wolkige Formulierungen, die eine effektive Kontrolle unmöglich machen.
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Eine Währung wird weich durch Inflation und mangelnde Haushaltsdisziplin.
Inflation tritt auf, wenn die umlaufende Geldmenge (Münzen, Scheine, Bankguthaben) größer ist als die Menge der Güter und Dienstleistungen, die man dafür kaufen kann. Um Inflation zu verhindern, wurde die Europäische Zentralbank (Frankfurt) geschaffen, die unabhängig von den Wünschen der Regierungen die Geldmenge steuern soll.
Mangelnde Haushaltsdisziplin liegt vor, wenn die Staaten über Jahre hinweg mehr ausgeben als sie einnehmen. Die europäische Länder haben alle in Jahrzehnten riesige Schuldenberge angehäuft. Bei noch höherer Verschuldung droht die Gefahr, dass die Gläubiger (insbesondere Banken) das Vertrauen verlieren, ihr Geld in voller Höhe zurückzuerhalten. Sie investieren lieber in andere Währungen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Wechselkurs. Wegen verringerter Nachfrage sinkt daher in einer solchen Lage der Euro-Wechselkurs. Die Währung wird weich.'