Beiträge von trenntWände

    Also zusammenfassend möchte ich sagen, Du kritisierst den Falschen, Du kritisierst ein uraltes Posting...

    Aus dem Kontext hätte Xaver erkennen können, daß damals der Zweitaccount Eldo, der ja auch unter dem Erstaccount Aladin gepostet hatte, sich den Drittaccount Alamo zulegte, unter dem er dann Partei für seinen Zweitaccount Eldo ergriff, ohne zugleich seine Identität zuzugeben (das gab Eldo erst später zu), was auratico zu seiner Reaktion auf diese Einmischung bzw. Parteinahme bewegte.


    Vielleicht ist Xaver ja nur der Viertaccount...

    "Niemand konnte die Wucht vorhersehen, mit der Auftragsrückgänge, Stornierungen und die Insolvenzen wichtiger Kunden einschlugen", sagte Nürnberg.

    Niemand? Wieso konnte es denn Bill Bonner schon im Juli 2005?
    'Die Chinesen verwenden immer mehr Öl. Aber sie verwenden es in einer Wirtschaft, die zu einem Großteil ein Phantasiegebilde ist: man produziert Dinge für die Amerikaner, die kein Geld haben, diese Dinge zu bezahlen. Es ist nur eine Frage der Zeit (ich werde das so lange sagen, bis genau diese Zeit reif ist ... oder bis ich unter die Erde komme ... was auch immer zuerst eintritt), bis die Amerikaner nicht weiter kaufen. Kein Volk kann auf ewig Schulden machen, selbst dann nicht, wenn man selbst die Reservewährung hält. Der amerikanische Schuldenhunger steht in enger Zusammenarbeit mit den steigenden Immobilienpreisen. Irgendwann wird auch das ein Ende haben. Sobald es so weit ist, wird auch die Nachfrage nach Produkten aus China sinken...'


    Die Schiffsfritzen sollen doch froh sein, daß der Quatsch überhaupt so lange gut ging. :evil:

    Nach Schopenhauer ist die Sehnsucht nach Geld eine vernünftige menschliche Regung: "Dass die Wünsche der Menschen hauptsächlich auf Geld gerichtet sind und sie dieses über alles lieben, wird ihnen oft zum Vorwurf gemacht. Jedoch ist es natürlich, wohl gar unvermeidlich, das zu lieben, was jeden Augenblick bereit ist, sich in den jedesmaligen Gegenstand unserer so wandelbaren Wünsche und mannigfaltigen Bedürfnisse zu verwandeln. Geld allein ist das absolut Gute."

    Marx im Kapital, Band 1, 1867 dazu:


    "Mit der Möglichkeit, die Ware als Tauschwert oder den Tauschwert als Ware festzuhalten, erwacht die Goldgier. Mit der Ausdehnung der Warenzirkulation wächst die Macht des Geldes, der stets schlagfertigen, absolut gesellschaftlichen Form des Reichtums.


    "Gold ist ein wunderbares Ding! Wer dasselbe besitzt, ist Herr von allem, was er wünscht. Durch Gold kann man sogar Seelen in das Paradies gelangen lassen." (Columbus, im Brief aus Jamaica, 1503.)


    Da dem Geld nicht anzusehn, was in es verwandelt ist, verwandelt sich alles, Ware oder nicht, in Geld. Alles wird verkäuflich und kaufbar. Die Zirkulation wird die große gesellschaftliche Retorte, worin alles hineinfliegt, um als Geldkristall wieder herauszukommen. Dieser Alchimie widerstehn nicht einmal Heiligenknochen und noch viel weniger minder grobe res sacrosanctae, extra commercium hominum [geheiligte Dinge, außerhalb des Handels der Menschen]. Wie im Geld aller qualitative Unterschied der Waren ausgelöscht ist, löscht es seinerseits als radikaler Leveller alle Unterschiede aus. Das Geld ist aber selbst Ware, ein äußerlich Ding, das Privateigentum eines jeden werden kann. Die gesellschaftliche Macht wird so zur Privatmacht der Privatperson....


    Der Trieb der Schatzbildung ist von Natur maßlos. Qualitativ oder seiner Form nach ist das Geld schrankenlos, d.h. allgemeiner Repräsentant des stofflichen Reichtums, weil in jede Ware unmittelbar umsetzbar. Aber zugleich ist jede wirkliche Geldsumme quantitativ beschränkt, daher auch nur Kaufmittel von beschränkter Wirkung. Dieser Widerspruch zwischen der quantitativen Schranke und der qualitativen Schrankenlosigkeit des Geldes treibt den Schatzbildner stets zurück zur Sisyphusarbeit der Akkumulation. Es geht ihm wie dem Welteroberer, der mit jedem neuen Land nur eine neue Grenze erobert...


    Der Schatzbildner opfert daher dem Goldfetisch seine Fleischeslust. Er macht Ernst mit dem Evangelium der Entsagung."


    Von Schopenhauer gibt es auch noch folgenden bemerkenswerten Text:
    "Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."

    ... erstens kann es bei den Problemen gar kein allmähliches Ende der Finanzkrise geben. Das ist bei den verlorenen Beträgen und den so freigesetzten GELDMENGEN absolut unmöglich, denn das verlorene Geld ist, da nicht mehr durch den ZINS kontrollierbar (dieses Band zerreißt mit jedem Schuldnerausfall) völlig außer Rand und Band. Siehe Preisentwicklung. Das Geld ist bereits bei Leuten angekommen, die völlig frei, weil ohne Zinsverpflichtung, darüber verfügen......


    Also: wie behebt man das Problem, daß es zuviel GELD gibt?


    Indem man noch mehr davon erzeugt?

    Ja, die Notenbanken handeln so, weil die Geldbesitzer ihr Geld nicht ausgeben, weil sie so viel davon haben, daß sie nicht wissen, was sie sich noch kaufen sollen. Die Zentralbanken hoffen, daß das auch so bleibt.


    Wenn die Hauspreise weiter fallen, bleibt nichts anderes übrig, als die zuletzt geschickt vermiedene bzw versteckte Notenpresse wieder unter Volldampf laufen zu lassen. Sofort würden Öl, Rohstoffe und Gold wieder hochlaufen müssen.

    Diese Prognose 3 Monate später als die von der unseligen Borbely war goldrichtig! Das unterscheidet Logik eben von "Wirtschaftswissenschaftslogik".

    Die Wirklichkeit ist in diesem Fall, dass dieses angebliche "System" bei weitem nicht so schlecht dasteht, wie wie hier scheinbar oftmals herbeigesehnt wird.

    Tja, deine "Wirklichkeit" löst sich langsam in Wohlgefallen auf :P
    Exponentielles Wachstum bei begrenzten Ressourcen ist halt schwierig.

    aber sicher geht es der Dollar-Leitwährung an den Kragen. Stückchen für Stückchen und unaufhaltsam.

    Siehe auch hier:
    'Die Chinesen werden sich bewusst, dass sie dem US-Dollar langsam die Luft abdrücken müssen (ihn aber nicht töten dürfen); ersticken dürfen sie ihn erst dann, wenn ihre jetzt zahlreichen Initiativen voll und ganz zur Entfaltung gekommen sind - ganz ähnlich einem Halsstrick, der in eine Zwangsjacke eingebaut ist.


    Die Strategie hat zwei entscheidende Seiten. Erstens: Sie schützen ihren übergroßen Kernbestand an US$-Bonds unterschiedlicher Ausprägung. Sie entscheiden sich gegen eine aggressive Strategie, die ihre Kernbestände ernsthaft unterminieren würde. Sie sind aber nicht dumm. Sie erkennen, wie der US-Dollar gerade durch Schuldenaufnahmen in Höhe von Billiarden von Dollars beispiellos und kolossal verprasst wird - wobei man sich nur wenig oder auch gar nicht um die Reservebestände, Ansprüche oder Prioritäten des Auslands zu sorgen scheint. Die US-Regierung glaubt, sie könnte erneut ihre Schulden deflationieren, indem sie den Ausländern dünnen Kaffee am Imbiss ausschenkt, und damit wieder einmal durchkommen will. Aber diesmal nicht - eben weil die US-Wirtschaft in einer Abwärtsspirale gefangen ist, die US-Banken insolvent sind (trotz falscher Buchführungsmethoden), die Haushalte der USA insolvent sind und die Industrie der USA entweder gar nicht existiert oder ausgezehrt ist.


    Im Ausland ist man viel zu wachsam, was diese Versuche der US-Regierung angeht, mit denen sie ihre Schulden weginflationieren möchte - eigentlich eine unmögliche Aufgabe, da sich diese Schulden vermehren wie Bakterien oder - um eine bessere Beschreibung zu finden - wie Krebs. Die Führung der USA möchte den Wert der Schuldenlast verringern und zugleich sicherstellen, dass die laufenden Kosten für den Schuldendienst niedrig gehalten werden. Das Ausland revoltiert und droht dem Spiel ein Ende zu setzen. '
    Im Teil I des Artikels sind noch mehr dieser Bemerkungen zu finden...

    Glaubt ihr wirklich, dass unser Land das gleiche Potential zur Verrohung hat?

    Also, an Folterern, Mördern und KZ-Aufsehern/-innen gabs in Deutschland nachweislich noch nie einen Mangel. Schließlich stammen ja auch viele U.S.-Bürger von Deutschen ab, da braucht man sich über die bösen Amis eigentlich nicht zu wundern.
    Wenn die Bedingungen sich ändern, kommen die ganzen Gestalten, die sich von der Gesellschaft verraten und zurückgesetzt fühlen, aus ihren Löchern und in Positionen, die ihnen Macht über andere verleihen. Siehe Abu Ghraib und Guantanamo.

    Anders als Bayern finanzieren Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein ihr Landesbanken-Problem nicht über die regulären Etats, sondern ganz nach dem Vorbild der maroden Kreditinstitute über ausgegliederte Gesellschaften. Denn das ist optisch schöner und engt den finanzpolitischen Spielraum der Landesregierung nicht ganz so stark ein.


    Aktuell dazu: '... Game over, sobald der Schwindel mit der Staatsverschuldung durchschaut ist. Immerhin hat sich die deutsche Staatsverschuldung seit 1948 verhundertsechzigfacht. Irgendwann lässt sich nicht mehr länger verheimlichen, dass da etwas nicht stimmen kann.


    Wie lautete die historische Antwort auf eine solche Problematik in der Regel?


    In der Geschichte sind seit dem englischen Mittelalter mindestens 200 Staats- (oder Stadt- ) Bankrotte auszumachen. Deutschland durchlebte im vorigen Jahrhundert deren zwei: 1923 und 1948.'
    Aus: FAZ-Community-Interview mit Paul C. Martin

    Nein, der Satz ist genau so gemeint, wie er dort steht.

    So, wie er da steht, ist er grammatikalischer und syntaktischer Unsinn.
    Daß die GB's sich von der ZB Geld leihen und dann wieder als Sicherheit zurückgeben müssen, ist auch Unsinn.
    Die Banken geben Wertschriften wie Handelswechsel als Sicherheit und nicht das erhaltene ZB-Geld.
    Sieht man ja an den Bilanzen der GB's und ZB's.

    Banken leihen sich kein Geld von Zentralbanken, um das dann weiterzuverleihen, nein Geschäftsbanken produzieren Geld selbst. Sie müssen sich Geld von den Zentralbanken nur zur Erfüllung einer Mindestreservepflicht leihen, und dieses mit Sicherheiten zu hinterlegen.

    Soll das Satzende so: ", um dieses mit Sicherheiten zu hinterlegen." oder (ohne Komma und ohne "zu"): "und dieses mit Sicherheiten hinterlegen." lauten?


    Hier und ergänzend hierwird übrigens das Gegenteil zu der behaupteten Eigenschöpfung dargelegt. :!:

    Steinbrück ist doch der Dummschwätzer, der meinte, daß die Subprimekrise keine Auswirkungen auf Deutschlabd haben werde, und später meinte, sich für Bad Banks schämen zu wollen.
    Der geht jetzt nach der Haltet-den-Dieb-Masche vor.


    Erbärmlich, unsere Politiker.

    Bei einem Dutzend Unternehmen ist die Situation brenzlig.

    Diese Wirtschaft ist auf Lug und Trug aufgebaut. Unternehmen, die wegen ihres Mißmanagements schon lange vom Markt hätten verschwinden müssen, bewirken durch ihre Preisdrückerei und nicht kostendeckendes Angebot, daß gesunde Firmen ausbluten und auf der Strecke bleiben. Und "Wirtschaftsprüfer" segnen diesen Irrsinn auch noch ab.


    Nur endlich weg mit diesem Dreck!!!

    Ja, ich glaube, die hatte keine Ahnung, was die Bänkster da mit ihr gespielt haben, die wird nur versucht haben, ihren Namen und ihr Erbe und das Vermächtnis der Eltern mittels Privatgeld zu retten.

    Frau Schickedanz war es, die den schmierigen Middelhoff an die Spitze setzte, obwohl der zuvor bei Bertelsmann gigantischen Schaden anrichtete, indem er wegen des beabsichtigten Börsengangs von BOL ohne Ende Kohle bei BOL versenkt hat.
    Bertelsmann mußte ihn dann loswerden, um nicht pleitezugehen.
    Die Tante hat in ihrem St. Moritz nicht mitbekommen, daß der konventionelle Versandhandel zu einem großen Teil auf einen Kundentyp angewiesen ist, der leicht vom Internethandel abgeworben werden kann. Middelhoff hat das Ende nur herausgezögert, wobei der Schaden nun absolut ist, da die Immos weg sind.

    ... meldete Ford. Im Juni verlor Ford nur 10,7 Prozent Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Mai hatte der Rückgang dagegen noch 24 Prozent betragen. Ford brachte im Juni 154.873 Wagen an die Kunden, wie der Konzern in Dearborn bei Detroit mitteilte. Im Mai lag der Absatz bei rund 161.000 Stück.
    Quelle
    Ein Einbruch von 5 % innerhalb eines Monats ist ein deutliches Zeichen der Hoffnung, sehr wohl, lieber Schreiberling.
    Alles nur noch irre. ;(

    das stimmt nicht. Auch für den Staat ist das Geschäft hochprofitabel und gleichzeitig praktisch risikolos: Die Münzen werden von den Anlegern gekauft, um sie zu horten. Wenn dann doch mal welche zurückgebracht werden (hier ist für den Staat kein Verlust entstanden: 500 Euro eingenommen, 500 Euro bezahlt), können die ja eingeschmolzen werden und machen bei der nächsten Ausgabe mit. Da ist praktisch gesehen kein Risiko für den Staat.

    Nee klar, du würdest auch das Gold aus deinem Besitz für 500 € pro Münze verkaufen und bei fallendem Goldpreis es wieder für denselben Preis zurücknehmen. Kein Risiko, nein, wo denn?
    Warum machst du es denn dann nicht? Ist doch kein Verlust möglich! Toll, alle freuen sich, alle werden reich!


    Diskutiere an dieser Stelle nicht mehr weiter. Wer offensichliche Tatsachen ignoriert, ist nicht ernstzunehmen.