Nicht nur Prof. Senf liegt daneben, sondern alle, die das banale Problem nicht erkennen können oder wollen, dass es nicht dauerhaft funktionieren kann, mehr aus einem System zu entnehmen (zu verbrauchen, stoff-/energieumzuwandeln), als dieses System von sich aus im Entnahme-/Verbrauchszeitraum generiert. Eine Geisel der Menschheit, der Krebs, scheint zu denken, dass es aber doch funktioniert, da er sich intensiver entwickelt als seine Ressource dies dauerhaft zulässt, bis zur Disfunktionalität desselben, was auch sein Ende darstellt.
Die Thematik "Wirtschaften" unter Nichtakzeptanz dieses Sachverhaltes, ob mit Geld, Gold, Gütern, beliebigen Kombination dieser Dinge, unter einem Tauschparadigma oder Schuldenparadigma, zentral oder dezentral, dirigistisch/planwirtschaftlich oder frei, global oder regional, unter ständiger Technik-,Komplixitäts-, und zugleich Risikozunahme, ist also stets begrenzt und hat seine Ablaufzeit , wie das individuelle Leben, und wird am Ende systemisch überrollt. Damit muss der Mensch sich nunmal abfinden. Er findet sich doch auch mit seinem individuellen Ableben ab, wieso tut er sich so schwer mit anderen überdeutlichen Begrenztheiten? Hybris? Gier?
Alle Diskussionen und Sichtweisen zu Wirtschaftsmodellen sind freilich interessant und spannend, deshalb werden sie von dem Menschen jeglichen Verbildungs- und Intelligenzgrades heftigst geführt, mache da gerne selbst mit, und real gelebt, sind aber letzlich nur akademisch, solange sie dem Menschen den ganz banalen Sachverhalt nicht verdeutlichen: Mit welchen Wirtschaftsmodell kann ich für mich/meine Familie/meinen Stamm/meine Gesellschaft/mein Volk/die Menschheit das Ende des raubbauenden Lebens am längsten Hinauszögern, so ich mich nicht mit einer Nichtentwicklung (=Nichtmehrverbrauch von allem) abfinden will.