Der Juli war bitter für Rohstoffinvestments. Der Dollar will nicht mehr weiter absinken, und allerorten wird damit gerechnet, dass China nach den Olympischen Spielen einen Gang zurückschalten wird beim Rohstoffbedarf. Aber ob die Situation wirklich mit den 80ern vergleichbar ist, als es dann gleich für Jahrzehnte nach unten ging?
Die Rohstoff-Blase platzt: Stärkster Preiseinbruch seit 1980
Fallende Preise für Erdgas, Öl, Nickel und Mais haben den Juli für Rohstoffinvestoren zum schwächsten Monat seit 28 Jahren werden lassen.
Das Sektorbarometer Reuters/Jefferies CRB Commodity Index sackte im Monatsverlauf 9,7 Prozent ab. Einen stärkeren Einbruch gab es zuletzt im März 1980, als der Index 10,5 Prozent nachgab.
Da sich der US-Dollar im Vergleich zu anderen Weltwährungen erholte, nutzen inzwischen weniger Investoren Rohstoffkäufe als alternatives Investment. Zudem schwächt sich die Rohstoffnachfrage aus China ab. Sie hatte zu einem Großteil dazu beigetragen, dass die Preise an den Rohstoff-Terminbörsen in beispiellose Höhen geklettert sind. Der Preis für Kupfer ist um 14 Prozent gesunken, seit er Anfang Mai das Rekordhoch von 4,2605 Dollar je Pound (454 Gramm) erreicht hatte. China hatte im Juni 19 Prozent weniger Kupfer und Kupferlegierungen importiert als im Vorjahreszeitraum.
"Es könnte sein, dass wir eine spekulative Blase platzen sehen", sagt Fondsmanager Stuart Flerlage von NuWave Investment in New York. "In den letzten Jahren wurde immer mehr in den Rohstoffmarkt investiert, besonders in diesem Jahr floss lange Zeit noch einmal viel Geld in den Sektor. Doch dieser starke Schub könnte der letzte gewesen sein."
http://www.wirtschaftsblatt.at…tspolitik/337400/index.do
mfG Goldcore