29.11.2013 Bundesministerium der Finanzen
Anwendung der Differenzbesteuerung (§ 25a UStG) durch Unternehmer des Münz- und Briefmarkenhandels; Übergangsregelung für zum 31. Dezember 2013 vorhandene Warenbestände; Änderung von Abschnitt 25a.1 Absatz 12 UStAE
Beiträge von Bembelpetzer
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Ja, schon klar, dass der Kunde eindeutig identifiziert werden muss und entsprechende Aufzeichnungen gemacht werden müssen. Hatte aber gedacht, dass das nicht gleichbedeutend ist, dass Kopien von Personalausweisen ebenfalls langfristig aufbewarten werden sollen/können. Irrtum liegt auf meiner Seite.
Habe gerade im §8 GwG nachgelesen, dass salopp gesagt, die Aufzeichnungspflicht der Details auch durch einfaches abspeichern einer Kopie des Identifizierungsdokuments erfüllt werden kann. -
Keine Ahnung, ob das auch auf Goldhändler anwendbar ist ... für Banken gibt es ja auch Ausnahmen, sind aber auch keine "normale" Unternehmen ...
Die gespeicherten Personalausweiskopien
Der Personalausweis ist ein Identifizierungsmittel, das der Inhaber vorlegt und vorzeigt, um sich auszuweisen. Aber das unbeschränkte Erfassen der Daten – und damit auch das Einscannen und Speichern durch ein Unternehmen – ist untersagt.
Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Hannover in dem hier vorliegenden Fall die Klage eines Logistikunternehmens abgewiesen, das sich gegen die vom Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen angeordnete Unterlassung der Datenspeicherung gewehrt hat. Die Klägerin – eine Logistikdienstleisterin aus Rehden, die insbesondere in der Automobillogistik tätig ist – lagert auf ihrem Betriebsgelände ständig mehrere tausend Kraftfahrzeuge. Täglich wird eine Vielzahl von Fahrzeugen abgeholt, die den Abholern – insbesondere Fahrern von Speditionen – übergeben werden. Um den Speditionsvorgang zu überwachen, werden die Personalausweise der Abholer eingescannt und auf einem eigenen Rechner gespeichert. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen hatte der Klägerin aufgegeben, das Einscannen von Personalausweisen zu unterlassen und die rechtswidrig gespeicherten Daten zu löschen. Hiergegen hat das Unternehmen geklagt.
Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Hannover sei die Untersagung des Speicherns und die Anordnung des Löschens rechtmäßig. Nach den hier anzuwendenden Vorschriften des Personalausweisgesetzes sei der Personalausweis ein Identifizierungsmittel, das der Inhaber vorlege und vorzeige, um sich auszuweisen. Nach dem eindeutigen Willen des Gesetzgebers sei aber das unbeschränkte Erfassen der Daten – und damit auch das Einscannen und Speichern durch ein Unternehmen – untersagt. Dadurch solle die Datensicherheit geschützt werden, weil einmal erfasste und gespeicherte Daten leicht missbräuchlich verwendet werden könnten.
Das Verwaltungsgericht hat nicht den Vorwurf gegen die Klägerin erhoben, sie verwende die Daten missbräuchlich. Um den Zweck des Gesetzes zu erfüllten, dürften aber so wenig Daten wie möglich in Umlauf gebracht werden, so dass auch die Praxis der Klägerin zu untersagen sei.
Daher hat das Verwaltungsgericht die Klage abgewiesen.
Verwaltungsgericht Hannover, Urteil vom 28. November 2013 – 10 A 5342/11
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http://www.wsj.de/article/SB10…04579221883239534694.html
Bafin prüft Verdacht auf Goldpreis-Manipulation
Von MADELEINE NISSEN und FRANCESCA FREEMANNach der Zins-Affäre und möglichen Manipulationen am Währungsmarkt prüfen die Aufsichtsbehörden in Europa nun auch die Prozesse bei der Preisfestlegung für Silber und Gold. Die Prüfungen der Behörden richten sich gegen eine Hand voll europäischer Banken, darunter die Deutsche Bank.
Diese Banken legen die Preise für beide Edelmetalle täglich in London fest. Beim Goldfixing sind neben der Deutschen Bank auch die britische Barclays, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale dabei. Die Deutsche Bank ist auch beim Silberfixing involviert – zusammen mit der HSBC und Bank of Nova Scotia.
Die britische Finanzdienstleistungsaufsicht (Financial Conduct Authority, FCA) untersuche das Vorgehen der Banken bei der Preisermittlung, sagte eine mit den Prüfungen vertraute Person. In Deutschland laufen neben den Libor- und Euribor-Ermittlungen der Bafin auch Prüfungen anderer „Benchmark-Prozesse wie das Gold- und Silberpreisfixing". Das sagte ein Sprecher dem Wall Street Journal Deutschland.
Die Deutsche Bank, HSBC und Société Générale wollten die Untersuchungen nicht kommentieren. Bei Barclays war niemand zu erreichen. Ein Sprecher der Bank of Nova Scotia verwies in einer Mail auf die internen Richtlinien der Bank, nahm aber keinen Bezug auf die Anfrage zu den Untersuchungen.
Bereits Anfang des Jahres hatte die amerikanische Aufsichtsbehörde für den Warenterminhandel (Commodity Futures Trading Commission - CFTC) das Thema gegenüber der britischen FCA zur Sprache gebracht. Das Gold-Fixing in London solle überprüft werden, weil das Verfahren geradezu zum Missbrauch einlade, argumentierten die Amerikaner gegenüber der britischen Finanzaufsicht. Die CFTC hat keine weiteren regulatorischen Schritte eingeleitet.
Der Handel mit Edelmetallen ist besonders intransparent, da nicht alle Aufträge über die Futuremärkte abgewickelt werden. Im Kassamarkt wird Gold zwischen den Handelspartnern direkt gehandelt (over the counter). Das bedeutet, es gibt keine zentralen Datenquelle für den Preis, zu dem es den Besitzer wechselt. Anders ist es bei den Gold-Futures, sie werden an Börsen gehandelt. „Der Spot-Goldmarkt ist nicht so transparent wie börsennotiertes Gold", sagte Rohstoffanalyst Andrej Kryuchenkow von VTB Capital. „Es ist ein sehr liquider und großer Markt, deshalb wird es hier mehr Überprüfung geben."
Rolle der Deutschen Bank liegt noch im Dunkeln
Die britische Hauptstadt ist seit Jahrhunderten ein Zentrum des Goldhandels. Das Edelmetall wird rund um die Uhr gehandelt. Jeden Morgen und jeden Nachmittag konferiert eine Gruppe von Marktteilnehmern. Dieses sogenannte London-Fixing wird in einer Telefonkonferenz zwischen den Töchtern der fünf genannten Banken festgesetzt. Darin geben sie Gebote auf Basis eines Eröffnungs-Goldpreises ab, im Namen der Banken und ihrer Kunden. Sie passen dann den Preis an, um die Zahl der Käufer und Verkäufer widerzuspiegeln. Der Preis gilt als „festgesetzt", wenn die Zahl der Käufer und Verkäufer ausgeglichen ist. Der gleiche Prozess läuft am Mittag für Silber ab - in einer Telefonkonferenz der Deutschen Bank, HSBC und Bank of Novia Scotia.
Neben der Preisermittlung der Edelmetalle überprüfen die Behörden derzeit auch Leitindizes für Ölpreise, Währungen und Zinsen. Der Stein kam ins Rollen, als Händlerabsprachen großer Investmentbanken bei der Festsetzung von Referenzzinssätzen wie Libor und Euribor bekannt wurden. Nach und nach kamen auch Verabredungen im Devisenhandel ans Licht. Händler nutzten nach derzeitigen Erkenntnissen Informationsvorsprünge, um Aufträge mit Eigeninteresse rechtzeitig zu platzieren.
Die Rolle der Deutschen Bank liegt dabei noch ein großes Stück weit im Dunkeln. Die Untersuchungen sind aber ein weiterer Rückschlag bei dem Versuch, neues Vertrauen zu gewinnen. Nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Investoren. Sollte bekannt werden, dass Händler der Deutschen Bank an Manipulationen im Gold- und Silberhandel beteiligt waren, würde sich das Prozessrisiko abermals erhöhen. Erst im dritten Quartal hatte die Bank die Rückstellungen für Rechtsrisiken auf 4,1 Milliarden Euro erhöht. Hinzu kamen zusätzliche Kosten von 1,3 Milliarden Euro für Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit unter 50 Prozent liegt.
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Dass wir Negativzinsen für Privatkunden sehen (mit Steuergutschriften als Folge, bzw. Berücksichtigung im Stückzinstopf) kann ich mir momentan auch nicht vorstellen. In der Schweiz haben institutionelle Anleger bei den Geschäftsbanken schon länger negative Overnight-Zinsen und für Privatleute liegen die Zinsen für Tagegeld etc. um die 0,0x%. Die Institutionellen Anleger versuchen ihr Geld jeden Tag irgendwie zur Schweizer Zentralbank zu schaufeln, die selbst noch positive Zinsen hat, oder wenn sie es dorthin nicht schaffen, immer über Nacht aus der Schweiz rauszuholen.
In der Schweiz kennt man Negativzinsen ja schon seit den 1960ern.In Schweden und in Dänemark haben die Zentralbanken ja auch schon in 2009 bzw. 2012 negative Zinsen ausgerufen ... und dort wohl aus Sicht der Zentralbanken recht erfolgreich ... nur die Kredite wurden leider teurer.
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http://www.huffingtonpost.de/d…hp_ref=germany&ir=Germany
Die Alpen trotzen der Klimaerwärmung - doch keiner will es hören!
Veröffentlicht: 21/11/2013 14:27Subjektiv kam es den Einwohnern des österreichischen Wintersportorts Kitzbühel in den letzten Jahren so vor, als wären die Winter kälter geworden. Um sich ein objektives Bild über die Lage zu machen, zog man los und bestellte sich bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), dem staatlichen Wetterdienst Österreichs, die entsprechenden Wetterdaten der letzten 20 Jahre. Bei der Bewertung der Daten und Ergebnisse wurde ich von MMag. Günther Aigner, Marketer bei Kitzbühel Tourismus, um fachliche Unterstützung gebeten.
Die Auswertung hat Erstaunliches ergeben:
Nach einer fachlichen Prüfung meinerseits bin ich sehr überrascht. Die Winter sind dort in den letzten 20 Jahren tatsächlich nachweislich kälter geworden, und das teilweise ganz massiv. Die letzten beiden Winter waren in Kitzbühel sogar die kältesten der vergangenen 20 Jahre.Um weitere Untersuchungen anzustellen, wurden von weiteren vier alpinen Bergstationen Wetterdaten angefordert und ausgewertet:
· Zugspitze Deutschland (2.962 m)
· Schmittenhöhe Österreich (1.972 m)
· Sonnblick Österreich (3.105 m)
· Säntis Schweiz (2.502 m)Sie alle kamen zum selben erstaunlichen Ergebnis:
Die Winter in den Alpen sind in den letzten Jahrzehnten nach diesen Daten eindeutig kälter geworden. Wir haben dazu extra lange Zeitreihen von 20 bis 30 Jahren untersucht, genau so, wie es die Klimatologen immer fordern.Man befragte sogar die meteorologischen Fachkreise vor Ort nach ihren Meinungen zu den Ergebnissen. Allerdings hatte man dabei wenig Erfolg. Teilweise war man über diese Ergebnisse selbst erstaunt, teilweise wurde versucht die Ergebnisse zu relativieren.
Da stellt man sich schon die Frage: Kennt man diese Ergebnisse und will sie nur nicht hören, weil sie nicht ins aktuelle Weltbild des Klimawandels bzw. der Klimaerwärmung passen? Immerhin predigten uns die Klimaexperten schon vor 20 Jahren, dass es zukünftig keine Winter mehr mit Eis und Schnee in Mitteleuropa geben werde. Zudem würde Wintersport in den nächsten Jahrzehnten nur noch in den höchsten Lagen der Alpen möglich sein, da die Temperaturen immer weiter steigen würden. Doch nichts von alledem ist bisher der Fall, wie diese Beobachtungsdaten aus den amtlichen Messnetzen des Deutschen Wetterdienstes (Zugspitze), der ZAMG (Kitzbühel, Sonnblick und Schmittenhöhe) und der MeteoSwiss (Säntis) eindrucksvoll belegen.
Mir kommt es so vor, als sei das Thema Klimawandel bzw. Klimaerwärmung mittlerweile zu einer Art Religion geworden. Wer dieser angehört, duldet keine anderen Erkenntnissen, wenn diese auch auf noch so eindeutigen Fakten wie jenen Messwerten beruhen. Es ist grenzt fast schon an einen Skandal, dass die zuständigen Fachkreise vor Ort diese Erkenntnisse einfach zu ignorieren scheinen.
Fazit:
Von immer milder werdenden Wintern sind wir in den Alpen ganz offensichtlich weit entfernt. Der Trend geht genau in die entgegengesetzte Richtung! Klimatologen hatten vor einigen Jahren den Wintersportorten der Alpen dazu geraten, ihre Investitionen in Sachen Wintersport zurückzufahren- das würde sich aufgrund der steigenden Durchschnittstemperaturen bald nicht mehr lohnen.Da fragt man sich: Welche steigenden Temperaturen meinten die Damen und Herren bloß?
Dominik Jung auf Twitter folgen: http://www.twitter.com/WetterExperte
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Pro7: Mi 20.11.2013 19:05
http://www.prosieben.de/tv/gal…mittwoch-20-november-2013
Mein Leben als Goldgräber
Vor einem Jahr haben wir ihn im kanadischen Outback besucht: Den deutschen Goldclaim-Erben Paul Loescher. Er vermutete in seinen, vom Großvater geerbten Claims, einen eiszeitlichen Goldkanal. Die Ausbeute damals: Gerade einmal 500 Gramm.
Ein Jahr später ist Galileo wieder vor Ort. Wie geht es Paul heute? Hat er den großen Schatz gefunden?
Um seinen Traum zu verwirklichen, hat sich Loescher mehrere Millionen Dollar geliehen, denn seine Devise ist High-Tech-Exploration und Berechnung statt Zufall und Glück. Statt einsamen Goldschürfens mit Waschpfanne versucht er ein Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen aufzubauen, das Gold systematisch und im großen Stil abbaut. -
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Problem Reichsbank
Das zentrale Problem war nun die Reichsbank. Ihr unkündbarer Präsident Rudolf E. A. Havenstein war im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu stoppen: Er ließ angesichts der Finanzierungsprobleme des Reiches die Reichsbank immer mehr Papiermark in Umlauf bringen. Endlich, am 15. November 1923, hörte die Reichsbank auf, Staatsschulden aufzukaufen und dadurch die Geldmenge auszuweiten. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass 1 Bill. Papiermark 1 Rentenmark entsprachen. Am 20. November 1923 starb Havenstein plötzlich an Herzversagen. Und an genau diesem Tag schreitet Hjalmar Schacht, der bereits am 12. November 1923 von Stresemann zum Währungskommissar bestellt worden war, zur Tat. Er stabilisierte die Papiermark gegenüber dem Dollar: Die Reichsbank intervenierte in den Devisenmärkten, setzte durch, dass 4,2 Bill. Papiermark 1 Dollar entsprachen. Und da 1 Bill. Papiermark 1 Rentenmark gleichgesetzt waren, betrug nun das Austauschverhältnis zwischen Rentenmark und Dollar nun wieder 4,2.
Genau die Wertrelation stand also wieder, die vor Ausbruch des Krieges zwischen Reichsmark und Dollar gegolten hatte. Das "Wunder der Rentenmark" ist zugleich das Ende der Hyperinflation. Um die internationale Glaubwürdigkeit des deutschen Geldes wiederherzustellen, waren allerdings weitere Maßnahmen notwendig, wie zum Beispiel die Gründung der "Golddiskontbank" mit Hilfe britischer Kredite im April 1924.
Wie konnte es dazu kommen, dass das Geld eines höchst entwickelten und kultivierten Gemeinwesens vollends zerstört wurde? Viele Erklärungen sind vorgebracht worden. So seien es die Reparationszahlungen gewesen, die dem Deutschen Reich auferlegt wurden; auch wird häufig auf die Zahlungsbilanzdefizite der Weimarer Republik verwiesen oder auf die Abwertung der Reichsmark gegenüber anderen Währungen, die die Importpreise für die Deutschen und damit auch die heimischen Preise in die Höhe getrieben und den Geldwert zerstört hätten.
Doch all diese Erklärungen laufen ins Leere, wie der deutsche Ökonom Hans F. Sennholz unmissverständlich aufzeigt. Denn jede Papiermark, so Sennholz, wurde von Deutschen gedruckt und ausgegeben, und zwar von einer Zentralbank, die geführt wurde von Deutschen, und die unter der Aufsicht einer Regierung von deutschen Politikern stand. Die Hyperinflation, die Zerstörung des deutschen Geldes, war das Werk deutscher Politiker und Technokraten. Die Hyperinflation war die Folge einer bewusst von Menschenhand herbeigeführten grenzenlosen Geldmengenvermehrung.
Lehren aus dem Desaster
Was sind die Lehren, die aus der deutschen Hyperinflation zu ziehen sind? Die erste Lehre ist, dass selbst eine politisch unabhängige Zentralbank keinen verlässlichen Schutz vor Geldwertzerstörung bietet. Die Reichsbank wurde per Gesetz bereits im Jahr 1922 - und zwar auf Drängen der Alliierten, quasi als Gegenleistung für eine vorübergehende Aussetzung der Reparationszahlungen - politisch unabhängig gemacht. Und dennoch wählte die Reichsbankführung den Weg in die Hyperinflation. Als die Geldpolitiker der Reichsbank nämlich sahen, dass die junge demokratische Republik immer stärker auf Reichsbankkredite zurückgreifen musste, um nicht zahlungsunfähig zu werden, gab sie, weil es sich aus Sicht der Zentralbankführung um eine Existenzfrage des Deutschen Reiches handelte, immer mehr Geld aus, um die letztlich leider unstillbaren Finanzansprüche der (Tages-)Politiker zu erfüllen. Das Ergebnis der Staatstreue der Zentralbankräte war die totale Zerstörung der Reichs- beziehungsweise Papiermark.
Die zweite Lehre ist, dass ungedecktes Papiergeld nicht funktionieren kann. Hjalmar Schacht, in seiner 1953 erschienen Autobiografie, deutet diese Erkenntnis an: "Die Banknote oder das Staatspapiergeld haben sich nur dadurch einführen können, dass der Staat oder die Notenbank versprachen, den ausgegebenen Papiergeldschein jederzeit in Gold umzutauschen. Diese Möglichkeit der Einlösung in Gold jederzeit sicherzustellen, muss also das Bestreben aller Papiergeldherausgeber sein. Ein Staat oder eine Notenbank, die diese Möglichkeit durch Fahrlässigkeit oder Willkür verscherzen, versündigen sich gegen die Staatsbürger."
Hinter Schachts Worten versteckt sich letztlich jedoch eine zentrale ökonomische Einsicht: dass ungedecktes (Papier-)Geld immer und überall politisiertes Geld ist, sich damit als ein Störfaktor im System der freien Märkte erweist. Die Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie hatten das bereits frühzeitig, im Grunde bereits 1912, abschließend erkannt und erklärt.
Die Versuchung ist wieder da
Das Papiergeld, das durch Bankkreditvergabe aus dem Nichts geschaffen wird, ist nicht nur chronisch inflationär, es führt vor allem auch zu Fehlentwicklungen, "Boom- und-Bust-Zyklen" und vor allem einer Überschuldung der Volkswirtschaft. Und ist eine solche Situation erst einmal entstanden, vor allem eine Überschuldung von Staaten und Banken, erscheint das Ausweiten der Geldmenge als die Politik des vergleichbar kleinsten Übels, um den aufgelaufenen Problemen zu entkommen. Im Grunde ist der Problemaufriss, dem sich die entwickelten Volkswirtschaften gegenübersehen, nicht viel anders als der in der Weimarer Republik: Heute, angesichts der Überschuldung von Staaten und Banken, ist die Versuchung wieder groß, dass die Drehzahl der - diesmal elektronischen - Notenpresse immer weiter erhöht wird, um den Problemen, die das Papiergeld gebracht hat, zu entkommen.
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Thorsten Polleit, Chefökonom von Degussa Goldhandel und Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland -
Vor 90 Jahren: Das Ende der deutschen Hyperinflation
Börsen-Zeitung, 14.11.2013
Morgen vor 90 Jahren, am 15. November 1923, wurden die entscheidenden Schritte eingeleitet, um den Alptraum der Weimarer Hyperinflation zu beenden: Die Reichsbank hörte auf, Schuldpapiere des Kaiserreiches aufzukaufen, und der Papiermarkt wurde die neu geschaffene "Rentenmark" mit einem festen Wechselkurs zur Seite gestellt. Die Hyperinflation wurde erfolgreich gestoppt, die Kaufkraft der Papiermark war und blieb jedoch ruiniert. Um verstehen zu können, was sich damals zutrug und wie es so weit kommen konnte, muss man zurückblicken auf die Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.Im deutschen Kaiserreich wurde die Mark mit dem Münzgesetz vom 4. Dezember 1871 gesetzliches Zahlungsmittel mit dem Wert 1 / 1 393 eines Pfundes Feingold; ein Gramm Gold entsprach damit 3 Mark. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Goldeinlösepflicht der Reichsmark jedoch am 4. August 1914 aufgehoben. Aus der goldgedeckten Mark (nach 1914 sprach man von "Goldmark") wurde die ungedeckte Papiermark. Das Kaiserreich finanzierte die Kriegsausgaben zunächst vor allem durch Ausgabe von Anleihen. Die Staatsschulden stiegen von 5,2 Mrd. im Jahr 1914 auf 105,3 Mrd. Papiermark 1918. Aber auch die Papiermarkmenge wuchs. Denn weil es ab 1916 immer schwieriger wurde, Abnehmer für die Staatsschulden zu finden, sprang die Reichsbank ein. Sie kaufte die Papiere und bezahlte mit neu gedrucktem Geld. 1914 belief sie die Papiermarkgeldmenge auf knapp 5,9 Mrd. Papiermark, 1918 war sie auf 32,9 Mrd. Papiermark gewachsen. In der Zeit von August 1914 bis November 1918 stiegen die Großhandelspreise um 115 %, die Kaufkraft der Papiermark wurde also mehr als halbiert. In der gleichen Zeit wertete die Papiermark (an der Berliner Börse) um etwa 84 % gegenüber dem Dollar ab.
Politische Zwänge
Das "Delirium der Milliarden" nahm jedoch erst in der Nachkriegszeit seinen unheilvollen Lauf. Die neue Weimarer Republik sah sich gewaltigen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen gegenüber. 1920 betrug die Industrieproduktion nur 61 % des Niveaus von 1913, 1923 war sie auf 54 % gefallen. Die durch den Versailler Vertrag erzwungenen Landabtretungen hatten die Leistungsfähigkeit des Reiches geschwächt. Hinzu kamen Reparationsleistungen (im Mai 1921 wurden sie auf 132 Mrd. Goldmark festgesetzt), die in Fremdwährung und Naturalien zu leisten waren.
Vor allem aber wollten die neuen demokratischen Regierungen der Weimarer Republik den Ansprüchen ihrer Wähler so umfassend wie möglich nachkommen. Weil aber die Steuereinnahmen dazu nicht ausreichten, begann die Reichsbank, die Notenpresse laufen zu lassen. Bereits Ende 1919 war die Geldmenge auf knapp 51 Mrd. Papiermark gewachsen. Der Staatshaushalt blieb chronisch defizitär. Von April 1920 bis März 1921 betrug der Steueranteil an allen Staatsausgaben im Durchschnitt weniger als 37 %, der Rest wurde mit Reichsbankkrediten, durch die neue Papiermark in Umlauf gebracht wurden, finanziert. Zwar besserte sich die Lage bis etwa Mitte 1922. Der Steueranteil aller Staatsausgaben erreichte sogar kurzzeitig 75 %. Aber dann brach sich das Unheil Bahn: Die Auseinandersetzung um den angeblichen Rückstand der deutschen Reparationszahlungen, die sich bereits gegen Ende 1922 abzeichnete, ebnete den Weg in das deutsche Währungsdesaster.
Französische und belgische Truppen besetzten zwischen dem 11. und 16. Januar 1923 das Ruhrgebiet, das industrielle Herzstück des Reiches. Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Kuno rief am 13. Januar 1923 zum "passiven Widerstand" auf: Belegschaften und Betriebe in den besetzten Gebieten sollten sich den Befehlen der Besatzer widersetzen. Die Reichsregierung sicherte die Lohnfortzahlungen für das Nichtarbeiten zu. Der deutsche Staatshaushalt wurde durch die Verpflichtungen, die der "Ruhrkampf" mit sich brachte, nun völlig überfordert. Die Reichsbank begann, die staatlichen Zahlungen durch das Drucken von immer neuem Geld bedingungslos zu finanzieren: Steuerausfälle, Auszahlungen für Löhne, Sozialleistungen und Subventionen für defizitäre Staatsbetriebe.
Im Mai 1923 geriet die Papiermark-Geldmenge außer Rand und Band. Im Mai 1923 stieg sie auf 8 610 Mrd., im April waren es bereits 17 340 Mrd., im August 669 703 Mrd. und im November 1923 waren es dann 400 Trillionen, also 400 x 10^18 Mrd.
Die Großhandelspreise stiegen mit astronomischen Raten, von Ende 1919 bis November 1923 um 1,8^13 %. Am Ende des Krieges 1918 hätte man theoretisch 500 Milliarden Eier für das gleiche Geld erwerben können, für das man fünf Jahre später ein einziges Ei kaufen konnte. Der Außenwert der Papiermark fiel ins Bodenlose. Im Juli 1914 entsprachen 4,2 Reichsmark 1 Dollar; und 1 Dollar entsprach damals 1 / 20,67 Feinunzen Gold. Bis November 1923 hatte sich der Papiermarkpreis (an der Berliner Börse) für einen goldgedeckten Greenback um 8,9^12 % verteuert. Die Papiermark hatte im Grunde nur noch "Brennwert".
Arbeitslosigkeit explodiert
Mit dem Zusammenbruch des Geldes explodierte die Arbeitslosigkeit. Seit Kriegsende war sie stets sehr niedrig gewesen - weil die Wirtschaft durch Staatsausgaben, finanziert durch Kreditaufnahmen und Geldmengenausweitungen, künstlich in Gang gehalten worden war. Die Arbeitslosenquote lag Ende 1919 bei 2,9 %, 1920 bei 4,1 %, 1921 bei 1,6 % und 1922 bei 2,8 %. Mit dem herannahenden "Tod des Geldes" änderte sich das. Im August 1923 war sie bereits bei 6,3 % angelangt, dann stieg sie auf 19,1 % im Oktober, 23,4 % im November und erreichte 28,2 % im Dezember. Weite Teile der Bevölkerung, vor allem der Mittelstand, verarmten.
Die Hyperinflation zerstörte die bürgerliche Gesellschaft. Die Deutschen litten an Hunger und Kälte. Es gab kommunistisch angetriebene Unruhen in Sachsen und Thüringen von Januar bis September 1923. Adolf Hitler versuchte am 8. und 9. November 1923 in München durch einen bewaffneten Putsch die Regierung in Berlin abzusetzen und die Macht zu erlangen. Die neue Republik stand am Rand des Bürgerkriegs.
Reichskanzler Gustav Stresemann hatte den "Ruhrkampf" bereits am 26. September 1923 beendet. Angesichts der untragbaren Situation begann die Regierung mit der "Stabilisierung" der Währung. Am 15. Oktober 1923 wurde die "Deutsche Rentenbank" gegründet. Sie sollte Rentenmark ausgeben, die durch (im Grunde fiktive) Hypotheken- und Grundschulden auf Immobilien von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe im Deutschen Reich gedeckt war. Die Rentenmark hatte, anders als die Papiermark, eine sachliche Deckung. Die Rentenmark war kein gesetzliches Zahlungsmittel, sie war eine Inhaberschuldverschreibung. Ihr wurde der Wert 1 Goldmark zugewiesen. Dieser Wert rührte aus dem Versprechen der Rentenbank, dass der Halter von 500 Rentenmark sie jederzeit in eine Anleihe mit einem Wert von 500 Goldmark eintauschen könne.
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Ich bin eben bei Degussa in Frankfurt gewesen. Dort war es recht voll, soviel Betrieb habe ich dort noch nicht erlebt. Bisher habe ich dort maximal zwei Kunden zwischen Tür und Angel angetroffen, aber heute waren es ca. 15 Kunden im Vorraum. Diese standen in der Schlange, um entweder gleich an die beiden Schalter zu gelangen oder erst eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Jeweils ein Drittel der Kunden schien bereits im Ruhestand zu sein, ca. 10 Jahre davor oder unter 25 Jahre. Die Fahrzeuge auf dem Parkplatz waren alle maximal Mittelklassewagen und kamen den Nummernschildern zu folge aus einem Umkreis von 50km. Sofern ich es mitbekommen habe, waren alle auf der Käuferseite und interessierten sich fast nur für Gold ... und einer musste sogar kurz seinen Perso zücken.
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Dem Bargeld kommt man dabei übrigens ganz einfach bei: Am X.Y.Z gelten nur noch solche Scheine, die einen Stempel o.ä. haben. Kann alles sein, auch ein Hologrammabziehbildchen, auf den Stempel kam ich nur, weil das Überstempeln von Geldscheinen eine schöne Tradition in bewegten Zeiten ist. Auf Scheinen, die die Bank herausgibt sind diese Dingens gleich drauf, da wurde ja der Zehnt schon gezahlt...das Bargeld unter'm Kopfkissen allerdings kann man dann zur Bank schleppen und gegen eine kleine Aufwandsentschädigung zzgl. des festgeschriebenen Abschlags kennzeichnen lassen.
Da bleiben auf der Bargeldseite nur noch Münzrollen ... bis die Münzen für ungültig erklärt werden. (In der Vergangenheit meist erst einige Zeit nach den Scheinen.) Wer möglichst kompakt drauf setzen mochte nimmt 25x2€=50€ und wer möglichst wertunterlegt drauf setzen möchte nimmt 40x10ct=4€. Ich denke, man muss möglichst mehrgleisig fahren.
Interessant finde ich auch BullionArt ... dafür bin ich aber derzeit noch zu preisbewusst, da das künstlerische für mich sehr nachrangig ist.
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Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat das aktuelle "Vermögensbarometer" veröffentlicht. Hierzu wurden 2.000 Personen ab 14 Jahre im Juli 2013 über ihre finanzielle Vermögensbildung zur Altersvorsorge befragt. Neben den üblichen Anlageformen wurde diesmal auch erstmals explizit nach Edelmetallen/Gold gefragt.
Fragestellungen:
Welche Produkte eignen sich für die Vermögensplanung/den Vermögensaufbau am besten? (Anteile in %/Mehrfachnennungen möglich)
Edelmetalle: 17%Welche Möglichkeiten haben Sie bereits in Anspruch genommen, um Ihre finanzielle Situation im Alter zu sichern oder zu verbessern? (Anteile in % /Mehrfachnennungen möglich)
Edelmetalle: 12% bereits genutzt / 22% ist geplantIch weiß, ist nicht besonders repräsentativ aber ich finde die Zahlen persönlich erstaunlich hoch, wenn man bedenkt, dass hier (angeblich) alle Altersklassen befragt wurden und man sich bei dieser Angabe meist etwas zurückhält.
Bissel gesponnen und unsauber gerechnet:
Wenn man nun davon ausgeht, dass der Median des deutschen Nettovermögens pro Haushalt bei ca. 52.000 EUR liegt und man von einem moderaten Edelmetallanteil von 5% ausgeht wurde das bedeuten, dass
40 Mio Haushalte x 52.000 EUR Nettovermögen x 5% Edelmetallanteil x 12% Anleger/Haushalte = 12,48 MrdEUR momentan in EM angelegt sind.
Würden die o.g. 22% die ein Invest planen nachziehen kämen
40 Mio x 52.000 EUR x 5% x 22% = 22.88 MrdEUR hinzu -> macht in derzeitigen Kursen eine Nachfrage von 733 Tonnen Gold -
Börsen-Zeitung, 22.10.2013
lz Frankfurt - Die Deutsche Bundesbank hält die Preissteigerung auf den städtischen Immobilienmärkten zwar für beträchtlich und registriert in einigen attraktiven Großstädten sogar Überbewertungen von bis zu 20 %, doch sei noch keine Blasenbildung erkennbar, die zu größeren makroökonomischen Risiken führen könnte, heißt es im neuen Monatsbericht. Hierzu sei das Wachstum der Immobilienkredite insgesamt noch "zu wenig dynamisch". Hinzu komme, dass die Preissteigerungen vor allem attraktive Großstädte beträfen und weniger das flache Land. Ursache der Preisdynamik ist nach Erkenntnissen der Bundesbank die deutliche Zunahme der Nachfrage aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und wegen Unsicherheiten im Gefolge der Finanz- und Schuldenkrise. Um die Entwicklung wieder einzufangen warnen sie indes vor einer Begrenzung der Mietpreise. Vielmehr müsste das Renditepotenzial für die Vermietung von Wohnraum eher noch weiter erhöht werden, fordern sie im Widerspruch zu aktuellen politischen Bestrebungen nach einer Mietpreisbremse. -
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Der RSS-Feed für die Artikel auf Goldseiten.de enthält seit kurzem nur noch Nummern als Überschrift und nicht mehr die Artikelüberschrift.
Genauso ergeht es der Goldseiten.de-Box am rechten Rand von diesem Forum. -
Diese Woche schon wieder drei Polizeimeldungen entdeckt, wo Münzen (oder auch mal Barren - diesmal nicht) explizit benannt werden ... früher kam dies maximal einmal pro Monat vor.
Bad Nauheim ... Münzsammlung und andere Gegenstände im Wert von mehreren tausend Euro wurden aus einem Kellerraum entwendet. Die Unbekannten hatten dazu eine Tür aufgebrochen und offensichtlich gezielt entwendet.
Eschenburg-Eiershausen ... Die Unbekannten durchwühlten Schränke und Kommoden ... es fehlen Münzen und Schmuck.
Gießen ... Bargeld, Schmuck und Münzen stahlen Unbekannte aus einem Wohnhaus, die Täter hebelten ein seitliches Fenster auf
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hr-fernsehen: 08.09.2013 , 10:45 Uhr
In den noblen Häusern der Welt, etwa im Bundeskanzleramt und im Weißen Haus, im Moskauer Kreml oder im Palast des Aga Khan, tafelt man mit Bestecken von Robbe & Berking. Berühmte Hotels und Feinschmeckerrestaurants decken ihre Tische mit Besteck aus der Manufaktur in Flensburg. Handwerkliche Perfektion und kaufmännisches Gespür hat die Silberschmiede zum Weltmarktführer gemacht. Firmenchef Oliver Berking hat die Devise von seinem Urgroßvater übernommen: Andere dürfen billiger sein, besser sein darf niemand. Seine Manufaktur schmiedet schon in fünfter Generation Tafelbestecke aus Silber. Handarbeit ist bei Robbe & Berking Trumpf. Als Nicolaus Robbe 1874 seine kleine Gold- und Silberschmiede in Flensburg eröffnete, trieb ihn die Not dazu. Weil er keine Anstellung fand, versuchte er mit einem Einmannbetrieb, die Familie zu ernähren. Seine Frau half in der Werkstatt mit beim Putzen und Schleifen. Oft reichte das Geld nicht, um Silber für Aufträge zu kaufen. Nach zwanzig Jahren stellte er endlich einen Gesellen ein, das war der Wendepunkt für die kleine Firma. Der junge Goldschmied Robert Berking verliebte sich in Robbes Tochter, wurde zum Schwiegersohn und Teilhaber. Er erklärte die Herstellung von Messer, Gabel und Löffel zum Hauptgeschäft der kleinen Manufaktur. Der Erfolg gab ihm recht: In kurzer Zeit war die Firma Robbe & Berking in der Region gefragter Spezialist für Tafelbesteck. Ein Schicksalsschlag war beinahe das Ende der Silberschmiede: Mit nur 36 Jahren ertrank Robert Berking. Seine Frau Henriette leitete den Handwerksbetrieb, bis die Söhne ihn übernehmen konnten. Ihr Ältester, Theodor, setzte die Familientradition fort. Mit exzellentem Handwerk manövrierte er die Firma durch die Krisen der 1920er-Jahre. "Nordische Silberschmiede" nannte sich die Manufaktur nach der "Machtergreifung" der Nazis. Bestecke aus Silber waren im Krieg nicht gefragt, dafür Kriegsverdienstorden aus Aluminium, ein Staatsauftrag. Die Nachkriegszeit überlebte die Firma mit Kunstgewerbe. In den Wirtschaftswunderjahren dann war Silberbesteck das Hochzeitsgeschenk Nummer eins. Die Modelle "Isabel" und "Brigitte" waren in Norddeutschland besonders gefragt. Königshäuser und Nobelhotels wurden zu Neukunden, als Robert Berking Junior neue Designs entwarf und die alten Klassiker der Zeit anpasste. Die Formen von Robbe & Berking stachen die Konkurrenz aus. Sein Sohn Oliver war 22 Jahre alt, als er 1985 in die Firma kam. Heute lenkt er das international aufgestellte Unternehmen mit 120 Mitarbeitern. Der Firmenchef vertraut darauf, dass eines seiner sechs Kinder die Silberschmiede einmal in sechster Generation weiterführen wird.
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Phoenix: 07.09.2013 , 03:30 Uhr
Es ist der größte Kunstraub der DDR. Im September 1977 stehlen unbekannte Täter den bedeutendsten archäologischen Fund der sächsischen Geschichte aus dem Dresdner Stadtmuseum, den Sophienschatz. Einhundert Ringe aus purem Gold, Dutzende Armbänder und Ketten aus Gold und Emaille sowie acht goldene Ordensketten. Erst nach 22 Jahren kehrt das millionenschwere Kulturgut an seinen rechtmäßigen Platz zurück. Täter und Hintermänner aber konnten bisher nicht gefasst werden.
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Presse-Info Verbraucher-Service
In Gold oder Silber investieren? Ab 2014 höhere Mehrwertsteuer auf Silbermünzen
3. September 2013 - Anleger, denen Gold zu teuer ist und die sich für Silber interessieren, sollten den 31. Dezember 2013 im Blick haben. Denn ab dem 1. Januar nächsten Jahres steigt der Mehrwertsteuersatz beim Kauf von Silbermünzen auf volle 19 Prozent. Wer also noch vorher Silbermünzen kaufen möchte, kann von dem niedrigeren Steuersatz von sieben Prozent profitieren. Silberbarren dagegen unterliegen bereits heute dem vollen Mehrwertsteuersatz.
Mit der Anhebung des Steuersatzes für Silbermünzen setzt die Bundesregierung eine EU-Richtlinie zur Harmonisierung der Mehrwertsteuersätze um. Aber aus Anlegersicht wird die Attraktivität von Silbermünzen durch die Steuererhöhung deutlich geschmälert.
Gold hingegen kann weiterhin mehrwertsteuerfrei erworben werden, aber nur, sofern es sich um sogenanntes Anlagegold handelt. Hierzu gehören die handelsüblichen Goldbarren sowie Goldmünzen, die nach 1800 geprägt wurden, gesetzliche Zahlungsmittel sind oder waren und deren Marktpreis sich im Wesentlichen nach ihrem Goldgehalt bestimmt. Beim Kauf von Goldmedaillen, Goldschmuck und historische Goldmünzen, deren Wert sich nach der Seltenheit und nicht nach dem Goldwert richtet, fällt dagegen Mehrwertsteuer an. Ist der Preis einer historischen Goldmünze höher als der 2,5-fache Goldwert, gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, ansonsten die volle Mehrwertsteuer.
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Julia Topar
Pressesprecherin
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