Krankenhäuser im Libanon bitten um Blutspenden
Mindestens 80 Tote und 200 Verletzte meldet das libanesische Rote Kreuz allein für Beirut. Die Gesamtzahl der Opfer im ganzen Libanon liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher bei mindestens 89 Toten und über 800 Verwundeten.
Ein Reporter von Al Jazeera in Beirut schrieb: "Während viele der früheren Angriffe Israels auf Viertel zielten, die als Hochburgen der Hisbollah bekannt waren, trafen viele der heutigen Angriffe Gebiete, die nicht weithin als solche angesehen werden. Sie kamen ohne Warnung und trafen die Menschen völlig überraschend. Das hatte eine verheerende Wirkung.
Die Krankenhäuser in Beirut sind überschwemmt mit hunderten Verletzten. Es gab zahlreiche Aufrufe in den sozialen Medien zu dringenden Blutspenden."
Der Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, nannte den israelischen Angriff ein "ausgewachsenes Kriegsverbrechen". Außer Beirut wurden große Teile des Bekaa-Tals, der Berg Libanon, Sidon und mehrere Dörfer im Südlibanon sowie die Hafenstadt Tyros getroffen.
"Das heutige Verbrechen", so Nabih Berri, "ist ein ernster Test für die internationale Gemeinschaft und eine dreiste Herausforderung aller internationalen Gesetze, Normen und Konventionen, die Israel durch seine fortgesetzten Angriffe auf Zivilisten verletzt." Er sprach von einem "Vernichtungskrieg gegen den Libanon".
Noch immer werden weitere Verletzte in die Krankenhäuser von Beirut gebracht. RT
Ekelhaft